Rechne die Einheiten um: nm, mm und cm in m, und prüfe, ob Winkel von der Normalen aus gemessen werden.
Prüfe Vorzeichen und Plausibilität: Ein virtuelles Bild hat dᵢ < 0, eine sich nähernde Quelle klingt höher, eine geschlossene Pfeife hat nur ungerade Harmonische.
2Übungsaufgaben
1.KinematikMittel
Ein Auto, das mit 108 km/h fährt, bremst mit einer konstanten Verzögerung von 4 m/s² bis zum Stillstand. Wie lange dauert das Bremsen? Bestimme t.
v₀ = 108 km/ha = −4 m/s²v = 0
t = s
2.KinematikSchwer
Eine Straßenbahn fährt aus dem Stand an und beschleunigt 5 s lang mit 1 m/s², fährt dann 25 s mit konstanter Geschwindigkeit und bremst schließlich mit 3 m/s² bis zum Stillstand. Bestimme die gesamte Strecke s zwischen den beiden Haltestellen.
a1 = 1 m/s²t1 = 5 st2 = 25 sa3 = −3 m/s²
s = m
3.Newtonsche GesetzeMittel
Eine Kiste mit 5 kg wird mit konstanter Geschwindigkeit durch eine Kraft parallel zur Rampe eine Rampe mit 25° Neigung hinaufgeschoben. Der Gleitreibungskoeffizient beträgt 0,15. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Schubkraft F.
m = 5 kgθ = 25°μ = 0,15g = 9,81 m/s²
F = N
4.Newtonsche GesetzeSchwer
Ein Klotz erhält einen Stoß, sodass er mit 4 m/s eine Rampe mit 20° Neigung hinaufzugleiten beginnt. Der Gleitreibungskoeffizient beträgt 0,25. Verwende g = 9,81 m/s². Wie weit d gleitet er die Rampe hinauf, bevor er stehen bleibt?
v₀ = 4 m/sθ = 20°μ = 0,25g = 9,81 m/s²
d = m
5.Schiefer WurfMittel
Ein Ball wird unter 20° zur Horizontalen vom ebenen Boden abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die Flugzeit t, bis der Ball auf dem Boden aufkommt.
v0 = 22 m/sθ = 20°g = 9,81 m/s²
t = s
6.Schiefer WurfSchwer
Ein Ball wird vom Boden aus mit 24 m/s unter 50° zur Horizontalen geworfen. Er landet auf dem Weg nach unten auf dem Flachdach eines 8 m hohen Gebäudes. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Bestimme den waagerechten Abstand x vom Abwurfpunkt bis zum Landepunkt.
v₀ = 24 m/sθ = 50°hroof = 8 mg = 9,81 m/s²
x = m
7.KreisbewegungMittel
Ein Auto fährt durch eine ebene Kurve mit dem Radius 80 m. Der Haftreibungskoeffizient zwischen Reifen und Straße ist 0,3. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die größte Geschwindigkeit vmax, mit der das Auto die Kurve durchfahren kann, ohne zu rutschen.
r = 80 mμs = 0,3g = 9,81 m/s²
vmax = m/s
8.KreisbewegungSchwer
Eine Kurve mit dem Radius 280 m ist um 25° überhöht, und der Haftreibungskoeffizient zwischen Reifen und Straße beträgt 0,1. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die höchste Geschwindigkeit vmax, mit der ein Auto die Kurve durchfahren kann, ohne nach oben und außen zu rutschen.
r = 280 mθ = 25°μs = 0,1g = 9,81 m/s²
vmax = m/s
9.Arbeit und EnergieMittel
Ein Spielzeugwerfer hat eine senkrechte Feder mit der Federkonstante 400 N/m. Eine Kugel mit 0,2 kg wird daraufgelegt, die Feder wird um 6 cm zusammengedrückt und dann losgelassen. Bestimme unter Vernachlässigung des Luftwiderstands und der Federmasse die Höhe h, die die Kugel steigt, gemessen von ihrer Lage bei zusammengedrückter Feder.
m = 0,2 kgk = 400 N/mx = 6 cmg = 9,81 m/s²
h = m
10.Arbeit und EnergieSchwer
Ein Block mit 5 kg liegt auf einem rauen waagerechten Tisch (μ = 0,2). Ein leichter Faden läuft von ihm über eine glatte Rolle an der Tischkante zu einem hängenden Block mit 2 kg. Das System wird aus der Ruhe losgelassen. Bestimme die Geschwindigkeit v der Blöcke, nachdem der hängende Block 3 m gefallen ist.
m1 = 5 kgm2 = 2 kgμ = 0,2d = 3 mg = 9,81 m/s²
v = m/s
11.Impuls & StößeMittel
Ein Gleiter mit 5 kg und 11 m/s stößt auf einer reibungsfreien Bahn vollkommen elastisch und zentral mit einem ruhenden Gleiter mit 4 kg zusammen. Bestimme die Geschwindigkeit v′2 des zweiten Gleiters nach dem Stoß.
m1 = 5 kgm2 = 4 kgv1 = 11 m/sv2 = 0
v′2 = m/s
12.Impuls & StößeSchwer
Ein Ball mit 0,55 kg trifft mit 20 m/s auf eine Wand und prallt mit 17 m/s gerade zurück. Der Kontakt dauert 5 ms. Bestimme den Betrag des Kraftstoßes J, den die Wand auf den Ball ausübt.
m = 0,55 kgvin = 20 m/svout = 17 m/sΔt = 5 ms
J = N·s
13.Federn & PendelMittel
Ein Fadenpendel hat eine Länge von 2,3 m. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme seine Periodendauer T für kleine Auslenkungen.
L = 2,3 mg = 9,81 m/s²
T = s
14.Federn & PendelSchwer
Eine Masse von 3 kg wird am unteren Ende einer ungedehnten senkrechten Feder mit k = 270 N/m befestigt und aus der Ruhe losgelassen. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die größte Dehnung xmax der Feder in cm.
m = 3 kgk = 270 N/mg = 9,81 m/s²
xmax = cm
15.Wellen, Schall & OptikMittel
Eine an beiden Enden offene Pfeife ist 0,4 m lang. Die Schallgeschwindigkeit beträgt 343 m/s. Bestimme die Frequenz f1 ihrer Schwingung „Grundschwingung (1. Harmonische)“.
v = 343 m/sn = 1L = 0,4 m
f1 = Hz
16.Wellen, Schall & OptikSchwer
Eine Glasfaser hat einen Kern mit n₁ = 1,48 und einen Mantel mit n₂ = 1,38. Bestimme den größten Winkel θa zur Faserachse, unter dem Licht aus der Luft in das Faserende eintreten und noch durch Totalreflexion geführt werden kann.
n1 = 1,48n2 = 1,38n0 = 1,00
θa = °
3Lösungen
1.Kinematik
Antwort: t = 7,5 s
Gleichmäßig beschleunigte Bewegung: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² und v² = v₀² + 2·a·s. Wähle die Gleichung, die die drei bekannten Größen und die gesuchte enthält, und halte die Vorzeichen mit einer einzigen positiven Richtung konsistent.
Einheiten
v₀ = 108/3,6 = 30 m/s
Bremszeit
0 = v₀ − a·t → t = v₀/a = 30/4 = 7,5 s
Antwort
t = 7,5 s
2.Kinematik
Antwort: s = 141,7 m
Motion with constant acceleration: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² and v² = v₀² + 2·a·s. Pick the equation that contains the three things you know and the one you want, and keep the signs consistent with one positive direction.
Höchstgeschwindigkeit
v = a1·t1 = 1·5 = 5 m/s
Strecke jeder Phase
s1 = ½·1·5² = 12,5 m
s2 = 5·25 = 125 m
s3 = 5²/(2·3) = 4,167 m
Gesamtstrecke
s = 12,5 + 125 + 4,167 = 141,7 m
Antwort
s = 141,7 m
3.Newtonsche Gesetze
Antwort: F = 27,4 N
Newton’s second law: the net force on a body equals its mass times its acceleration, ΣF = m·a. Draw a free-body diagram, choose a positive direction along the motion, and add every force in that direction: applied forces, friction μ·N against the motion, and the components of gravity.
Kräfte entlang der Ebene
Konstante Geschwindigkeit: Die Kräfte sind im Gleichgewicht.
F = m·g·sin θ + μ·m·g·cos θ
Schubkraft
F = 20,73 + 6,668 = 27,4 N
Antwort
F = 27,4 N
4.Newtonsche Gesetze
Antwort: d = 1,413 m
Newton’s second law: the net force on a body equals its mass times its acceleration, ΣF = m·a. Draw a free-body diagram, choose a positive direction along the motion, and add every force in that direction: applied forces, friction μ·N against the motion, and the components of gravity.
Verzögerung
Beide Kräfte zeigen hangabwärts; die Masse kürzt sich.
a = 9,81·(sin 20° + 0,25·cos 20°) = 5,66 m/s²
Strecke
d = v₀²/(2a) = 4²/(2·5,66) = 1,413 m
Antwort
d = 1,413 m
5.Schiefer Wurf
Antwort: t = 1,534 s
Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.
vx = v0·cos θ = 22·cos 20° = 20,67 m/s
vy = v0·sin θ = 22·sin 20° = 7,524 m/s
Flugzeit
Abwurf und Landung auf gleicher Höhe: t = 2vy/g.
t = 2·7,524/9,81 = 1,534 s
Antwort
t = 1,534 s
6.Schiefer Wurf
Antwort: x = 50,07 m
Projectile motion: with no air resistance, x = vxt and y = h + vyt − ½gt². The two directions are independent except that they share the same time.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
vx = 15,43 m/s, vy = 18,39 m/s
Zeit bis zur Landung auf dem Dach
Größere Lösung: Der Ball sinkt.
8 = 18,39·t − 4,905·t²
t = (18,39 + √(18,39² − 2·9,81·8))/9,81 = 3,246 s
Horizontale Entfernung
x = vx·t = 15,43·3,246 = 50,07 m
Antwort
x = 50,07 m
7.Kreisbewegung
Antwort: vmax = 15,34 m/s
Gleichförmige Kreisbewegung: Ein Körper, der sich mit der Geschwindigkeit v auf einem Kreis mit Radius r bewegt, wird mit a = v²/r zum Mittelpunkt hin beschleunigt; er braucht also eine nach innen gerichtete resultierende Kraft F = m·v²/r. Diese Kraft liefert etwas Reales: Reibung, Seilkraft, Gewichtskraft oder eine Normalkraft.
Die Reibung liefert die Zentripetalkraft
m·v²/r = μ·m·g
v = √(μ·g·r) = √(0,3·9,81·80) = 15,34 m/s
Antwort
vmax = 15,34 m/s (55,24 km/h)
8.Kreisbewegung
Antwort: vmax = 40,39 m/s
Uniform circular motion: an object moving at speed v on a circle of radius r accelerates towards the centre with a = v²/r, so it needs a net inward force F = m·v²/r. That force is supplied by something real: friction, tension, gravity or a normal force.
Kräftegleichgewichte
Die Reibung zeigt hangabwärts.
N·(sin θ + μ·cos θ) = m·v²/r
N·(cos θ − μ·sin θ) = m·g
Geschwindigkeit
v = √(280·9,81·0,5132/0,864) = 40,39 m/s
Antwort
vmax = 40,39 m/s
(145,4 km/h)
9.Arbeit und Energie
Antwort: h = 0,367 m
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).
Federenergie
x = 6 cm = 0,06 m
½kx² = ½·400·0,06² = 0,72 J
Höhe
m·g = 0,2·9,81 = 1,962 N
h = ½kx²/(mg) = 0,72/1,962 = 0,367 m
Antwort
h = 0,367 m
10.Arbeit und Energie
Antwort: v = 2,9 m/s
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).
Freigesetzte und verlorene Energie
m₂g·d = 19,62·3 = 58,86 J
μ·m₁g·d = 0,2·49,05·3 = 29,43 J
Kinetische Energie beider Blöcke
½(m₁ + m₂)v² = 29,43 → v = √(2·29,43/7) = 2,9 m/s
Antwort
v = 2,9 m/s
11.Impuls & Stöße
Antwort: v′2 = 12,22 m/s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Elastischer Stoß mit ruhendem Stoßpartner
Löst man Impuls- und Energieerhaltung gemeinsam, ergeben sich diese beiden Ergebnisse.
v′1 = (5 − 4)/(5 + 4)·11 = 1,222 m/s
v′2 = 2·5/(5 + 4)·11 = 12,22 m/s
Antwort
v′2 = 12,22 m/s
12.Impuls & Stöße
Antwort: J = 20,35 N·s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Impulsänderung
J = m·Δv = 0,55·(17 + 20) = 20,35 N·s
Antwort
J = 20,35 N·s
13.Federn & Pendel
Antwort: T = 3,042 s
Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².
Periodendauer des Pendels
T = 2π·√(2,3/9,81) = 3,042 s
Antwort
T = 3,042 s
14.Federn & Pendel
Antwort: xmax = 21,8 cm
Simple harmonic motion: a mass m on a spring of stiffness k oscillates with angular frequency ω = √(k/m) and period T = 2π/ω = 2π·√(m/k). A simple pendulum of length L has T = 2π·√(L/g). With amplitude A, the largest speed is A·ω, the largest acceleration A·ω² and the energy ½·k·A².
Gleichgewichtslage und Amplitude
x₀ = m·g/k = 3·9,81/270 = 0,109 m = A
Tiefster Punkt
xmax = 2A = 0,218 m = 21,8 cm
Antwort
xmax = 21,8 cm
15.Wellen, Schall & Optik
Antwort: f1 = 428,8 Hz
Stehende Wellen und Doppler-Effekt: Eine an beiden Enden eingespannte Saite oder eine an beiden Enden offene Pfeife fasst ganze halbe Wellenlängen: L = nλ/2, fn = n·v/(2L), n = 1, 2, 3, … Eine einseitig geschlossene Pfeife hat am geschlossenen Ende einen Knoten und am offenen Ende einen Bauch: L = nλ/4 mit nur ungeraden n, fn = n·v/(4L). Bewegen sich Quelle oder Beobachter entlang der Verbindungslinie, gilt f′ = f·(v ± vo)/(v ∓ vs): Verwende die oberen Vorzeichen für eine Bewegung aufeinander zu. Zwei Wellen fast gleicher Frequenz schweben mit |f₁ − f₂|.
Wellenlänge dieser Schwingung
λ = 2L/n = 2·0,4/1 = 0,8 m
Frequenz
f = v/λ = 343/0,8 = 428,8 Hz
Antwort
f1 = 428,8 Hz
16.Wellen, Schall & Optik
Antwort: θa = 32,33 °
Geometrische Optik: An einer Grenzfläche gilt n₁·sin θ₁ = n₂·sin θ₂ (Snelliussches Brechungsgesetz), wobei die Winkel von der Normalen aus gemessen werden und n = c/v. Beim Übergang in ein langsameres Medium wird der Strahl zur Normalen hin gebrochen. Aus einem dichteren Medium (n₁ > n₂) wird jenseits des Grenzwinkels θc = arcsin(n₂/n₁) alles Licht reflektiert: Totalreflexion. Dünne Linsen und Kugelspiegel gehorchen 1/f = 1/do + 1/di mit dem Abbildungsmaßstab m = −di/do. Vorzeichenkonvention: f > 0 für eine Sammellinse und einen Hohlspiegel (f = R/2), f < 0 für eine Zerstreuungslinse und einen Wölbspiegel; di > 0 für ein reelles Bild, di < 0 für ein virtuelles, und m < 0 für ein umgekehrtes Bild.