Grundlagen der Informatik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zahlensysteme

Stellenwerte
binär 2k, oktal 8k, hex 16k
Ins Dezimalsystem
Σ dk·bk
Aus dem Dezimalsystem
durch die Basis teilen, die Reste von unten nach oben lesen
Hex ↔ binär
eine Hex-Ziffer = 4 Bits
Zweierkomplement
die Bits invertieren und 1 addieren

Aussagenlogik & Beweise

Zeilen einer Wahrheitstafel
2ⁿ
Implikation
p → q ≡ ¬p ∨ q ≡ ¬q → ¬p
Negierte Implikation
¬(p → q) ≡ p ∧ ¬q
Äquivalenz (Bikonditional)
p ↔ q ≡ (p → q) ∧ (q → p)
De Morgan
¬(p ∧ q) ≡ ¬p ∨ ¬q, ¬(p ∨ q) ≡ ¬p ∧ ¬q
Distributivgesetze
p ∨ (q ∧ r) ≡ (p ∨ q) ∧ (p ∨ r), p ∧ (q ∨ r) ≡ (p ∧ q) ∨ (p ∧ r)
Negierte Quantoren
¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x), ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)
Modus ponens, Modus tollens
p → q, p ⊢ q; p → q, ¬q ⊢ ¬p

Methode

  1. Zähle die verschiedenen Variablen: Die Wahrheitstafel hat 2ⁿ Zeilen und beginnt mit lauter Einsen.
  2. Gib jeder Teilformel eine eigene Spalte und fülle die Spalten von innen nach außen.
  3. Wende die Regel jedes Junktors an: → ist nur bei 1 → 0 gleich 0, ↔ ist 1, wenn beide Seiten übereinstimmen.
  4. Vergleiche bei Äquivalenzen die letzten Spalten Zeile für Zeile; schau bei einem Argument nur auf die Zeilen, in denen alle Prämissen 1 sind.
  5. Um eine quantifizierte Aussage zu negieren, ziehe ¬ nach innen, vertausche ∀ und ∃ und negiere die innere Formel.

Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Grundgatter
A·B, A + B, A′, (A·B)′, (A + B)′, A ⊕ B
Boolesche Regeln
X + X′ = 1, X·X′ = 0, X + XY = X, XY + XY′ = X
De Morgan
(X·Y)′ = X′ + Y′, (X + Y)′ = X′·Y′
Reihenfolge im Karnaugh-Diagramm
00, 01, 11, 10 (Gray code)
Gruppe aus 2ᵏ Feldern
verliert k Variablen
4-zu-1-Multiplexer
F = A′B′I0 + A′BI1 + AB′I2 + ABI3
Flipflops
D: Q⁺ = D, T: Q⁺ = T ⊕ Q, JK: Q⁺ = JQ′ + K′Q
Zähler
n Bit: 2ⁿ Zustände; Mod-N: kleinstes n mit 2ⁿ ≥ N; fout = fclk/N
Asynchronzähler
fmax = 1/(n·tpd)
Ring- und Johnson-Zähler
n und 2n Zustände

Methode

  1. Gehe bei einer Schaltung von den Eingängen zum Ausgang vor, ein Gatter nach dem anderen, und schreibe den Wert an jede Leitung, oder schreibe ihren Ausdruck auf und fülle die Wahrheitstabelle aus.
  2. Trage zum Vereinfachen die Einsen (und die Don’t-Cares als X) in ein Karnaugh-Diagramm mit Zeilen und Spalten im Gray-Code ein: 00, 01, 11, 10.
  3. Decke die Einsen mit möglichst wenigen und möglichst großen Gruppen aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern ab, auch über den Rand hinweg; jede Gruppe ist ein Produktterm aus den Variablen, die konstant bleiben. Fasse für die POS-Form die Nullen zusammen.
  4. Lies bei Flipflops und Zählern die Eingänge an jeder aktiven Taktflanke ab, schreibe den Zustand nach jeder Flanke auf und denke daran, dass ein n-Bit-Zähler nach 2ⁿ Zuständen überläuft.

Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Division mit Rest
a = q·n + r, 0 ≤ r < n
Euklid
gcd(a, b) = gcd(b, a mod b)
Kleinstes gemeinsames Vielfaches
lcm(a, b) = a·b/gcd(a, b)
Inverse
a·a⁻¹ ≡ 1 (mod n), gcd(a, n) = 1
Lineare Kongruenz
a·x ≡ b → x ≡ a⁻¹·b (mod n)
Eulersche φ-Funktion
φ(n) = n·∏(1 − 1/p), φ(pᵏ) = pᵏ − pᵏ⁻¹
Fermat
aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p)
RSA
n = pq, φ = (p − 1)(q − 1), d = e⁻¹ mod φ, c = mᵉ mod n, m = cᵈ mod n

Methode

  1. Reduziere zuerst jede Zahl modulo n; die Reste liegen zwischen 0 und n − 1.
  2. Teile für einen ggT wiederholt mit dem euklidischen Algorithmus; der letzte Rest ungleich null ist der ggT.
  3. Führe für ein Inverses den erweiterten Algorithmus aus und behalte den Koeffizienten von a; addiere n, falls er negativ ist.
  4. Löse a·x ≡ b, indem du mit a⁻¹ multiplizierst; kombiniere zwei Kongruenzen, indem du x = r₁ + m₁k schreibst.
  5. Schreibe bei Potenzen den Exponenten binär und quadriere wiederholt; bei RSA gilt d = e⁻¹ mod φ(n) mit φ(n) = (p − 1)(q − 1).

Graphentheorie

Handschlaglemma
Σ deg(v) = 2|E|
Vollständige Graphen
|E(Kn)| = n(n − 1)/2, |E(Km,n)| = m·n
Regulärer Graph
|E| = n·k/2
Baum und Wald
|E| = n − 1, |E| = n − c
Blätter eines Baums
L = 2 + Σ (deg(v) − 2) over deg(v) ≥ 3
Euler
Kreis: alle Grade gerade; Weg: genau 2 ungerade Grade
Hamilton-Kreise in Kn
(n − 1)!/2
Dijkstra-Aktualisierung
d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v))
Wege der Länge L
(Mᴸ)ij

Methode

  1. Schreibe den Grad jedes Knotens auf; die Grade summieren sich zum Doppelten der Kantenzahl.
  2. Prüfe bei Euler-Aufgaben, ob der Graph zusammenhängend ist, und zähle die Knoten mit ungeradem Grad.
  3. Verwende bei Bäumen n − 1 Kanten und das Handschlaglemma.
  4. Führe bei Dijkstra eine Tabelle der vorläufigen Abstände und schließe in jeder Runde den kleinsten noch offenen Knoten ab.
  5. Sortiere für einen minimalen aufspannenden Baum die Kanten nach Gewicht und überspringe jede Kante, die einen Kreis schließt (Kruskal), oder lass einen Baum von einem Startknoten aus wachsen (Prim).

IPv4-Subnetting

Hosts pro Subnetz
2(32 − prefix) − 2 (/31: 2, /32: 1)
Blockgröße
256 − (mask octet)
Netzadresse
IP AND Maske
Broadcast-Adresse
IP OR (NOT Maske): alle Host-Bits auf 1
Subnetze aus n geliehenen Bits
2n

2Übungsaufgaben

1.ZahlensystemeMittel
Stellenwerte im Zweierkomplement1−12806403201608141201

Das 8-Bit-Muster 1000 0110 speichert eine vorzeichenbehaftete Ganzzahl im Zweierkomplement. Welchen Wert N hat sie im Dezimalsystem?

1000 01108 bit
N =
2.ZahlensystemeSchwer
Klicke auf die Bits, um sie zu setzen012806403201608040201

Setze die Bits auf das 8-Bit-Ergebnis von 1100 1111 XOR 1001 1101. Welchen Wert R hat das Ergebnis dezimal?

1100 1111XOR1001 1101
R =
3.Aussagenlogik & BeweiseMittel
TautologieKontradiktionKontingenz

Ist r → (r ∨ q) eine Tautologie, eine Kontradiktion oder eine Kontingenz? Klicke deine Antwort an.

r → (r ∨ q)
  1. 1Tautologie
  2. 2Kontradiktion
  3. 3Kontingenz
4.Aussagenlogik & BeweiseSchwer
∃x P(x)∀x ¬P(x)∀x P(x)∃x ¬P(x)

Welche Aussage ist äquivalent zu ¬∃x P(x), wenn die Negation ganz nach innen gezogen ist? Klicke sie an.

¬∃x P(x)
  1. 1∃x P(x)
  2. 2∀x ¬P(x)
  3. 3∀x P(x)
  4. 4∃x ¬P(x)
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsMittel
ABCD000111100001111000011312041517061120131151141819011110

Bestimme mit dem Karnaugh-Diagramm das minimale Produkt von Summen (POS) von F(A, B, C, D) = Σm(2, 3, 5, 7, 8, 9, 10, 12, 14, 15). Wie viele Summenterme (Faktoren) N hat es?

F(A, B, C, D) = Σm(2, 3, 5, 7, 8, 9, 10, 12, 14, 15)
N =
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsSchwer
TQ0​Q0​TQ1​Q1​TQ2​Q2​TQ3​Q3​CLKMOD-9

Ein synchroner Mod-9-Zähler zählt 0, 1, …, 8 und kehrt dann auf 0 zurück. Er startet bei 5. Welchen Zählerstand Q (dezimal) zeigt er nach 14 Taktimpulsen?

Q0 = 514N = 9
Q =
7.Zahlentheorie & modulare ArithmetikMittel

Bestimme die Eulersche φ-Funktion φ(21), die Anzahl der ganzen Zahlen von 1 bis 21, die zu 21 teilerfremd sind.

n = 21 = 3·7
φ(21) =
8.Zahlentheorie & modulare ArithmetikSchwer
mc = me​ mod ncm = cd​ mod nm(n, e) = (779, 11)d = ?

Ein RSA-Schlüssel verwendet die Primzahlen p = 19 und q = 41 und den öffentlichen Exponenten e = 11. Bestimme den privaten Exponenten d (0 < d < φ(n)).

p = 19q = 41e = 11
d =
9.Algorithmen & KomplexitätMittel

Die Zeitkomplexität des naiven rekursiven Fibonacci (fib(n) = fib(n−1) + fib(n−2)) ist:

  1. AExponentiell
  2. BLogarithmisch
  3. CLinear
  4. DKonstant
10.Algorithmen & KomplexitätSchwer

Welche Aussage über P und NP ist korrekt?

  1. AEs wurde bewiesen, dass P ≠ NP
  2. BJedes Problem in P liegt auch in NP
  3. CNP bedeutet „nicht polynomiell“
  4. DLösungen von NP-Problemen lassen sich nicht schnell überprüfen
11.DatenstrukturenMittel

Wie groß ist die Höhe eines binären Suchbaums mit n Knoten im schlechtesten Fall, wenn die Schlüssel in sortierter Reihenfolge eingefügt werden?

  1. A√n
  2. Bn (er wird zu einer verketteten Liste)
  3. Clog₂ n
  4. D1
12.DatenstrukturenSchwer

Durch das Einfügen eines Schlüssels in einen AVL-Baum wird der linke Teilbaum eines Knotens zu hoch, und der neue Schlüssel landete im linken Teilbaum seines linken Kindes (Links-links-Fall). Welche Korrektur wird angewendet?

  1. AEine einfache Rechtsrotation am unbalancierten Knoten
  2. BEine einfache Linksrotation am unbalancierten Knoten
  3. CEine Linksrotation am Kind, dann eine Rechtsrotation am Knoten
  4. DUmfärben des Knotens und seines Kindes
13.GraphentheorieMittel

Wie viele verschiedene Hamilton-Kreise H hat der vollständige Graph K7? Kreise, die sich nur im Startknoten oder in der Richtung unterscheiden, zählen als gleich.

K7
H =
14.GraphentheorieSchwer
11101417102514ABCDEFG

Bestimme mit dem Dijkstra-Algorithmus die Länge d(D) des kürzesten Weges von A nach D im gewichteten Graphen.

Start: AZiel: D
d(D) =
15.Datenbanken & SQLMittel

Was bewirkt ROLLBACK TO SAVEPOINT s1?

  1. AEs löscht den Savepoint und alle seitdem geänderten Tabellen
  2. BEs beendet die Transaktion und schreibt alles fest
  3. CEs macht die nach dem Savepoint s1 vorgenommenen Änderungen rückgängig und lässt die Transaktion offen
  4. DEs macht die ganze Transaktion von Anfang an rückgängig
16.Datenbanken & SQLSchwer

Was ist ein abdeckender Index (Covering Index) für eine Abfrage?

  1. AEin Index, der jede Spalte jeder Tabelle abdeckt
  2. BEin Index nur auf dem Primärschlüssel
  3. CEin Index, der alle von der Abfrage benötigten Spalten enthält, sodass die Tabelle selbst nicht gelesen werden muss
  4. DEin Index, der jede Nacht neu aufgebaut wird
17.RechnernetzeMittel

Wie viele nutzbare Hostadressen hat ein IPv4-Subnetz mit /26?

  1. A30
  2. B64
  3. C62
  4. D126
18.RechnernetzeSchwer

Welches Routingprotokoll ist ein Link-State-Protokoll?

  1. ABGP
  2. BOSPF
  3. CRIP
  4. DARP
19.IPv4-SubnettingMittel
255.255.255.19211111111111111111111111111000000NetzbitsHostbits

Ein Subnetz verwendet die Maske 255.255.255.192. Wie viele nutzbare Hostadressen H hat es?

255.255.255.192
H =
20.IPv4-SubnettingSchwer
drittes Oktett 151 … 155112806403211608141211gemeinsamverschieden

Ein Router hat Routen zu diesen Netzen: 10.96.151.0/24, 10.96.152.0/24, 10.96.153.0/24, 10.96.154.0/24, 10.96.155.0/24. Wie groß ist die längste Präfixlänge p einer einzigen Summenroute, die alle abdeckt?

10.96.151.0/24 … 10.96.155.0/24
p =

3Lösungen

1.Zahlensysteme

Antwort: N = −122

Stellenwertsysteme: Jede Ziffer ist ihren Wert mal eine Potenz der Basis wert. Im Binärsystem sind die Stellen 1, 2, 4, 8, 16, … wert, im Hexadezimalsystem 1, 16, 256, …, wobei A–F für 10–15 stehen. Im 8-Bit-Zweierkomplement ist das linke Bit −128 statt +128 wert; so werden negative Zahlen gespeichert.

Stellenwerte addieren

Die übrigen Bits behalten ihre normalen positiven Werte.

−128 + 4 + 2 = −122

Antwort

N = −122
2.Zahlensysteme

Antwort: R = 82

Bits setzen: Jedes Bit hat den Wert einer Zweierpotenz (128, 64, …, 1). Eine Hexadezimalziffer entspricht genau vier Bits, und im 8-Bit-Zweierkomplement hat das linke Bit den Wert −128. Bitweise Operationen wirken auf jede Bitposition einzeln.

Bit für Bit

XOR ergibt 1, wo sich die beiden Bits unterscheiden.

1100 1111
XOR 1001 1101
= 0101 0010

Wert des Ergebnisses

0101 0010₂ = 82

Antwort

R = 82
3.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: Tautologie

Logische Äquivalenz: Zwei Formeln sind äquivalent (≡), wenn sie in jeder Zeile der Wahrheitstafel denselben Wert haben. Eine Tautologie ist in jeder Zeile 1, eine Kontradiktion in jeder Zeile 0, und eine Kontingenz ist keines von beiden. Nützliche Gesetze: De Morgan, ¬(a ∧ b) ≡ ¬a ∨ ¬b und ¬(a ∨ b) ≡ ¬a ∧ ¬b; a → b ≡ ¬a ∨ b ≡ ¬b → ¬a (Kontraposition); ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b; und die Distributivgesetze, a ∨ (b ∧ c) ≡ (a ∨ b) ∧ (a ∨ c).

Wahrheitstafel Zeile für Zeile

q = 1, r = 1: r ∨ q = 1, r → (r ∨ q) = 1
q = 1, r = 0: r ∨ q = 1, r → (r ∨ q) = 1
q = 0, r = 1: r ∨ q = 1, r → (r ∨ q) = 1
q = 0, r = 0: r ∨ q = 0, r → (r ∨ q) = 1

Einordnen

r → (r ∨ q): 1, 1, 1, 1
In jeder Zeile 1: eine Tautologie.

Antwort

Tautologie
4.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: ∀x ¬P(x)

Quantoren und Argumente: ¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x) und ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x). Ziehe eine Negation nach innen, vertausche jeden Quantor, den sie passiert, und negiere die innere Formel mit den aussagenlogischen Gesetzen, etwa ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b. Ein Argument ist gültig, wenn die Konklusion in jeder Zeile 1 ist, in der alle Prämissen 1 sind. Eine einzige Zeile mit wahren Prämissen und falscher Konklusion ist ein Gegenbeispiel und zeigt, dass das Argument ungültig ist.

Die Negation nach innen ziehen

¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)

Antwort

∀x ¬P(x)

Die anderen Optionen lassen entweder einen Quantor unverändert, ändern die Reihenfolge der Quantoren oder negieren die innere Formel falsch.

5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: N = 4

Karnaugh-Diagramme: Die Felder sind im Gray-Code (00, 01, 11, 10) angeordnet, benachbarte Felder, auch die über den Rand hinweg, unterscheiden sich also in genau einer Variablen. Fasse die Einsen in Rechtecken aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern zusammen, so groß und so wenige wie möglich, bis jede 1 abgedeckt ist. Jede Gruppe ist ein Produktterm: die Variablen, die in ihr konstant bleiben. Eine Gruppe aus 2ᵏ Feldern verliert k Variablen. Don’t-Cares (X) dürfen genutzt werden, um Gruppen zu vergrößern, müssen aber nie abgedeckt werden. Fasst du stattdessen die Nullen zusammen, erhältst du die minimale POS-Form.

ABCD000111100001111000011312041517061120131151141819011110

Die Nullen zusammenfassen

Jede Gruppe ist ein Rechteck aus 2ᵏ Feldern; Randfelder sind Nachbarn der Felder am gegenüberliegenden Rand.

(A + B′ + D)
(A + B + C)
(A′ + B + C′ + D′)
(A′ + B′ + C + D′)

Minimale POS-Form

F = (A + B′ + D)(A + B + C)(A′ + B + C′ + D′)(A′ + B′ + C + D′)
N = 4

Antwort

N = 4
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: Q = 1

Flipflops und Zähler: Ein Flipflop ändert sich nur bei der aktiven Taktflanke. D übernimmt seinen Eingang (Q⁺ = D); T kippt bei T = 1; JK hält bei 00, setzt bei 01 zurück, setzt bei 10 und kippt bei 11. Ein n-Bit-Binärzähler hat 2ⁿ Zustände und zählt modulo 2ⁿ; ein Mod-N-Zähler läuft 0, 1, …, N − 1 und wieder auf 0 und braucht die kleinste Anzahl n von Flipflops mit 2ⁿ ≥ N. Jede Stufe eines Asynchronzählers halbiert die Frequenz, daher läuft der letzte Ausgang eines Mod-N-Zählers mit fclk/N. Ein Johnson-Zähler aus n Flipflops hat 2n Zustände, ein Ringzähler n.

Volle Zyklen

Alle 9 Impulse bringen den Zähler in denselben Zustand zurück.

14 = 1·9 + 5

Zählerstand nach den restlichen Impulsen

Q = (5 + 5) mod 9 = 1
Q = 0001₂

Antwort

Q = 1
7.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: φ(21) = 12

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Primfaktoren

21 = 3·7

φ-Wert

φ(21) = φ(7)·φ(3) = 6·2 = 12

Antwort

φ(21) = 12
8.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: d = 131

Modulare Potenzen und RSA: Berechne aᵏ mod n durch wiederholtes Quadrieren: Schreibe k binär, quadriere, reduziere nach jedem Schritt und multipliziere die Potenzen, deren Bit 1 ist. Fermat: aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p) für eine Primzahl p, die a nicht teilt, der Exponent lässt sich also modulo p − 1 reduzieren. RSA: Wähle Primzahlen p und q, n = p·q und φ(n) = (p − 1)(q − 1); der öffentliche Exponent e ist teilerfremd zu φ(n), und der private Exponent ist d = e⁻¹ mod φ(n). Verschlüssele mit c = mᵉ mod n und entschlüssele mit m = cᵈ mod n.

Modul und φ-Wert

n = 19·41 = 779
φ(n) = 18·40 = 720

Erweiterter euklidischer Algorithmus

r = 720, t = 0
r = 11, q = 65, t = 1
r = 5, q = 2, t = −65
r = 1, q = 5, t = 131

Privater Exponent

d = 131
Probe: 11·131 = 1441 = 2·720 + 1

Antwort

d = 131
9.Algorithmen & Komplexität

Antwort: A · Exponentiell

Warum das die Antwort ist

Der Aufrufbaum wächst ungefähr wie φⁿ (etwa 1,618ⁿ). Memoisation reduziert dies auf O(n).

Antwort

A · Exponentiell
10.Algorithmen & Komplexität

Antwort: B · Jedes Problem in P liegt auch in NP

Warum das die Antwort ist

P ⊆ NP: Wenn du ein Problem schnell lösen kannst, kannst du auch eine Lösung schnell überprüfen. Ob P = NP gilt, ist noch offen.

Antwort

B · Jedes Problem in P liegt auch in NP
11.Datenstrukturen

Antwort: B · n (er wird zu einer verketteten Liste)

Warum das die Antwort ist

Sortiertes Einfügen erzeugt einen entarteten Baum der Höhe n, sodass Suchen O(n) kosten. Balancierte Bäume verhindern das.

Antwort

B · n (er wird zu einer verketteten Liste)
12.Datenstrukturen

Antwort: A · Eine einfache Rechtsrotation am unbalancierten Knoten

Warum das die Antwort ist

Im Links-links-Fall hebt eine Rechtsrotation das linke Kind nach oben und stellt die Balance wieder her; Zickzack-Fälle brauchen eine Doppelrotation.

Antwort

A · Eine einfache Rechtsrotation am unbalancierten Knoten
13.Graphentheorie

Antwort: H = 360

Euler, Hamilton und Bäume: Ein zusammenhängender Graph hat einen Euler-Kreis (jede Kante einmal, zurück zum Start), wenn jeder Knoten geraden Grad hat, und einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, wenn genau zwei Knoten ungeraden Grad haben; der Weg verläuft dann von einem ungeraden Knoten zum anderen. Ein Hamilton-Kreis besucht jeden Knoten einmal; Kn hat (n − 1)!/2 davon. Ein Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten, und ein zusammenhängender Graph mit m Kanten behält einen aufspannenden Baum, wenn man m − n + 1 Kanten entfernt.

Zählen

H = (7 − 1)!/2 = 720/2 = 360

Antwort

H = 360
14.Graphentheorie

Antwort: d(D) = 12

Kürzeste Wege und aufspannende Bäume: Der Dijkstra-Algorithmus schließt in jeder Runde einen Knoten ab: den offenen Knoten mit dem kleinsten vorläufigen Abstand. Sein Abstand ist dann endgültig, und jeder Nachbar v erhält d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v)). Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf, indem er die Kanten von leicht nach schwer nimmt und jede Kante überspringt, die einen Kreis schließen würde; der Prim-Algorithmus lässt einen Baum von einem Startknoten aus wachsen, indem er immer die leichteste Kante hinzufügt, die aus ihm herausführt. Ein aufspannender Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten.

Dijkstra Runde für Runde

Jede Zeile: der abgeschlossene Knoten, sein endgültiger Abstand und die Nachbarn, deren Abstand sich verbessert.

A (0): B: 11, C: 10
C (10): E: 17
B (11): D: 12, G: 16
D (12): F: 22
G (16)
E (17): F: 19
F (19)

Kürzester Weg

A → B → D
d(D) = 12

Antwort

d(D) = 12
15.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Es macht die nach dem Savepoint s1 vorgenommenen Änderungen rückgängig und lässt die Transaktion offen

Warum das die Antwort ist

Ein Savepoint markiert einen Punkt innerhalb einer Transaktion; ein Rollback dorthin verwirft spätere Arbeit, während frühere Änderungen bis zum COMMIT ausstehend bleiben.

Antwort

C · Es macht die nach dem Savepoint s1 vorgenommenen Änderungen rückgängig und lässt die Transaktion offen
16.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Ein Index, der alle von der Abfrage benötigten Spalten enthält, sodass die Tabelle selbst nicht gelesen werden muss

Warum das die Antwort ist

Sind alle referenzierten Spalten im Index, kann das DBMS einen Index-Only-Scan durchführen und das Abrufen von Tabellenzeilen überspringen, was I/O spart.

Antwort

C · Ein Index, der alle von der Abfrage benötigten Spalten enthält, sodass die Tabelle selbst nicht gelesen werden muss
17.Rechnernetze

Antwort: C · 62

Warum das die Antwort ist

Ein /26 hat 6 Host-Bits: 2⁶ = 64 Adressen, abzüglich Netz- und Broadcast-Adresse ergibt 62 nutzbare Hosts.

Antwort

C · 62
18.Rechnernetze

Antwort: B · OSPF

Warum das die Antwort ist

OSPF-Router erstellen eine vollständige Karte des Bereichs und berechnen kürzeste Wege mit dem Dijkstra-Algorithmus. RIP ist ein Distanzvektor-, BGP ein Pfadvektorprotokoll.

Antwort

B · OSPF
19.IPv4-Subnetting

Antwort: H = 62

IPv4 subnetting: an address has 32 bits. The prefix /p says how many leading bits identify the network; the remaining 32 − p bits number the hosts. A subnet has 2³²⁻ᵖ addresses, but the first (network address) and last (broadcast address) cannot be given to hosts, so 2³²⁻ᵖ − 2 hosts fit. Exceptions: a /31 (point-to-point link, RFC 3021) uses both of its 2 addresses for hosts, and a /32 is one single address (a single host or a loopback).

Präfixlänge

255.255.255.192 = /26

Nutzbare Hosts

26 − 2 = 62

Antwort

H = 62
20.IPv4-Subnetting

Antwort: p = 20

Routenzusammenfassung: Eine Summenroute a.b.c.0/p deckt alle Netze ab, deren erste p Bits übereinstimmen. Schreibe das abweichende Oktett des ersten und letzten Netzes binär; die Anzahl der gemeinsamen führenden Bits plus die Bits der Oktette davor ist das längste Summenpräfix.

Die Bits vergleichen

151 = 10010111
155 = 10011011
gemeinsame führende Bits: 4

Präfixlänge

p = 16 + 4 = 20

Antwort

p = /20

Summenroute: 10.96.144.0/20 (sie deckt auch 11 Netz(e) ab, die nicht in der Liste stehen).

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