Mikroökonomie: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 4 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Preiselastizität der Nachfrage

Preiselastizität (Mittelpunktmethode)
E = (ΔQ/Q̄)/(ΔP/P̄)
Elastisch / unelastisch
|E| > 1 elastisch, |E| < 1 unelastisch
Umsatz
TR = P·Q

2Übungsaufgaben

1.Preiselastizität der NachfrageMittel
QPD500€20,00590€14,00

Wenn sich der Preis eines Tickets von €20,00 auf €14,00 ändert, ändert sich der Wochenabsatz von 500 auf 590. Bestimme mit der Mittelpunktmethode (Bogenelastizität) die Preiselastizität der Nachfrage E.

P1 = €20,00P2 = €14,00Q1 = 500Q2 = 590
E =
2.Preiselastizität der NachfrageSchwer
QPDQ€70

Die Nachfrage nach einem Produkt ist Q = 2500 − 25P, mit P in Euro. Bestimme die Preiselastizität der Nachfrage E bei einem Preis von €70.

Q = 2500 − 25PP = €70
E =
3.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeMittel

In Land A kostet die Produktion von 1 Auto 2 Tonnen Weizen, in Land B kostet 1 Auto 4 Tonnen Weizen. Welche Aussage ist richtig?

  1. AA hat bei beiden Gütern einen komparativen Vorteil
  2. BKeines der Länder gewinnt durch Handel
  3. CA hat einen komparativen Vorteil bei Autos und B bei Weizen
  4. DB hat einen komparativen Vorteil bei Autos und A bei Weizen
4.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeSchwer

Eine Regulierungsbehörde zwingt ein natürliches Monopol, den Preis gleich den Grenzkosten zu setzen. Das wahrscheinliche Problem ist:

  1. ADie Konsumenten stehen bei diesem Preis einem Mangel gegenüber, da die Nachfrage das Angebot übersteigt
  2. BDie Produktion fällt unter das Monopolniveau
  3. CDas Unternehmen macht einen Verlust, weil die Durchschnittskosten über den Grenzkosten liegen
  4. DDas Unternehmen macht sehr große Gewinne

3Lösungen

1.Preiselastizität der Nachfrage

Antwort: E = −0,4679

Preiselastizität der Nachfrage misst, wie stark die nachgefragte Menge auf den Preis reagiert: E = (prozentuale Mengenänderung)/(prozentuale Preisänderung). Für normale Güter ist sie negativ. |E| > 1 ist elastisch (der Umsatz sinkt bei Preiserhöhung), |E| < 1 unelastisch.

Relative Mengenänderung

(590 − 500)/((500 + 590)/2) = 90/545 = 0,1651

Relative Preisänderung

(14 − 20)/((20 + 14)/2) = −6/17 = −0,3529

Elastizität

E = 0,1651/−0,3529 = −0,4679

Antwort

E = −0,4679
2.Preiselastizität der Nachfrage

Antwort: E = −2,333

Preiselastizität der Nachfrage misst, wie stark die nachgefragte Menge auf den Preis reagiert: E = (prozentuale Mengenänderung)/(prozentuale Preisänderung). Für normale Güter ist sie negativ. |E| > 1 ist elastisch (der Umsatz sinkt bei Preiserhöhung), |E| < 1 unelastisch.

Menge bei diesem Preis

Q = 2500 − 25·70 = 750

Punktelastizität

dQ/dP = −25
E = (dQ/dP)·P/Q = −25·70/750 = −2,333

Antwort

E = −2,333

|E| > 1: Die Nachfrage ist elastisch.

3.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: C · A hat einen komparativen Vorteil bei Autos und B bei Weizen

Warum das die Antwort ist

A verzichtet pro Auto auf weniger Weizen und sollte sich daher auf Autos spezialisieren; B's Opportunitätskosten für Weizen (1/4 Auto) sind niedriger als die von A (1/2 Auto), daher spezialisiert sich B auf Weizen.

Antwort

C · A hat einen komparativen Vorteil bei Autos und B bei Weizen
4.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: C · Das Unternehmen macht einen Verlust, weil die Durchschnittskosten über den Grenzkosten liegen

Warum das die Antwort ist

Bei sinkenden Durchschnittskosten liegen die Grenzkosten unter den Durchschnittskosten, daher deckt eine Grenzkostenpreisbildung nicht die Gesamtkosten; Subventionen oder Durchschnittskostenpreise sind Alternativen.

Antwort

C · Das Unternehmen macht einen Verlust, weil die Durchschnittskosten über den Grenzkosten liegen

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