Übungsaufgaben für CFA Level I: Quantitative Methods und Fixed Income: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zeitwert des Geldes

Endwert
FV = PV·(1 + i)n
Barwert
PV = FV/(1 + i)n
Mehrere Perioden pro Jahr
i = r/m, N = m·n
Rente, Barwert
PV = PMT·[1 − (1 + i)−n]/i
Rente, Endwert
FV = PMT·[(1 + i)n − 1]/i

Methode

  1. Zeichne einen Zeitstrahl mit jeder Zahlung und ihrem Zeitpunkt.
  2. Passe den Zinssatz an die Periode an: ein Monatszins für monatliche Zahlungen.
  3. Verwende FV = PV·(1 + i)ⁿ für Einzelbeträge und die Rentenformeln für gleich hohe Zahlungen.
  4. Prüfe Vorzeichen und Größenordnung des Ergebnisses.

Kapitalwert & interner Zinsfuß

Kapitalwert
NPV = −C0 + Σ CFt/(1 + r)t
Gleiche Zahlungen
NPV = −C0 + CF·[1 − (1 + r)−n]/r
Interner Zinsfuß
das r, bei dem NPV = 0
Entscheidung
annehmen, wenn NPV > 0 (oder IRR > geforderte Rendite)

Methode

  1. Liste alle Zahlungen mit ihrem Jahr auf; die Investition in Jahr 0 ist negativ.
  2. Zinse jede Zahlung ab: CFt/(1 + r)t.
  3. Addiere sie zum Kapitalwert (NPV). Positiv bedeutet, dass das Projekt mehr als r erwirtschaftet.
  4. Für den internen Zinsfuß (IRR) suchst du durch Probieren oder Interpolation den Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist.

Anleihekurs & Rendite

Anleihekurs
P = C·(1 − (1 + y)−n)/y + F/(1 + y)n
Halbjährlich
C/2, y/2 und 2n Perioden
Laufende Rendite
C/P
Kurs und Rendite
Rendite steigt → Kurs fällt

Methode

  1. Bestimme den Kupon pro Periode und die Rendite pro Periode.
  2. Kurs = Barwert der Kupons (eine Rente) + Barwert des Nennwerts.
  3. Bei halbjährlichen Kupons verwendest du den halben Kupon, die halbe Rendite und die doppelte Anzahl Perioden.
  4. Kontrolle: Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, liegt der Kurs unter dem Nennwert.

CAPM & WACC

CAPM
re = rf + β·(rm − rf)
WACC
E/V·re + D/V·rd·(1 − T)
Unternehmenswert
V = E + D

Beschreibende Statistik

Mittelwert
x̄ = Σx/n
Stichproben-Standardabweichung
s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1))
Median
mittlerer Wert der sortierten Daten
z-Wert
z = (x − μ)/σ
Normalverteilung
68% innerhalb ±1σ, 95% innerhalb ±2σ

Wahrscheinlichkeit

Gegenereignis
P(not A) = 1 − P(A)
Additionssatz
P(A ∪ B) = P(A) + P(B) − P(A ∩ B)
Unabhängige Ereignisse
P(A ∩ B) = P(A)·P(B)
Bedingte Wahrscheinlichkeit
P(A|B) = P(A ∩ B)/P(B)
Binomialverteilung
P(X = k) = C(n,k)·pk(1 − p)n−k

Normalverteilung

z-Wert
z = (x − μ)/σ
Unterhalb von x
P(X < x) = Φ(z)
Oberhalb von x
P(X > x) = 1 − Φ(z)
Dazwischen
Φ(z2) − Φ(z1)
Perzentil
x = μ + z·σ

Methode

  1. Rechne den Wert in einen z-Wert um: z = (x − μ)/σ.
  2. Lies Φ(z) ab, die Fläche links von z.
  3. Für die Fläche rechts verwende 1 − Φ(z); für ein Intervall subtrahiere die beiden linken Flächen.
  4. Für ein Perzentil rechnest du rückwärts: Bestimme z zur Fläche, dann x = μ + z·σ.

Konfidenzintervalle

σ bekannt
x̄ ± z·σ/√n
σ unbekannt
x̄ ± t·s/√n, df = n − 1
Kritischer z-Wert
90%: 1,645, 95%: 1,96, 99%: 2,576
Stichprobenumfang
n = (z·σ/E)², rounded up

Methode

  1. Entscheide zwischen z (σ der Grundgesamtheit bekannt) und t (nur die Stichproben-Standardabweichung s, mit n − 1 Freiheitsgraden).
  2. Bestimme den kritischen Wert für das Konfidenzniveau.
  3. Fehlerspanne: E = kritischer Wert × Standardabweichung/√n.
  4. Intervall: x̄ ± E.

Hypothesentests & Konfidenzintervalle

z-Test für einen Mittelwert
z = (x̄ − μ0)/(σ/√n)
t-Test für einen Mittelwert
t = (x̄ − μ0)/(s/√n), df = n − 1
Zweiseitig bei 5%
H0 ablehnen, wenn |z| > 1,96
Konfidenzintervall
x̄ ± z·σ/√n

Methode

  1. Formuliere H₀ und H₁ und entscheide, ob der Test einseitig oder zweiseitig ist.
  2. Berechne die Teststatistik: (x̄ − μ₀)/(σ/√n), oder mit s und t.
  3. Vergleiche mit dem kritischen Wert oder bestimme den p-Wert.
  4. Verwirf H₀, wenn die Statistik jenseits des kritischen Werts liegt (p kleiner als α), und formuliere die Schlussfolgerung in Worten.

Lineare Regression und Korrelation

Quadratsummen
Sxx = Σ(x − x̄)² = Σx² − (Σx)²/n, Sxy = Σxy − ΣxΣy/n
Steigung
b = Sxy/Sxx
Achsenabschnitt
a = ȳ − b·x̄
Korrelation
r = Sxy/√(SxxSyy)
Residuum
e = y − ŷ

2Übungsaufgaben

1.Zeitwert des GeldesMittel
Jahre012345€3 000FV = ?

Du legst €3 000 zu einem Nominalzins von 5 % pro Jahr mit vierteljährlicher Verzinsung an. Bestimme den Wert FV der Anlage nach 5 Jahren.

PV = €3 0005% / 4n = 5
FV = €
2.Zeitwert des GeldesSchwer
Monate0123…36€25 000A?AAA

Ein Darlehen von €25 000 wird über 3 Jahre in gleichen Monatsraten zurückgezahlt. Der Zinssatz beträgt 4,8 % pro Jahr bei monatlicher Verzinsung. Bestimme die Monatsrate A.

P = €25 0004,8% / 12N = 36
A = €
3.Kapitalwert & interner ZinsfußMittel
Jahre01234−60 00020 00027 00030 00014 000

Eine Investition von €60 000 bringt am Ende der Jahre 1 bis 4 diese Zahlungen: €20 000, €27 000, €30 000, €14 000. Die Kapitalkosten betragen 7,000000000000001 %. Bestimme den Kapitalwert NPV.

r = 7,000000000000001%CF0 = −60 000CF1 = 20 000CF2 = 27 000CF3 = 30 000CF4 = 14 000
NPV = €
4.Kapitalwert & interner ZinsfußSchwer
Jahre0123…9−25 0006 5006 5006 5006 500

Eine Investition von €25 000 bringt 9 Jahre lang am Ende jedes Jahres €6 500. Bestimme ihren internen Zinsfuß IRR in Prozent.

C0 = €25 000CF = €6 500n = 9
IRR = %
5.Anleihekurs & RenditeMittel
Jahre0123…9P€30€30€30 + €1 000

Eine Anleihe mit einem Nennwert von €1 000 zahlt einen jährlichen Kupon von 3% und wird in 9 Jahren fällig. Ihre Rendite bis zur Fälligkeit ändert sich von 5% auf 6%. Um wie viel ΔP ändert sich der Anleihekurs?

F = €1 000Kuponsatz = 3%n = 9y1 = 5%y2 = 6%
ΔP = €
6.Anleihekurs & RenditeSchwer
Halbjahre0123…18€965€25€25€25 + €1 000

Eine Anleihe mit einem Nennwert von €1 000 zahlt einen jährlichen Kupon von 5% in zwei Halbjahresraten und wird in 9 Jahren fällig. Sie wird für €965 verkauft. Bestimme ihre Rendite bis zur Fälligkeit YTM als Jahreszins (das Doppelte der Halbjahresrendite) in Prozent.

F = €1 000Kuponsatz = 5% (2×)n = 9P = €965
YTM = %
7.CAPM & WACCMittel
WACC = ?Stammaktien€12 000 000re​ = 9%Vorzugsaktien€1 000 000rp​ = 8%Fremdkapital€4 000 000rd​ = 4,5%T = 25,8%

Ein Unternehmen ist finanziert mit Stammaktien im Wert von €12 000 000, Vorzugsaktien im Wert von €1 000 000 und Fremdkapital im Wert von €4 000 000. Die Eigenkapitalkosten betragen 9%, die Kosten der Vorzugsaktien 8% und die Fremdkapitalkosten vor Steuern 4,5%. Der Steuersatz beträgt 25,8%. Bestimme den WACC.

E = €12 000 000Ps = €1 000 000D = €4 000 000re = 9%rp = 8%rd = 4,5%T = 25,8%
WACC = %
8.CAPM & WACCSchwer
WACC = ?Eigenkapital4 000 000 × €36,00β = 1,5rf​ = 3%, rm​ = 10%Fremdkapital40 000 × €1 020rd​ = 4%T = 28%

Ein Unternehmen hat 4 000 000 Aktien zu je €36,00 und 40 000 Anleihen mit einem Kurs von je €1 020. Die Fremdkapitalkosten vor Steuern betragen 4% und der Steuersatz 28%. Das Beta der Aktie ist 1,5, der risikofreie Zinssatz 3% und die Marktrendite 10%. Bestimme den WACC.

β = 1,5rf = 3%rm = 10%rd = 4%T = 28%
WACC = %
9.Beschreibende StatistikMittel
35404550

Bestimme die Stichproben-Standardabweichung s der Daten: 33, 54, 52, 36, 34, 44, 35.

n = 7
s =
10.Beschreibende StatistikSchwer
z −2−1012

Prüfungsergebnisse sind normalverteilt mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 10. Bestimme den z-Wert z eines Ergebnisses von 88.

μ = 100σ = 10x = 88
z =
11.WahrscheinlichkeitMittel
xp(x)10,1520,1530,3540,35μ = 2,9

Bestimme für die gezeigte Verteilung die Varianz Var(X) von X.

x: 1, 2, 3, 4p(x): 0,15, 0,15, 0,35, 0,35
Var(X) =
12.WahrscheinlichkeitSchwer
€p(x)−50,7200,25950,05

Ein Spiel kostet €5 Einsatz. Du gewinnst €25 mit der Wahrscheinlichkeit 0,25 und €100 mit der Wahrscheinlichkeit 0,05; sonst gewinnst du nichts. Der Einsatz wird nicht zurückgegeben. Bestimme den erwarteten Nettogewinn E(G) pro Spiel.

Einsatz = €5€25: p = 0,25€100: p = 0,05
E(G) = €
13.NormalverteilungMittel
32 min35,8 minX + Y?

X ist normalverteilt mit dem Mittelwert 12 min und der Standardabweichung 1,5 min; Y ist unabhängig und normalverteilt mit dem Mittelwert 20 min und der Standardabweichung 2 min. Bestimme die Wahrscheinlichkeit P, dass X + Y größer als 35,8 min ist. Runde z auf zwei Dezimalstellen.

μX = 12, σX = 1,5μY = 20, σY = 2X + Y > 35,8 min
P =
14.NormalverteilungSchwer
557085100115130145Punkteunten 20%

Die IQ-Werte sind normalverteilt mit dem Mittelwert 100 Punkte und der Standardabweichung 15 Punkte. Ziehe die Grenze so, dass die schattierten unteren 20 % links davon liegen. Bestimme die Grenze x.

μ = 100 Punkteσ = 15 Punkte20%
x = Punkte
15.KonfidenzintervalleMittel
n = 10, s = 17LU = ?x̄ = 33,5E99%

Eine Stichprobe von 10 Elementen hat den Mittelwert 33,5 und die Standardabweichung s = 17. Die Grundgesamtheit ist annähernd normalverteilt. Bestimme die obere Grenze des 99-%-Konfidenzintervalls für den Mittelwert.

n = 10x̄ = 33,5s = 1799%t(9) = 3,25
obere Grenze =
16.KonfidenzintervalleSchwer
n = 16σ = ?Us = 4,295%

Die Durchmesser von 16 gefertigten Wellen haben eine Stichprobenstandardabweichung von 4,2 µm. Bestimme unter der Annahme normalverteilter Durchmesser die untere Grenze σ des 95-%-Konfidenzintervalls für die Standardabweichung der Grundgesamtheit. Bei df = 15 liegen 2,5 % der χ²-Verteilung unter 6,262 und 2,5 % über 27,488.

n = 16s = 4,2 µmχ² = 6,262, 27,488
σ = µm
17.Hypothesentests & KonfidenzintervalleMittel
−2,2622,262t = ?df = 9

10 Mitarbeitende machen vor und nach einem Schulungskurs einen Schreibtest. Für jede Person wird die Differenz d = nachher − vorher (Wörter pro Minute) erfasst. Die mittlere Differenz beträgt −6,09 und die Standardabweichung der Differenzen 5,5. Bestimme die Teststatistik t des verbundenen Tests für H₀: μd = 0.

n = 10d̄ = −6,09sd = 5,5
t =
18.Hypothesentests & KonfidenzintervalleSchwer
z −1,9601,96

Eine Stichprobe von 49 Messungen hat den Mittelwert 48,5. Die Standardabweichung der Grundgesamtheit ist 4. Bestimme die obere Grenze U des 95-%-Konfidenzintervalls für den Mittelwert.

x̄ = 48,5σ = 4n = 4995%
U =
19.Lineare Regression und KorrelationMittel
xy146249350454561xy2445505560

Die Tabelle enthält 5 Wertepaare von x = Lernstunden und y = Prüfungspunkte. Bestimme das Bestimmtheitsmaß r² der Regressionsgeraden.

n = 5
r² =
20.Lineare Regression und KorrelationSchwer
xy15831810021117241412715830184xy15202530100150ŷ = 171

Die Tabelle enthält 6 Wertepaare von x = Temperatur in °C und y = verkaufte Eiskugeln. Verwende die Regressionsgerade ŷ = a + b·x nach der Methode der kleinsten Quadrate. Für welchen Wert x sagt die Gerade ŷ = 171 voraus?

n = 6ŷ = 171
x =

3Lösungen

1.Zeitwert des Geldes

Antwort: FV = 3846 €

Zeitwert des Geldes: Geld heute ist mehr wert als derselbe Betrag später, weil es Zinsen bringen kann. Bei einem Zinssatz i pro Periode wächst ein Betrag auf FV = PV·(1 + i)n. Eine Reihe gleicher Zahlungen (eine Annuität) wird bewertet, indem man alle Zahlungen aufsummiert; daraus ergeben sich die Rentenformeln.

Zinssatz und Anzahl der Perioden

i = r/m = 0,05/4 = 0,0125
N = m·n = 4·5 = 20

Endwert

FV = 3 000·(1 + 0,0125)20 = 3 000·1,282 = €3 846,11

Antwort

FV = €3 846,11
2.Zeitwert des Geldes

Antwort: A = 747 €

Zeitwert des Geldes: Geld heute ist mehr wert als derselbe Betrag später, weil es Zinsen bringen kann. Bei einem Zinssatz i pro Periode wächst ein Betrag auf FV = PV·(1 + i)n. Eine Reihe gleicher Zahlungen (eine Annuität) wird bewertet, indem man alle Zahlungen aufsummiert; daraus ergeben sich die Rentenformeln.

Monatszins und Anzahl der Raten

i = 0,048/12 = 0,004
N = 12·3 = 36

Rate

Der Barwert von N gleichen Raten A ist A·(1 − (1 + i)⁻ᴺ)/i. Setze ihn gleich dem Darlehen und löse nach A auf.

(1 + i)−N = 0,8661
A = 25 000·0,004/(1 − 0,8661) = €747,03

Antwort

A = €747,03
3.Kapitalwert & interner Zinsfuß

Antwort: NPV = 17444 €

Kapitalwert: Zinse jeden Zahlungsstrom mit der geforderten Rendite r auf heute ab und addiere alle: NPV = Σ CFₜ/(1 + r)ᵗ. Ein Projekt mit NPV > 0 verdient mehr als r und schafft Wert. Der interne Zinsfuß (IRR) ist der Zinssatz, bei dem NPV = 0 ist.

Barwert jeder Zahlung

CF0 = −60 000
CF1/(1 + 0,07)1 = 20 000/1,07 = 18 691,59
CF2/(1 + 0,07)2 = 27 000/1,145 = 23 582,85
CF3/(1 + 0,07)3 = 30 000/1,225 = 24 488,94
CF4/(1 + 0,07)4 = 14 000/1,311 = 10 680,53

Addieren

NPV = €17 443,90

Antwort

NPV = €17 443,90

Der Kapitalwert ist positiv, das Projekt verdient also mehr als die geforderte Rendite.

4.Kapitalwert & interner Zinsfuß

Antwort: IRR = 21,49 %

Kapitalwert: Zinse jeden Zahlungsstrom mit der geforderten Rendite r auf heute ab und addiere alle: NPV = Σ CFₜ/(1 + r)ᵗ. Ein Projekt mit NPV > 0 verdient mehr als r und schafft Wert. Der interne Zinsfuß (IRR) ist der Zinssatz, bei dem NPV = 0 ist.

Erforderlicher Rentenbarwertfaktor

(1 − (1 + i)−9)/i = 25 000/6 500 = 3,846

Nach dem Zinssatz auflösen

Der Rentenbarwertfaktor sinkt, wenn der Zinssatz steigt; schließe den Zinssatz ein und grenze ihn ein.

i = 21%: 3,905
i = 22%: 3,786
IRR = 21,49%

Antwort

IRR = 21,49%
5.Anleihekurs & Rendite

Antwort: ΔP = −61,89 €

Anleihebewertung: Der Kurs einer Anleihe ist der Barwert ihrer Zahlungen, abgezinst mit der Rendite bis zur Fälligkeit (YTM): Die Kupons bilden eine Annuität, und der Nennwert wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. P = C·(1 − (1 + y)⁻ⁿ)/y + F/(1 + y)ⁿ. Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, notiert die Anleihe unter dem Nennwert, und umgekehrt.

Kurs bei der alten Rendite

C = €30,00, i = 0,05, N = 9
€30,00·(1 − 0,6446)/0,05 + €1 000·0,6446 = €213,23 + €644,61 = €857,84

Kurs bei der neuen Rendite

C = €30,00, i = 0,06, N = 9
€30,00·(1 − 0,5919)/0,06 + €1 000·0,5919 = €204,05 + €591,90 = €795,95

Änderung

ΔP = 795,95 − 857,84 = −€61,89

Antwort

ΔP = −€61,89
6.Anleihekurs & Rendite

Antwort: YTM = 5,498 %

Anleihebewertung: Der Kurs einer Anleihe ist der Barwert ihrer Zahlungen, abgezinst mit der Rendite bis zur Fälligkeit (YTM): Die Kupons bilden eine Annuität, und der Nennwert wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. P = C·(1 − (1 + y)⁻ⁿ)/y + F/(1 + y)ⁿ. Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, notiert die Anleihe unter dem Nennwert, und umgekehrt.

Pro Periode

C = €25,00, N = 18

Numerisch lösen

i = 2,749% pro Halbjahr

YTM

YTM = 2·2,749% = 5,498%

Antwort

YTM = 5,498%
7.CAPM & WACC

Antwort: WACC = 7,609 %

Kapitalkosten: Das CAPM liefert die Rendite, die Aktionäre fordern: re = rf + β·(rm − rf). Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten mischen Eigen- und Fremdkapital nach ihren Marktwerten: WACC = E/V·re + D/V·rd·(1 − T), mit V = E + D. Zinsen sind steuerlich abzugsfähig, daher der Faktor (1 − T).

Gewichte

V = 12 000 000 + 1 000 000 + 4 000 000 = €17 000 000
E/V = 0,7059, Ps/V = 0,05882, D/V = 0,2353

WACC

WACC = 0,7059·9% + 0,05882·8% + 0,2353·4,5%·(1 − 0,258) = 7,609%

Antwort

WACC = 7,609%
8.CAPM & WACC

Antwort: WACC = 11,16 %

Kapitalkosten: Das CAPM liefert die Rendite, die Aktionäre fordern: re = rf + β·(rm − rf). Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten mischen Eigen- und Fremdkapital nach ihren Marktwerten: WACC = E/V·re + D/V·rd·(1 − T), mit V = E + D. Zinsen sind steuerlich abzugsfähig, daher der Faktor (1 − T).

Marktwerte

E = 4 000 000·€36,00 = €144 000 000
D = 40 000·€1 020 = €40 800 000

Eigenkapitalkosten (CAPM)

re = 3% + 1,5·7% = 13,5%

Gewichte

V = €184 800 000, E/V = 0,7792, D/V = 0,2208

WACC

WACC = 0,7792·13,5% + 0,2208·4%·(1 − 0,28) = 11,16%

Antwort

WACC = 11,16%
9.Beschreibende Statistik

Antwort: s = 8,877

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Mittelwert

x̄ = 288/7 = 41,14

Quadrierte Abweichungen

Σ(x − x̄)² = (−8,143)² + 12,86² + 10,86² + (−5,143)² + (−7,143)² + 2,857² + (−6,143)² = 472,9

Standardabweichung

s = √(472,9/6) = 8,877

Antwort

s = 8,877
10.Beschreibende Statistik

Antwort: z = −1,2

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Standardisieren

z = (88 − 100)/10 = −1,2

Antwort

z = −1,2
11.Wahrscheinlichkeit

Antwort: Var(X) = 1,09

Diskrete Zufallsvariablen: Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung listet jeden Wert x, den eine Variable annehmen kann, mit seiner Wahrscheinlichkeit p(x) auf; die Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 und 1 und summieren sich zu 1. Der Erwartungswert (Mittelwert) ist E(X) = Σx·p(x), der Durchschnitt auf lange Sicht. Die Varianz ist Var(X) = Σ(x − μ)²·p(x) = E(X²) − μ², und die Standardabweichung ist σ = √Var(X). Für eine lineare Änderung Y = aX + b gilt: E(Y) = a·E(X) + b, Var(Y) = a²·Var(X) und σY = |a|·σX; das Addieren einer Konstanten ändert die Streuung nicht.

Mittelwert

μ = 1·0,15 + 2·0,15 + 3·0,35 + 4·0,35 = 2,9

Mittelwert der Quadrate

E(X²) = 1·0,15 + 4·0,15 + 9·0,35 + 16·0,35 = 9,5

Varianz

Var(X) = 9,5 − 2,9² = 1,09

Antwort

Var(X) = 1,09
12.Wahrscheinlichkeit

Antwort: E(G) = 6,25 €

Diskrete Zufallsvariablen: Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung listet jeden Wert x, den eine Variable annehmen kann, mit seiner Wahrscheinlichkeit p(x) auf; die Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 und 1 und summieren sich zu 1. Der Erwartungswert (Mittelwert) ist E(X) = Σx·p(x), der Durchschnitt auf lange Sicht. Die Varianz ist Var(X) = Σ(x − μ)²·p(x) = E(X²) − μ², und die Standardabweichung ist σ = √Var(X). Für eine lineare Änderung Y = aX + b gilt: E(Y) = a·E(X) + b, Var(Y) = a²·Var(X) und σY = |a|·σX; das Addieren einer Konstanten ändert die Streuung nicht.

Nettoergebnisse

G: 20 (p = 0,25), 95 (p = 0,05), −5 (p = 0,7)

Erwartungswert

E(G) = 20·0,25 + 95·0,05 − 5·0,7 = 6,25 €

Antwort

E(G) = 6,25 €

Ein positiver Wert bedeutet, dass du im Durchschnitt Geld gewinnst.

13.Normalverteilung

Antwort: P = 0,06426

Summen und Differenzen normalverteilter Variablen: Sind X und Y unabhängig und normalverteilt, sind auch X + Y und X − Y normalverteilt. Die Mittelwerte werden addiert oder subtrahiert: E(X ± Y) = μX ± μY. Die Varianzen addieren sich immer, auch bei einer Differenz: Var(X ± Y) = σX² + σY², also σ = √(σX² + σY²). Standardabweichungen werden nie direkt addiert. Die Summe von n unabhängigen Objekten mit derselben Verteilung hat den Mittelwert n·μ und die Standardabweichung σ·√n. Standardisiere dann wie gewohnt: z = (x − Mittelwert)/σ und lies Φ(z) ab.

Verteilung der Summe

μ = 32 min, σ = √(1,5² + 2²) = 2,5 min

Standardisieren

z = (35,8 − 32)/2,5 = 1,52

Oberer Rand

P = 1 − Φ(1,52) = 1 − 0,9357 = 0,06426

Antwort

P = 0,06426
14.Normalverteilung

Antwort: x = 87,4 Punkte

Von einer Fläche zurück zu z: Φ(z) ist die Fläche links von z. Für eine linke Randfläche A suche in der Tabelle z mit Φ(z) = A. Eine rechte Randfläche A bedeutet Φ(z) = 1 − A. Eine zentrale Fläche A zwischen −z und z lässt (1 − A)/2 auf jedem Rand übrig, also Φ(z) = (1 + A)/2. Für einen Wert x verwende x = μ + zσ.

Fläche links

Φ(z) = 0,2

z aus der Tabelle

z ≈ −0,84

Zurück zu den ursprünglichen Einheiten

x = 100 − 0,84·15 = 87,4 Punkte

Antwort

x = 87,4 Punkte
15.Konfidenzintervalle

Antwort: obere Grenze = 50,97

Konfidenzintervall für einen Mittelwert: x̄ ± Fehlermarge. Bei bekanntem σ der Grundgesamtheit ist die Fehlermarge z·σ/√n; ist nur die Stichproben-Standardabweichung s bekannt, nimm t mit n − 1 Freiheitsgraden: t·s/√n. Kritische Werte: z = 1,645 (90 %), 1,96 (95 %), 2,576 (99 %). Für eine Fehlermarge von höchstens E brauchst du n ≥ (z·σ/E)², aufgerundet.

Kritischer Wert

df = n − 1 = 9, t = 3,25

Fehlermarge

E = 3,25·17/√10 = 17,47

Intervall

33,5 ± 17,47 → [16,03, 50,97]

Antwort

obere Grenze = 50,97
16.Konfidenzintervalle

Antwort: σ = 3,103 µm

Intervall für eine Varianz: (n − 1)s²/σ² ist χ²-verteilt mit n − 1 Freiheitsgraden. Das 95-%-Intervall für σ² reicht von (n − 1)s² geteilt durch den oberen χ²-Wert (2,5 % darüber) bis (n − 1)s² geteilt durch den unteren χ²-Wert (2,5 % darunter); das Intervall für σ ist die Wurzel beider Grenzen. Es ist nicht symmetrisch um s.

Quadratsumme

(n − 1)s² = 15·4,2² = 264,6

Grenzen für σ²

264,6/27,488 = 9,626
264,6/6,262 = 42,25

Grenze für σ

σ = √9,626 = 3,103 µm

Antwort

σ = 3,103 µm

95-%-Intervall für σ: [3,103, 6,5] µm.

17.Hypothesentests & Konfidenzintervalle

Antwort: t = −3,502

Testing a mean: the test statistic measures how many standard errors the sample mean lies from the value claimed in H₀: z = (x̄ − μ₀)/(σ/√n) when σ is known, t = (x̄ − μ₀)/(s/√n) when it is estimated from the sample. A confidence interval is x̄ ± (critical value)·(standard error).

Standardfehler der mittleren Differenz

SE = 5,5/√10 = 1,739

Teststatistik

t = −6,09/1,739 = −3,502

Antwort

t = −3,502

Bei df = 9 ist der zweiseitige kritische 5-%-Wert 2,262; |t| ist größer, also wird H₀ verworfen.

18.Hypothesentests & Konfidenzintervalle

Antwort: U = 49,62

Test eines Mittelwerts: Die Teststatistik misst, wie viele Standardfehler der Stichprobenmittelwert vom in H₀ behaupteten Wert entfernt liegt: z = (x̄ − μ₀)/(σ/√n), wenn σ bekannt ist, t = (x̄ − μ₀)/(s/√n), wenn es aus der Stichprobe geschätzt wird. Ein Konfidenzintervall ist x̄ ± (kritischer Wert)·(Standardfehler).

Fehlermarge

E = 1,96·4/√49 = 1,12

Intervallgrenze

U = 48,5 + 1,12 = 49,62

Antwort

U = 49,62
19.Lineare Regression und Korrelation

Antwort: r² = 0,9142

Regression nach der Methode der kleinsten Quadrate: Mit den Mittelwerten x̄ und ȳ, Sxx = Σ(x − x̄)², Syy = Σ(y − ȳ)² und Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) hat die Gerade ŷ = a + b·x die Steigung b = Sxy/Sxx und den Achsenabschnitt a = ȳ − b·x̄; sie geht also immer durch (x̄, ȳ). Der Korrelationskoeffizient nach Pearson r = Sxy/√(Sxx·Syy) liegt zwischen −1 und 1; r² ist der Anteil der Streuung von y, der durch die Gerade erklärt wird.

Mittelwerte

x̄ = 15/5 = 3
ȳ = 260/5 = 52

Quadrat- und Produktsummen

Sxx = Σ(x − x̄)² = 10
Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) = 35
Syy = Σ(y − ȳ)² = 134

Bestimmtheitsmaß

r² = 35²/(10·134) = 0,9142

Antwort

r² = 0,9142

Etwa 91,42 % der Streuung von y werden durch die Gerade erklärt.

20.Lineare Regression und Korrelation

Antwort: x = 28,55

Regression nach der Methode der kleinsten Quadrate: Mit den Mittelwerten x̄ und ȳ, Sxx = Σ(x − x̄)², Syy = Σ(y − ȳ)² und Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) hat die Gerade ŷ = a + b·x die Steigung b = Sxy/Sxx und den Achsenabschnitt a = ȳ − b·x̄; sie geht also immer durch (x̄, ȳ). Der Korrelationskoeffizient nach Pearson r = Sxy/√(Sxx·Syy) liegt zwischen −1 und 1; r² ist der Anteil der Streuung von y, der durch die Gerade erklärt wird.

Mittelwerte

x̄ = 135/6 = 22,5
ȳ = 783/6 = 130,5

Quadrat- und Produktsummen

Sxx = Σ(x − x̄)² = 157,5
Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) = 1055

Regressionsgerade

b = 1055/157,5 = 6,695
a = 130,5 − 6,695·22,5 = −20,14
ŷ = −20,14 + 6,695·x

Nach x auflösen

x = (171 − (−20,14))/6,695 = 28,55

Antwort

x = 28,55

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