Rechne die Einheiten um: nm, mm und cm in m, und prüfe, ob Winkel von der Normalen aus gemessen werden.
Prüfe Vorzeichen und Plausibilität: Ein virtuelles Bild hat dᵢ < 0, eine sich nähernde Quelle klingt höher, eine geschlossene Pfeife hat nur ungerade Harmonische.
2Übungsaufgaben
1.KinematikMittel
Ein Flugzeug braucht zum Abheben eine Geschwindigkeit von 220 km/h, und die nutzbare Startbahn ist 2000 m lang. Welche konstante Beschleunigung a braucht es aus dem Stand?
v₀ = 0v = 220 km/hs = 2000 m
a = m/s²
2.KinematikSchwer
Eine Straßenbahn fährt aus dem Stand an und beschleunigt 11 s lang mit 1 m/s², fährt dann 26 s mit konstanter Geschwindigkeit und bremst schließlich mit 3 m/s² bis zum Stillstand. Bestimme die gesamte Strecke s zwischen den beiden Haltestellen.
a1 = 1 m/s²t1 = 11 st2 = 26 sa3 = −3 m/s²
s = m
3.Newtonsche GesetzeMittel
Ein Block mit 12 kg gleitet eine schiefe Ebene mit 20° Neigung hinunter. Der Gleitreibungskoeffizient ist 0,15. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung a des Blocks entlang der Ebene.
m = 12 kgθ = 20°μ = 0,15g = 9,81 m/s²
a = m/s²
4.Newtonsche GesetzeSchwer
Ein Block mit 8 kg auf einem waagerechten Tisch ist über eine leichte Schnur, die über eine reibungsfreie Rolle läuft, mit einer hängenden Masse von 4,5 kg verbunden. Der Gleitreibungskoeffizient zwischen Block und Tisch ist 0,3. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Seilkraft T in der Schnur.
m1 = 8 kgm2 = 4,5 kgμ = 0,3g = 9,81 m/s²
T = N
5.Schiefer WurfMittel
Ein Ball wird unter 30° zur Horizontalen vom ebenen Boden abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die maximale Höhe H, die der Ball erreicht.
v0 = 20 m/sθ = 30°g = 9,81 m/s²
H = m
6.Schiefer WurfSchwer
Ein Ball wird mit 10 m/s unter 20° zur Horizontalen von der Kante einer 30 m hohen Klippe abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Geschwindigkeit v, mit der er auf dem Boden aufkommt.
v₀ = 10 m/sθ = 20°h = 30 mg = 9,81 m/s²
v = m/s
7.KreisbewegungMittel
Ein Auto fährt über eine Kuppe in der Straße, die ein Kreisbogen mit dem Radius 65 m ist. Verwende g = 9,81 m/s². Ab welcher Geschwindigkeit vmax heben die Räder auf der Kuppe von der Straße ab?
r = 65 mg = 9,81 m/s²
vmax = m/s
8.KreisbewegungSchwer
Ein Ball an einer 1,4 m langen Schnur wird auf einem vertikalen Kreis herumgeschleudert. Verwende g = 9,81 m/s². Wie groß ist die kleinste Geschwindigkeit vmin am höchsten Punkt, bei der die Schnur gerade noch gespannt bleibt?
r = 1,4 mg = 9,81 m/s²
vmin = m/s
9.Arbeit und EnergieMittel
Eine Kugel mit 5 kg hängt an einem leichten Faden der Länge 3 m. Sie wird ausgelenkt, bis der Faden 70° mit der Vertikalen bildet, und aus der Ruhe losgelassen. Bestimme die Fadenkraft T, wenn die Kugel den tiefsten Punkt durchläuft.
m = 5 kgL = 3 mθ = 70°g = 9,81 m/s²
T = N
10.Arbeit und EnergieSchwer
Ein Block mit 5 kg wird auf einer glatten Rampe in 4,5 m Höhe aus der Ruhe losgelassen. Unten überquert er einen rauen, waagerechten Streifen von 1 m Länge (μ = 0,25) und läuft dann auf einer glatten Fläche gegen eine Feder (k = 2500 N/m). Bestimme die Geschwindigkeit v des Blocks, wenn er die Feder erreicht.
m = 5 kgh = 4,5 mL = 1 mμ = 0,25k = 2500 N/mg = 9,81 m/s²
v = m/s
11.Impuls & StößeMittel
Ein Geschoss mit 15 kg, das sich waagerecht mit 25 m/s bewegt, explodiert in zwei Bruchstücke, die sich entlang derselben Linie bewegen. Das Bruchstück mit 11 kg fliegt mit 54 m/s nach vorn weiter. Bestimme die Geschwindigkeit v′2 des Bruchstücks mit 4 kg (positiv in der ursprünglichen Richtung).
M = 15 kgu = 25 m/sm1 = 11 kgv′1 = 54 m/sm2 = 4 kg
v′2 = m/s
12.Impuls & StößeSchwer
Ein Ball mit 0,55 kg trifft mit 20 m/s auf eine Wand und prallt mit 12 m/s gerade zurück. Der Kontakt dauert 10 ms. Bestimme den Betrag des Kraftstoßes J, den die Wand auf den Ball ausübt.
m = 0,55 kgvin = 20 m/svout = 12 m/sΔt = 10 ms
J = N·s
13.Federn & PendelMittel
Ein Fadenpendel hat eine Länge von 2,2 m. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme seine Periodendauer T für kleine Auslenkungen.
L = 2,2 mg = 9,81 m/s²
T = s
14.Federn & PendelSchwer
Eine Masse von 2,4 kg an einer Feder mit k = 500 N/m wird um 10 cm aus der Gleichgewichtslage ausgelenkt und losgelassen. Bestimme ihre maximale Beschleunigung amax.
m = 2,4 kgk = 500 N/mA = 10 cm
amax = m/s²
15.Wellen, Schall & OptikMittel
Eine Quelle mit 1200 Hz bewegt sich mit 15 m/s von einem ruhenden Beobachter weg. Die Schallgeschwindigkeit beträgt 343 m/s. Bestimme die Frequenz f′, die der Beobachter hört.
f = 1200 Hzv = 343 m/svs = 15 m/s
f′ = Hz
16.Wellen, Schall & OptikSchwer
Eine Glasfaser hat einen Kern mit n₁ = 1,55 und einen Mantel mit n₂ = 1,45. Bestimme ihre numerische Apertur NA.
n1 = 1,55n2 = 1,45
NA =
3Lösungen
1.Kinematik
Antwort: a = 0,9336 m/s²
Motion with constant acceleration: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² and v² = v₀² + 2·a·s. Pick the equation that contains the three things you know and the one you want, and keep the signs consistent with one positive direction.
Einheiten
v = 220/3,6 = 61,11 m/s
Beschleunigung
a = v²/(2s) = 61,11²/(2·2000) = 0,9336 m/s²
Antwort
a = 0,9336 m/s²
2.Kinematik
Antwort: s = 366,7 m
Motion with constant acceleration: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² and v² = v₀² + 2·a·s. Pick the equation that contains the three things you know and the one you want, and keep the signs consistent with one positive direction.
Höchstgeschwindigkeit
v = a1·t1 = 1·11 = 11 m/s
Strecke jeder Phase
s1 = ½·1·11² = 60,5 m
s2 = 11·26 = 286 m
s3 = 11²/(2·3) = 20,17 m
Gesamtstrecke
s = 60,5 + 286 + 20,17 = 366,7 m
Antwort
s = 366,7 m
3.Newtonsche Gesetze
Antwort: a = 1,972 m/s²
Zweites Newtonsches Gesetz: Die resultierende Kraft auf einen Körper ist gleich seiner Masse mal seiner Beschleunigung, ΣF = m·a. Zeichne ein Freikörperbild, wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung und addiere alle Kräfte in dieser Richtung: angreifende Kräfte, die Reibung μ·N entgegen der Bewegung und die Komponenten der Gewichtskraft.
Zweites Newtonsches Gesetz: Die resultierende Kraft auf einen Körper ist gleich seiner Masse mal seiner Beschleunigung, ΣF = m·a. Zeichne ein Freikörperbild, wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung und addiere alle Kräfte in dieser Richtung: angreifende Kräfte, die Reibung μ·N entgegen der Bewegung und die Komponenten der Gewichtskraft.
Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.
vx = v0·cos θ = 20·cos 30° = 17,32 m/s
vy = v0·sin θ = 20·sin 30° = 10 m/s
Höchster Punkt
Am höchsten Punkt ist die vertikale Geschwindigkeit null: vy² = 2gH.
H = vy²/(2g) = 10²/(2·9,81) = 5,097 m
Antwort
H = 5,097 m
6.Schiefer Wurf
Antwort: v = 26,24 m/s
Projectile motion: with no air resistance, x = vxt and y = h + vyt − ½gt². The two directions are independent except that they share the same time.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
vx = 10·cos 20° = 9,397 m/s
vy0 = 10·sin 20° = 3,42 m/s
Senkrechte Geschwindigkeit beim Aufprall
Energie oder v² = v₀² + 2as in senkrechter Richtung.
vy = √(3,42² + 2·9,81·30) = 24,5 m/s
Aufprallgeschwindigkeit
v = √(9,397² + 24,5²) = 26,24 m/s
Antwort
v = 26,24 m/s
Probe mit der Energie: v² = v₀² + 2gh.
7.Kreisbewegung
Antwort: vmax = 25,25 m/s
Uniform circular motion: an object moving at speed v on a circle of radius r accelerates towards the centre with a = v²/r, so it needs a net inward force F = m·v²/r. That force is supplied by something real: friction, tension, gravity or a normal force.
Normalkraft null
m·g = m·v²/r → v = √(g·r) = √(9,81·65) = 25,25 m/s
Antwort
vmax = 25,25 m/s
(90,91 km/h)
8.Kreisbewegung
Antwort: vmin = 3,706 m/s
Gleichförmige Kreisbewegung: Ein Körper, der sich mit der Geschwindigkeit v auf einem Kreis mit Radius r bewegt, wird mit a = v²/r zum Mittelpunkt hin beschleunigt; er braucht also eine nach innen gerichtete resultierende Kraft F = m·v²/r. Diese Kraft liefert etwas Reales: Reibung, Seilkraft, Gewichtskraft oder eine Normalkraft.
Seilkraft null am höchsten Punkt
m·g = m·v²/r → v = √(g·r) = √(9,81·1,4) = 3,706 m/s
Antwort
vmin = 3,706 m/s
9.Arbeit und Energie
Antwort: T = 113,6 N
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d). Auf einer Kreisbahn muss die resultierende Kraft zum Mittelpunkt gleich mv²/r sein.
Geschwindigkeit unten
v² = 2gL(1 − cos θ) = 2·9,81·3·(1 − cos 70°) = 38,73 m²/s²
Kräfte unten
m·g = 5·9,81 = 49,05 N
T = mg + mv²/L = 49,05 + 5·38,73/3 = 113,6 N
Antwort
T = 113,6 N
Probe: T = mg(3 − 2cos θ) = 113,6 N.
10.Arbeit und Energie
Antwort: v = 9,132 m/s
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).
Energie nach dem rauen Streifen
Die Rampe ist glatt, also nimmt nur der Streifen Energie weg.
mgh − μmgL = 49,05·(4,5 − 0,25·1) = 208,5 J
Geschwindigkeit an der Feder
½mv² = mg(h − μL) → v = √(2g(h − μL)) = √(2·9,81·4,25) = 9,132 m/s
Antwort
v = 9,132 m/s
11.Impuls & Stöße
Antwort: v′2 = −54,75 m/s
Conservation of momentum: when no external force acts during a collision, the total momentum Σm·v before equals the total after. Velocities have a direction, so pick a positive direction and give velocities the other way a minus sign. In an elastic collision kinetic energy is conserved too; in a perfectly inelastic one the bodies stick together.
Impuls vorher
p = M·u = 15·25 = 375 kg·m/s
Impuls nachher
375 = 11·54 + 4·v′2
v′2 = (375 − 594)/4 = −54,75 m/s
Antwort
v′2 = −54,75 m/s
Das Minuszeichen bedeutet, dass das zweite Bruchstück nach hinten fliegt.
12.Impuls & Stöße
Antwort: J = 17,6 N·s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Impulsänderung
J = m·Δv = 0,55·(12 + 20) = 17,6 N·s
Antwort
J = 17,6 N·s
13.Federn & Pendel
Antwort: T = 2,975 s
Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².
Periodendauer des Pendels
T = 2π·√(2,2/9,81) = 2,975 s
Antwort
T = 2,975 s
14.Federn & Pendel
Antwort: amax = 20,83 m/s²
Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².
Kreisfrequenz
ω = √(500/2,4) = 14,43 rad/s
Maximale Beschleunigung
amax = A·ω² = 0,1·14,43² = 20,83 m/s²
Antwort
amax = 20,83 m/s²
15.Wellen, Schall & Optik
Antwort: f′ = 1150 Hz
Stehende Wellen und Doppler-Effekt: Eine an beiden Enden eingespannte Saite oder eine an beiden Enden offene Pfeife fasst ganze halbe Wellenlängen: L = nλ/2, fn = n·v/(2L), n = 1, 2, 3, … Eine einseitig geschlossene Pfeife hat am geschlossenen Ende einen Knoten und am offenen Ende einen Bauch: L = nλ/4 mit nur ungeraden n, fn = n·v/(4L). Bewegen sich Quelle oder Beobachter entlang der Verbindungslinie, gilt f′ = f·(v ± vo)/(v ∓ vs): Verwende die oberen Vorzeichen für eine Bewegung aufeinander zu. Zwei Wellen fast gleicher Frequenz schweben mit |f₁ − f₂|.
Geometrische Optik: An einer Grenzfläche gilt n₁·sin θ₁ = n₂·sin θ₂ (Snelliussches Brechungsgesetz), wobei die Winkel von der Normalen aus gemessen werden und n = c/v. Beim Übergang in ein langsameres Medium wird der Strahl zur Normalen hin gebrochen. Aus einem dichteren Medium (n₁ > n₂) wird jenseits des Grenzwinkels θc = arcsin(n₂/n₁) alles Licht reflektiert: Totalreflexion. Dünne Linsen und Kugelspiegel gehorchen 1/f = 1/do + 1/di mit dem Abbildungsmaßstab m = −di/do. Vorzeichenkonvention: f > 0 für eine Sammellinse und einen Hohlspiegel (f = R/2), f < 0 für eine Zerstreuungslinse und einen Wölbspiegel; di > 0 für ein reelles Bild, di < 0 für ein virtuelles, und m < 0 für ein umgekehrtes Bild.