Mikroökonomie: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 4 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Preiselastizität der Nachfrage

Preiselastizität (Mittelpunktmethode)
E = (ΔQ/Q̄)/(ΔP/P̄)
Elastisch / unelastisch
|E| > 1 elastisch, |E| < 1 unelastisch
Umsatz
TR = P·Q

2Übungsaufgaben

1.Preiselastizität der NachfrageMittel
QPD200€25,00230€23,00

Wenn sich der Preis eines Tickets von €25,00 auf €23,00 ändert, ändert sich der Wochenabsatz von 200 auf 230. Bestimme mit der Mittelpunktmethode (Bogenelastizität) die Preiselastizität der Nachfrage E.

P1 = €25,00P2 = €23,00Q1 = 200Q2 = 230
E =
2.Preiselastizität der NachfrageSchwer
QPD5 000€10Q = ?€13,00

Die Nachfrage nach einem Produkt hat eine konstante Preiselastizität von −1,2, also Q = A·P^−1,2. Bei einem Preis von €10 werden 5 000 Stück verkauft. Wie viele Stück Q werden bei einem Preis von €13,00 verkauft?

E = −1,2P1 = €10Q1 = 5 000P2 = €13,00
Q = Stück
3.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeMittel

Das Gesetz des abnehmenden Grenzertrags besagt:

  1. AWird einem fixen Input immer mehr eines variablen Inputs hinzugefügt, sinkt irgendwann der zusätzliche Ertrag je hinzugefügter Einheit
  2. BDie Gesamtproduktion sinkt immer, wenn mehr Arbeitskräfte eingestellt werden
  3. CDie langfristigen Durchschnittskosten sinken immer mit steigender Produktion
  4. DKonsumenten sind bei steigenden Preisen weniger zufrieden
4.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeSchwer

Warum wächst der Wohlfahrtsverlust einer Steuer, wenn Nachfrage und Angebot des Gutes elastischer sind?

  1. ADie gehandelte Menge sinkt stärker, sodass mehr für beide Seiten vorteilhafte Tauschgeschäfte verloren gehen
  2. BDie Preise ändern sich nicht, daher tragen stattdessen die Konsumenten die gesamte Steuerlast
  3. CDer Staat nimmt mehr Steuern ein
  4. DElastische Märkte haben keine Konsumentenrente

3Lösungen

1.Preiselastizität der Nachfrage

Antwort: E = −1,674

Preiselastizität der Nachfrage misst, wie stark die nachgefragte Menge auf den Preis reagiert: E = (prozentuale Mengenänderung)/(prozentuale Preisänderung). Für normale Güter ist sie negativ. |E| > 1 ist elastisch (der Umsatz sinkt bei Preiserhöhung), |E| < 1 unelastisch.

Relative Mengenänderung

(230 − 200)/((200 + 230)/2) = 30/215 = 0,1395

Relative Preisänderung

(23 − 25)/((25 + 23)/2) = −2/24 = −0,08333

Elastizität

E = 0,1395/−0,08333 = −1,674

Antwort

E = −1,674
2.Preiselastizität der Nachfrage

Antwort: Q = 3650 Stück

Preiselastizität der Nachfrage misst, wie stark die nachgefragte Menge auf den Preis reagiert: E = (prozentuale Mengenänderung)/(prozentuale Preisänderung). Für normale Güter ist sie negativ. |E| > 1 ist elastisch (der Umsatz sinkt bei Preiserhöhung), |E| < 1 unelastisch.

Verhältnis der Preise

P2/P1 = 13/10 = 1,3

Neue Menge

Q = 5 000·1,3−1,2 = 5 000·0,7299 = 3650

Antwort

Q = 3650
3.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: A · Wird einem fixen Input immer mehr eines variablen Inputs hinzugefügt, sinkt irgendwann der zusätzliche Ertrag je hinzugefügter Einheit

Warum das die Antwort ist

Kurzfristig, mit mindestens einem fixen Faktor, sinkt das Grenzprodukt irgendwann, wodurch die Grenzkosten steigen.

Antwort

A · Wird einem fixen Input immer mehr eines variablen Inputs hinzugefügt, sinkt irgendwann der zusätzliche Ertrag je hinzugefügter Einheit
4.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: A · Die gehandelte Menge sinkt stärker, sodass mehr für beide Seiten vorteilhafte Tauschgeschäfte verloren gehen

Warum das die Antwort ist

Je stärker Käufer und Verkäufer reagieren, desto mehr senkt die Steuer die Menge und desto größer ist das Dreieck der verlorenen Rente; der DWL steigt außerdem ungefähr mit dem Quadrat der Steuer.

Antwort

A · Die gehandelte Menge sinkt stärker, sodass mehr für beide Seiten vorteilhafte Tauschgeschäfte verloren gehen

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