Rechne die Einheiten um: nm, mm und cm in m, und prüfe, ob Winkel von der Normalen aus gemessen werden.
Prüfe Vorzeichen und Plausibilität: Ein virtuelles Bild hat dᵢ < 0, eine sich nähernde Quelle klingt höher, eine geschlossene Pfeife hat nur ungerade Harmonische.
2Übungsaufgaben
1.KinematikMittel
Ein Auto, das mit 90 km/h fährt, bremst mit einer konstanten Verzögerung von 7,5 m/s² bis zum Stillstand. Bestimme den Bremsweg s.
v₀ = 90 km/ha = −7,5 m/s²v = 0
s = m
2.KinematikSchwer
Eine Straßenbahn fährt aus dem Stand an und beschleunigt 4 s lang mit 2,5 m/s², fährt dann 27 s mit konstanter Geschwindigkeit und bremst schließlich mit 5 m/s² bis zum Stillstand. Bestimme die gesamte Strecke s zwischen den beiden Haltestellen.
a1 = 2,5 m/s²t1 = 4 st2 = 27 sa3 = −5 m/s²
s = m
3.Newtonsche GesetzeMittel
Ein Block mit 12 kg gleitet eine schiefe Ebene mit 45° Neigung hinunter. Der Gleitreibungskoeffizient ist 0,1. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung a des Blocks entlang der Ebene.
m = 12 kgθ = 45°μ = 0,1g = 9,81 m/s²
a = m/s²
4.Newtonsche GesetzeSchwer
Ein Block mit 3,5 kg auf einem waagerechten Tisch ist über eine leichte Schnur, die über eine reibungsfreie Rolle läuft, mit einer hängenden Masse von 4,5 kg verbunden. Der Tisch ist reibungsfrei. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung a des Systems.
m1 = 3,5 kgm2 = 4,5 kgμ = 0g = 9,81 m/s²
a = m/s²
5.Schiefer WurfMittel
Ein Ball wird unter 25° zur Horizontalen vom ebenen Boden abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die maximale Höhe H, die der Ball erreicht.
v0 = 20 m/sθ = 25°g = 9,81 m/s²
H = m
6.Schiefer WurfSchwer
Ein Ball wird unter 55° zur Horizontalen von der Kante einer 5 m hohen Klippe abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die Flugzeit t, bis der Ball auf dem Boden aufkommt.
v0 = 29 m/sθ = 55°h = 5 mg = 9,81 m/s²
t = s
7.KreisbewegungMittel
Ein Auto fährt durch eine ebene Kurve mit dem Radius 100 m. Der Haftreibungskoeffizient zwischen Reifen und Straße ist 0,8. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die größte Geschwindigkeit vmax, mit der das Auto die Kurve durchfahren kann, ohne zu rutschen.
r = 100 mμs = 0,8g = 9,81 m/s²
vmax = m/s
8.KreisbewegungSchwer
Eine Kugel mit 1,1 kg an einem leichten Faden von 0,8 m Länge wird auf einer senkrechten Kreisbahn herumgeschwungen. Am tiefsten Punkt beträgt ihre Geschwindigkeit 12 m/s. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Fadenkraft Ttop am höchsten Punkt.
m = 1,1 kgr = 0,8 mvbottom = 12 m/sg = 9,81 m/s²
Ttop = N
9.Arbeit und EnergieMittel
Ein Block gleitet aus der Ruhe eine Schräge mit 25° Neigung hinunter. Der Gleitreibungskoeffizient ist 0,2. Bestimme seine Geschwindigkeit v, nachdem er 16 m entlang der Schräge gerutscht ist.
θ = 25°μ = 0,2d = 16 mg = 9,81 m/s²
v = m/s
10.Arbeit und EnergieSchwer
Ein Wagen mit 1 kg wird in 8,8 m Höhe auf einer glatten Bahn aus der Ruhe losgelassen, die in einen senkrechten Looping mit dem Radius 2,5 m führt. Bestimme die Normalkraft N, die die Bahn am höchsten Punkt des Loopings auf den Wagen ausübt.
m = 1 kgh = 8,8 mR = 2,5 mg = 9,81 m/s²
N = N
11.Impuls & StößeMittel
Ein Geschoss mit 10 g wird waagerecht in einen an leichten Schnüren hängenden Holzklotz mit 1 kg geschossen und bleibt darin stecken. Der Klotz schwingt hoch, bis er 16 cm höher ist als am Anfang. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Geschwindigkeit v des Geschosses vor dem Aufprall.
m = 10 gM = 1 kgh = 16 cmg = 9,81 m/s²
v = m/s
12.Impuls & StößeSchwer
Ein Ball mit 0,45 kg trifft mit 21 m/s auf eine Wand und prallt mit 10 m/s gerade zurück. Der Kontakt dauert 20 ms. Bestimme den Betrag des Kraftstoßes J, den die Wand auf den Ball ausübt.
m = 0,45 kgvin = 21 m/svout = 10 m/sΔt = 20 ms
J = N·s
13.Federn & PendelMittel
Wie lang muss ein Fadenpendel sein, damit es eine Periodendauer von 2 s hat? Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme L.
T = 2 sg = 9,81 m/s²
L = m
14.Federn & PendelSchwer
Eine Masse an einer Feder mit k = 390 N/m schwingt auf einer reibungsfreien Fläche mit einer Amplitude von 7 cm. Bestimme ihre kinetische Energie K, wenn sie 6 cm von der Ruhelage entfernt ist.
k = 390 N/mA = 7 cmx = 6 cm
K = J
15.Wellen, Schall & OptikMittel
Ein 1 cm hoher Gegenstand steht 40 cm vor einer dünnen sammelnden Linse mit einer Brennweite von 15 cm. Bestimme die Bildhöhe hi (negativ bei einem umgekehrten Bild).
ho = 1 cmdo = 40 cmf = 15 cm
hi = cm
16.Wellen, Schall & OptikSchwer
Zwei Spalte im Abstand von 0,3 mm werden mit monochromatischem Licht beleuchtet. Auf einem Schirm in 2 m Entfernung liegt der helle Streifen Nummer 5 20 mm vom zentralen Streifen entfernt. Bestimme die Wellenlänge λ.
d = 0,3 mmL = 2 my5 = 20 mmm = 5
λ = nm
3Lösungen
1.Kinematik
Antwort: s = 41,67 m
Gleichmäßig beschleunigte Bewegung: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² und v² = v₀² + 2·a·s. Wähle die Gleichung, die die drei bekannten Größen und die gesuchte enthält, und halte die Vorzeichen mit einer einzigen positiven Richtung konsistent.
Einheiten
v₀ = 90/3,6 = 25 m/s
Bremsweg
0 = v₀² − 2·a·s → s = v₀²/(2a) = 25²/(2·7,5) = 41,67 m
Antwort
s = 41,67 m
2.Kinematik
Antwort: s = 300 m
Motion with constant acceleration: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² and v² = v₀² + 2·a·s. Pick the equation that contains the three things you know and the one you want, and keep the signs consistent with one positive direction.
Höchstgeschwindigkeit
v = a1·t1 = 2,5·4 = 10 m/s
Strecke jeder Phase
s1 = ½·2,5·4² = 20 m
s2 = 10·27 = 270 m
s3 = 10²/(2·5) = 10 m
Gesamtstrecke
s = 20 + 270 + 10 = 300 m
Antwort
s = 300 m
3.Newtonsche Gesetze
Antwort: a = 6,243 m/s²
Zweites Newtonsches Gesetz: Die resultierende Kraft auf einen Körper ist gleich seiner Masse mal seiner Beschleunigung, ΣF = m·a. Zeichne ein Freikörperbild, wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung und addiere alle Kräfte in dieser Richtung: angreifende Kräfte, die Reibung μ·N entgegen der Bewegung und die Komponenten der Gewichtskraft.
Zweites Newtonsches Gesetz: Die resultierende Kraft auf einen Körper ist gleich seiner Masse mal seiner Beschleunigung, ΣF = m·a. Zeichne ein Freikörperbild, wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung und addiere alle Kräfte in dieser Richtung: angreifende Kräfte, die Reibung μ·N entgegen der Bewegung und die Komponenten der Gewichtskraft.
Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.
vx = v0·cos θ = 20·cos 25° = 18,13 m/s
vy = v0·sin θ = 20·sin 25° = 8,452 m/s
Höchster Punkt
Am höchsten Punkt ist die vertikale Geschwindigkeit null: vy² = 2gH.
H = vy²/(2g) = 8,452²/(2·9,81) = 3,641 m
Antwort
H = 3,641 m
6.Schiefer Wurf
Antwort: t = 5,045 s
Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.
vx = v0·cos θ = 29·cos 55° = 16,63 m/s
vy = v0·sin θ = 29·sin 55° = 23,76 m/s
Flugzeit
Löse y(t) = h + vy·t − ½gt² = 0 nach der positiven Wurzel auf.
0 = 5 + 23,76·t − 4,905·t²
t = (vy + √(vy² + 2gh))/g = (23,76 + √(564,3 + 98,1))/9,81 = 5,045 s
Antwort
t = 5,045 s
7.Kreisbewegung
Antwort: vmax = 28,01 m/s
Gleichförmige Kreisbewegung: Ein Körper, der sich mit der Geschwindigkeit v auf einem Kreis mit Radius r bewegt, wird mit a = v²/r zum Mittelpunkt hin beschleunigt; er braucht also eine nach innen gerichtete resultierende Kraft F = m·v²/r. Diese Kraft liefert etwas Reales: Reibung, Seilkraft, Gewichtskraft oder eine Normalkraft.
Die Reibung liefert die Zentripetalkraft
m·v²/r = μ·m·g
v = √(μ·g·r) = √(0,8·9,81·100) = 28,01 m/s
Antwort
vmax = 28,01 m/s (100,9 km/h)
8.Kreisbewegung
Antwort: Ttop = 144 N
Uniform circular motion: an object moving at speed v on a circle of radius r accelerates towards the centre with a = v²/r, so it needs a net inward force F = m·v²/r. That force is supplied by something real: friction, tension, gravity or a normal force.
Geschwindigkeit am höchsten Punkt
Kinetische Energie wird über eine Höhe 2r in potenzielle Energie umgewandelt.
vtop² = 12² − 4·9,81·0,8 = 112,6 m²/s²
Kräfte am höchsten Punkt
Fadenkraft und Schwerkraft zeigen beide nach unten, zum Mittelpunkt.
T + m·g = m·vtop²/r
T = 1,1·112,6/0,8 − 1,1·9,81 = 144 N
Antwort
Ttop = 144 N
9.Arbeit und Energie
Antwort: v = 8,704 m/s
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).
Energiebilanz entlang der Schräge
Der Block sinkt um d·sin θ, während die Reibung μmg·cos θ·d abzieht. Die Masse kürzt sich.
½v² = g·d·(sin θ − μ·cos θ)
v = √(2·9,81·16·(0,4226 − 0,2·0,9063)) = 8,704 m/s
Antwort
v = 8,704 m/s
10.Arbeit und Energie
Antwort: N = 20,01 N
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d). Auf einer Kreisbahn muss die resultierende Kraft zum Mittelpunkt gleich mv²/r sein.
Geschwindigkeit am höchsten Punkt
v² = 2g(h − 2R) = 2·9,81·(8,8 − 5) = 74,56 m²/s²
Kräfte am höchsten Punkt
m·g = 1·9,81 = 9,81 N
N = mv²/R − mg = 1·74,56/2,5 − 9,81 = 20,01 N
Antwort
N = 20,01 N
Der Wagen schafft den Looping gerade noch bei h = 2,5R; dann ist N = 0 am höchsten Punkt.
11.Impuls & Stöße
Antwort: v = 178,9 m/s
Conservation of momentum: when no external force acts during a collision, the total momentum Σm·v before equals the total after. Velocities have a direction, so pick a positive direction and give velocities the other way a minus sign. In an elastic collision kinetic energy is conserved too; in a perfectly inelastic one the bodies stick together.
Hochschwingen nach dem Aufprall
V = √(2·g·h) = √(2·9,81·0,16) = 1,772 m/s
Stoß
m·v = (m + M)·V → v = (0,01 + 1)·1,772/0,01 = 178,9 m/s
Antwort
v = 178,9 m/s
12.Impuls & Stöße
Antwort: J = 13,95 N·s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Impulsänderung
J = m·Δv = 0,45·(10 + 21) = 13,95 N·s
Antwort
J = 13,95 N·s
13.Federn & Pendel
Antwort: L = 0,994 m
Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².
Nach der Länge auflösen
L = g·(T/2π)² = 9,81·(2/2π)² = 0,994 m
Antwort
L = 0,994 m
14.Federn & Pendel
Antwort: K = 0,2535 J
Simple harmonic motion: a mass m on a spring of stiffness k oscillates with angular frequency ω = √(k/m) and period T = 2π/ω = 2π·√(m/k). A simple pendulum of length L has T = 2π·√(L/g). With amplitude A, the largest speed is A·ω, the largest acceleration A·ω² and the energy ½·k·A².
Gesamtenergie
E = ½·k·A² = ½·390·0,07² = 0,9555 J
Federenergie bei x
U = ½·k·x² = ½·390·0,06² = 0,702 J
Kinetische Energie
K = 0,9555 − 0,702 = 0,2535 J
Antwort
K = 0,2535 J
15.Wellen, Schall & Optik
Antwort: hi = −0,6 cm
Geometrische Optik: An einer Grenzfläche gilt n₁·sin θ₁ = n₂·sin θ₂ (Snelliussches Brechungsgesetz), wobei die Winkel von der Normalen aus gemessen werden und n = c/v. Beim Übergang in ein langsameres Medium wird der Strahl zur Normalen hin gebrochen. Aus einem dichteren Medium (n₁ > n₂) wird jenseits des Grenzwinkels θc = arcsin(n₂/n₁) alles Licht reflektiert: Totalreflexion. Dünne Linsen und Kugelspiegel gehorchen 1/f = 1/do + 1/di mit dem Abbildungsmaßstab m = −di/do. Vorzeichenkonvention: f > 0 für eine Sammellinse und einen Hohlspiegel (f = R/2), f < 0 für eine Zerstreuungslinse und einen Wölbspiegel; di > 0 für ein reelles Bild, di < 0 für ein virtuelles, und m < 0 für ein umgekehrtes Bild.
Linsengleichung für dünne Linsen
1/di = 1/f − 1/do = 1/15 − 1/40
di = 24 cm
Abbildungsmaßstab und Höhe
m = −24/40 = −0,6
hi = −0,6·1 = −0,6 cm
Antwort
hi = −0,6 cm
16.Wellen, Schall & Optik
Antwort: λ = 600 nm
Interferenz und Beugung: Licht aus zwei Spalten im Abstand d erreicht einen Punkt auf dem Schirm mit dem Gangunterschied d·sin θ. Helle Streifen erscheinen dort, wo d·sin θ = mλ (m = 0, ±1, ±2, …). Bei einem Schirm im Abstand L ≫ d liegt der m-te helle Streifen bei y = mλL/d, und der Streifenabstand ist Δy = λL/d. Ein Gitter mit N Linien pro Millimeter hat d = 1/N und scharfe Maxima bei d·sin θ = mλ; da sin θ ≤ 1, ist die höchste Ordnung die größte ganze Zahl m ≤ d/λ. Ein Einzelspalt der Breite a hat dunkle Streifen bei a·sin θ = mλ, m = ±1, ±2, …