Übungsaufgaben für CFA Level I: Quantitative Methods und Fixed Income: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zeitwert des Geldes

Endwert
FV = PV·(1 + i)n
Barwert
PV = FV/(1 + i)n
Mehrere Perioden pro Jahr
i = r/m, N = m·n
Rente, Barwert
PV = PMT·[1 − (1 + i)−n]/i
Rente, Endwert
FV = PMT·[(1 + i)n − 1]/i

Methode

  1. Zeichne einen Zeitstrahl mit jeder Zahlung und ihrem Zeitpunkt.
  2. Passe den Zinssatz an die Periode an: ein Monatszins für monatliche Zahlungen.
  3. Verwende FV = PV·(1 + i)ⁿ für Einzelbeträge und die Rentenformeln für gleich hohe Zahlungen.
  4. Prüfe Vorzeichen und Größenordnung des Ergebnisses.

Kapitalwert & interner Zinsfuß

Kapitalwert
NPV = −C0 + Σ CFt/(1 + r)t
Gleiche Zahlungen
NPV = −C0 + CF·[1 − (1 + r)−n]/r
Interner Zinsfuß
das r, bei dem NPV = 0
Entscheidung
annehmen, wenn NPV > 0 (oder IRR > geforderte Rendite)

Methode

  1. Liste alle Zahlungen mit ihrem Jahr auf; die Investition in Jahr 0 ist negativ.
  2. Zinse jede Zahlung ab: CFt/(1 + r)t.
  3. Addiere sie zum Kapitalwert (NPV). Positiv bedeutet, dass das Projekt mehr als r erwirtschaftet.
  4. Für den internen Zinsfuß (IRR) suchst du durch Probieren oder Interpolation den Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist.

Anleihekurs & Rendite

Anleihekurs
P = C·(1 − (1 + y)−n)/y + F/(1 + y)n
Halbjährlich
C/2, y/2 und 2n Perioden
Laufende Rendite
C/P
Kurs und Rendite
Rendite steigt → Kurs fällt

Methode

  1. Bestimme den Kupon pro Periode und die Rendite pro Periode.
  2. Kurs = Barwert der Kupons (eine Rente) + Barwert des Nennwerts.
  3. Bei halbjährlichen Kupons verwendest du den halben Kupon, die halbe Rendite und die doppelte Anzahl Perioden.
  4. Kontrolle: Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, liegt der Kurs unter dem Nennwert.

CAPM & WACC

CAPM
re = rf + β·(rm − rf)
WACC
E/V·re + D/V·rd·(1 − T)
Unternehmenswert
V = E + D

Beschreibende Statistik

Mittelwert
x̄ = Σx/n
Stichproben-Standardabweichung
s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1))
Median
mittlerer Wert der sortierten Daten
z-Wert
z = (x − μ)/σ
Normalverteilung
68% innerhalb ±1σ, 95% innerhalb ±2σ

Wahrscheinlichkeit

Gegenereignis
P(not A) = 1 − P(A)
Additionssatz
P(A ∪ B) = P(A) + P(B) − P(A ∩ B)
Unabhängige Ereignisse
P(A ∩ B) = P(A)·P(B)
Bedingte Wahrscheinlichkeit
P(A|B) = P(A ∩ B)/P(B)
Binomialverteilung
P(X = k) = C(n,k)·pk(1 − p)n−k

Normalverteilung

z-Wert
z = (x − μ)/σ
Unterhalb von x
P(X < x) = Φ(z)
Oberhalb von x
P(X > x) = 1 − Φ(z)
Dazwischen
Φ(z2) − Φ(z1)
Perzentil
x = μ + z·σ

Methode

  1. Rechne den Wert in einen z-Wert um: z = (x − μ)/σ.
  2. Lies Φ(z) ab, die Fläche links von z.
  3. Für die Fläche rechts verwende 1 − Φ(z); für ein Intervall subtrahiere die beiden linken Flächen.
  4. Für ein Perzentil rechnest du rückwärts: Bestimme z zur Fläche, dann x = μ + z·σ.

Konfidenzintervalle

σ bekannt
x̄ ± z·σ/√n
σ unbekannt
x̄ ± t·s/√n, df = n − 1
Kritischer z-Wert
90%: 1,645, 95%: 1,96, 99%: 2,576
Stichprobenumfang
n = (z·σ/E)², rounded up

Methode

  1. Entscheide zwischen z (σ der Grundgesamtheit bekannt) und t (nur die Stichproben-Standardabweichung s, mit n − 1 Freiheitsgraden).
  2. Bestimme den kritischen Wert für das Konfidenzniveau.
  3. Fehlerspanne: E = kritischer Wert × Standardabweichung/√n.
  4. Intervall: x̄ ± E.

Hypothesentests & Konfidenzintervalle

z-Test für einen Mittelwert
z = (x̄ − μ0)/(σ/√n)
t-Test für einen Mittelwert
t = (x̄ − μ0)/(s/√n), df = n − 1
Zweiseitig bei 5%
H0 ablehnen, wenn |z| > 1,96
Konfidenzintervall
x̄ ± z·σ/√n

Methode

  1. Formuliere H₀ und H₁ und entscheide, ob der Test einseitig oder zweiseitig ist.
  2. Berechne die Teststatistik: (x̄ − μ₀)/(σ/√n), oder mit s und t.
  3. Vergleiche mit dem kritischen Wert oder bestimme den p-Wert.
  4. Verwirf H₀, wenn die Statistik jenseits des kritischen Werts liegt (p kleiner als α), und formuliere die Schlussfolgerung in Worten.

Lineare Regression und Korrelation

Quadratsummen
Sxx = Σ(x − x̄)² = Σx² − (Σx)²/n, Sxy = Σxy − ΣxΣy/n
Steigung
b = Sxy/Sxx
Achsenabschnitt
a = ȳ − b·x̄
Korrelation
r = Sxy/√(SxxSyy)
Residuum
e = y − ŷ

2Übungsaufgaben

1.Zeitwert des GeldesMittel
Jahre0123…14PV = ?€5 000€5 000€5 000€5 000

Eine Rente zahlt am Ende jedes Jahres €5 000, 14 Jahre lang. Der Zinssatz beträgt 8 % pro Jahr. Bestimme den Barwert PV der Rente.

A = €5 000i = 8%n = 14
PV = €
2.Zeitwert des GeldesSchwer
Monate0123…72A?AA€100 000

Du möchtest in 6 Jahren €100 000 haben. Du sparst am Ende jedes Monats denselben Betrag auf einem Konto mit 3 % pro Jahr bei monatlicher Verzinsung. Bestimme die monatliche Einzahlung A.

FV = €100 0003% / 12N = 72
A = €
3.Kapitalwert & interner ZinsfußMittel
Jahre0123456−30 0009 5009 5009 5009 5009 5009 500

Ein Projekt kostet heute €30 000 und bringt 6 Jahre lang am Ende jedes Jahres €9 500. Die Kapitalkosten betragen 12 %. Nimm an, dass die Zahlungen gleichmäßig über jedes Jahr eingehen. Bestimme die dynamische Amortisationsdauer DPB in Jahren.

r = 12%CF0 = −30 000CF1 = 9 500CF2 = 9 500CF3 = 9 500CF4 = 9 500CF5 = 9 500CF6 = 9 500
DPB = Jahre
4.Kapitalwert & interner ZinsfußSchwer
Jahre012−25 00013 00014 000

Ein Projekt kostet €25 000 und bringt am Ende der Jahre 1 bis 2 €13 000, €14 000. Bestimme seinen internen Zinsfuß IRR in Prozent.

CF0 = −25 000CF1 = 13 000CF2 = 14 000
IRR = %
5.Anleihekurs & RenditeMittel
Halbjahre0123…14€35€35€35 + €1 000P = ?

Eine Anleihe mit einem Nennwert von €1 000 zahlt einen jährlichen Kupon von 7% in zwei halbjährlichen Raten und wird in 7 Jahren fällig. Die Rendite bis zur Fälligkeit beträgt 2,5% pro Jahr. Bestimme den Kurs P der Anleihe.

F = €1 000Kuponsatz = 7%YTM = 2,5%n = 7
P = €
6.Anleihekurs & RenditeSchwer
Jahre0123€1 188€80€80€80 + €1 080

Eine Anleihe mit 10 Jahren Restlaufzeit (Nennwert €1 000, jährlicher Kupon 8%) wird für €1 188 verkauft. Der Emittent kann sie in 3 Jahren zu einem Kündigungskurs von €1 080 kündigen. Bestimme die Rendite bis zur Kündigung YTC in Prozent.

F = €1 000Kuponsatz = 8%P = €1 188Kündigungskurs = €1 080Kündigung in 3 Jahre
YTC = %
7.CAPM & WACCMittel
WACC = ?Stammaktien€12 000 000re​ = 11%Vorzugsaktien€2 000 000rp​ = 6,5%Fremdkapital€6 000 000rd​ = 5%T = 28%

Ein Unternehmen ist finanziert mit Stammaktien im Wert von €12 000 000, Vorzugsaktien im Wert von €2 000 000 und Fremdkapital im Wert von €6 000 000. Die Eigenkapitalkosten betragen 11%, die Kosten der Vorzugsaktien 6,5% und die Fremdkapitalkosten vor Steuern 5%. Der Steuersatz beträgt 28%. Bestimme den WACC.

E = €12 000 000Ps = €2 000 000D = €6 000 000re = 11%rp = 6,5%rd = 5%T = 28%
WACC = %
8.CAPM & WACCSchwer
WACC = ?Eigenkapital€8 000 000re​ = 13%Anleihen5 000 × €954Kuponsatz 7%, n = 6T = 28%

Ein Unternehmen hat Eigenkapital mit einem Marktwert von €8 000 000 und Eigenkapitalkosten von 13%. Sein Fremdkapital besteht aus 5 000 Anleihen (Nennwert €1 000, jährlicher Kupon 7%, 6 Jahre Restlaufzeit), die jeweils bei €954 notieren. Der Steuersatz beträgt 28%. Bestimme den WACC, mit der Rendite bis zur Fälligkeit der Anleihen als Fremdkapitalkosten vor Steuern.

E = €8 000 000re = 13%Anleihen: 5 000 × €954Kuponsatz = 7%n = 6T = 28%
WACC = %
9.Beschreibende StatistikMittel
1520253035

Bestimme die Stichproben-Standardabweichung s der Daten: 12, 23, 26, 17, 37, 32, 37.

n = 7
s =
10.Beschreibende StatistikSchwer
z −2−1012

Eine Größe ist normalverteilt mit Mittelwert 500 und Standardabweichung 100. Welcher Anteil P der Werte liegt über 600?

μ = 500σ = 100x = 600
P =
11.WahrscheinlichkeitMittel
xp(x)00,1520,1540,3560,35μ = 3,8

Bestimme für die gezeigte Verteilung die Standardabweichung σ von X.

x: 0, 2, 4, 6p(x): 0,15, 0,15, 0,35, 0,35
σ =
12.WahrscheinlichkeitSchwer
n = 5, p = 0,2: P(X = 4) = ?k012345

Ein Test hat 5 Multiple-Choice-Fragen. Eine Studentin, die rät, beantwortet jede unabhängig mit Wahrscheinlichkeit 0,2 richtig. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit P für genau 4 richtige Antworten?

n = 5p = 0,2k = 4
P =
13.NormalverteilungMittel
244,25252,5P = ?

Die Gewichte von Beuteln sind normalverteilt mit dem Mittelwert 250 g und der Standardabweichung 5 g. Welcher Anteil liegt zwischen 244,25 und 252,5 g? Gib P als Dezimalzahl an.

μ = 250σ = 5x1 = 244,25x2 = 252,5
P =
14.NormalverteilungSchwer
235240245250255260265goben 75%

Die Gewichte von Beuteln sind normalverteilt mit dem Mittelwert 250 g und der Standardabweichung 5 g. Ziehe die Grenze so, dass die schattierten oberen 75 % rechts davon liegen. Bestimme die Grenze x.

μ = 250 gσ = 5 g75%
x = g
15.KonfidenzintervalleMittel
x̄E₁ = 9,590%, n = 100x̄E₂ = ?99%, n = 900

Ein 90-%-Konfidenzintervall für einen Mittelwert, basierend auf 100 Beobachtungen und bekanntem σ, hat eine Fehlermarge von 9,5. Wie groß ist die Fehlermarge E₂ eines 99-%-Intervalls auf Basis von 900 Beobachtungen?

90%n₁ = 100E₁ = 9,599%n₂ = 900
E₂ =
16.KonfidenzintervalleSchwer
n = 16σ = ?Us = 1,795%

Die Durchmesser von 16 gefertigten Wellen haben eine Stichprobenstandardabweichung von 1,7 µm. Bestimme unter der Annahme normalverteilter Durchmesser die untere Grenze σ des 95-%-Konfidenzintervalls für die Standardabweichung der Grundgesamtheit. Bei df = 15 liegen 2,5 % der χ²-Verteilung unter 6,262 und 2,5 % über 27,488.

n = 16s = 1,7 µmχ² = 6,262, 27,488
σ = µm
17.Hypothesentests & KonfidenzintervalleMittel
−1,961,96z = ?

Zwei Fertigungslinien stellen dasselbe Teil her. Linie 1: Eine Stichprobe von 40 Teilen hat die mittlere Länge 135 mm, und die bekannte Standardabweichung der Linie ist 17 mm. Linie 2: Eine Stichprobe von 40 Teilen hat den Mittelwert 138 mm, bekannte Standardabweichung 4 mm. Bestimme die Teststatistik z für H₀: μ₁ = μ₂, mit der Differenz x̄₁ − x̄₂ (Linie 1 minus Linie 2).

n₁ = 40x̄₁ = 135 mmσ₁ = 17 mmn₂ = 40x̄₂ = 138 mmσ₂ = 4 mm
z =
18.Hypothesentests & KonfidenzintervalleSchwer
H₀H₁μ₀x̄cμ₀ + 2,5α = 0,05βσ = 15, Teststärke 90%, n = ?

Ein einseitiger z-Test bei α = 0,05 soll eine Verschiebung des Mittelwerts um 2,5 Einheiten mit einer Teststärke von 90 % erkennen. Die Standardabweichung beträgt 15. Bestimme den Mindeststichprobenumfang n.

α = 0,05Teststärke = 90%δ = 2,5σ = 15zα = 1,645zβ = 1,282
n =
19.Lineare Regression und KorrelationMittel
xy2841261982610361244xy5102040

Die Tabelle enthält 6 Wertepaare von x = Last in kN und y = Verlängerung in mm. Ihre Summen sind gegeben. Bestimme daraus den Korrelationskoeffizienten nach Pearson r.

n = 6Σx = 42Σy = 145Σx² = 364Σy² = 4477Σxy = 1274
r =
20.Lineare Regression und KorrelationSchwer
xy124223320416515xy24152025ŷ = 21

Die Tabelle enthält 5 Wertepaare von x = Fahrzeugalter in Jahren und y = Preis in k€. Verwende die Regressionsgerade ŷ = a + b·x nach der Methode der kleinsten Quadrate. Für welchen Wert x sagt die Gerade ŷ = 21 voraus?

n = 5ŷ = 21
x =

3Lösungen

1.Zeitwert des Geldes

Antwort: PV = 41221 €

Zeitwert des Geldes: Geld heute ist mehr wert als derselbe Betrag später, weil es Zinsen bringen kann. Bei einem Zinssatz i pro Periode wächst ein Betrag auf FV = PV·(1 + i)n. Eine Reihe gleicher Zahlungen (eine Annuität) wird bewertet, indem man alle Zahlungen aufsummiert; daraus ergeben sich die Rentenformeln.

Rentenbarwertfaktor

(1 − (1 + i)−n)/i = (1 − 0,3405)/0,08 = 8,244

Barwert

PV = 5 000·8,244 = €41 221,18

Antwort

PV = €41 221,18
2.Zeitwert des Geldes

Antwort: A = 1269 €

Zeitwert des Geldes: Geld heute ist mehr wert als derselbe Betrag später, weil es Zinsen bringen kann. Bei einem Zinssatz i pro Periode wächst ein Betrag auf FV = PV·(1 + i)n. Eine Reihe gleicher Zahlungen (eine Annuität) wird bewertet, indem man alle Zahlungen aufsummiert; daraus ergeben sich die Rentenformeln.

Monatszins und Anzahl der Einzahlungen

i = 0,03/12 = 0,0025
N = 12·6 = 72

Einzahlung

A = FV·i/((1 + i)N − 1) = 100 000·0,0025/(1,197 − 1) = €1 269,37

Antwort

A = €1 269,37
3.Kapitalwert & interner Zinsfuß

Antwort: DPB = 4,212 Jahre

Amortisationsdauer: die Zeit, bis die kumulierten Zahlungsüberschüsse die Anfangsinvestition zurückgezahlt haben. Man nimmt an, dass das Geld gleichmäßig über jedes Jahr eingeht, der letzte Teil ist also ein Bruchteil eines Jahres. Die statische Amortisationsdauer vernachlässigt den Zeitwert des Geldes; die dynamische Amortisationsdauer verwendet stattdessen die abgezinsten Zahlungen.

Abgezinste und kumulierte Zahlungen

Jahr 1: 9 500/1,12 = 8 482,14 → Σ = 8 482,14
Jahr 2: 9 500/1,254 = 7 573,34 → Σ = 16 055,48
Jahr 3: 9 500/1,405 = 6 761,91 → Σ = 22 817,40
Jahr 4: 9 500/1,574 = 6 037,42 → Σ = 28 854,82
Jahr 5: 9 500/1,762 = 5 390,56 → Σ = 34 245,37

Bruchteil des letzten Jahres

DPB = 4 + 1 145,18/5 390,56 = 4,212

Antwort

DPB = 4,212 Jahre

Die dynamische Amortisationsdauer ist immer länger als die statische (3,158 Jahre).

4.Kapitalwert & interner Zinsfuß

Antwort: IRR = 5,221 %

Kapitalwert: Zinse jeden Zahlungsstrom mit der geforderten Rendite r auf heute ab und addiere alle: NPV = Σ CFₜ/(1 + r)ᵗ. Ein Projekt mit NPV > 0 verdient mehr als r und schafft Wert. Der interne Zinsfuß (IRR) ist der Zinssatz, bei dem NPV = 0 ist.

Den IRR eingrenzen

Der Kapitalwert sinkt mit steigendem Zins, also liegt der IRR zwischen einem Zinssatz mit positivem und einem mit negativem Kapitalwert.

NPV(5%) = 79,37
NPV(10%) = −1 611,57

Eingrenzen

Lineare Interpolation liefert eine erste Schätzung; Wiederholen (oder die IRR-Funktion eines Rechners) liefert den genauen Zinssatz.

IRR ≈ 5 + 5·79,37/(79,37 − (−1 611,57)) = 5,235%
exakt: NPV(5,221%) = 0 → IRR = 5,221%

Antwort

IRR = 5,221%
5.Anleihekurs & Rendite

Antwort: P = 1287 €

Anleihebewertung: Der Kurs einer Anleihe ist der Barwert ihrer Zahlungen, abgezinst mit der Rendite bis zur Fälligkeit (YTM): Die Kupons bilden eine Annuität, und der Nennwert wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. P = C·(1 − (1 + y)⁻ⁿ)/y + F/(1 + y)ⁿ. Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, notiert die Anleihe unter dem Nennwert, und umgekehrt.

Pro Periode

C = €35,00, i = 0,0125, N = 14

Barwert der Kupons

€35,00·(1 − 0,8404)/0,0125 = €446,97

Barwert des Nennwerts

€1 000·0,8404 = €840,37

Kurs

P = €1 287,34

Antwort

P = €1 287,34

Die Rendite liegt unter dem Kuponsatz, also notiert die Anleihe über pari.

6.Anleihekurs & Rendite

Antwort: YTC = 3,816 %

Anleihebewertung: Der Kurs einer Anleihe ist der Barwert ihrer Zahlungen, abgezinst mit der Rendite bis zur Fälligkeit (YTM): Die Kupons bilden eine Annuität, und der Nennwert wird bei Fälligkeit zurückgezahlt. P = C·(1 − (1 + y)⁻ⁿ)/y + F/(1 + y)ⁿ. Liegt die Rendite über dem Kuponsatz, notiert die Anleihe unter dem Nennwert, und umgekehrt.

Gleichung für die Rendite

1188 = 80·(1 − (1 + y)−3)/y + 1080/(1 + y)3

Numerisch lösen

y = 3%: €1 214,64
y = 4%: €1 182,12
YTC = 3,816%

Antwort

YTC = 3,816%

Die Rendite bis zur Fälligkeit beträgt 5,505%. Anleger in einer Anleihe über pari rechnen mit einer Kündigung, daher ist die niedrigere Rendite bis zur Kündigung die realistischere.

7.CAPM & WACC

Antwort: WACC = 8,33 %

Kapitalkosten: Das CAPM liefert die Rendite, die Aktionäre fordern: re = rf + β·(rm − rf). Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten mischen Eigen- und Fremdkapital nach ihren Marktwerten: WACC = E/V·re + D/V·rd·(1 − T), mit V = E + D. Zinsen sind steuerlich abzugsfähig, daher der Faktor (1 − T).

Gewichte

V = 12 000 000 + 2 000 000 + 6 000 000 = €20 000 000
E/V = 0,6, Ps/V = 0,1, D/V = 0,3

WACC

WACC = 0,6·11% + 0,1·6,5% + 0,3·5%·(1 − 0,28) = 8,33%

Antwort

WACC = 8,33%
8.CAPM & WACC

Antwort: WACC = 10,29 %

Kapitalkosten: Das CAPM liefert die Rendite, die Aktionäre fordern: re = rf + β·(rm − rf). Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten mischen Eigen- und Fremdkapital nach ihren Marktwerten: WACC = E/V·re + D/V·rd·(1 − T), mit V = E + D. Zinsen sind steuerlich abzugsfähig, daher der Faktor (1 − T).

Fremdkapitalkosten (YTM)

954 = 70·(1 − (1 + y)−6)/y + 1000/(1 + y)6
y = 7,995%

Marktwerte

D = 5 000·€954 = €4 770 000
V = €12 770 000, E/V = 0,6265, D/V = 0,3735

WACC

WACC = 0,6265·13% + 0,3735·7,995%·(1 − 0,28) = 10,29%

Antwort

WACC = 10,29%
9.Beschreibende Statistik

Antwort: s = 9,69

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Mittelwert

x̄ = 184/7 = 26,29

Quadrierte Abweichungen

Σ(x − x̄)² = (−14,29)² + (−3,286)² + (−0,2857)² + (−9,286)² + 10,71² + 5,714² + 10,71² = 563,4

Standardabweichung

s = √(563,4/6) = 9,69

Antwort

s = 9,69
10.Beschreibende Statistik

Antwort: P = 0,1587

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Standardisieren

z = 1

Standardnormalverteilungstabelle

Φ(1) = 0,8413
P = 1 − 0,8413 = 0,1587

Antwort

P = 0,1587
11.Wahrscheinlichkeit

Antwort: σ = 2,088

Diskrete Zufallsvariablen: Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung listet jeden Wert x, den eine Variable annehmen kann, mit seiner Wahrscheinlichkeit p(x) auf; die Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 und 1 und summieren sich zu 1. Der Erwartungswert (Mittelwert) ist E(X) = Σx·p(x), der Durchschnitt auf lange Sicht. Die Varianz ist Var(X) = Σ(x − μ)²·p(x) = E(X²) − μ², und die Standardabweichung ist σ = √Var(X). Für eine lineare Änderung Y = aX + b gilt: E(Y) = a·E(X) + b, Var(Y) = a²·Var(X) und σY = |a|·σX; das Addieren einer Konstanten ändert die Streuung nicht.

Mittelwert

μ = 0·0,15 + 2·0,15 + 4·0,35 + 6·0,35 = 3,8

Mittelwert der Quadrate

E(X²) = 0·0,15 + 4·0,15 + 16·0,35 + 36·0,35 = 18,8

Varianz

Var(X) = 18,8 − 3,8² = 4,36
σ = √4,36 = 2,088

Antwort

σ = 2,088
12.Wahrscheinlichkeit

Antwort: P = 0,0064

Wahrscheinlichkeit: Bei gleich wahrscheinlichen Ergebnissen gilt P(A) = günstige/mögliche. Bei unabhängigen Ereignissen wird multipliziert: P(A und B) = P(A)·P(B). Das Gegenereignis hilft oft: P(mindestens eins) = 1 − P(keins). Binomial: Bei n unabhängigen Versuchen mit Erfolgswahrscheinlichkeit p gilt P(X = k) = C(n, k)·pᵏ·(1 − p)ⁿ⁻ᵏ.

Binomialformel

P(X = 4) = 5·0,24·0,81 = 5·0,0016·0,8 = 0,0064

Antwort

P = 0,0064
13.Normalverteilung

Antwort: P = 0,5664

Normalverteilung: Rechne einen Wert x in einen z-Wert um, z = (x − μ)/σ; er gibt an, wie viele Standardabweichungen x vom Mittelwert entfernt liegt. Eine z-Tabelle (oder Φ(z)) liefert die Fläche links von z, also P(X < x). Die Fläche rechts ist 1 − Φ(z), und die Fläche zwischen zwei Werten ist die Differenz ihrer beiden Flächen.

z-Werte

z₁ = (244,25 − 250)/5 = −1,15
z₂ = (252,5 − 250)/5 = 0,5

Fläche dazwischen

P = Φ(0,5) − Φ(−1,15) = 0,6915 − 0,1251 = 0,5664

Antwort

P = 0,5664
14.Normalverteilung

Antwort: x = 246,7 g

Von einer Fläche zurück zu z: Φ(z) ist die Fläche links von z. Für eine linke Randfläche A suche in der Tabelle z mit Φ(z) = A. Eine rechte Randfläche A bedeutet Φ(z) = 1 − A. Eine zentrale Fläche A zwischen −z und z lässt (1 − A)/2 auf jedem Rand übrig, also Φ(z) = (1 + A)/2. Für einen Wert x verwende x = μ + zσ.

Fläche links

Φ(z) = 0,25

z aus der Tabelle

z ≈ −0,67

Zurück zu den ursprünglichen Einheiten

x = 250 − 0,67·5 = 246,7 g

Antwort

x = 246,7 g
15.Konfidenzintervalle

Antwort: E₂ = 4,959

Confidence interval for a mean: x̄ ± margin of error. With a known population σ the margin is z·σ/√n; with only the sample standard deviation s, use t with n − 1 degrees of freedom: t·s/√n. Critical values: z = 1,645 (90%), 1,96 (95%), 2,576 (99%). To get a margin E or smaller, you need n ≥ (z·σ/E)², rounded up.

Verhältnis der Fehlermargen

E₂/E₁ = (2,576/1,645)·√(100/900) = 0,522

Neue Fehlermarge

E₂ = 9,5·0,522 = 4,959

Antwort

E₂ = 4,959
16.Konfidenzintervalle

Antwort: σ = 1,256 µm

Intervall für eine Varianz: (n − 1)s²/σ² ist χ²-verteilt mit n − 1 Freiheitsgraden. Das 95-%-Intervall für σ² reicht von (n − 1)s² geteilt durch den oberen χ²-Wert (2,5 % darüber) bis (n − 1)s² geteilt durch den unteren χ²-Wert (2,5 % darunter); das Intervall für σ ist die Wurzel beider Grenzen. Es ist nicht symmetrisch um s.

Quadratsumme

(n − 1)s² = 15·1,7² = 43,35

Grenzen für σ²

43,35/27,488 = 1,577
43,35/6,262 = 6,923

Grenze für σ

σ = √1,577 = 1,256 µm

Antwort

σ = 1,256 µm

95-%-Intervall für σ: [1,256, 2,631] µm.

17.Hypothesentests & Konfidenzintervalle

Antwort: z = −1,086

Hypothesis test: the test statistic = (estimate − value under H₀)/(standard error under H₀). The p-value is the probability, assuming H₀ is true, of a statistic at least as extreme as the one observed: the area in one tail for a one-sided H₁, twice the tail area for a two-sided H₁. Reject H₀ when p ≤ α.

Standardfehler der Differenz

SE = √(17²/40 + 4²/40) = √7,625 = 2,761

Teststatistik

z = (135 − 138)/2,761 = −1,086

Antwort

z = −1,086

|z| < 1.96, also wird H₀ auf dem 5-%-Niveau (zweiseitig) nicht verworfen.

18.Hypothesentests & Konfidenzintervalle

Antwort: n = 309

Stichprobenumfang für einen Test: Um eine wahre Verschiebung δ mit der Teststärke 1 − β in einem einseitigen z-Test zum Niveau α zu erkennen, muss der Standardfehler δ = (z_α + z_β)·σ/√n erfüllen, also n = ((z_α + z_β)·σ/δ)², aufgerundet.

Nach n auflösen

n = ((1,645 + 1,282)·15/2,5)² = 308,4

Aufrunden

n = 309

Antwort

n = 309
19.Lineare Regression und Korrelation

Antwort: r = 0,9925

Regression nach der Methode der kleinsten Quadrate: Mit den Mittelwerten x̄ und ȳ, Sxx = Σ(x − x̄)², Syy = Σ(y − ȳ)² und Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) hat die Gerade ŷ = a + b·x die Steigung b = Sxy/Sxx und den Achsenabschnitt a = ȳ − b·x̄; sie geht also immer durch (x̄, ȳ). Der Korrelationskoeffizient nach Pearson r = Sxy/√(Sxx·Syy) liegt zwischen −1 und 1; r² ist der Anteil der Streuung von y, der durch die Gerade erklärt wird.

Zentrierte Summen

Sxy = 1274 − 42·145/6 = 259
Sxx = 364 − 42²/6 = 70
Syy = 4477 − 145²/6 = 972,8

Korrelationskoeffizient

r = 259/√(70·972,8) = 0,9925

Antwort

r = 0,9925
20.Lineare Regression und Korrelation

Antwort: x = 2,44

Regression nach der Methode der kleinsten Quadrate: Mit den Mittelwerten x̄ und ȳ, Sxx = Σ(x − x̄)², Syy = Σ(y − ȳ)² und Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) hat die Gerade ŷ = a + b·x die Steigung b = Sxy/Sxx und den Achsenabschnitt a = ȳ − b·x̄; sie geht also immer durch (x̄, ȳ). Der Korrelationskoeffizient nach Pearson r = Sxy/√(Sxx·Syy) liegt zwischen −1 und 1; r² ist der Anteil der Streuung von y, der durch die Gerade erklärt wird.

Mittelwerte

x̄ = 15/5 = 3
ȳ = 98/5 = 19,6

Quadrat- und Produktsummen

Sxx = Σ(x − x̄)² = 10
Sxy = Σ(x − x̄)(y − ȳ) = −25

Regressionsgerade

b = −25/10 = −2,5
a = 19,6 − (−2,5)·3 = 27,1
ŷ = 27,1 − 2,5·x

Nach x auflösen

x = (21 − 27,1)/(−2,5) = 2,44

Antwort

x = 2,44

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