Lies den pH-Wert ab: unter 7,35 ist es eine Azidose, über 7,45 eine Alkalose.
Finde den Wert, der sie erklärt: Läuft PaCO₂ entgegengesetzt zum pH, ist sie respiratorisch; läuft HCO₃⁻ gleichsinnig mit dem pH, ist sie metabolisch.
Betrachte den anderen Wert: Ist er normal, liegt keine Kompensation vor; ist er in die kompensierende Richtung verändert, ist es eine teilkompensierte Störung; ein normaler pH-Wert bei zwei abweichenden Werten bedeutet vollständige Kompensation.
Vergleiche bei einer metabolischen Azidose PaCO₂ mit der Winter-Formel 1,5·HCO₃⁻ + 8 ± 2 und berechne die Anionenlücke Na⁺ − (Cl⁻ + HCO₃⁻).
Prüfe eine große Anionenlücke mit dem Delta-Quotienten und bei niedrigem Albumin mit der korrigierten Lücke.
Suche den Bewertungsbogen, den die Aufgabe verwendet, und seinen Bereich (GCS 3–15, APGAR 0–10, Braden 6–23, Morse 0–125).
Bewerte jedes Item einzeln und ordne die Beschreibung seiner Stufe zu.
Addiere die Item-Werte und prüfe, ob die Summe im Bereich liegt.
Wende die Grenzwerte an: Achte bei NEWS2 auch auf jeden einzelnen Parameter mit dem Wert 3.
Für abgeleitete Werte verwende MAP = (RRsys + 2·RRdia)/3, PP = RRsys − RRdia, SI = HF/RRsys und BMI = kg/m².
Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und Atmung
Methode
Benenne das Problem: Pumpversagen, verschlossene Arterie, Rhythmusstörung, Gerinnsel, verengte Atemwege, Infektion oder ein Geräteproblem.
Prüfe zuerst die Gefahrenzeichen: Hypoxie, Hypotonie, Brustschmerz, neue Verwirrtheit, ein kaltes Bein ohne Puls.
Passe den Sauerstoff an den Patienten an: 94–98 % für die meisten, 88–92 % bei Gefahr einer CO₂-Retention.
Ordne jedem Arzneimittel seinen Test und sein Risiko zu: Warfarin und INR, Heparin und aPTT und Thrombozyten, Diuretika und Kalium.
Wähle die sichere erste Maßnahme, eskaliere dann und beurteile erneut.
2Übungsaufgaben
1.Sauerstofftherapie und AtmungsberechnungenMittel
Übungsaufgabe (erfundene Werte, keine klinische Empfehlung). Ein beatmeter Patient, der die übrigen Berlin-Kriterien für ein ARDS erfüllt, hat einen PaO₂ von 57 mmHg (7,6 kPa) unter 70 % Sauerstoff mit einem PEEP von 14 cmH₂O. Berechne den P/F-Quotienten und klicke auf den Schweregrad des ARDS.
PaO₂ 57 mmHg (7,6 kPa)FiO₂ 70%PEEP 14 cmH₂O
1über 300: kein ARDS-Grad
2leicht
3mittelschwer
4schwer
2.Sauerstofftherapie und AtmungsberechnungenSchwer
Übungsaufgabe (erfundene Werte, keine klinische Empfehlung). Ein Patient mit akuter Hypoxämie und beidseitigen Verdichtungen, die nicht durch Herzinsuffizienz erklärt sind, hat einen PaO₂ von 12,6 kPa unter 60 % Sauerstoff mit einem PEEP von 12 cmH₂O. Stufe den Schweregrad des ARDS nach der Berlin-Definition ein. Klicke auf deine Antwort.
PaO₂ 12,6 kPaFiO₂ 60%PEEP 12 cmH₂O
1über 300: kein ARDS-Grad
2leicht
3mittelschwer
4schwer
5nicht einstufbar: PEEP unter 5
3.Interpretation der arteriellen BlutgasanalyseMittel
Ein Übungsgas zeigt PaCO₂ 70 mmHg (9,3 kPa). Bestimme den erwarteten HCO₃⁻ mit der Regel, dass HCO₃⁻ bei akuter respiratorischer Azidose um 1 mmol/L steigt, für je 10 mmHg, die PaCO₂ über 40 liegt, ausgehend vom HCO₃⁻ 24 mmol/L.
Übungsaufgabe (erfundene Werte, keine klinische Empfehlung). Ein Übungspatient wird mit der Braden-Skala beurteilt: sensorische Wahrnehmung: nicht eingeschränkt; Feuchtigkeit: gelegentlich feucht; Aktivität: bettlägerig; Mobilität: keine Einschränkung; Ernährung: ausreichend; Reibung und Scherkräfte: Problem. Bestimme die Braden-Summe B.
6–23
B =
6.Klinische Assessment-ScoresSchwer
Übungsaufgabe (erfundene Werte, keine klinische Empfehlung). Verwende die NEWS2-Tabelle (SpO₂-Skala 1) für diese Beobachtungen: Atemfrequenz 11/min, SpO₂ 97 % unter zusätzlichem Sauerstoff, Blutdruck 136/82 mmHg, Puls 114/min, wach, Temperatur 36,6 °C. In welche klinische Risikogruppe fällt der Patient? Klicke darauf.
RR 11SpO₂ 97%O₂SBP 136HR 114AT 36,6 °C
1niedrig
2niedrig bis mittel
3mittel
4hoch
7.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungMittel
Ein Patient hat gerade mit einem ACE-Hemmer begonnen. Welche Blutwerte werden üblicherweise innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen kontrolliert?
AINR und Thrombozytenzahl
BTroponin und Kreatinkinase
CKalium und Kreatinin
DLeberenzyme und Amylase
8.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungSchwer
Während der Reanimation eines Erwachsenen bemerkt eine Pflegekraft, dass ein Kollege mit etwa 140/min komprimiert und sich zwischen den Kompressionen auf den Brustkorb stützt. Welche Korrektur ist am angemessensten?
AAuf etwa 160/min beschleunigen, um den Blutfluss zu verbessern
BAuf 100–120/min verlangsamen und den Brustkorb vollständig entlasten
CSanfter drücken, bis zu einer Tiefe von etwa 2 cm
DDie Kompressionen beenden, bis ein Puls tastbar ist
3Lösungen
1.Sauerstofftherapie und Atmungsberechnungen
Antwort: schwer
P/F-Quotient und ARDS (Berlin-Definition): P/F = PaO₂ (mmHg)/FiO₂ (als Bruchteil). Bei PEEP oder CPAP von mindestens 5 cmH₂O wird das ARDS als leicht bei 200 < P/F ≤ 300, mittelschwer bei 100 < P/F ≤ 200 und schwer bei P/F ≤ 100 mmHg eingestuft. Die übrigen Berlin-Kriterien (Beginn innerhalb einer Woche, beidseitige Verdichtungen, nicht vollständig durch Herzinsuffizienz erklärt) müssen ebenfalls erfüllt sein. PaO₂ in kPa × 7,5 ergibt mmHg. Der ROX-Index (SpO₂/FiO₂)/Atemfrequenz dient der Verlaufskontrolle von Patienten unter High-Flow-Sauerstoff über die Nase.
P/F-Quotient
P/F = 57/0,7 = 81,43 mmHg
Berlin-Schweregrad
schwer
Antwort
schwer
2.Sauerstofftherapie und Atmungsberechnungen
Antwort: mittelschwer
P/F-Quotient und ARDS (Berlin-Definition): P/F = PaO₂ (mmHg)/FiO₂ (als Bruchteil). Bei PEEP oder CPAP von mindestens 5 cmH₂O wird das ARDS als leicht bei 200 < P/F ≤ 300, mittelschwer bei 100 < P/F ≤ 200 und schwer bei P/F ≤ 100 mmHg eingestuft. Die übrigen Berlin-Kriterien (Beginn innerhalb einer Woche, beidseitige Verdichtungen, nicht vollständig durch Herzinsuffizienz erklärt) müssen ebenfalls erfüllt sein. PaO₂ in kPa × 7,5 ergibt mmHg. Der ROX-Index (SpO₂/FiO₂)/Atemfrequenz dient der Verlaufskontrolle von Patienten unter High-Flow-Sauerstoff über die Nase.
PEEP
PEEP 12 ≥ 5 cmH₂O
PaO₂ in mmHg
12,6·7,5 = 94,5 mmHg
P/F-Quotient
P/F = 94,5/0,6 = 157,5 mmHg
Berlin-Schweregrad
mittelschwer
Antwort
mittelschwer
3.Interpretation der arteriellen Blutgasanalyse
Antwort: HCO₃⁻ = 27 mmol/L
Erwartete Kompensation: Bei metabolischer Azidose sagt die Winter-Formel PaCO₂ = 1,5·HCO₃⁻ + 8 ± 2 mmHg voraus; ein gemessener Wert über diesem Bereich spricht für eine zusätzliche respiratorische Azidose, darunter für eine zusätzliche respiratorische Alkalose. Die Anionenlücke AG = Na⁺ − (Cl⁻ + HCO₃⁻), normalerweise etwa 8–12 mmol/L, unterscheidet die metabolische Azidose mit großer von der mit normaler Anionenlücke; ein niedriges Albumin verdeckt eine große Lücke (addiere 2,5 pro g/dL, um das das Albumin unter 4,0 liegt). Ein Delta-Quotient (AG − 12)/(24 − HCO₃⁻) zwischen etwa 0,8 und 2 passt zu einer reinen Azidose mit großer Lücke (manche Lehrbücher verwenden 1 statt 0,8), ein Wert darunter zu einer zusätzlichen Azidose mit normaler Lücke und ein Wert über 2 zu einer zusätzlichen metabolischen Alkalose.
Änderung von PaCO₂
|70 − 40| = 30 mmHg → 3 × 10 mmHg
Erwarteter HCO₃⁻
HCO₃⁻ = 24 + 1·3 = 27 mmol/L
Antwort
HCO₃⁻ = 27 mmol/L
4.Interpretation der arteriellen Blutgasanalyse
Antwort: AGc = 16,75 mmol/L
Erwartete Kompensation: Bei metabolischer Azidose sagt die Winter-Formel PaCO₂ = 1,5·HCO₃⁻ + 8 ± 2 mmHg voraus; ein gemessener Wert über diesem Bereich spricht für eine zusätzliche respiratorische Azidose, darunter für eine zusätzliche respiratorische Alkalose. Die Anionenlücke AG = Na⁺ − (Cl⁻ + HCO₃⁻), normalerweise etwa 8–12 mmol/L, unterscheidet die metabolische Azidose mit großer von der mit normaler Anionenlücke; ein niedriges Albumin verdeckt eine große Lücke (addiere 2,5 pro g/dL, um das das Albumin unter 4,0 liegt). Ein Delta-Quotient (AG − 12)/(24 − HCO₃⁻) zwischen etwa 0,8 und 2 passt zu einer reinen Azidose mit großer Lücke (manche Lehrbücher verwenden 1 statt 0,8), ein Wert darunter zu einer zusätzlichen Azidose mit normaler Lücke und ein Wert über 2 zu einer zusätzlichen metabolischen Alkalose.
Anionenlücke
AG = 143 − (113 + 15) = 15
Korrektur für Albumin
15 + 0,25·(40 − 33) = 16,75 mmol/L
Antwort
AGc = 16,75 mmol/L
Nach der Korrektur über etwa 12: eine große Anionenlücke.
5.Klinische Assessment-Scores
Antwort: B = 16
Braden-Skala: sechs Subskalen für das Dekubitusrisiko. Sensorische Wahrnehmung, Feuchtigkeit, Aktivität, Mobilität und Ernährung werden mit 1 bis 4 bewertet, von der schlechtesten Stufe (1) bis zu keinem Problem (4); Reibung und Scherkräfte werden mit 1 bis 3 bewertet. Die Summe reicht von 6 bis 23, und eine niedrigere Summe bedeutet ein höheres Risiko. Gängige Bereiche: 19–23 kein Risiko, 15–18 geringes Risiko, 13–14 mittleres Risiko, 10–12 hohes Risiko und 9 oder weniger sehr hohes Risiko.
Jede Subskala bewerten
sensorische Wahrnehmung: nicht eingeschränkt → 4
Feuchtigkeit: gelegentlich feucht → 3
Aktivität: bettlägerig → 1
Mobilität: keine Einschränkung → 4
Ernährung: ausreichend → 3
Reibung und Scherkräfte: Problem → 1
Addieren
Braden-Summe = 4 + 3 + 1 + 4 + 3 + 1 = 16
Antwort
B = 16
6.Klinische Assessment-Scores
Antwort: mittel
NEWS2 (National Early Warning Score 2, Royal College of Physicians 2017): Bewerte jeden der sieben Parameter anhand der Tabelle (Atemfrequenz, SpO₂ auf Skala 1, Raumluft oder zusätzlicher Sauerstoff, systolischer Blutdruck, Puls, Bewusstsein auf der ACVPU-Skala und Temperatur) und addiere die Punkte. Klinisches Risiko: 0–4 niedrig; ein Wert von 3 in einem einzelnen Parameter niedrig bis mittel; 5–6 mittel; 7 oder mehr hoch. Eine Summe von 5 oder mehr erfordert eine dringende Reaktion.
Jeden Parameter bewerten
RR 11/min → 1
SpO₂ 97% → 0
unter Sauerstoff → 2
SBP 136 mmHg → 0
HR 114/min → 2
wach (A) → 0
T 36,6 °C → 0
Summe und rote Werte
NEWS2 = 1 + 0 + 2 + 0 + 2 + 0 + 0 = 5
Kein Parameter ergibt 3.
Risikogruppe
mittel
Antwort
mittel
Eine Summe von 5 oder mehr erfordert eine dringende klinische Reaktion.
7.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und Atmung
Antwort: C · Kalium und Kreatinin
Warum das die Antwort ist
ACE-Hemmer senken das Aldosteron, sodass das Kalium steigen kann, und sie verringern den glomerulären Filtrationsdruck, sodass das Kreatinin steigen kann, besonders bei Nierenarterienstenose oder Dehydratation. Ausgangswerte und frühe Kontrollen von Harnstoff, Elektrolyten und Kreatinin sind Standard.
Antwort
C · Kalium und Kreatinin
8.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und Atmung
Antwort: B · Auf 100–120/min verlangsamen und den Brustkorb vollständig entlasten
Warum das die Antwort ist
Eine hochwertige Reanimation bei Erwachsenen erfolgt mit einer Frequenz von 100–120/min, einer Tiefe von 5–6 cm, vollständiger Entlastung nach jeder Kompression und minimalen Unterbrechungen. Das Aufstützen verhindert, dass sich der Brustkorb wieder ausdehnt, sodass sich das Herz weniger füllt. Die Helfer sollten etwa alle 2 Minuten wechseln, um Ermüdung zu vermeiden.
Antwort
B · Auf 100–120/min verlangsamen und den Brustkorb vollständig entlasten