Übungsaufgaben für CFA Level I: Quantitative Methods und Fixed Income: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zeitwert des Geldes

Endwert
FV = PV·(1 + i)n
Barwert
PV = FV/(1 + i)n
Mehrere Perioden pro Jahr
i = r/m, N = m·n
Rente, Barwert
PV = PMT·[1 − (1 + i)−n]/i
Rente, Endwert
FV = PMT·[(1 + i)n − 1]/i

Methode

  1. Zeichne einen Zeitstrahl mit jeder Zahlung und ihrem Zeitpunkt.
  2. Passe den Zinssatz an die Periode an: ein Monatszins für monatliche Zahlungen.
  3. Verwende FV = PV·(1 + i)ⁿ für Einzelbeträge und die Rentenformeln für gleich hohe Zahlungen.
  4. Prüfe Vorzeichen und Größenordnung des Ergebnisses.

Kapitalwert & interner Zinsfuß

Kapitalwert
NPV = −C0 + Σ CFt/(1 + r)t
Gleiche Zahlungen
NPV = −C0 + CF·[1 − (1 + r)−n]/r
Interner Zinsfuß
das r, bei dem NPV = 0
Entscheidung
annehmen, wenn NPV > 0 (oder IRR > geforderte Rendite)

Methode

  1. Liste alle Zahlungen mit ihrem Jahr auf; die Investition in Jahr 0 ist negativ.
  2. Zinse jede Zahlung ab: CFt/(1 + r)t.
  3. Addiere sie zum Kapitalwert (NPV). Positiv bedeutet, dass das Projekt mehr als r erwirtschaftet.
  4. Für den internen Zinsfuß (IRR) suchst du durch Probieren oder Interpolation den Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist.

Anleihekurs & Rendite

Anleihekurs
P = C·(1 − (1 + y)−n)/y + F/(1 + y)n
Halbjährlich
C/2, y/2 und 2n Perioden
Laufende Rendite
C/P
Kurs und Rendite
Rendite steigt → Kurs fällt

Methode

  1. Bestimme den Kupon pro Periode und die Rendite pro Periode.
  2. Kurs = Barwert der Kupons (eine Rente) + Barwert des Nennwerts.
  3. Bei halbjährlichen Kupons verwendest du den halben Kupon, die halbe Rendite und die doppelte Anzahl Perioden.
  4. Kontrolle: Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, liegt der Kurs unter dem Nennwert.

CAPM & WACC

CAPM
re = rf + β·(rm − rf)
WACC
E/V·re + D/V·rd·(1 − T)
Unternehmenswert
V = E + D

Beschreibende Statistik

Mittelwert
x̄ = Σx/n
Stichproben-Standardabweichung
s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1))
Median
mittlerer Wert der sortierten Daten
z-Wert
z = (x − μ)/σ
Normalverteilung
68% innerhalb ±1σ, 95% innerhalb ±2σ

Wahrscheinlichkeit

Gegenereignis
P(not A) = 1 − P(A)
Additionssatz
P(A ∪ B) = P(A) + P(B) − P(A ∩ B)
Unabhängige Ereignisse
P(A ∩ B) = P(A)·P(B)
Bedingte Wahrscheinlichkeit
P(A|B) = P(A ∩ B)/P(B)
Binomialverteilung
P(X = k) = C(n,k)·pk(1 − p)n−k

Normalverteilung

z-Wert
z = (x − μ)/σ
Unterhalb von x
P(X < x) = Φ(z)
Oberhalb von x
P(X > x) = 1 − Φ(z)
Dazwischen
Φ(z2) − Φ(z1)
Perzentil
x = μ + z·σ

Methode

  1. Rechne den Wert in einen z-Wert um: z = (x − μ)/σ.
  2. Lies Φ(z) ab, die Fläche links von z.
  3. Für die Fläche rechts verwende 1 − Φ(z); für ein Intervall subtrahiere die beiden linken Flächen.
  4. Für ein Perzentil rechnest du rückwärts: Bestimme z zur Fläche, dann x = μ + z·σ.

Konfidenzintervalle

σ bekannt
x̄ ± z·σ/√n
σ unbekannt
x̄ ± t·s/√n, df = n − 1
Kritischer z-Wert
90%: 1,645, 95%: 1,96, 99%: 2,576
Stichprobenumfang
n = (z·σ/E)², rounded up

Methode

  1. Entscheide zwischen z (σ der Grundgesamtheit bekannt) und t (nur die Stichproben-Standardabweichung s, mit n − 1 Freiheitsgraden).
  2. Bestimme den kritischen Wert für das Konfidenzniveau.
  3. Fehlerspanne: E = kritischer Wert × Standardabweichung/√n.
  4. Intervall: x̄ ± E.

Hypothesentests & Konfidenzintervalle

z-Test für einen Mittelwert
z = (x̄ − μ0)/(σ/√n)
t-Test für einen Mittelwert
t = (x̄ − μ0)/(s/√n), df = n − 1
Zweiseitig bei 5%
H0 ablehnen, wenn |z| > 1,96
Konfidenzintervall
x̄ ± z·σ/√n

Methode

  1. Formuliere H₀ und H₁ und entscheide, ob der Test einseitig oder zweiseitig ist.
  2. Berechne die Teststatistik: (x̄ − μ₀)/(σ/√n), oder mit s und t.
  3. Vergleiche mit dem kritischen Wert oder bestimme den p-Wert.
  4. Verwirf H₀, wenn die Statistik jenseits des kritischen Werts liegt (p kleiner als α), und formuliere die Schlussfolgerung in Worten.

Lineare Regression und Korrelation

Quadratsummen
Sxx = Σ(x − x̄)² = Σx² − (Σx)²/n, Sxy = Σxy − ΣxΣy/n
Steigung
b = Sxy/Sxx
Achsenabschnitt
a = ȳ − b·x̄
Korrelation
r = Sxy/√(SxxSyy)
Residuum
e = y − ŷ

2Übungsaufgaben

1.Zeitwert des GeldesMittel
Jahre0123…11€5 000FV = ?

Du legst €5 000 zu 8 % pro Jahr bei stetiger Verzinsung an. Bestimme den Wert FV nach 11 Jahren.

PV = €5 000r = 8%t = 11
FV = €
2.Zeitwert des GeldesSchwer
Monate0123…264€200€200€200FV = ?

Du sparst 22 Jahre lang am Ende jedes Monats €200. Das Konto bringt 3 % pro Jahr bei monatlicher Verzinsung. Wie viel hast du am Ende gespart? Bestimme FV.

A = €2003% / 12N = 264
FV = €
3.Kapitalwert & interner ZinsfußMittel
Jahre01234−30 0008 0009 00011 00011 000

Eine Investition von €30 000 bringt am Ende der Jahre 1 bis 4 diese Zahlungen: €8 000, €9 000, €11 000, €11 000. Die Kapitalkosten betragen 8 %. Bestimme den Kapitalwert NPV.

r = 8%CF0 = −30 000CF1 = 8 000CF2 = 9 000CF3 = 11 000CF4 = 11 000
NPV = €
4.Kapitalwert & interner ZinsfußSchwer
Jahre0123−10 0007 5005 5003 500

Ein Projekt kostet €10 000 und bringt am Ende der Jahre 1 bis 3 €7 500, €5 500, €3 500. Bestimme seinen internen Zinsfuß IRR in Prozent.

CF0 = −10 000CF1 = 7 500CF2 = 5 500CF3 = 3 500
IRR = %
5.Anleihekurs & RenditeMittel

Du kaufst eine Anleihe mit 3 Jahren Restlaufzeit (Nennwert €1 000, jährlicher Kupon 3%), wenn ihre Rendite bis zur Fälligkeit 5,5% beträgt. Ein Jahr später, direkt nach Erhalt des ersten Kupons, verkaufst du sie bei einer Rendite bis zur Fälligkeit von 6,5%. Bestimme deine Haltedauerrendite HPR in Prozent.

F = €1 000Kuponsatz = 3%n = 3y0 = 5,5%y1 = 6,5%
HPR = %
6.Anleihekurs & RenditeSchwer
Jahre0123€1 025€60€60 + €1 000

Eine Anleihe mit einem Nennwert von €1 000 und einem jährlichen Kupon von 6% wird in 3 Jahren fällig und kostet €1 025. Bestimme ihre Rendite bis zur Fälligkeit YTM in Prozent.

F = €1 000Kuponsatz = 6%n = 3P = €1 025
YTM = %
7.CAPM & WACCMittel
WACC = ?Eigenkapital€8 000 000re​ = 12%Fremdkapital€6 000 000rd​ = 6%T = 21%

Ein Unternehmen hat Eigenkapital im Wert von €8 000 000 und Fremdkapital im Wert von €6 000 000. Seine Eigenkapitalkosten betragen 12%, seine Fremdkapitalkosten vor Steuern 6% und der Steuersatz 21%. Bestimme den WACC.

E = €8 000 000D = €6 000 000re = 12%rd = 6%T = 21%
WACC = %
8.CAPM & WACCSchwer
WACC = ?Eigenkapital€5 000 000re​ = 14%Anleihen5 000 × €947Kuponsatz 4%, n = 4T = 30%

Ein Unternehmen hat Eigenkapital mit einem Marktwert von €5 000 000 und Eigenkapitalkosten von 14%. Sein Fremdkapital besteht aus 5 000 Anleihen (Nennwert €1 000, jährlicher Kupon 4%, 4 Jahre Restlaufzeit), die jeweils bei €947 notieren. Der Steuersatz beträgt 30%. Bestimme den WACC, mit der Rendite bis zur Fälligkeit der Anleihen als Fremdkapitalkosten vor Steuern.

E = €5 000 000re = 14%Anleihen: 5 000 × €947Kuponsatz = 4%n = 4T = 30%
WACC = %
9.Beschreibende StatistikMittel
10152025303540455055

Bestimme die Stichproben-Standardabweichung s der Daten: 11, 33, 55, 10, 36, 13, 42.

n = 7
s =
10.Beschreibende StatistikSchwer
z −2−1012

Prüfungsergebnisse sind normalverteilt mit Mittelwert 50 und Standardabweichung 8. Bestimme den z-Wert z eines Ergebnisses von 60.

μ = 50σ = 8x = 60
z =
11.WahrscheinlichkeitMittel
xp(x)10,120,2530,3540,250,1μ = 2,95

Bestimme für die gezeigte Verteilung die Standardabweichung σ von X.

x: 1, 2, 3, 4, 5p(x): 0,1, 0,25, 0,35, 0,2, 0,1
σ =
12.WahrscheinlichkeitSchwer
€p(x)−50,8150,15450,05

Ein Spiel kostet €5 Einsatz. Du gewinnst €20 mit der Wahrscheinlichkeit 0,15 und €50 mit der Wahrscheinlichkeit 0,05; sonst gewinnst du nichts. Der Einsatz wird nicht zurückgegeben. Bestimme den erwarteten Nettogewinn E(G) pro Spiel.

Einsatz = €5€20: p = 0,15€50: p = 0,05
E(G) = €
13.NormalverteilungMittel
178,35185,35P = ?

Die Körpergrößen erwachsener Männer sind normalverteilt mit dem Mittelwert 178 cm und der Standardabweichung 7 cm. Welcher Anteil liegt zwischen 178,35 und 185,35 cm? Gib P als Dezimalzahl an.

μ = 178σ = 7x1 = 178,35x2 = 185,35
P =
14.NormalverteilungSchwer
0,03 mm0D − d?

Bohrungsdurchmesser D sind normalverteilt mit dem Mittelwert 25,03 mm und der Standardabweichung 0,01 mm. Wellendurchmesser d sind unabhängig und normalverteilt mit dem Mittelwert 25 mm und der Standardabweichung 0,01 mm. Eine zufällig gewählte Welle passt, wenn D − d > 0 ist. Bestimme die Wahrscheinlichkeit P, dass sie passt. Runde z auf zwei Dezimalstellen.

Bohrung: μ = 25,03 mm, σ = 0,01 mmWelle: μ = 25 mm, σ = 0,01 mm
P =
15.KonfidenzintervalleMittel
n = 8, s = 1,5L = ?Ux̄ = 108,5E90%

Eine Stichprobe von 8 Elementen hat den Mittelwert 108,5 und die Standardabweichung s = 1,5. Die Grundgesamtheit ist annähernd normalverteilt. Bestimme die untere Grenze des 90-%-Konfidenzintervalls für den Mittelwert.

n = 8x̄ = 108,5s = 1,590%t(7) = 1,895
untere Grenze =
16.KonfidenzintervalleSchwer
σ = 9, n = ?x̄ − Ex̄ + Ex̄E = 290%

Die Standardabweichung der Grundgesamtheit ist 9. Wie groß muss die Stichprobe n sein, damit ein 90-%-Konfidenzintervall für den Mittelwert eine Fehlermarge von höchstens 2 hat?

σ = 9E = 290%
n =
17.Hypothesentests & KonfidenzintervalleMittel
−1,52p = ?

Der Mittelwert einer Grundgesamtheit soll 100 betragen; die Standardabweichung der Grundgesamtheit ist bekanntermaßen 48. Eine Zufallsstichprobe von 144 Beobachtungen hat den Mittelwert 93,92. Teste H₀: μ = 100 gegen H₁: μ < 100. Bestimme den p-Wert p.

μ₀ = 100σ = 48n = 144x̄ = 93,92H₁: μ < μ₀
p =
18.Hypothesentests & KonfidenzintervalleSchwer
H₀H₁μ₀x̄cμ₀ + 1,5α = 0,05βσ = 14, Teststärke 90%, n = ?

Ein einseitiger z-Test bei α = 0,05 soll eine Verschiebung des Mittelwerts um 1,5 Einheiten mit einer Teststärke von 90 % erkennen. Die Standardabweichung beträgt 14. Bestimme den Mindeststichprobenumfang n.

α = 0,05Teststärke = 90%δ = 1,5σ = 14zα = 1,645zβ = 1,282
n =
19.Lineare Regression und KorrelationMittel
xy153018412154245827653081xy15202530406080

Die Tabelle enthält 6 Wertepaare von x = Temperatur in °C und y = verkaufte Eiskugeln. Ihre Summen sind gegeben. Bestimme daraus den Korrelationskoeffizienten nach Pearson r.

n = 6Σx = 135Σy = 329Σx² = 3195Σy² = 19647Σxy = 7899
r =
20.Lineare Regression und KorrelationSchwer
xy2114156238291037xy51010203040ŷ = 26

Die Tabelle enthält 5 Wertepaare von x = Last in kN und y = Verlängerung in mm. Verwende die Regressionsgerade ŷ = a + b·x nach der Methode der kleinsten Quadrate. Für welchen Wert x sagt die Gerade ŷ = 26 voraus?

n = 5ŷ = 26
x =

3Lösungen

1.Zeitwert des Geldes

Antwort: FV = 12054 €

Zeitwert des Geldes: Geld heute ist mehr wert als derselbe Betrag später, weil es Zinsen bringen kann. Bei einem Zinssatz i pro Periode wächst ein Betrag auf FV = PV·(1 + i)n. Eine Reihe gleicher Zahlungen (eine Annuität) wird bewertet, indem man alle Zahlungen aufsummiert; daraus ergeben sich die Rentenformeln.

Exponent

r·t = 0,08·11 = 0,88
e0,88 = 2,411

Endwert

FV = 5 000·2,411 = €12 054,50

Antwort

FV = €12 054,50
2.Zeitwert des Geldes

Antwort: FV = 74656 €

Zeitwert des Geldes: Geld heute ist mehr wert als derselbe Betrag später, weil es Zinsen bringen kann. Bei einem Zinssatz i pro Periode wächst ein Betrag auf FV = PV·(1 + i)n. Eine Reihe gleicher Zahlungen (eine Annuität) wird bewertet, indem man alle Zahlungen aufsummiert; daraus ergeben sich die Rentenformeln.

Monatszins und Anzahl der Einzahlungen

i = 0,03/12 = 0,0025
N = 12·22 = 264

Endwert der Einzahlungen

FV = A·((1 + i)N − 1)/i = 200·(1,933 − 1)/0,0025 = €74 655,96

Antwort

FV = €74 655,96

Du hast selbst €52 800 eingezahlt; der Rest sind Zinsen.

3.Kapitalwert & interner Zinsfuß

Antwort: NPV = 1941 €

Kapitalwert: Zinse jeden Zahlungsstrom mit der geforderten Rendite r auf heute ab und addiere alle: NPV = Σ CFₜ/(1 + r)ᵗ. Ein Projekt mit NPV > 0 verdient mehr als r und schafft Wert. Der interne Zinsfuß (IRR) ist der Zinssatz, bei dem NPV = 0 ist.

Barwert jeder Zahlung

CF0 = −30 000
CF1/(1 + 0,08)1 = 8 000/1,08 = 7 407,41
CF2/(1 + 0,08)2 = 9 000/1,166 = 7 716,05
CF3/(1 + 0,08)3 = 11 000/1,26 = 8 732,15
CF4/(1 + 0,08)4 = 11 000/1,36 = 8 085,33

Addieren

NPV = €1 940,94

Antwort

NPV = €1 940,94

Der Kapitalwert ist positiv, das Projekt verdient also mehr als die geforderte Rendite.

4.Kapitalwert & interner Zinsfuß

Antwort: IRR = 34,97 %

Kapitalwert: Zinse jeden Zahlungsstrom mit der geforderten Rendite r auf heute ab und addiere alle: NPV = Σ CFₜ/(1 + r)ᵗ. Ein Projekt mit NPV > 0 verdient mehr als r und schafft Wert. Der interne Zinsfuß (IRR) ist der Zinssatz, bei dem NPV = 0 ist.

Den IRR eingrenzen

Der Kapitalwert sinkt mit steigendem Zins, also liegt der IRR zwischen einem Zinssatz mit positivem und einem mit negativem Kapitalwert.

NPV(30%) = 616,75
NPV(35%) = −4,06

Eingrenzen

Lineare Interpolation liefert eine erste Schätzung; Wiederholen (oder die IRR-Funktion eines Rechners) liefert den genauen Zinssatz.

IRR ≈ 30 + 5·616,75/(616,75 − (−4,06)) = 34,97%
exakt: NPV(34,97%) = 0 → IRR = 34,97%

Antwort

IRR = 34,97%
5.Anleihekurs & Rendite

Antwort: HPR = 3,617 %

Anleihebewertung: Der Kurs einer Anleihe ist der Barwert ihrer Zahlungen, abgezinst mit der Rendite bis zur Fälligkeit (YTM): Die Kupons bilden eine Annuität, und der Nennwert wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. P = C·(1 − (1 + y)⁻ⁿ)/y + F/(1 + y)ⁿ. Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, notiert die Anleihe unter dem Nennwert, und umgekehrt.

Kaufpreis

C = €30,00, i = 0,055, N = 3
€30,00·(1 − 0,8516)/0,055 + €1 000·0,8516 = €80,94 + €851,61 = €932,55

Verkaufspreis

C = €30,00, i = 0,065, N = 2
€30,00·(1 − 0,8817)/0,065 + €1 000·0,8817 = €54,62 + €881,66 = €936,28

Haltedauerrendite

HPR = (30 + 936,28 − 932,55)/932,55 = 3,617%

Antwort

HPR = 3,617%
6.Anleihekurs & Rendite

Antwort: YTM = 5,081 %

Anleihebewertung: Der Kurs einer Anleihe ist der Barwert ihrer Zahlungen, abgezinst mit der Rendite bis zur Fälligkeit (YTM): Die Kupons bilden eine Annuität, und der Nennwert wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. P = C·(1 − (1 + y)⁻ⁿ)/y + F/(1 + y)ⁿ. Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, notiert die Anleihe unter dem Nennwert, und umgekehrt.

Gleichung für die Rendite

€1 025 = €60·(1 − (1 + y)⁻³)/y + €1 000/(1 + y)³

Numerisch lösen

P(5%) = €1 027,23, P(6%) = €1 000,00
YTM = 5,081%

Antwort

YTM = 5,081%
7.CAPM & WACC

Antwort: WACC = 8,889 %

Kapitalkosten: Das CAPM liefert die Rendite, die Aktionäre fordern: re = rf + β·(rm − rf). Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten mischen Eigen- und Fremdkapital nach ihren Marktwerten: WACC = E/V·re + D/V·rd·(1 − T), mit V = E + D. Zinsen sind steuerlich abzugsfähig, daher der Faktor (1 − T).

Gewichte

V = €14 000 000, E/V = 0,5714, D/V = 0,4286

WACC

WACC = 0,5714·12% + 0,4286·6%·(1 − 0,21) = 8,889%

Antwort

WACC = 8,889%
8.CAPM & WACC

Antwort: WACC = 9,067 %

Kapitalkosten: Das CAPM liefert die Rendite, die Aktionäre fordern: re = rf + β·(rm − rf). Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten mischen Eigen- und Fremdkapital nach ihren Marktwerten: WACC = E/V·re + D/V·rd·(1 − T), mit V = E + D. Zinsen sind steuerlich abzugsfähig, daher der Faktor (1 − T).

Fremdkapitalkosten (YTM)

947 = 40·(1 − (1 + y)−4)/y + 1000/(1 + y)4
y = 5,512%

Marktwerte

D = 5 000·€947 = €4 735 000
V = €9 735 000, E/V = 0,5136, D/V = 0,4864

WACC

WACC = 0,5136·14% + 0,4864·5,512%·(1 − 0,3) = 9,067%

Antwort

WACC = 9,067%
9.Beschreibende Statistik

Antwort: s = 17,56

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Mittelwert

x̄ = 200/7 = 28,57

Quadrierte Abweichungen

Σ(x − x̄)² = (−17,57)² + 4,429² + 26,43² + (−18,57)² + 7,429² + (−15,57)² + 13,43² = 1850

Standardabweichung

s = √(1850/6) = 17,56

Antwort

s = 17,56
10.Beschreibende Statistik

Antwort: z = 1,25

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Standardisieren

z = (60 − 50)/8 = 1,25

Antwort

z = 1,25
11.Wahrscheinlichkeit

Antwort: σ = 1,117

Diskrete Zufallsvariablen: Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung listet jeden Wert x, den eine Variable annehmen kann, mit seiner Wahrscheinlichkeit p(x) auf; die Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 und 1 und summieren sich zu 1. Der Erwartungswert (Mittelwert) ist E(X) = Σx·p(x), der Durchschnitt auf lange Sicht. Die Varianz ist Var(X) = Σ(x − μ)²·p(x) = E(X²) − μ², und die Standardabweichung ist σ = √Var(X). Für eine lineare Änderung Y = aX + b gilt: E(Y) = a·E(X) + b, Var(Y) = a²·Var(X) und σY = |a|·σX; das Addieren einer Konstanten ändert die Streuung nicht.

Mittelwert

μ = 1·0,1 + 2·0,25 + 3·0,35 + 4·0,2 + 5·0,1 = 2,95

Mittelwert der Quadrate

E(X²) = 1·0,1 + 4·0,25 + 9·0,35 + 16·0,2 + 25·0,1 = 9,95

Varianz

Var(X) = 9,95 − 2,95² = 1,247
σ = √1,247 = 1,117

Antwort

σ = 1,117
12.Wahrscheinlichkeit

Antwort: E(G) = 0,5 €

Diskrete Zufallsvariablen: Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung listet jeden Wert x, den eine Variable annehmen kann, mit seiner Wahrscheinlichkeit p(x) auf; die Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 und 1 und summieren sich zu 1. Der Erwartungswert (Mittelwert) ist E(X) = Σx·p(x), der Durchschnitt auf lange Sicht. Die Varianz ist Var(X) = Σ(x − μ)²·p(x) = E(X²) − μ², und die Standardabweichung ist σ = √Var(X). Für eine lineare Änderung Y = aX + b gilt: E(Y) = a·E(X) + b, Var(Y) = a²·Var(X) und σY = |a|·σX; das Addieren einer Konstanten ändert die Streuung nicht.

Nettoergebnisse

G: 15 (p = 0,15), 45 (p = 0,05), −5 (p = 0,8)

Erwartungswert

E(G) = 15·0,15 + 45·0,05 − 5·0,8 = 0,5 €

Antwort

E(G) = 0,5 €

Ein positiver Wert bedeutet, dass du im Durchschnitt Geld gewinnst.

13.Normalverteilung

Antwort: P = 0,3332

Normalverteilung: Rechne einen Wert x in einen z-Wert um, z = (x − μ)/σ; er gibt an, wie viele Standardabweichungen x vom Mittelwert entfernt liegt. Eine z-Tabelle (oder Φ(z)) liefert die Fläche links von z, also P(X < x). Die Fläche rechts ist 1 − Φ(z), und die Fläche zwischen zwei Werten ist die Differenz ihrer beiden Flächen.

z-Werte

z₁ = (178,35 − 178)/7 = 0,05
z₂ = (185,35 − 178)/7 = 1,05

Fläche dazwischen

P = Φ(1,05) − Φ(0,05) = 0,8531 − 0,5199 = 0,3332

Antwort

P = 0,3332
14.Normalverteilung

Antwort: P = 0,983

Summen und Differenzen normalverteilter Variablen: Sind X und Y unabhängig und normalverteilt, sind auch X + Y und X − Y normalverteilt. Die Mittelwerte werden addiert oder subtrahiert: E(X ± Y) = μX ± μY. Die Varianzen addieren sich immer, auch bei einer Differenz: Var(X ± Y) = σX² + σY², also σ = √(σX² + σY²). Standardabweichungen werden nie direkt addiert. Die Summe von n unabhängigen Objekten mit derselben Verteilung hat den Mittelwert n·μ und die Standardabweichung σ·√n. Standardisiere dann wie gewohnt: z = (x − Mittelwert)/σ und lies Φ(z) ab.

Verteilung der Differenz

μ = 25,03 − 25 = 0,03 mm, σ = 0,01414 mm

Standardisieren

z = (0 − 0,03)/0,01414 = −2,12

Wahrscheinlichkeit

P = 1 − Φ(−2,12) = 0,983

Antwort

P = 0,983
15.Konfidenzintervalle

Antwort: untere Grenze = 107,5

Konfidenzintervall für einen Mittelwert: x̄ ± Fehlermarge. Bei bekanntem σ der Grundgesamtheit ist die Fehlermarge z·σ/√n; ist nur die Stichproben-Standardabweichung s bekannt, nimm t mit n − 1 Freiheitsgraden: t·s/√n. Kritische Werte: z = 1,645 (90 %), 1,96 (95 %), 2,576 (99 %). Für eine Fehlermarge von höchstens E brauchst du n ≥ (z·σ/E)², aufgerundet.

Kritischer Wert

df = n − 1 = 7, t = 1,895

Fehlermarge

E = 1,895·1,5/√8 = 1,005

Intervall

108,5 ± 1,005 → [107,5, 109,5]

Antwort

untere Grenze = 107,5
16.Konfidenzintervalle

Antwort: n = 55

Konfidenzintervall für einen Mittelwert: x̄ ± Fehlermarge. Bei bekanntem σ der Grundgesamtheit ist die Fehlermarge z·σ/√n; ist nur die Stichproben-Standardabweichung s bekannt, nimm t mit n − 1 Freiheitsgraden: t·s/√n. Kritische Werte: z = 1,645 (90 %), 1,96 (95 %), 2,576 (99 %). Für eine Fehlermarge von höchstens E brauchst du n ≥ (z·σ/E)², aufgerundet.

Nach n auflösen

n = (1,645·9/2)² = 54,8

Aufrunden

Ein Stichprobenumfang ist eine ganze Zahl, und Abrunden würde die Fehlermarge zu groß machen.

n = 55

Antwort

n = 55
17.Hypothesentests & Konfidenzintervalle

Antwort: p = 0,06426

Hypothesis test: the test statistic = (estimate − value under H₀)/(standard error under H₀). The p-value is the probability, assuming H₀ is true, of a statistic at least as extreme as the one observed: the area in one tail for a one-sided H₁, twice the tail area for a two-sided H₁. Reject H₀ when p ≤ α.

Teststatistik

SE = σ/√n = 48/√144 = 4
z = (93,92 − 100)/4 = −1,52

Endfläche

Φ(1,52) = 0,9357
1 − Φ(1,52) = 0,0643

p-Wert

p = 0,06426

Antwort

p = 0,06426

p > 0,05, also wird H₀ auf dem 5-%-Niveau nicht verworfen.

18.Hypothesentests & Konfidenzintervalle

Antwort: n = 747

Stichprobenumfang für einen Test: Um eine wahre Verschiebung δ mit der Teststärke 1 − β in einem einseitigen z-Test zum Niveau α zu erkennen, muss der Standardfehler δ = (z_α + z_β)·σ/√n erfüllen, also n = ((z_α + z_β)·σ/δ)², aufgerundet.

Nach n auflösen

n = ((1,645 + 1,282)·14/1,5)² = 746,3

Aufrunden

n = 747

Antwort

n = 747
19.Lineare Regression und Korrelation

Antwort: r = 0,9869

Regression nach der Methode der kleinsten Quadrate: Mit den Mittelwerten x̄ und ȳ, Sxx = Σ(x − x̄)², Syy = Σ(y − ȳ)² und Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) hat die Gerade ŷ = a + b·x die Steigung b = Sxy/Sxx und den Achsenabschnitt a = ȳ − b·x̄; sie geht also immer durch (x̄, ȳ). Der Korrelationskoeffizient nach Pearson r = Sxy/√(Sxx·Syy) liegt zwischen −1 und 1; r² ist der Anteil der Streuung von y, der durch die Gerade erklärt wird.

Zentrierte Summen

Sxy = 7899 − 135·329/6 = 496,5
Sxx = 3195 − 135²/6 = 157,5
Syy = 19647 − 329²/6 = 1607

Korrelationskoeffizient

r = 496,5/√(157,5·1607) = 0,9869

Antwort

r = 0,9869
20.Lineare Regression und Korrelation

Antwort: x = 6,909

Regression nach der Methode der kleinsten Quadrate: Mit den Mittelwerten x̄ und ȳ, Sxx = Σ(x − x̄)², Syy = Σ(y − ȳ)² und Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) hat die Gerade ŷ = a + b·x die Steigung b = Sxy/Sxx und den Achsenabschnitt a = ȳ − b·x̄; sie geht also immer durch (x̄, ȳ). Der Korrelationskoeffizient nach Pearson r = Sxy/√(Sxx·Syy) liegt zwischen −1 und 1; r² ist der Anteil der Streuung von y, der durch die Gerade erklärt wird.

Mittelwerte

x̄ = 30/5 = 6
ȳ = 115/5 = 23

Quadrat- und Produktsummen

Sxx = Σ(x − x̄)² = 40
Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) = 132

Regressionsgerade

b = 132/40 = 3,3
a = 23 − 3,3·6 = 3,2
ŷ = 3,2 + 3,3·x

Nach x auflösen

x = (26 − 3,2)/3,3 = 6,909

Antwort

x = 6,909

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