1.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungMittel
Welches EKG-Muster ist für eine akute Perikarditis typisch?
- AAusgedehnte sattelförmige ST-Hebungen mit PR-Senkung
- BST-Hebung nur in den Ableitungen II, III und aVF mit Q-Zacken
- CEine sägezahnartige Grundlinie mit regelmäßiger Kammerfrequenz
- DHohe, spitze T-Wellen mit breitem QRS-Komplex
2.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungSchwer
Ein älterer ehemaliger Raucher hat seit einem Jahr einen trockenen Husten und zunehmende Atemnot, Trommelschlägelfinger und feine, „klettverschlussartige“ Rasselgeräusche über beiden Lungenbasen am Ende der Einatmung. Welche Erkrankung ist am wahrscheinlichsten?
- AIdiopathische Lungenfibrose
- BAmbulant erworbene Pneumonie
- CSpontanpneumothorax
- DEin akuter Asthmaanfall
3.Medizinisch-chirurgische Pflege: Neurologie, Endokrinologie und NiereMittel
Ein Patient hat eine akute Glomerulonephritis mit Ödemen und hohem Blutdruck. Welche pflegerische Maßnahme ist am angemessensten?
- AGroße Mengen Infusionen i.v. geben
- BDas Gewicht einmal pro Woche kontrollieren
- CEine salzreiche Ernährung fördern, um die Flüssigkeiten auszugleichen
- DBlutdruck, Flüssigkeitsbilanz und tägliches Gewicht überwachen
4.Medizinisch-chirurgische Pflege: Neurologie, Endokrinologie und NiereSchwer
Bei einem Patienten wird der Hirntod (Hirnstammtod) beurteilt. Welcher Zustand muss vor der Untersuchung ausgeschlossen werden?
- AEine frühere Migräneepisode
- BWirkungen von Sedativa oder eine schwere Hypothermie
- CEine Vorgeschichte mit hohem Blutdruck
- DEin Hämoglobin von 110 g/L (11 g/dL)
5.Medizinisch-chirurgische Pflege: Magen-Darm, perioperativ und OnkologieMittel
Warum werden viele Patienten vor geplanten Operationen auf MRSA untersucht?
- ADamit Träger dekolonisiert werden können, um Infektionen zu verringern
- BUm zu entscheiden, welches Narkosemittel verwendet wird
- CDamit die Operation bei allen positiven Patienten abgesagt werden kann
- DUm zu prüfen, ob der Patient eine Grippeimpfung hatte
6.Medizinisch-chirurgische Pflege: Magen-Darm, perioperativ und OnkologieSchwer
Welches Vorgehen wird bei einer stabilen, trockenen, intakten schwarzen Nekrosekruste an der Ferse eines Patienten mit schlechter Durchblutung im Allgemeinen empfohlen?
- AIntakt belassen, die Ferse entlasten und zur Beurteilung überweisen
- BSie jeden Tag in Wasser einweichen, um sie aufzuweichen
- CSie mit einem straffen Kompressionsverband bedecken
- DSie heute am Bett mit scharfem Débridement entfernen
7.Klinische PflegeMittel
Warum ist vor einer Thrombolyse bei Verdacht auf Schlaganfall eine dringende Bildgebung des Gehirns nötig?
- AUm das Alter des Patienten zu bestätigen
- BUm eine Hirnblutung auszuschließen
- CNur um nach Hirntumoren zu suchen
- DUm die Größe der Ventrikel zu messen
8.Klinische PflegeSchwer
Ein Patient unter Metformin mit eingeschränkter Nierenfunktion soll eine CT mit i.v.-Kontrastmittel erhalten. Warum wird Metformin eventuell pausiert?
- AMetformin reagiert mit dem Kontrastmittel und verursacht eine schwere Hyperglykämie
- BMetformin macht die Bilder unscharf
- CEs besteht das Risiko einer Laktatazidose, falls sich die Nierenfunktion verschlechtert
- DMetformin verursacht während der Untersuchung schwere Blutungen
9.Laborwerte und ElektrolyteMittel
Warum wird bei einer DKA oft ein β-Hydroxybutyrat-Spiegel im Blut einem Urin-Ketonteststreifen vorgezogen?
- ADer Urinteststreifen erkennt Ketone nur bei Menschen ohne Diabetes
- BEr misst das Hauptketon der DKA, das der Teststreifen übersehen kann
- CEr ist der einzige Test, der Glukose und Ketone gleichzeitig messen kann
- DEr zeigt den durchschnittlichen Ketonspiegel der letzten drei Monate
10.Laborwerte und ElektrolyteSchwer
Die Pflegefachperson schult einen Patienten zum HbA1c-Test. Welche Aussage zeigt, dass weitere Schulung nötig ist?
- A„Ich darf 12 Stunden vor dem HbA1c-Test nichts essen“
- B„Ein niedrigerer Wert bedeutet ein geringeres Risiko für Schäden an Augen und Nieren“
- C„Der Test zeigt meine durchschnittliche Glukose der letzten Monate“
- D„Meine täglichen Blutzuckermessungen am Finger bleiben zwischen den Tests wichtig“
11.Interpretation der arteriellen BlutgasanalyseMittel
Übungswerte: Na⁺ 152 mmol/L, Glukose 14,5 mmol/L und Harnstoff 13,5 mmol/L. Berechne die Serumosmolalität Osm = 2·Na⁺ + Glukose + Harnstoff auf die nächste ganze Zahl.
Na⁺ 152 mmol/LGlukose 14,5 mmol/LHarnstoff 13,5 mmol/L
Osm = mOsm/kg
12.Interpretation der arteriellen BlutgasanalyseSchwer
Übungswerte: Na⁺ 139, Cl⁻ 114, HCO₃⁻ 15 mmol/L und Albumin 36 g/L. Bestimme die albuminkorrigierte Anionenlücke AGc = AG + 0,25·(40 − Albumin).
Na⁺ 139 mmol/LCl⁻ 114 mmol/LHCO₃⁻ 15 mmol/LAlbumin 36 g/L
AGc = mmol/L
13.Interpretation von EKG-RhythmusstreifenMittel
Dieser Streifen der Ableitung II zeigt einen Sinusrhythmus mit einer Pause. Miss das Pause, das R–R-Intervall über die Pause hinweg, in Sekunden.
Ableitung II, 25 mm/s, 10 mm/mV1 kleines Kästchen = 0,04 s, 1 großes Kästchen = 0,20 sStreifenlänge 6 s
Pause = s
14.Interpretation von EKG-RhythmusstreifenSchwer
Dieser Streifen der Ableitung II zeigt einen AV-Block, daher schlagen Vorhöfe und Kammern mit unterschiedlicher Frequenz. Miss das P–P-Intervall und bestimme Vorhoffrequenz in Schlägen pro Minute (1500er-Methode, ganze Zahl).
Ableitung II, 25 mm/s, 10 mm/mV1 kleines Kästchen = 0,04 s, 1 großes Kästchen = 0,20 sStreifenlänge 6 s
Vorhoffrequenz = bpm
15.Priorisierung und DelegationMittel
Ein erwachsener Patient, der im Aufenthaltsraum isst, greift sich plötzlich an den Hals und kann weder sprechen noch atmen noch husten. Was sollte die Pflegekraft zuerst tun?
- AAbwarten, ob der Patient es aushusten kann
- BDem Patienten ein Glas Wasser geben, um das Essen hinunterzuspülen
- CHilfe rufen und Rückenschläge sowie Oberbauchkompressionen geben
- DMit dem Finger blind den Mund ausräumen
16.Priorisierung und DelegationSchwer
Ein Patient hatte vor 45 Minuten plötzlich Sprechschwierigkeiten. Welche Maßnahme hat die höchste Priorität?
- ADas Stroke-Team für eine dringende Bildgebung aktivieren und den Zeitpunkt notieren, zu dem der Patient zuletzt gesund gesehen wurde
- BWarten, bis die Neurologin bzw. der Neurologe den Patienten bei der Morgenvisite beurteilen kann
- CSofort Acetylsalicylsäure oral geben, um das Gerinnsel zu begrenzen
- DWasser geben, damit der Patient die üblichen Morgenmedikamente einnehmen kann