Grundlagen der Informatik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zahlensysteme

Stellenwerte
binär 2k, oktal 8k, hex 16k
Ins Dezimalsystem
Σ dk·bk
Aus dem Dezimalsystem
durch die Basis teilen, die Reste von unten nach oben lesen
Hex ↔ binär
eine Hex-Ziffer = 4 Bits
Zweierkomplement
die Bits invertieren und 1 addieren

Aussagenlogik & Beweise

Zeilen einer Wahrheitstafel
2ⁿ
Implikation
p → q ≡ ¬p ∨ q ≡ ¬q → ¬p
Negierte Implikation
¬(p → q) ≡ p ∧ ¬q
Äquivalenz (Bikonditional)
p ↔ q ≡ (p → q) ∧ (q → p)
De Morgan
¬(p ∧ q) ≡ ¬p ∨ ¬q, ¬(p ∨ q) ≡ ¬p ∧ ¬q
Distributivgesetze
p ∨ (q ∧ r) ≡ (p ∨ q) ∧ (p ∨ r), p ∧ (q ∨ r) ≡ (p ∧ q) ∨ (p ∧ r)
Negierte Quantoren
¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x), ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)
Modus ponens, Modus tollens
p → q, p ⊢ q; p → q, ¬q ⊢ ¬p

Methode

  1. Zähle die verschiedenen Variablen: Die Wahrheitstafel hat 2ⁿ Zeilen und beginnt mit lauter Einsen.
  2. Gib jeder Teilformel eine eigene Spalte und fülle die Spalten von innen nach außen.
  3. Wende die Regel jedes Junktors an: → ist nur bei 1 → 0 gleich 0, ↔ ist 1, wenn beide Seiten übereinstimmen.
  4. Vergleiche bei Äquivalenzen die letzten Spalten Zeile für Zeile; schau bei einem Argument nur auf die Zeilen, in denen alle Prämissen 1 sind.
  5. Um eine quantifizierte Aussage zu negieren, ziehe ¬ nach innen, vertausche ∀ und ∃ und negiere die innere Formel.

Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Grundgatter
A·B, A + B, A′, (A·B)′, (A + B)′, A ⊕ B
Boolesche Regeln
X + X′ = 1, X·X′ = 0, X + XY = X, XY + XY′ = X
De Morgan
(X·Y)′ = X′ + Y′, (X + Y)′ = X′·Y′
Reihenfolge im Karnaugh-Diagramm
00, 01, 11, 10 (Gray code)
Gruppe aus 2ᵏ Feldern
verliert k Variablen
4-zu-1-Multiplexer
F = A′B′I0 + A′BI1 + AB′I2 + ABI3
Flipflops
D: Q⁺ = D, T: Q⁺ = T ⊕ Q, JK: Q⁺ = JQ′ + K′Q
Zähler
n Bit: 2ⁿ Zustände; Mod-N: kleinstes n mit 2ⁿ ≥ N; fout = fclk/N
Asynchronzähler
fmax = 1/(n·tpd)
Ring- und Johnson-Zähler
n und 2n Zustände

Methode

  1. Gehe bei einer Schaltung von den Eingängen zum Ausgang vor, ein Gatter nach dem anderen, und schreibe den Wert an jede Leitung, oder schreibe ihren Ausdruck auf und fülle die Wahrheitstabelle aus.
  2. Trage zum Vereinfachen die Einsen (und die Don’t-Cares als X) in ein Karnaugh-Diagramm mit Zeilen und Spalten im Gray-Code ein: 00, 01, 11, 10.
  3. Decke die Einsen mit möglichst wenigen und möglichst großen Gruppen aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern ab, auch über den Rand hinweg; jede Gruppe ist ein Produktterm aus den Variablen, die konstant bleiben. Fasse für die POS-Form die Nullen zusammen.
  4. Lies bei Flipflops und Zählern die Eingänge an jeder aktiven Taktflanke ab, schreibe den Zustand nach jeder Flanke auf und denke daran, dass ein n-Bit-Zähler nach 2ⁿ Zuständen überläuft.

Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Division mit Rest
a = q·n + r, 0 ≤ r < n
Euklid
gcd(a, b) = gcd(b, a mod b)
Kleinstes gemeinsames Vielfaches
lcm(a, b) = a·b/gcd(a, b)
Inverse
a·a⁻¹ ≡ 1 (mod n), gcd(a, n) = 1
Lineare Kongruenz
a·x ≡ b → x ≡ a⁻¹·b (mod n)
Eulersche φ-Funktion
φ(n) = n·∏(1 − 1/p), φ(pᵏ) = pᵏ − pᵏ⁻¹
Fermat
aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p)
RSA
n = pq, φ = (p − 1)(q − 1), d = e⁻¹ mod φ, c = mᵉ mod n, m = cᵈ mod n

Methode

  1. Reduziere zuerst jede Zahl modulo n; die Reste liegen zwischen 0 und n − 1.
  2. Teile für einen ggT wiederholt mit dem euklidischen Algorithmus; der letzte Rest ungleich null ist der ggT.
  3. Führe für ein Inverses den erweiterten Algorithmus aus und behalte den Koeffizienten von a; addiere n, falls er negativ ist.
  4. Löse a·x ≡ b, indem du mit a⁻¹ multiplizierst; kombiniere zwei Kongruenzen, indem du x = r₁ + m₁k schreibst.
  5. Schreibe bei Potenzen den Exponenten binär und quadriere wiederholt; bei RSA gilt d = e⁻¹ mod φ(n) mit φ(n) = (p − 1)(q − 1).

Graphentheorie

Handschlaglemma
Σ deg(v) = 2|E|
Vollständige Graphen
|E(Kn)| = n(n − 1)/2, |E(Km,n)| = m·n
Regulärer Graph
|E| = n·k/2
Baum und Wald
|E| = n − 1, |E| = n − c
Blätter eines Baums
L = 2 + Σ (deg(v) − 2) over deg(v) ≥ 3
Euler
Kreis: alle Grade gerade; Weg: genau 2 ungerade Grade
Hamilton-Kreise in Kn
(n − 1)!/2
Dijkstra-Aktualisierung
d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v))
Wege der Länge L
(Mᴸ)ij

Methode

  1. Schreibe den Grad jedes Knotens auf; die Grade summieren sich zum Doppelten der Kantenzahl.
  2. Prüfe bei Euler-Aufgaben, ob der Graph zusammenhängend ist, und zähle die Knoten mit ungeradem Grad.
  3. Verwende bei Bäumen n − 1 Kanten und das Handschlaglemma.
  4. Führe bei Dijkstra eine Tabelle der vorläufigen Abstände und schließe in jeder Runde den kleinsten noch offenen Knoten ab.
  5. Sortiere für einen minimalen aufspannenden Baum die Kanten nach Gewicht und überspringe jede Kante, die einen Kreis schließt (Kruskal), oder lass einen Baum von einem Startknoten aus wachsen (Prim).

IPv4-Subnetting

Hosts pro Subnetz
2(32 − prefix) − 2 (/31: 2, /32: 1)
Blockgröße
256 − (mask octet)
Netzadresse
IP AND Maske
Broadcast-Adresse
IP OR (NOT Maske): alle Host-Bits auf 1
Subnetze aus n geliehenen Bits
2n

2Übungsaufgaben

1.ZahlensystemeMittel
8-Bit-Zweierkomplement0−12806403201608040201

Setze die Bits so, dass sie −54 im 8-Bit-Zweierkomplement speichern. Welchen Wert U hat das Muster, wenn man es als vorzeichenlose Zahl liest?

N = −548 bit
U =
2.ZahlensystemeSchwer
24 bit1 px800 px600 pxM = ? KiB

Ein unkomprimiertes Bild hat 800 × 600 Pixel mit 24 Bits pro Pixel. Wie viel Speicher M braucht es in KiB (1 KiB = 1024 Bytes)?

800 × 600 px24 bit/px1 KiB = 1024 B
M = KiB
3.Aussagenlogik & BeweiseMittel
pqrr ∧ p¬q ∧ (r ∧ p)(¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p))111?110?101?100?011?010?001?000?

In wie vielen der 8 Zeilen ihrer Wahrheitstafel ist (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) wahr? Nenne diese Zahl N.

(¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p))
N =
4.Aussagenlogik & BeweiseSchwer
∀x P(x)∀x ¬P(x)∃x P(x)∃x ¬P(x)

Welche Aussage ist äquivalent zu ¬∀x P(x), wenn die Negation ganz nach innen gezogen ist? Klicke sie an.

¬∀x P(x)
  1. 1∀x P(x)
  2. 2∀x ¬P(x)
  3. 3∃x P(x)
  4. 4∃x ¬P(x)
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsMittel
ABCD000111100001111010111312041517060120130150140819011010

Bestimme mit dem Karnaugh-Diagramm die minimale Summe von Produkten (SOP) von F(A, B, C, D) = Σm(0, 1, 2, 3, 5, 7, 9). Wie viele Produktterme N hat sie?

F(A, B, C, D) = Σm(0, 1, 2, 3, 5, 7, 9)
N =
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsSchwer
ABCD000111100001111010011312X41517161120130151141809X11010

Bestimme die minimale SOP-Form von F(A, B, C, D) = Σm(0, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 12, 14) + d(4, 11), wobei d die Don’t-Care-Bedingungen kennzeichnet. Wie viele Produktterme N hat sie?

F(A, B, C, D) = Σm(0, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 12, 14) + d(4, 11)
N =
7.Zahlentheorie & modulare ArithmetikMittel

Löse 15x ≡ 13 (mod 17). Gib die Lösung x mit 0 < x < 17 an.

15x ≡ 13 (mod 17)
x =
8.Zahlentheorie & modulare ArithmetikSchwer
809c = me​ mod n?m = cd​ mod nm(n, e) = (1189, 11)d

Verschlüssele die Nachricht m = 809 mit dem öffentlichen RSA-Schlüssel (n, e) = (1189, 11). Bestimme den Geheimtext c.

n = 1189e = 11m = 809
c =
9.Algorithmen & KomplexitätMittel

Ist es richtig zu sagen, dass ein O(n²)-Algorithmus auch O(n³) ist?

  1. AJa, aber nur wenn n kleiner als 100 ist
  2. BNein, denn Groß-O muss stets die genaue Wachstumsrate der Funktion angeben
  3. CNein, denn n³ ist für große n kleiner als n²
  4. DJa, denn Groß-O ist eine obere Schranke, und n² wächst nicht schneller als n³
10.Algorithmen & KomplexitätSchwer

Welche zwei Dinge müssen gezeigt werden, um zu beweisen, dass ein Entscheidungsproblem X NP-vollständig ist?

  1. AX hat keinen polynomiellen Algorithmus, und X ist entscheidbar
  2. BX liegt in NP, und ein bekanntes NP-vollständiges Problem lässt sich in polynomieller Zeit auf X reduzieren
  3. CX lässt sich auf ein Problem in P reduzieren, und X liegt in NP
  4. DX liegt in P, und X lässt sich auf SAT reduzieren
11.DatenstrukturenMittel

Welche Balancebedingung hält ein AVL-Baum an jedem Knoten ein?

  1. AAlle Blätter liegen in genau derselben Tiefe
  2. BDie Höhen des linken und rechten Teilbaums unterscheiden sich höchstens um 1
  3. CBeide Teilbäume jedes Knotens enthalten genau gleich viele Knoten
  4. DJeder Knoten ist rot oder schwarz gefärbt
12.DatenstrukturenSchwer

Die Schlüssel 5, 3, 8, 1 werden in dieser Reihenfolge in einen leeren, arraybasierten binären Min-Heap eingefügt. Wie sieht das Array am Ende aus?

  1. A[3, 1, 8, 5]
  2. B[1, 5, 8, 3]
  3. C[1, 3, 5, 8]
  4. D[1, 3, 8, 5]
13.GraphentheorieMittel

Ein Baum hat 4 Knoten vom Grad 3, und alle seine anderen Knoten sind Blätter (Grad 1). Wie viele Blätter L hat er?

4 × deg 3
L =
14.GraphentheorieSchwer
151813158176ABCDEF

Bestimme das Gesamtgewicht W eines minimalen aufspannenden Baums des gewichteten Graphen.

|V| = 6|E| = 8
W =
15.Datenbanken & SQLMittel

Was liefert SELECT COALESCE(phone, 'unknown') FROM customers für einen Kunden, dessen phone NULL ist?

  1. ANULL
  2. BEine leere Zeichenkette
  3. C'unknown'
  4. DEinen Fehler
16.Datenbanken & SQLSchwer

Welche Fensterfunktion vergibt innerhalb jeder Partition die Nummern 1, 2, 3, ... an Zeilen, ohne Gleichstände?

  1. ARANK()
  2. BDENSE_RANK()
  3. CCOUNT()
  4. DROW_NUMBER()
17.RechnernetzeMittel

Wie lautet die Netzadresse des Hosts 192.168.10.77/26?

  1. A192.168.10.0
  2. B192.168.10.64
  3. C192.168.10.76
  4. D192.168.10.128
18.RechnernetzeSchwer

Ein PC erreicht Drucker in seinem eigenen Subnetz, aber nichts darüber hinaus. IP-Adresse und Maske sind korrekt. Was ist der wahrscheinlichste Fehler?

  1. AEin fehlendes oder falsches Standardgateway
  2. BEine fehlerhafte DNS-Server-Einstellung
  3. CEin zu kleines TCP-Fenster
  4. DEine doppelte MAC-Adresse im Internet
19.IPv4-SubnettingMittel
/24 → /2711111111111111111111111111100000NetzbitsHostbits

Das Netz 192.168.76.0/24 wird in /27-Subnetze aufgeteilt, nummeriert mit 1, 2, 3, … ab der niedrigsten Adresse (Subnetz 1 beginnt bei .0). Wie lautet das vierte Oktett x der Netzadresse von Subnetz 2?

192.168.76.0/24/27Subnetz 2 (Subnetz 1 beginnt bei .0)
x =
20.IPv4-SubnettingSchwer
drittes Oktett = 202112816403201618041201NetzHost

Ein Host hat die Adresse 172.20.202.94/22. Wie lautet das dritte Oktett x der Broadcastadresse seines Subnetzes?

172.20.202.94/22
x =

3Lösungen

1.Zahlensysteme

Antwort: U = 202

Bits setzen: Jedes Bit hat den Wert einer Zweierpotenz (128, 64, …, 1). Eine Hexadezimalziffer entspricht genau vier Bits, und im 8-Bit-Zweierkomplement hat das linke Bit den Wert −128. Bitweise Operationen wirken auf jede Bitposition einzeln.

Invertieren und eins addieren

54 = 0011 0110
invertiert: 1100 1001
+1 → 1100 1010

Vorzeichenlos lesen

1100 1010₂ = 256 − 54 = 202

Antwort

U = 202
2.Zahlensysteme

Antwort: M = 1406 KiB

Stellenwertsysteme: Jede Ziffer ist ihren Wert mal eine Potenz der Basis wert. Im Binärsystem sind die Stellen 1, 2, 4, 8, 16, … wert, im Hexadezimalsystem 1, 16, 256, …, wobei A–F für 10–15 stehen. Im 8-Bit-Zweierkomplement ist das linke Bit −128 statt +128 wert; so werden negative Zahlen gespeichert.

Bits und Bytes

800·600·24 = 11520000 bit = 1440000 B

In KiB umrechnen

1440000/1024 = 1406,25 KiB

Antwort

M = 1406,25 KiB
3.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: N = 3

Wahrheitstafeln: Eine Formel mit n verschiedenen Variablen hat 2ⁿ Zeilen, eine für jede Kombination von Wahrheitswerten (1 = wahr, 0 = falsch). Arbeite von innen nach außen und gib jeder Teilformel eine eigene Spalte. ¬a kehrt den Wert um; a ∧ b ist nur 1, wenn beide 1 sind; a ∨ b ist nur 0, wenn beide 0 sind; a → b ist nur 0, wenn a = 1 und b = 0; a ↔ b ist 1, wenn beide Seiten gleich sind.

Wahrheitstafel Zeile für Zeile

p = 1, q = 1, r = 1: ¬r = 0, ¬r → q = 1, ¬q = 0, r ∧ p = 1, ¬q ∧ (r ∧ p) = 0, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 0
p = 1, q = 1, r = 0: ¬r = 1, ¬r → q = 1, ¬q = 0, r ∧ p = 0, ¬q ∧ (r ∧ p) = 0, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 0
p = 1, q = 0, r = 1: ¬r = 0, ¬r → q = 1, ¬q = 1, r ∧ p = 1, ¬q ∧ (r ∧ p) = 1, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 1
p = 1, q = 0, r = 0: ¬r = 1, ¬r → q = 0, ¬q = 1, r ∧ p = 0, ¬q ∧ (r ∧ p) = 0, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 1
p = 0, q = 1, r = 1: ¬r = 0, ¬r → q = 1, ¬q = 0, r ∧ p = 0, ¬q ∧ (r ∧ p) = 0, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 0
p = 0, q = 1, r = 0: ¬r = 1, ¬r → q = 1, ¬q = 0, r ∧ p = 0, ¬q ∧ (r ∧ p) = 0, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 0
p = 0, q = 0, r = 1: ¬r = 0, ¬r → q = 1, ¬q = 1, r ∧ p = 0, ¬q ∧ (r ∧ p) = 0, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 0
p = 0, q = 0, r = 0: ¬r = 1, ¬r → q = 0, ¬q = 1, r ∧ p = 0, ¬q ∧ (r ∧ p) = 0, (¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)) = 1

Zähle die Zeilen mit dem Wert 1

(¬r → q) ↔ (¬q ∧ (r ∧ p)): 0, 0, 1, 1, 0, 0, 0, 1
N = 3

Antwort

N = 3
4.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: ∃x ¬P(x)

Quantoren und Argumente: ¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x) und ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x). Ziehe eine Negation nach innen, vertausche jeden Quantor, den sie passiert, und negiere die innere Formel mit den aussagenlogischen Gesetzen, etwa ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b. Ein Argument ist gültig, wenn die Konklusion in jeder Zeile 1 ist, in der alle Prämissen 1 sind. Eine einzige Zeile mit wahren Prämissen und falscher Konklusion ist ein Gegenbeispiel und zeigt, dass das Argument ungültig ist.

Die Negation nach innen ziehen

¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x)

Antwort

∃x ¬P(x)

Die anderen Optionen lassen entweder einen Quantor unverändert, ändern die Reihenfolge der Quantoren oder negieren die innere Formel falsch.

5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: N = 3

Karnaugh-Diagramme: Die Felder sind im Gray-Code (00, 01, 11, 10) angeordnet, benachbarte Felder, auch die über den Rand hinweg, unterscheiden sich also in genau einer Variablen. Fasse die Einsen in Rechtecken aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern zusammen, so groß und so wenige wie möglich, bis jede 1 abgedeckt ist. Jede Gruppe ist ein Produktterm: die Variablen, die in ihr konstant bleiben. Eine Gruppe aus 2ᵏ Feldern verliert k Variablen. Don’t-Cares (X) dürfen genutzt werden, um Gruppen zu vergrößern, müssen aber nie abgedeckt werden. Fasst du stattdessen die Nullen zusammen, erhältst du die minimale POS-Form.

ABCD000111100001111010111312041517060120130150140819011010

Die Einsen zusammenfassen

Jede Gruppe ist ein Rechteck aus 2ᵏ Feldern; Randfelder sind Nachbarn der Felder am gegenüberliegenden Rand.

B′C′D
A′D
A′B′

Minimale SOP-Form

F = B′C′D + A′D + A′B′
N = 3

Antwort

N = 3
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: N = 4

Karnaugh-Diagramme: Die Felder sind im Gray-Code (00, 01, 11, 10) angeordnet, benachbarte Felder, auch die über den Rand hinweg, unterscheiden sich also in genau einer Variablen. Fasse die Einsen in Rechtecken aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern zusammen, so groß und so wenige wie möglich, bis jede 1 abgedeckt ist. Jede Gruppe ist ein Produktterm: die Variablen, die in ihr konstant bleiben. Eine Gruppe aus 2ᵏ Feldern verliert k Variablen. Don’t-Cares (X) dürfen genutzt werden, um Gruppen zu vergrößern, müssen aber nie abgedeckt werden. Fasst du stattdessen die Nullen zusammen, erhältst du die minimale POS-Form.

Primimplikanten

Die größten Gruppen, die sich aus Einsen und X bilden lassen.

C′D′, BD′, B′CD, A′D′, A′C, A′B
ABCD000111100001111010011312X41517161120130151141809X11010

Minimale Überdeckung

F = C′D′ + BD′ + A′C + A′B
N = 4

Antwort

N = 4
7.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: x = 2

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Inverses von 15

r = 17, t = 0
r = 15, q = 1, t = 1
r = 2, q = 7, t = −1
r = 1, q = 2, t = 8
15−1 ≡ 8 (mod 17)

Lösen

x ≡ 8·13 = 104 ≡ 2 (mod 17)
Probe: 15·2 = 30 ≡ 13 (mod 17)

Antwort

x = 2
8.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: c = 188

Modulare Potenzen und RSA: Berechne aᵏ mod n durch wiederholtes Quadrieren: Schreibe k binär, quadriere, reduziere nach jedem Schritt und multipliziere die Potenzen, deren Bit 1 ist. Fermat: aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p) für eine Primzahl p, die a nicht teilt, der Exponent lässt sich also modulo p − 1 reduzieren. RSA: Wähle Primzahlen p und q, n = p·q und φ(n) = (p − 1)(q − 1); der öffentliche Exponent e ist teilerfremd zu φ(n), und der private Exponent ist d = e⁻¹ mod φ(n). Verschlüssele mit c = mᵉ mod n und entschlüssele mit m = cᵈ mod n.

Wiederholtes Quadrieren

11 = 8 + 2 + 1
8091 ≡ 809 (mod 1189)
8092 ≡ 531 (mod 1189)
8094 ≡ 168 (mod 1189)
8098 ≡ 877 (mod 1189)
80911 ≡ 809·531·877 ≡ 188 (mod 1189)

Geheimtext

c = 188

Antwort

c = 188
9.Algorithmen & Komplexität

Antwort: D · Ja, denn Groß-O ist eine obere Schranke, und n² wächst nicht schneller als n³

Warum das die Antwort ist

Groß-O ist eine obere Schranke, also ist die Aussage wahr, aber nicht scharf; Θ(n²) gibt die genaue Wachstumsrate an.

Antwort

D · Ja, denn Groß-O ist eine obere Schranke, und n² wächst nicht schneller als n³
10.Algorithmen & Komplexität

Antwort: B · X liegt in NP, und ein bekanntes NP-vollständiges Problem lässt sich in polynomieller Zeit auf X reduzieren

Warum das die Antwort ist

Die Zugehörigkeit zu NP zeigt, dass X nicht schwerer als NP ist; die Reduktion von einem bekannten NP-vollständigen Problem zeigt, dass X mindestens so schwer ist wie ganz NP.

Antwort

B · X liegt in NP, und ein bekanntes NP-vollständiges Problem lässt sich in polynomieller Zeit auf X reduzieren
11.Datenstrukturen

Antwort: B · Die Höhen des linken und rechten Teilbaums unterscheiden sich höchstens um 1

Warum das die Antwort ist

Der Balancefaktor (Höhe links − Höhe rechts) muss −1, 0 oder 1 sein; Rotationen stellen ihn nach Einfügen und Löschen wieder her.

Antwort

B · Die Höhen des linken und rechten Teilbaums unterscheiden sich höchstens um 1
12.Datenstrukturen

Antwort: D · [1, 3, 8, 5]

Warum das die Antwort ist

Nach 5, 3, 8 ist das Array [3, 5, 8]; 1 kommt an Index 3, wird mit seinem Elternknoten 5 und dann mit 3 vertauscht, das ergibt [1, 3, 8, 5].

Antwort

D · [1, 3, 8, 5]
13.Graphentheorie

Antwort: L = 6

Euler, Hamilton und Bäume: Ein zusammenhängender Graph hat einen Euler-Kreis (jede Kante einmal, zurück zum Start), wenn jeder Knoten geraden Grad hat, und einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, wenn genau zwei Knoten ungeraden Grad haben; der Weg verläuft dann von einem ungeraden Knoten zum anderen. Ein Hamilton-Kreis besucht jeden Knoten einmal; Kn hat (n − 1)!/2 davon. Ein Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten, und ein zusammenhängender Graph mit m Kanten behält einen aufspannenden Baum, wenn man m − n + 1 Kanten entfernt.

Handschlaglemma für einen Baum

L + 12 = 2(L + 4) − 2
L = 6

Antwort

L = 6

Abkürzung: L = 2 + Σ (d − 2) über die Knoten mit Grad d ≥ 3.

14.Graphentheorie

Antwort: W = 35

Kürzeste Wege und aufspannende Bäume: Der Dijkstra-Algorithmus schließt in jeder Runde einen Knoten ab: den offenen Knoten mit dem kleinsten vorläufigen Abstand. Sein Abstand ist dann endgültig, und jeder Nachbar v erhält d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v)). Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf, indem er die Kanten von leicht nach schwer nimmt und jede Kante überspringt, die einen Kreis schließen würde; der Prim-Algorithmus lässt einen Baum von einem Startknoten aus wachsen, indem er immer die leichteste Kante hinzufügt, die aus ihm herausführt. Ein aufspannender Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten.

Kruskal-Algorithmus

CE (1): nehmen
DE (5): nehmen
BE (6): nehmen
DF (8): nehmen
BD (13): überspringen, schließt einen Kreis
AB (15): nehmen

Gesamtgewicht

W = 1 + 5 + 6 + 8 + 15 = 35

Antwort

W = 35
15.Datenbanken & SQL

Antwort: C · 'unknown'

Warum das die Antwort ist

COALESCE prüft seine Argumente von links nach rechts und liefert das erste, das nicht NULL ist, hier 'unknown'.

Antwort

C · 'unknown'
16.Datenbanken & SQL

Antwort: D · ROW_NUMBER()

Warum das die Antwort ist

ROW_NUMBER vergibt eindeutige fortlaufende Nummern; RANK lässt nach Gleichständen Lücken; DENSE_RANK nicht.

Antwort

D · ROW_NUMBER()
17.Rechnernetze

Antwort: B · 192.168.10.64

Warum das die Antwort ist

/26-Subnetze beginnen bei 0, 64, 128 und 192. 77 liegt im Block 64–127, also ist die Netzadresse 192.168.10.64.

Antwort

B · 192.168.10.64
18.Rechnernetze

Antwort: A · Ein fehlendes oder falsches Standardgateway

Warum das die Antwort ist

Hosts senden Pakete für andere Subnetze an das Standardgateway. Ist es falsch oder fehlt es, funktioniert der lokale Verkehr weiter, aber nichts außerhalb ist erreichbar, auch nicht per IP-Adresse.

Antwort

A · Ein fehlendes oder falsches Standardgateway
19.IPv4-Subnetting

Antwort: x = 32

IPv4 subnetting: an address has 32 bits. The prefix /p says how many leading bits identify the network; the remaining 32 − p bits number the hosts. A subnet has 2³²⁻ᵖ addresses, but the first (network address) and last (broadcast address) cannot be given to hosts, so 2³²⁻ᵖ − 2 hosts fit. Exceptions: a /31 (point-to-point link, RFC 3021) uses both of its 2 addresses for hosts, and a /32 is one single address (a single host or a loopback).

Blockgröße

25 = 32

Subnetz Nummer 2

Netz: (2 − 1)·32 = 32
Broadcast: 32 + 32 − 1 = 63

Antwort

x = 32
20.IPv4-Subnetting

Antwort: x = 203

IPv4 subnetting: an address has 32 bits. The prefix /p says how many leading bits identify the network; the remaining 32 − p bits number the hosts. A subnet has 2³²⁻ᵖ addresses, but the first (network address) and last (broadcast address) cannot be given to hosts, so 2³²⁻ᵖ − 2 hosts fit. Exceptions: a /31 (point-to-point link, RFC 3021) uses both of its 2 addresses for hosts, and a /32 is one single address (a single host or a loopback).

Blockgröße im dritten Oktett

22 = 4

Subnetz dieses Hosts

Netz: 172.20.200.0
Broadcast: 172.20.203.255

Antwort

x = 203

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