Grundlagen der Informatik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zahlensysteme

Stellenwerte
binär 2k, oktal 8k, hex 16k
Ins Dezimalsystem
Σ dk·bk
Aus dem Dezimalsystem
durch die Basis teilen, die Reste von unten nach oben lesen
Hex ↔ binär
eine Hex-Ziffer = 4 Bits
Zweierkomplement
die Bits invertieren und 1 addieren

Aussagenlogik & Beweise

Zeilen einer Wahrheitstafel
2ⁿ
Implikation
p → q ≡ ¬p ∨ q ≡ ¬q → ¬p
Negierte Implikation
¬(p → q) ≡ p ∧ ¬q
Äquivalenz (Bikonditional)
p ↔ q ≡ (p → q) ∧ (q → p)
De Morgan
¬(p ∧ q) ≡ ¬p ∨ ¬q, ¬(p ∨ q) ≡ ¬p ∧ ¬q
Distributivgesetze
p ∨ (q ∧ r) ≡ (p ∨ q) ∧ (p ∨ r), p ∧ (q ∨ r) ≡ (p ∧ q) ∨ (p ∧ r)
Negierte Quantoren
¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x), ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)
Modus ponens, Modus tollens
p → q, p ⊢ q; p → q, ¬q ⊢ ¬p

Methode

  1. Zähle die verschiedenen Variablen: Die Wahrheitstafel hat 2ⁿ Zeilen und beginnt mit lauter Einsen.
  2. Gib jeder Teilformel eine eigene Spalte und fülle die Spalten von innen nach außen.
  3. Wende die Regel jedes Junktors an: → ist nur bei 1 → 0 gleich 0, ↔ ist 1, wenn beide Seiten übereinstimmen.
  4. Vergleiche bei Äquivalenzen die letzten Spalten Zeile für Zeile; schau bei einem Argument nur auf die Zeilen, in denen alle Prämissen 1 sind.
  5. Um eine quantifizierte Aussage zu negieren, ziehe ¬ nach innen, vertausche ∀ und ∃ und negiere die innere Formel.

Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Grundgatter
A·B, A + B, A′, (A·B)′, (A + B)′, A ⊕ B
Boolesche Regeln
X + X′ = 1, X·X′ = 0, X + XY = X, XY + XY′ = X
De Morgan
(X·Y)′ = X′ + Y′, (X + Y)′ = X′·Y′
Reihenfolge im Karnaugh-Diagramm
00, 01, 11, 10 (Gray code)
Gruppe aus 2ᵏ Feldern
verliert k Variablen
4-zu-1-Multiplexer
F = A′B′I0 + A′BI1 + AB′I2 + ABI3
Flipflops
D: Q⁺ = D, T: Q⁺ = T ⊕ Q, JK: Q⁺ = JQ′ + K′Q
Zähler
n Bit: 2ⁿ Zustände; Mod-N: kleinstes n mit 2ⁿ ≥ N; fout = fclk/N
Asynchronzähler
fmax = 1/(n·tpd)
Ring- und Johnson-Zähler
n und 2n Zustände

Methode

  1. Gehe bei einer Schaltung von den Eingängen zum Ausgang vor, ein Gatter nach dem anderen, und schreibe den Wert an jede Leitung, oder schreibe ihren Ausdruck auf und fülle die Wahrheitstabelle aus.
  2. Trage zum Vereinfachen die Einsen (und die Don’t-Cares als X) in ein Karnaugh-Diagramm mit Zeilen und Spalten im Gray-Code ein: 00, 01, 11, 10.
  3. Decke die Einsen mit möglichst wenigen und möglichst großen Gruppen aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern ab, auch über den Rand hinweg; jede Gruppe ist ein Produktterm aus den Variablen, die konstant bleiben. Fasse für die POS-Form die Nullen zusammen.
  4. Lies bei Flipflops und Zählern die Eingänge an jeder aktiven Taktflanke ab, schreibe den Zustand nach jeder Flanke auf und denke daran, dass ein n-Bit-Zähler nach 2ⁿ Zuständen überläuft.

Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Division mit Rest
a = q·n + r, 0 ≤ r < n
Euklid
gcd(a, b) = gcd(b, a mod b)
Kleinstes gemeinsames Vielfaches
lcm(a, b) = a·b/gcd(a, b)
Inverse
a·a⁻¹ ≡ 1 (mod n), gcd(a, n) = 1
Lineare Kongruenz
a·x ≡ b → x ≡ a⁻¹·b (mod n)
Eulersche φ-Funktion
φ(n) = n·∏(1 − 1/p), φ(pᵏ) = pᵏ − pᵏ⁻¹
Fermat
aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p)
RSA
n = pq, φ = (p − 1)(q − 1), d = e⁻¹ mod φ, c = mᵉ mod n, m = cᵈ mod n

Methode

  1. Reduziere zuerst jede Zahl modulo n; die Reste liegen zwischen 0 und n − 1.
  2. Teile für einen ggT wiederholt mit dem euklidischen Algorithmus; der letzte Rest ungleich null ist der ggT.
  3. Führe für ein Inverses den erweiterten Algorithmus aus und behalte den Koeffizienten von a; addiere n, falls er negativ ist.
  4. Löse a·x ≡ b, indem du mit a⁻¹ multiplizierst; kombiniere zwei Kongruenzen, indem du x = r₁ + m₁k schreibst.
  5. Schreibe bei Potenzen den Exponenten binär und quadriere wiederholt; bei RSA gilt d = e⁻¹ mod φ(n) mit φ(n) = (p − 1)(q − 1).

Graphentheorie

Handschlaglemma
Σ deg(v) = 2|E|
Vollständige Graphen
|E(Kn)| = n(n − 1)/2, |E(Km,n)| = m·n
Regulärer Graph
|E| = n·k/2
Baum und Wald
|E| = n − 1, |E| = n − c
Blätter eines Baums
L = 2 + Σ (deg(v) − 2) over deg(v) ≥ 3
Euler
Kreis: alle Grade gerade; Weg: genau 2 ungerade Grade
Hamilton-Kreise in Kn
(n − 1)!/2
Dijkstra-Aktualisierung
d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v))
Wege der Länge L
(Mᴸ)ij

Methode

  1. Schreibe den Grad jedes Knotens auf; die Grade summieren sich zum Doppelten der Kantenzahl.
  2. Prüfe bei Euler-Aufgaben, ob der Graph zusammenhängend ist, und zähle die Knoten mit ungeradem Grad.
  3. Verwende bei Bäumen n − 1 Kanten und das Handschlaglemma.
  4. Führe bei Dijkstra eine Tabelle der vorläufigen Abstände und schließe in jeder Runde den kleinsten noch offenen Knoten ab.
  5. Sortiere für einen minimalen aufspannenden Baum die Kanten nach Gewicht und überspringe jede Kante, die einen Kreis schließt (Kruskal), oder lass einen Baum von einem Startknoten aus wachsen (Prim).

IPv4-Subnetting

Hosts pro Subnetz
2(32 − prefix) − 2 (/31: 2, /32: 1)
Blockgröße
256 − (mask octet)
Netzadresse
IP AND Maske
Broadcast-Adresse
IP OR (NOT Maske): alle Host-Bits auf 1
Subnetze aus n geliehenen Bits
2n

2Übungsaufgaben

1.ZahlensystemeMittel
8-Bit-Zweierkomplement0−12806403201608040201

Setze die Bits so, dass sie −52 im 8-Bit-Zweierkomplement speichern. Welchen Wert U hat das Muster, wenn man es als vorzeichenlose Zahl liest?

N = −528 bit
U =
2.ZahlensystemeSchwer
24-Bit-Zweierkomplement, N = ??Vorzeichen???????????????????????

Was ist die kleinste (negativste) ganze Zahl N, die im 24-Bit-Zweierkomplement gespeichert werden kann?

24 bit
N =
3.Aussagenlogik & BeweiseMittel
pqrq ↔ r¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r))111?110?101?100?011?010?001?000?

In wie vielen der 8 Zeilen ihrer Wahrheitstafel ist ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) wahr? Nenne diese Zahl N.

¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r))
N =
4.Aussagenlogik & BeweiseSchwer
¬b → ¬ab → aa → bb ∧ a

Die Prämissen b → c; c → a sind gegeben. Welche Konklusion folgt daraus? Klicke sie an.

b → cc → a
  1. 1¬b → ¬a
  2. 2b → a
  3. 3a → b
  4. 4b ∧ a
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsMittel
ABCD000111100001111010011312040507160120131151140819111010

Bestimme mit dem Karnaugh-Diagramm die minimale Summe von Produkten (SOP) von F(A, B, C, D) = Σm(0, 2, 3, 6, 9, 11, 14, 15). Wie viele Produktterme N hat sie?

F(A, B, C, D) = Σm(0, 2, 3, 6, 9, 11, 14, 15)
N =
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsSchwer
CLKD1234567

Ein flankengesteuertes D-Flipflop (positive Flanke) startet mit Q = 0 und erhält die gezeigten Eingänge an 7 steigenden Taktflanken. Wie oft N ändert Q seinen Zustand?

Q₀ = 0D
N =
7.Zahlentheorie & modulare ArithmetikMittel

Bestimme das Inverse von 13 modulo 23: die Zahl x mit 0 < x < 23 und 13·x ≡ 1 (mod 23).

a = 13n = 23
13−1 mod 23 =
8.Zahlentheorie & modulare ArithmetikSchwer

Löse 14x ≡ 16 (mod 24). Gib die kleinste positive Lösung x an.

14x ≡ 16 (mod 24)
x =
9.Algorithmen & KomplexitätMittel

Welche Zeitkomplexität hat der Bellman-Ford-Algorithmus auf einem Graphen mit V Knoten und E Kanten?

  1. AO(V × E)
  2. BO(V³ × E)
  3. CO(E log V)
  4. DO(V + E)
10.Algorithmen & KomplexitätSchwer

Kürzeste einfache Wege lassen sich in polynomieller Zeit finden. Was ist über das Finden des längsten einfachen Weges zwischen zwei Knoten in einem allgemeinen Graphen bekannt?

  1. AEs ist unentscheidbar
  2. BEs lässt sich mit dem Dijkstra-Algorithmus und negierten Gewichten lösen
  3. CEs ist NP-schwer
  4. DEs ist immer in O(V + E) lösbar
11.DatenstrukturenMittel

Eine Anwendung braucht schnelle Suchen, muss aber auch Schlüssel sortiert auflisten und Bereichsabfragen beantworten. Welche Struktur passt am besten?

  1. AEin Stack
  2. BEine unsortierte verkettete Liste
  3. CEine Hashtabelle
  4. DEin balancierter binärer Suchbaum
12.DatenstrukturenSchwer

Mit welcher Struktur lässt sich das Maximum jedes Fensters der Größe k in einem Array insgesamt in O(n) berechnen?

  1. AEine Deque mit Indizes in absteigender Reihenfolge der Werte
  2. BEine einfach verkettete Liste der Fensterelemente
  3. CEin sortiertes Array, das durch Verschieben aktualisiert wird
  4. DEin für jedes Fenster neu aufgebauter Min-Heap
13.GraphentheorieMittel
ABCDEEuler-KreisEuler-Weg, kein Kreiskeines von beiden

Hat der zusammenhängende Graph einen Euler-Kreis, einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, oder keines von beiden? Klicke deine Antwort an.

|V| = 5|E| = 5
  1. 1Euler-Kreis
  2. 2Euler-Weg, kein Kreis
  3. 3keines von beiden
14.GraphentheorieSchwer
131511463810ABCDEF

Bestimme mit dem Dijkstra-Algorithmus die Länge d(F) des kürzesten Weges von A nach F im gewichteten Graphen.

Start: AZiel: F
d(F) =
15.Datenbanken & SQLMittel

Was ist SQL-Injection?

  1. AEine Technik zur Datenbanksicherung
  2. BEine Möglichkeit, Indizes hinzuzufügen
  3. CEin Angriff, bei dem Benutzereingaben die Struktur einer SQL-Abfrage verändern
  4. DEine Methode, um viele Zeilen mit einer einzigen INSERT-Anweisung schnell einzufügen
16.Datenbanken & SQLSchwer

Eine korrelierte Unterabfrage ist eine Unterabfrage, die:

  1. AZwei Tabellen über einen Fremdschlüssel verbindet
  2. BAuf Spalten der äußeren Abfrage verweist und für jede äußere Zeile ausgewertet wird
  3. CNur Aggregatfunktionen verwendet
  4. DNur einmal vor der äußeren Abfrage ausgeführt wird und ihr Ergebnis für jede Zeile zwischenspeichert
17.RechnernetzeMittel

In welcher Reihenfolge laufen die Nachrichten üblicherweise ab, wenn ein Client eine Adresse per DHCP erhält?

  1. ADiscover, Request, Offer, Acknowledge
  2. BRequest, Offer, Discover, Acknowledge
  3. CDiscover, Offer, Request, Acknowledge
  4. DOffer, Discover, Acknowledge, Request
18.RechnernetzeSchwer

Welche Schicht im TCP/IP-Modell fügt Portnummern hinzu?

  1. ANetzzugangsschicht
  2. BAnwendungsschicht
  3. CInternetschicht
  4. DTransportschicht
19.IPv4-SubnettingMittel
/20 → /2811111111111111111111111111110000NetzbitsHostbits

Das Netz 10.228.144.0/20 wird in gleich große Subnetze mit dem Präfix /28 aufgeteilt. Wie viele Subnetze N gibt es?

10.228.144.0/20/28
N =
20.IPv4-SubnettingSchwer
drittes Oktett = 159112806403211618141211NetzHost

Ein Host hat die Adresse 172.20.159.72/20. Wie lautet das dritte Oktett x der Broadcastadresse seines Subnetzes?

172.20.159.72/20
x =

3Lösungen

1.Zahlensysteme

Antwort: U = 204

Bits setzen: Jedes Bit hat den Wert einer Zweierpotenz (128, 64, …, 1). Eine Hexadezimalziffer entspricht genau vier Bits, und im 8-Bit-Zweierkomplement hat das linke Bit den Wert −128. Bitweise Operationen wirken auf jede Bitposition einzeln.

Invertieren und eins addieren

52 = 0011 0100
invertiert: 1100 1011
+1 → 1100 1100

Vorzeichenlos lesen

1100 1100₂ = 256 − 52 = 204

Antwort

U = 204
2.Zahlensysteme

Antwort: N = −8,389 × 10⁶

Stellenwertsysteme: Jede Ziffer ist ihren Wert mal eine Potenz der Basis wert. Im Binärsystem sind die Stellen 1, 2, 4, 8, 16, … wert, im Hexadezimalsystem 1, 16, 256, …, wobei A–F für 10–15 stehen. Im 8-Bit-Zweierkomplement ist das linke Bit −128 statt +128 wert; so werden negative Zahlen gespeichert.

Negativster Wert

−223 = −8388608

Antwort

N = −8388608
3.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: N = 5

Wahrheitstafeln: Eine Formel mit n verschiedenen Variablen hat 2ⁿ Zeilen, eine für jede Kombination von Wahrheitswerten (1 = wahr, 0 = falsch). Arbeite von innen nach außen und gib jeder Teilformel eine eigene Spalte. ¬a kehrt den Wert um; a ∧ b ist nur 1, wenn beide 1 sind; a ∨ b ist nur 0, wenn beide 0 sind; a → b ist nur 0, wenn a = 1 und b = 0; a ↔ b ist 1, wenn beide Seiten gleich sind.

Wahrheitstafel Zeile für Zeile

p = 1, q = 1, r = 1: ¬p = 0, q ↔ ¬p = 0, ¬(q ↔ ¬p) = 1, r ∧ p = 1, ¬(r ∧ p) = 0, q ↔ r = 1, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 0, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 0
p = 1, q = 1, r = 0: ¬p = 0, q ↔ ¬p = 0, ¬(q ↔ ¬p) = 1, r ∧ p = 0, ¬(r ∧ p) = 1, q ↔ r = 0, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 0, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 0
p = 1, q = 0, r = 1: ¬p = 0, q ↔ ¬p = 1, ¬(q ↔ ¬p) = 0, r ∧ p = 1, ¬(r ∧ p) = 0, q ↔ r = 0, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 0, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 1
p = 1, q = 0, r = 0: ¬p = 0, q ↔ ¬p = 1, ¬(q ↔ ¬p) = 0, r ∧ p = 0, ¬(r ∧ p) = 1, q ↔ r = 1, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 1, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 1
p = 0, q = 1, r = 1: ¬p = 1, q ↔ ¬p = 1, ¬(q ↔ ¬p) = 0, r ∧ p = 0, ¬(r ∧ p) = 1, q ↔ r = 1, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 1, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 1
p = 0, q = 1, r = 0: ¬p = 1, q ↔ ¬p = 1, ¬(q ↔ ¬p) = 0, r ∧ p = 0, ¬(r ∧ p) = 1, q ↔ r = 0, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 0, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 1
p = 0, q = 0, r = 1: ¬p = 1, q ↔ ¬p = 0, ¬(q ↔ ¬p) = 1, r ∧ p = 0, ¬(r ∧ p) = 1, q ↔ r = 0, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 0, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 0
p = 0, q = 0, r = 0: ¬p = 1, q ↔ ¬p = 0, ¬(q ↔ ¬p) = 1, r ∧ p = 0, ¬(r ∧ p) = 1, q ↔ r = 1, ¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r) = 1, ¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)) = 1

Zähle die Zeilen mit dem Wert 1

¬(q ↔ ¬p) → (¬(r ∧ p) ∧ (q ↔ r)): 0, 0, 1, 1, 1, 1, 0, 1
N = 5

Antwort

N = 5
4.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: b → a

Quantoren und Argumente: ¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x) und ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x). Ziehe eine Negation nach innen, vertausche jeden Quantor, den sie passiert, und negiere die innere Formel mit den aussagenlogischen Gesetzen, etwa ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b. Ein Argument ist gültig, wenn die Konklusion in jeder Zeile 1 ist, in der alle Prämissen 1 sind. Eine einzige Zeile mit wahren Prämissen und falscher Konklusion ist ein Gegenbeispiel und zeigt, dass das Argument ungültig ist.

Zeilen, in denen alle Prämissen wahr sind

a = 1, b = 1, c = 1: ¬b → ¬a = 1, b → a = 1, a → b = 1, b ∧ a = 1
a = 1, b = 0, c = 1: ¬b → ¬a = 0, b → a = 1, a → b = 0, b ∧ a = 0
a = 1, b = 0, c = 0: ¬b → ¬a = 0, b → a = 1, a → b = 0, b ∧ a = 0
a = 0, b = 0, c = 0: ¬b → ¬a = 1, b → a = 1, a → b = 1, b ∧ a = 0

Schlussfolgerung

b → a (hypothetischer Syllogismus)

Antwort

b → a
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: N = 5

Karnaugh-Diagramme: Die Felder sind im Gray-Code (00, 01, 11, 10) angeordnet, benachbarte Felder, auch die über den Rand hinweg, unterscheiden sich also in genau einer Variablen. Fasse die Einsen in Rechtecken aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern zusammen, so groß und so wenige wie möglich, bis jede 1 abgedeckt ist. Jede Gruppe ist ein Produktterm: die Variablen, die in ihr konstant bleiben. Eine Gruppe aus 2ᵏ Feldern verliert k Variablen. Don’t-Cares (X) dürfen genutzt werden, um Gruppen zu vergrößern, müssen aber nie abgedeckt werden. Fasst du stattdessen die Nullen zusammen, erhältst du die minimale POS-Form.

ABCD000111100001111010011312040507160120131151140819111010

Die Einsen zusammenfassen

Jede Gruppe ist ein Rechteck aus 2ᵏ Feldern; Randfelder sind Nachbarn der Felder am gegenüberliegenden Rand.

B′CD
BCD′
ACD
A′B′D′
AB′D

Minimale SOP-Form

F = B′CD + BCD′ + ACD + A′B′D′ + AB′D
N = 5

Antwort

N = 5

Es gibt eine weitere Gruppierung derselben Größe; sie hat dieselbe Anzahl von Termen und Literalen.

6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: N = 3

Flipflops und Zähler: Ein Flipflop ändert sich nur bei der aktiven Taktflanke. D übernimmt seinen Eingang (Q⁺ = D); T kippt bei T = 1; JK hält bei 00, setzt bei 01 zurück, setzt bei 10 und kippt bei 11. Ein n-Bit-Binärzähler hat 2ⁿ Zustände und zählt modulo 2ⁿ; ein Mod-N-Zähler läuft 0, 1, …, N − 1 und wieder auf 0 und braucht die kleinste Anzahl n von Flipflops mit 2ⁿ ≥ N. Jede Stufe eines Asynchronzählers halbiert die Frequenz, daher läuft der letzte Ausgang eines Mod-N-Zählers mit fclk/N. Ein Johnson-Zähler aus n Flipflops hat 2n Zustände, ein Ringzähler n.

Q nach jeder Flanke

Ein D-Flipflop übernimmt D bei jeder steigenden Flanke: Q⁺ = D.

1: D = 1 → Q = 1
2: D = 0 → Q = 0
3: D = 0 → Q = 0
4: D = 0 → Q = 0
5: D = 1 → Q = 1
6: D = 1 → Q = 1
7: D = 1 → Q = 1

Die Änderungen zählen

0 → 1 → 0 → 0 → 0 → 1 → 1 → 1
N = 3

Antwort

N = 3
7.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: 13−1 mod 23 = 16

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Erweiterter euklidischer Algorithmus

Jeder Rest r wird als r ≡ t·13 (mod 23) geschrieben.

r = 23, t = 0
r = 13, q = 1, t = 1
r = 10, q = 1, t = −1
r = 3, q = 3, t = 2
r = 1, q = 3, t = −7

Inverse

1 ≡ −7·13 (mod 23)
x = 16
Probe: 13·16 = 208 = 9·23 + 1

Antwort

13−1 mod 23 = 16
8.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: x = 8

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Durch den ggT teilen

gcd(14, 24) = 2
7x ≡ 8 (mod 12)

Die reduzierte Kongruenz lösen

7−1 ≡ 7 (mod 12) → x ≡ 8 (mod 12)

Lösungen modulo 24

x ∈ {8, 20}
x = 8

Antwort

x = 8
9.Algorithmen & Komplexität

Antwort: A · O(V × E)

Warum das die Antwort ist

Jede der V − 1 Runden relaxiert alle E Kanten, das ergibt O(VE); dafür kann er mit negativen Kantengewichten umgehen.

Antwort

A · O(V × E)
10.Algorithmen & Komplexität

Antwort: C · Es ist NP-schwer

Warum das die Antwort ist

Ein längster einfacher Weg der Länge V − 1 ist ein Hamiltonpfad, ein NP-vollständiges Problem; auf gerichteten azyklischen Graphen ist es dagegen in linearer Zeit lösbar.

Antwort

C · Es ist NP-schwer
11.Datenstrukturen

Antwort: D · Ein balancierter binärer Suchbaum

Warum das die Antwort ist

Ein balancierter BST bietet Suchen in O(log n) und hält die Schlüssel geordnet, sodass In-Order-Traversierung und Bereichsabfragen einfach sind; eine Hashtabelle verstreut die Schlüssel.

Antwort

D · Ein balancierter binärer Suchbaum
12.Datenstrukturen

Antwort: A · Eine Deque mit Indizes in absteigender Reihenfolge der Werte

Warum das die Antwort ist

Das vordere Ende der Deque ist immer das Maximum des Fensters; jeder Index kommt einmal hinein und einmal heraus, daher ist der Aufwand linear.

Antwort

A · Eine Deque mit Indizes in absteigender Reihenfolge der Werte
13.Graphentheorie

Antwort: Euler-Weg, kein Kreis

Euler, Hamilton und Bäume: Ein zusammenhängender Graph hat einen Euler-Kreis (jede Kante einmal, zurück zum Start), wenn jeder Knoten geraden Grad hat, und einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, wenn genau zwei Knoten ungeraden Grad haben; der Weg verläuft dann von einem ungeraden Knoten zum anderen. Ein Hamilton-Kreis besucht jeden Knoten einmal; Kn hat (n − 1)!/2 davon. Ein Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten, und ein zusammenhängender Graph mit m Kanten behält einen aufspannenden Baum, wenn man m − n + 1 Kanten entfernt.

Grade

deg(A) = 2, deg(B) = 3, deg(C) = 2, deg(D) = 1, deg(E) = 2

Ungerade Knoten

B, D → 2
Euler-Weg, kein Kreis

Antwort

Euler-Weg, kein Kreis

Der Euler-Weg beginnt an einem ungeraden Knoten und endet am anderen.

14.Graphentheorie

Antwort: d(F) = 31

Kürzeste Wege und aufspannende Bäume: Der Dijkstra-Algorithmus schließt in jeder Runde einen Knoten ab: den offenen Knoten mit dem kleinsten vorläufigen Abstand. Sein Abstand ist dann endgültig, und jeder Nachbar v erhält d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v)). Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf, indem er die Kanten von leicht nach schwer nimmt und jede Kante überspringt, die einen Kreis schließen würde; der Prim-Algorithmus lässt einen Baum von einem Startknoten aus wachsen, indem er immer die leichteste Kante hinzufügt, die aus ihm herausführt. Ein aufspannender Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten.

Dijkstra Runde für Runde

Jede Zeile: der abgeschlossene Knoten, sein endgültiger Abstand und die Nachbarn, deren Abstand sich verbessert.

A (0): B: 13, C: 15
B (13): C: 14, D: 27, E: 23
C (14): E: 20
E (20): D: 23
D (23): F: 31
F (31)

Kürzester Weg

A → B → C → E → D → F
d(F) = 31

Antwort

d(F) = 31
15.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Ein Angriff, bei dem Benutzereingaben die Struktur einer SQL-Abfrage verändern

Warum das die Antwort ist

Wenn Benutzereingaben in SQL eingefügt (verkettet) werden, können Angreifer Befehle einschleusen. Prepared Statements mit Parametern halten Daten und Code getrennt.

Antwort

C · Ein Angriff, bei dem Benutzereingaben die Struktur einer SQL-Abfrage verändern
16.Datenbanken & SQL

Antwort: B · Auf Spalten der äußeren Abfrage verweist und für jede äußere Zeile ausgewertet wird

Warum das die Antwort ist

Korrelierte Unterabfragen hängen von der aktuellen äußeren Zeile ab und werden daher logisch pro Zeile ausgewertet (Optimierer können sie in Joins umschreiben).

Antwort

B · Auf Spalten der äußeren Abfrage verweist und für jede äußere Zeile ausgewertet wird
17.Rechnernetze

Antwort: C · Discover, Offer, Request, Acknowledge

Warum das die Antwort ist

Der Client sendet Discover als Broadcast, Server antworten mit Offers, der Client fordert mit Request ein Angebot an, und der gewählte Server bestätigt mit Acknowledge.

Antwort

C · Discover, Offer, Request, Acknowledge
18.Rechnernetze

Antwort: D · Transportschicht

Warum das die Antwort ist

TCP- und UDP-Header enthalten Quell- und Zielports; die Internetschicht (IP) fügt die Adressen hinzu.

Antwort

D · Transportschicht
19.IPv4-Subnetting

Antwort: N = 256

IPv4 subnetting: an address has 32 bits. The prefix /p says how many leading bits identify the network; the remaining 32 − p bits number the hosts. A subnet has 2³²⁻ᵖ addresses, but the first (network address) and last (broadcast address) cannot be given to hosts, so 2³²⁻ᵖ − 2 hosts fit. Exceptions: a /31 (point-to-point link, RFC 3021) uses both of its 2 addresses for hosts, and a /32 is one single address (a single host or a loopback).

Geliehene Bits

28 − 20 = 8

Anzahl der Subnetze

N = 28 = 256

Antwort

N = 256

Jedes /28-Subnetz hat 24 − 2 = 14 nutzbare Hosts.

20.IPv4-Subnetting

Antwort: x = 159

IPv4 subnetting: an address has 32 bits. The prefix /p says how many leading bits identify the network; the remaining 32 − p bits number the hosts. A subnet has 2³²⁻ᵖ addresses, but the first (network address) and last (broadcast address) cannot be given to hosts, so 2³²⁻ᵖ − 2 hosts fit. Exceptions: a /31 (point-to-point link, RFC 3021) uses both of its 2 addresses for hosts, and a /32 is one single address (a single host or a loopback).

Blockgröße im dritten Oktett

24 = 16

Subnetz dieses Hosts

Netz: 172.20.144.0
Broadcast: 172.20.159.255

Antwort

x = 159

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