Mikroökonomie: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 4 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Preiselastizität der Nachfrage

Preiselastizität (Mittelpunktmethode)
E = (ΔQ/Q̄)/(ΔP/P̄)
Elastisch / unelastisch
|E| > 1 elastisch, |E| < 1 unelastisch
Umsatz
TR = P·Q

2Übungsaufgaben

1.Preiselastizität der NachfrageMittel
QPD1000€15,001110€11,00

Wenn sich der Preis eines Tickets von €15,00 auf €11,00 ändert, ändert sich der Wochenabsatz von 1000 auf 1110. Bestimme mit der Mittelpunktmethode (Bogenelastizität) die Preiselastizität der Nachfrage E.

P1 = €15,00P2 = €11,00Q1 = 1000Q2 = 1110
E =
2.Preiselastizität der NachfrageSchwer
QPD2 000€4Q = ?€2,80

Die Nachfrage nach einem Produkt hat eine konstante Preiselastizität von −0,5, also Q = A·P^−0,5. Bei einem Preis von €4 werden 2 000 Stück verkauft. Wie viele Stück Q werden bei einem Preis von €2,80 verkauft?

E = −0,5P1 = €4Q1 = 2 000P2 = €2,80
Q = Stück
3.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeMittel

Angebot und Nachfrage für ein Gut steigen beide. Was lässt sich mit Sicherheit über das neue Gleichgewicht sagen?

  1. ADie Menge steigt, aber die Preisänderung ist unbestimmt
  2. BDer Preis steigt, aber die Mengenänderung ist unbestimmt
  3. CPreis und Menge sinken beide
  4. DPreis und Menge steigen beide
4.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeSchwer

Das „Sparparadoxon“ legt nahe, dass, wenn alle Haushalte in einer Rezession mehr zu sparen versuchen:

  1. AInvestitionen und Wachstum sofort steigen
  2. BDie Inflation zunimmt
  3. CDie Zinsen stark steigen
  4. DDas Gesamteinkommen sinken kann, sodass die Gesamtersparnis nicht steigt

3Lösungen

1.Preiselastizität der Nachfrage

Antwort: E = −0,3389

Preiselastizität der Nachfrage misst, wie stark die nachgefragte Menge auf den Preis reagiert: E = (prozentuale Mengenänderung)/(prozentuale Preisänderung). Für normale Güter ist sie negativ. |E| > 1 ist elastisch (der Umsatz sinkt bei Preiserhöhung), |E| < 1 unelastisch.

Relative Mengenänderung

(1110 − 1000)/((1000 + 1110)/2) = 110/1055 = 0,1043

Relative Preisänderung

(11 − 15)/((15 + 11)/2) = −4/13 = −0,3077

Elastizität

E = 0,1043/−0,3077 = −0,3389

Antwort

E = −0,3389
2.Preiselastizität der Nachfrage

Antwort: Q = 2390 Stück

Preiselastizität der Nachfrage misst, wie stark die nachgefragte Menge auf den Preis reagiert: E = (prozentuale Mengenänderung)/(prozentuale Preisänderung). Für normale Güter ist sie negativ. |E| > 1 ist elastisch (der Umsatz sinkt bei Preiserhöhung), |E| < 1 unelastisch.

Verhältnis der Preise

P2/P1 = 2,8/4 = 0,7

Neue Menge

Q = 2 000·0,7−0,5 = 2 000·1,195 = 2390

Antwort

Q = 2390
3.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: A · Die Menge steigt, aber die Preisänderung ist unbestimmt

Warum das die Antwort ist

Beide Verschiebungen erhöhen die Menge, doch die Nachfrageverschiebung erhöht den Preis, während die Angebotsverschiebung ihn senkt; der Preiseffekt hängt also von ihrer relativen Größe ab.

Antwort

A · Die Menge steigt, aber die Preisänderung ist unbestimmt
4.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: D · Das Gesamteinkommen sinken kann, sodass die Gesamtersparnis nicht steigt

Warum das die Antwort ist

Höheres Sparen verringert Konsum und gesamtwirtschaftliche Nachfrage und senkt das Einkommen; bei niedrigerem Einkommen ist die Gesamtersparnis am Ende womöglich nicht höher, wie Keynes argumentierte.

Antwort

D · Das Gesamteinkommen sinken kann, sodass die Gesamtersparnis nicht steigt

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