Rechne die Einheiten um: nm, mm und cm in m, und prüfe, ob Winkel von der Normalen aus gemessen werden.
Prüfe Vorzeichen und Plausibilität: Ein virtuelles Bild hat dᵢ < 0, eine sich nähernde Quelle klingt höher, eine geschlossene Pfeife hat nur ungerade Harmonische.
2Übungsaufgaben
1.KinematikMittel
Ein Auto, das mit 72 km/h fährt, bremst mit einer konstanten Verzögerung von 3 m/s² bis zum Stillstand. Bestimme den Bremsweg s.
v₀ = 72 km/ha = −3 m/s²v = 0
s = m
2.KinematikSchwer
Ein Ball wird von der Kante eines Dachs 10 m über dem Boden mit 7 m/s senkrecht nach oben geworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Wie lange nach dem Abwurf trifft er auf den Boden? Bestimme t.
v₀ = 7 m/sh₀ = 10 mg = 9,81 m/s²
t = s
3.Newtonsche GesetzeMittel
Ein Schlitten mit 40 kg wird über ebenen Schnee mit einem Seil unter 25° über der Horizontalen mit einer Kraft von 180 N gezogen. Der Gleitreibungskoeffizient beträgt 0,1. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung a des Schlittens.
m = 40 kgF = 180 Nθ = 25°μ = 0,1g = 9,81 m/s²
a = m/s²
4.Newtonsche GesetzeSchwer
Ein Block mit 9,5 kg auf einem waagerechten Tisch ist über eine leichte Schnur, die über eine reibungsfreie Rolle läuft, mit einer hängenden Masse von 5,5 kg verbunden. Der Gleitreibungskoeffizient zwischen Block und Tisch ist 0,1. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Seilkraft T in der Schnur.
m1 = 9,5 kgm2 = 5,5 kgμ = 0,1g = 9,81 m/s²
T = N
5.Schiefer WurfMittel
Ein Ball wird von ebenem Boden mit 38 m/s unter 55° zur Horizontalen auf eine 41 m entfernte Wand zu geschossen. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². In welcher Höhe y passiert der Ball die Wand?
v₀ = 38 m/sθ = 55°x = 41 mg = 9,81 m/s²
y = m
6.Schiefer WurfSchwer
Ein Ball wird mit 14 m/s unter 40° zur Horizontalen von der Kante einer 55 m hohen Klippe abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die größte Höhe H über dem Boden am Fuß der Klippe.
v₀ = 14 m/sθ = 40°h = 55 mg = 9,81 m/s²
H = m
7.KreisbewegungMittel
Ein Auto fährt durch eine ebene Kurve mit dem Radius 20 m. Der Haftreibungskoeffizient zwischen Reifen und Straße ist 0,8. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die größte Geschwindigkeit vmax, mit der das Auto die Kurve durchfahren kann, ohne zu rutschen.
r = 20 mμs = 0,8g = 9,81 m/s²
vmax = m/s
8.KreisbewegungSchwer
Eine Kugel mit 0,8 kg an einem leichten Faden von 1,2 m Länge wird auf einer senkrechten Kreisbahn herumgeschwungen. Am tiefsten Punkt beträgt ihre Geschwindigkeit 12 m/s. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Fadenkraft Ttop am höchsten Punkt.
m = 0,8 kgr = 1,2 mvbottom = 12 m/sg = 9,81 m/s²
Ttop = N
9.Arbeit und EnergieMittel
Ein Spielzeugwerfer hat eine senkrechte Feder mit der Federkonstante 1500 N/m. Eine Kugel mit 0,2 kg wird daraufgelegt, die Feder wird um 8 cm zusammengedrückt und dann losgelassen. Bestimme unter Vernachlässigung des Luftwiderstands und der Federmasse die Höhe h, die die Kugel steigt, gemessen von ihrer Lage bei zusammengedrückter Feder.
m = 0,2 kgk = 1500 N/mx = 8 cmg = 9,81 m/s²
h = m
10.Arbeit und EnergieSchwer
Ein Block mit 8 kg startet aus der Ruhe am Fuß einer Schräge mit 15° Neigung und wird durch eine konstante Kraft von 65 N parallel zur Schräge hinaufgezogen. Der Gleitreibungskoeffizient beträgt 0,25. Bestimme die Geschwindigkeit v des Blocks, nachdem er sich 4 m die Schräge hinaufbewegt hat.
Ein Gleiter mit 5 kg und 12 m/s stößt auf einer reibungsfreien Bahn vollkommen elastisch und zentral mit einem ruhenden Gleiter mit 1 kg zusammen. Bestimme die Geschwindigkeit v′2 des zweiten Gleiters nach dem Stoß.
m1 = 5 kgm2 = 1 kgv1 = 12 m/sv2 = 0
v′2 = m/s
12.Impuls & StößeSchwer
Ein Ball mit 0,6 kg trifft mit 17 m/s auf eine Wand und prallt mit 7 m/s gerade zurück. Der Kontakt dauert 10 ms. Bestimme den Betrag des Kraftstoßes J, den die Wand auf den Ball ausübt.
m = 0,6 kgvin = 17 m/svout = 7 m/sΔt = 10 ms
J = N·s
13.Federn & PendelMittel
Wie lang muss ein Fadenpendel sein, damit es eine Periodendauer von 3 s hat? Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme L.
T = 3 sg = 9,81 m/s²
L = m
14.Federn & PendelSchwer
Eine Masse von 0,6 kg an einer Feder mit k = 230 N/m wird um 11 cm aus der Gleichgewichtslage ausgelenkt und losgelassen. Bestimme ihre maximale Geschwindigkeit vmax.
m = 0,6 kgk = 230 N/mA = 11 cm
vmax = m/s
15.Wellen, Schall & OptikMittel
Eine an beiden Enden eingespannte Saite ist 0,8 m lang; Wellen laufen darauf mit 150 m/s. Bestimme die Frequenz f5 ihrer Schwingung „5. Harmonische“.
v = 150 m/sn = 5L = 0,8 m
f5 = Hz
16.Wellen, Schall & OptikSchwer
Licht der Wellenlänge 480 nm fällt auf zwei Spalte im Abstand von 0,1 mm. Der Schirm ist 1,2 m entfernt. Bestimme den Abstand Δy zwischen benachbarten hellen Streifen.
λ = 480 nmd = 0,1 mmL = 1,2 m
Δy = mm
3Lösungen
1.Kinematik
Antwort: s = 66,67 m
Gleichmäßig beschleunigte Bewegung: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² und v² = v₀² + 2·a·s. Wähle die Gleichung, die die drei bekannten Größen und die gesuchte enthält, und halte die Vorzeichen mit einer einzigen positiven Richtung konsistent.
Einheiten
v₀ = 72/3,6 = 20 m/s
Bremsweg
0 = v₀² − 2·a·s → s = v₀²/(2a) = 20²/(2·3) = 66,67 m
Antwort
s = 66,67 m
2.Kinematik
Antwort: t = 2,31 s
Gleichmäßig beschleunigte Bewegung: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² und v² = v₀² + 2·a·s. Wähle die Gleichung, die die drei bekannten Größen und die gesuchte enthält, und halte die Vorzeichen mit einer einzigen positiven Richtung konsistent.
Bewegungsgleichung
Nach oben ist positiv, und der Boden liegt h₀ unter dem Startpunkt.
−10 = 7·t − ½·9,81·t²
4,905·t² − 7·t − 10 = 0
Quadratische Gleichung lösen
Nur die positive Lösung ist physikalisch sinnvoll.
t = (7 + √(7² + 2·9,81·10))/9,81 = 2,31 s
Antwort
t = 2,31 s
3.Newtonsche Gesetze
Antwort: a = 3,288 m/s²
Newton’s second law: the net force on a body equals its mass times its acceleration, ΣF = m·a. Draw a free-body diagram, choose a positive direction along the motion, and add every force in that direction: applied forces, friction μ·N against the motion, and the components of gravity.
Normalkraft
N = m·g − F·sin θ = 392,4 − 180·sin 25° = 316,3 N
Waagerechte Kräfte
m·a = F·cos θ − μ·N = 163,1 − 31,63
a = 131,5/40 = 3,288 m/s²
Antwort
a = 3,288 m/s²
4.Newtonsche Gesetze
Antwort: T = 37,59 N
Zweites Newtonsches Gesetz: Die resultierende Kraft auf einen Körper ist gleich seiner Masse mal seiner Beschleunigung, ΣF = m·a. Zeichne ein Freikörperbild, wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung und addiere alle Kräfte in dieser Richtung: angreifende Kräfte, die Reibung μ·N entgegen der Bewegung und die Komponenten der Gewichtskraft.
Projectile motion: with no air resistance, x = vxt and y = h + vyt − ½gt². The two directions are independent except that they share the same time.
Zeit bis zur Wand
vx = 38·cos 55° = 21,8 m/s
t = x/vx = 41/21,8 = 1,881 s
Höhe zu diesem Zeitpunkt
y = 31,13·1,881 − ½·9,81·1,881² = 41,2 m
Antwort
y = 41,2 m
An der Wand steigt der Ball noch.
6.Schiefer Wurf
Antwort: H = 59,13 m
Projectile motion: with no air resistance, x = vxt and y = h + vyt − ½gt². The two directions are independent except that they share the same time.
Senkrechte Abwurfgeschwindigkeit
vy = 14·sin 40° = 8,999 m/s
Anstieg über die Klippe
Δh = vy²/(2g) = 8,999²/(2·9,81) = 4,128 m
Höhe über dem Boden
H = 55 + 4,128 = 59,13 m
Antwort
H = 59,13 m
7.Kreisbewegung
Antwort: vmax = 12,53 m/s
Gleichförmige Kreisbewegung: Ein Körper, der sich mit der Geschwindigkeit v auf einem Kreis mit Radius r bewegt, wird mit a = v²/r zum Mittelpunkt hin beschleunigt; er braucht also eine nach innen gerichtete resultierende Kraft F = m·v²/r. Diese Kraft liefert etwas Reales: Reibung, Seilkraft, Gewichtskraft oder eine Normalkraft.
Die Reibung liefert die Zentripetalkraft
m·v²/r = μ·m·g
v = √(μ·g·r) = √(0,8·9,81·20) = 12,53 m/s
Antwort
vmax = 12,53 m/s (45,1 km/h)
8.Kreisbewegung
Antwort: Ttop = 56,76 N
Uniform circular motion: an object moving at speed v on a circle of radius r accelerates towards the centre with a = v²/r, so it needs a net inward force F = m·v²/r. That force is supplied by something real: friction, tension, gravity or a normal force.
Geschwindigkeit am höchsten Punkt
Kinetische Energie wird über eine Höhe 2r in potenzielle Energie umgewandelt.
vtop² = 12² − 4·9,81·1,2 = 96,91 m²/s²
Kräfte am höchsten Punkt
Fadenkraft und Schwerkraft zeigen beide nach unten, zum Mittelpunkt.
T + m·g = m·vtop²/r
T = 0,8·96,91/1,2 − 0,8·9,81 = 56,76 N
Antwort
Ttop = 56,76 N
9.Arbeit und Energie
Antwort: h = 2,446 m
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).
Federenergie
x = 8 cm = 0,08 m
½kx² = ½·1500·0,08² = 4,8 J
Höhe
m·g = 0,2·9,81 = 1,962 N
h = ½kx²/(mg) = 4,8/1,962 = 2,446 m
Antwort
h = 2,446 m
10.Arbeit und Energie
Antwort: v = 5,073 m/s
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).
Kräfte entlang der Ebene
m·g = 8·9,81 = 78,48 N
mg·sin θ = 20,31 N
μ·mg·cos θ = 18,95 N
Arbeitssatz
½mv² = (65 − 39,26)·4 = 102,9 J
v = √(2·102,9/8) = 5,073 m/s
Antwort
v = 5,073 m/s
11.Impuls & Stöße
Antwort: v′2 = 20 m/s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Elastischer Stoß mit ruhendem Stoßpartner
Löst man Impuls- und Energieerhaltung gemeinsam, ergeben sich diese beiden Ergebnisse.
v′1 = (5 − 1)/(5 + 1)·12 = 8 m/s
v′2 = 2·5/(5 + 1)·12 = 20 m/s
Antwort
v′2 = 20 m/s
12.Impuls & Stöße
Antwort: J = 14,4 N·s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Impulsänderung
J = m·Δv = 0,6·(7 + 17) = 14,4 N·s
Antwort
J = 14,4 N·s
13.Federn & Pendel
Antwort: L = 2,236 m
Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².
Nach der Länge auflösen
L = g·(T/2π)² = 9,81·(3/2π)² = 2,236 m
Antwort
L = 2,236 m
14.Federn & Pendel
Antwort: vmax = 2,154 m/s
Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².
Kreisfrequenz
ω = √(230/0,6) = 19,58 rad/s
Maximale Geschwindigkeit
vmax = A·ω = 0,11·19,58 = 2,154 m/s
Antwort
vmax = 2,154 m/s
15.Wellen, Schall & Optik
Antwort: f5 = 468,8 Hz
Stehende Wellen und Doppler-Effekt: Eine an beiden Enden eingespannte Saite oder eine an beiden Enden offene Pfeife fasst ganze halbe Wellenlängen: L = nλ/2, fn = n·v/(2L), n = 1, 2, 3, … Eine einseitig geschlossene Pfeife hat am geschlossenen Ende einen Knoten und am offenen Ende einen Bauch: L = nλ/4 mit nur ungeraden n, fn = n·v/(4L). Bewegen sich Quelle oder Beobachter entlang der Verbindungslinie, gilt f′ = f·(v ± vo)/(v ∓ vs): Verwende die oberen Vorzeichen für eine Bewegung aufeinander zu. Zwei Wellen fast gleicher Frequenz schweben mit |f₁ − f₂|.
Wellenlänge dieser Schwingung
λ = 2L/n = 2·0,8/5 = 0,32 m
Frequenz
f = v/λ = 150/0,32 = 468,8 Hz
Antwort
f5 = 468,8 Hz
16.Wellen, Schall & Optik
Antwort: Δy = 5,76 mm
Interferenz und Beugung: Licht aus zwei Spalten im Abstand d erreicht einen Punkt auf dem Schirm mit dem Gangunterschied d·sin θ. Helle Streifen erscheinen dort, wo d·sin θ = mλ (m = 0, ±1, ±2, …). Bei einem Schirm im Abstand L ≫ d liegt der m-te helle Streifen bei y = mλL/d, und der Streifenabstand ist Δy = λL/d. Ein Gitter mit N Linien pro Millimeter hat d = 1/N und scharfe Maxima bei d·sin θ = mλ; da sin θ ≤ 1, ist die höchste Ordnung die größte ganze Zahl m ≤ d/λ. Ein Einzelspalt der Breite a hat dunkle Streifen bei a·sin θ = mλ, m = ±1, ±2, …