Grundlagen der BWL: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 8 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Break-even-Analyse

Deckungsbeitrag
CM = p − v
Break-even-Menge
QBE = FC/(p − v)
Zielgewinn
Q = (FC + profit)/(p − v)
Gewinn
π = (p − v)·Q − FC
Sicherheitsabstand
(Q − QBE)/Q

2Übungsaufgaben

1.Grundlagen des MarketingsMittel

Wie heißt die Strategie der Ansoff-Matrix, bei der bestehende Produkte in neuen Märkten verkauft werden?

  1. AMarktentwicklung
  2. BMarktdurchdringung
  3. CProduktentwicklung
  4. DDiversifikation
2.Grundlagen des MarketingsSchwer

Ein Kino verkauft kleines Popcorn für €4 und großes für €8. Durch eine mittlere Größe für €7,50 kaufen viel mehr Leute das große. Welcher Effekt ist das?

  1. ADer Köder-Effekt (Decoy-Effekt)
  2. BAbschöpfungspreisstrategie
  3. CPreisgestaltung für Folgeprodukte
  4. DPenetrationspreisstrategie
3.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeMittel

Wenn die Nachfrage nach einem Produkt preisunelastisch ist, führt eine Preiserhöhung dazu, dass:

  1. ADer Gesamterlös unverändert bleibt
  2. BDer Gesamterlös steigt
  3. CDie nachgefragte Menge auf null sinkt
  4. DDer Gesamterlös sinkt
4.Volkswirtschaftliche GrundbegriffeSchwer

Preisdiskriminierung durch ein Unternehmen setzt voraus, dass:

  1. AEs in vollkommener Konkurrenz tätig ist
  2. BEs Marktmacht hat, Märkte trennen und Weiterverkauf verhindern kann
  3. CAlle Konsumenten die gleiche Nachfrageelastizität haben und dieselbe Menge kaufen
  4. DSeine Kosten für jeden Kunden verschieden sind
5.FinanzbuchhaltungMittel

Eine Maschine kostet €10,000 und wird jährlich mit 20% degressiv (vom Restbuchwert) abgeschrieben. Wie hoch ist die Abschreibung im 2. Jahr?

  1. A€2,000
  2. B€4,000
  3. C€1,800
  4. D€1,600
6.FinanzbuchhaltungSchwer

Ein Mutterunternehmen hat Waren mit Gewinn an sein Tochterunternehmen verkauft, und das Tochterunternehmen hat sie am Jahresende noch auf Lager. Was muss bei der Konsolidierung geschehen?

  1. ANichts, weil jedes Unternehmen eine eigene Einheit ist
  2. BDer Gewinn wird zweimal gezeigt, einmal für jedes Unternehmen
  3. CDer Verkauf wird als externer Umsatz des Konzerns ausgewiesen
  4. DDer nicht realisierte Zwischengewinn in den Vorräten wird eliminiert
7.Break-even-AnalyseMittel
Q€ABQ = ?

Ein Produkt kann auf zwei Arten hergestellt werden. Verfahren A hat Fixkosten von €15 000 pro Jahr und variable Kosten von €12 pro Stück. Das stärker automatisierte Verfahren B hat Fixkosten von €19 000 pro Jahr und variable Kosten von €10 pro Stück. Bei welcher Jahresmenge Q kosten beide Verfahren gleich viel?

FA = €15 000vA = €12FB = €19 000vB = €10
Q = Stück
8.Break-even-AnalyseSchwer
Q€UmsatzGesamtkostenFixkosten2 250+20%%ΔΠ = ?

Ein Unternehmen verkauft 2 250 Stück zu je €20, mit variablen Kosten von €8 pro Stück und Fixkosten von €18 000. Um wie viel Prozent %ΔΠ ändert sich das Betriebsergebnis, wenn die Absatzmenge um 20 % steigt?

Q = 2 250p = €20v = €8F = €18 000%ΔQ = +20%
%ΔΠ = %

3Lösungen

1.Grundlagen des Marketings

Antwort: A · Marktentwicklung

Warum das die Antwort ist

Marktdurchdringung: bestehende Produkte, bestehende Märkte; Marktentwicklung: bestehende Produkte, neue Märkte; Produktentwicklung: neue Produkte, bestehende Märkte; Diversifikation: neue Produkte, neue Märkte.

Antwort

A · Marktentwicklung
2.Grundlagen des Marketings

Antwort: A · Der Köder-Effekt (Decoy-Effekt)

Warum das die Antwort ist

Ein Köder ist eine Option, die etwas schlechter als das Zielangebot ist und dieses im Vergleich preiswert erscheinen lässt. Entscheidungen hängen von der gezeigten Auswahl an Optionen ab.

Antwort

A · Der Köder-Effekt (Decoy-Effekt)
3.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: B · Der Gesamterlös steigt

Warum das die Antwort ist

Bei unelastischer Nachfrage ist der prozentuale Mengenrückgang kleiner als der prozentuale Preisanstieg, daher steigt Preis × Menge.

Antwort

B · Der Gesamterlös steigt
4.Volkswirtschaftliche Grundbegriffe

Antwort: B · Es Marktmacht hat, Märkte trennen und Weiterverkauf verhindern kann

Warum das die Antwort ist

Um für dasselbe Gut verschiedene Preise zu verlangen, braucht das Unternehmen Marktmacht, muss Gruppen mit unterschiedlicher Elastizität erkennen und Arbitrage verhindern können.

Antwort

B · Es Marktmacht hat, Märkte trennen und Weiterverkauf verhindern kann
5.Finanzbuchhaltung

Antwort: D · €1,600

Warum das die Antwort ist

Jahr 1: 20% × €10,000 = €2,000, es bleiben €8,000. Jahr 2: 20% × €8,000 = €1,600. Die degressive Abschreibung wird jedes Jahr kleiner.

Antwort

D · €1,600
6.Finanzbuchhaltung

Antwort: D · Der nicht realisierte Zwischengewinn in den Vorräten wird eliminiert

Warum das die Antwort ist

Konzerninterne Verkäufe und Käufe werden aufgerechnet, und der Gewinn auf noch im Konzern befindliche Waren wird aus Vorräten und Konzerngewinn herausgerechnet, bis sie an Dritte verkauft sind.

Antwort

D · Der nicht realisierte Zwischengewinn in den Vorräten wird eliminiert
7.Break-even-Analyse

Antwort: Q = 2000 Stück

Kosten-Volumen-Gewinn: Jede verkaufte Einheit bringt einen Deckungsbeitrag, Preis minus variable Stückkosten. Gewinn = Q·(p − v) − F, wobei F die Fixkosten sind. Am Break-even-Punkt ist der Gewinn null, also Q = F/(p − v).

Gleiche Gesamtkosten

15 000 + 12Q = 19 000 + 10Q

Nach Q auflösen

Q = (19 000 − 15 000)/(12 − 10) = 2 000

Antwort

Q = 2 000 Stück

Unterhalb dieser Menge ist Verfahren A günstiger, oberhalb das automatisierte Verfahren B.

8.Break-even-Analyse

Antwort: %ΔΠ = 60 %

Operating Leverage: Fixkosten lassen den Gewinn stärker reagieren als den Umsatz. Der Grad der operativen Hebelwirkung DOL = Deckungsbeitrag/Betriebsergebnis gibt an, dass eine Absatzänderung von 1 % den Gewinn um DOL % ändert. Er ist knapp über der Gewinnschwelle sehr hoch und sinkt mit wachsendem Absatz.

Deckungsbeitrag und Gewinn

CM = 2 250·12 = €27 000
Π = 27 000 − 18 000 = €9 000

DOL

DOL = 27 000/9 000 = 3

Änderung des Gewinns

%ΔΠ = 3·(+20%) = +60%

Antwort

%ΔΠ = +60%

Probe: neuer Gewinn = 2 700·12 − 18 000 = €14 400,00.

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