Grundlagen der Informatik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

Neue AufgabenZurück zum Kurs

Wähle im Druckfenster „Als PDF speichern“, um eine Kopie auf deinem Gerät zu behalten.

1Formeln und Methoden

Zahlensysteme

Stellenwerte
binär 2k, oktal 8k, hex 16k
Ins Dezimalsystem
Σ dk·bk
Aus dem Dezimalsystem
durch die Basis teilen, die Reste von unten nach oben lesen
Hex ↔ binär
eine Hex-Ziffer = 4 Bits
Zweierkomplement
die Bits invertieren und 1 addieren

Aussagenlogik & Beweise

Zeilen einer Wahrheitstafel
2ⁿ
Implikation
p → q ≡ ¬p ∨ q ≡ ¬q → ¬p
Negierte Implikation
¬(p → q) ≡ p ∧ ¬q
Äquivalenz (Bikonditional)
p ↔ q ≡ (p → q) ∧ (q → p)
De Morgan
¬(p ∧ q) ≡ ¬p ∨ ¬q, ¬(p ∨ q) ≡ ¬p ∧ ¬q
Distributivgesetze
p ∨ (q ∧ r) ≡ (p ∨ q) ∧ (p ∨ r), p ∧ (q ∨ r) ≡ (p ∧ q) ∨ (p ∧ r)
Negierte Quantoren
¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x), ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)
Modus ponens, Modus tollens
p → q, p ⊢ q; p → q, ¬q ⊢ ¬p

Methode

  1. Zähle die verschiedenen Variablen: Die Wahrheitstafel hat 2ⁿ Zeilen und beginnt mit lauter Einsen.
  2. Gib jeder Teilformel eine eigene Spalte und fülle die Spalten von innen nach außen.
  3. Wende die Regel jedes Junktors an: → ist nur bei 1 → 0 gleich 0, ↔ ist 1, wenn beide Seiten übereinstimmen.
  4. Vergleiche bei Äquivalenzen die letzten Spalten Zeile für Zeile; schau bei einem Argument nur auf die Zeilen, in denen alle Prämissen 1 sind.
  5. Um eine quantifizierte Aussage zu negieren, ziehe ¬ nach innen, vertausche ∀ und ∃ und negiere die innere Formel.

Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Grundgatter
A·B, A + B, A′, (A·B)′, (A + B)′, A ⊕ B
Boolesche Regeln
X + X′ = 1, X·X′ = 0, X + XY = X, XY + XY′ = X
De Morgan
(X·Y)′ = X′ + Y′, (X + Y)′ = X′·Y′
Reihenfolge im Karnaugh-Diagramm
00, 01, 11, 10 (Gray code)
Gruppe aus 2ᵏ Feldern
verliert k Variablen
4-zu-1-Multiplexer
F = A′B′I0 + A′BI1 + AB′I2 + ABI3
Flipflops
D: Q⁺ = D, T: Q⁺ = T ⊕ Q, JK: Q⁺ = JQ′ + K′Q
Zähler
n Bit: 2ⁿ Zustände; Mod-N: kleinstes n mit 2ⁿ ≥ N; fout = fclk/N
Asynchronzähler
fmax = 1/(n·tpd)
Ring- und Johnson-Zähler
n und 2n Zustände

Methode

  1. Gehe bei einer Schaltung von den Eingängen zum Ausgang vor, ein Gatter nach dem anderen, und schreibe den Wert an jede Leitung, oder schreibe ihren Ausdruck auf und fülle die Wahrheitstabelle aus.
  2. Trage zum Vereinfachen die Einsen (und die Don’t-Cares als X) in ein Karnaugh-Diagramm mit Zeilen und Spalten im Gray-Code ein: 00, 01, 11, 10.
  3. Decke die Einsen mit möglichst wenigen und möglichst großen Gruppen aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern ab, auch über den Rand hinweg; jede Gruppe ist ein Produktterm aus den Variablen, die konstant bleiben. Fasse für die POS-Form die Nullen zusammen.
  4. Lies bei Flipflops und Zählern die Eingänge an jeder aktiven Taktflanke ab, schreibe den Zustand nach jeder Flanke auf und denke daran, dass ein n-Bit-Zähler nach 2ⁿ Zuständen überläuft.

Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Division mit Rest
a = q·n + r, 0 ≤ r < n
Euklid
gcd(a, b) = gcd(b, a mod b)
Kleinstes gemeinsames Vielfaches
lcm(a, b) = a·b/gcd(a, b)
Inverse
a·a⁻¹ ≡ 1 (mod n), gcd(a, n) = 1
Lineare Kongruenz
a·x ≡ b → x ≡ a⁻¹·b (mod n)
Eulersche φ-Funktion
φ(n) = n·∏(1 − 1/p), φ(pᵏ) = pᵏ − pᵏ⁻¹
Fermat
aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p)
RSA
n = pq, φ = (p − 1)(q − 1), d = e⁻¹ mod φ, c = mᵉ mod n, m = cᵈ mod n

Methode

  1. Reduziere zuerst jede Zahl modulo n; die Reste liegen zwischen 0 und n − 1.
  2. Teile für einen ggT wiederholt mit dem euklidischen Algorithmus; der letzte Rest ungleich null ist der ggT.
  3. Führe für ein Inverses den erweiterten Algorithmus aus und behalte den Koeffizienten von a; addiere n, falls er negativ ist.
  4. Löse a·x ≡ b, indem du mit a⁻¹ multiplizierst; kombiniere zwei Kongruenzen, indem du x = r₁ + m₁k schreibst.
  5. Schreibe bei Potenzen den Exponenten binär und quadriere wiederholt; bei RSA gilt d = e⁻¹ mod φ(n) mit φ(n) = (p − 1)(q − 1).

Graphentheorie

Handschlaglemma
Σ deg(v) = 2|E|
Vollständige Graphen
|E(Kn)| = n(n − 1)/2, |E(Km,n)| = m·n
Regulärer Graph
|E| = n·k/2
Baum und Wald
|E| = n − 1, |E| = n − c
Blätter eines Baums
L = 2 + Σ (deg(v) − 2) over deg(v) ≥ 3
Euler
Kreis: alle Grade gerade; Weg: genau 2 ungerade Grade
Hamilton-Kreise in Kn
(n − 1)!/2
Dijkstra-Aktualisierung
d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v))
Wege der Länge L
(Mᴸ)ij

Methode

  1. Schreibe den Grad jedes Knotens auf; die Grade summieren sich zum Doppelten der Kantenzahl.
  2. Prüfe bei Euler-Aufgaben, ob der Graph zusammenhängend ist, und zähle die Knoten mit ungeradem Grad.
  3. Verwende bei Bäumen n − 1 Kanten und das Handschlaglemma.
  4. Führe bei Dijkstra eine Tabelle der vorläufigen Abstände und schließe in jeder Runde den kleinsten noch offenen Knoten ab.
  5. Sortiere für einen minimalen aufspannenden Baum die Kanten nach Gewicht und überspringe jede Kante, die einen Kreis schließt (Kruskal), oder lass einen Baum von einem Startknoten aus wachsen (Prim).

IPv4-Subnetting

Hosts pro Subnetz
2(32 − prefix) − 2 (/31: 2, /32: 1)
Blockgröße
256 − (mask octet)
Netzadresse
IP AND Maske
Broadcast-Adresse
IP OR (NOT Maske): alle Host-Bits auf 1
Subnetze aus n geliehenen Bits
2n

2Übungsaufgaben

1.ZahlensystemeMittel
Stellenwerte im Zweierkomplement1−12806413201618040201

Das 8-Bit-Muster 1010 1000 speichert eine vorzeichenbehaftete Ganzzahl im Zweierkomplement. Welchen Wert N hat sie im Dezimalsystem?

1010 10008 bit
N =
2.ZahlensystemeSchwer
Klicke auf die Bits, um sie zu setzen012806403201608040201

Setze die Bits auf das 8-Bit-Ergebnis von 1100 0001 XOR 0100 1101. Welchen Wert R hat das Ergebnis dezimal?

1100 0001XOR0100 1101
R =
3.Aussagenlogik & BeweiseMittel
c → aa ∧ ¬c¬a → ¬c¬c → ¬a

Du willst a → c durch Kontraposition beweisen. Welche Implikation beweist du stattdessen? Klicke sie an.

a → c
  1. 1c → a
  2. 2a ∧ ¬c
  3. 3¬a → ¬c
  4. 4¬c → ¬a
4.Aussagenlogik & BeweiseSchwer

Wie viele der 16 Zeilen der Wahrheitstafel machen ((p ↔ q) ↔ s) ∨ ¬(r ↔ (s ↔ p)) wahr? Nenne diese Zahl N.

((p ↔ q) ↔ s) ∨ ¬(r ↔ (s ↔ p))
N =
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsMittel
ABC000111100101324576

Vereinfache F = AC′ + A′B′C + ABC zur minimalen Summe von Produkten. Wie viele Literale L enthält der vereinfachte Ausdruck?

F = AC′ + A′B′C + ABC
L =
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsSchwer
ABCD000111100001111000011312040517X601211301501408X9X11010

Bestimme für F(A, B, C, D) = Σm(2, 3, 7, 13) + d(6, 9, 11), wobei d die Don’t-Care-Bedingungen kennzeichnet, die Anzahl N der wesentlichen Primimplikanten.

F(A, B, C, D) = Σm(2, 3, 7, 13) + d(6, 9, 11)
N =
7.Zahlentheorie & modulare ArithmetikMittel

Löse 40x ≡ 70 (mod 77). Gib die Lösung x mit 0 < x < 77 an.

40x ≡ 70 (mod 77)
x =
8.Zahlentheorie & modulare ArithmetikSchwer
mc = me​ mod n1021m = cd​ mod n?(n, e) = (1591, 17)d

Ein RSA-Schlüssel verwendet p = 37, q = 43 und e = 17. Entschlüssele den Geheimtext c = 1021: Bestimme die Nachricht m.

p = 37q = 43e = 17c = 1021
m =
9.Algorithmen & KomplexitätMittel

Warum wird die Basis eines Logarithmus in der Groß-O-Notation meist weggelassen, wie in O(log n)?

  1. ADie Basis spielt nur für kleine n eine Rolle
  2. BAlle Logarithmen in der Informatik haben die Basis 10, die Basis ist also implizit
  3. CLogarithmen zu verschiedenen Basen unterscheiden sich nur um einen konstanten Faktor
  4. DLogarithmen werden immer auf ganze Zahlen gerundet
10.Algorithmen & KomplexitätSchwer

Bei welcher Variante des Rucksackproblems liefert die Greedy-Regel „Gegenstände nach Wert pro Gewicht nehmen" immer eine optimale Lösung?

  1. ABei keiner der beiden Varianten
  2. BBeim fraktionalen Rucksackproblem, bei dem Gegenstände geteilt werden dürfen
  3. CBeim 0/1-Rucksackproblem, bei dem Gegenstände immer ganz genommen werden müssen
  4. DBei beiden Varianten
11.DatenstrukturenMittel

Wie viele Knoten hat ein perfekter Binärbaum der Höhe h, wenn die Höhe in Kanten gezählt wird?

  1. A2h + 1
  2. Bh2
  3. C2h+1 − 1
  4. D2h
12.DatenstrukturenSchwer

Welche Laufzeit hat die Breitensuche auf einem Graphen mit V Knoten, der als Adjazenzmatrix gespeichert ist?

  1. AO(V + E)
  2. BO(V)
  3. CO(V²)
  4. DO(E log V)
13.GraphentheorieMittel
ABCDEEuler-KreisEuler-Weg, kein Kreiskeines von beiden

Hat der zusammenhängende Graph einen Euler-Kreis, einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, oder keines von beiden? Klicke deine Antwort an.

|V| = 5|E| = 6
  1. 1Euler-Kreis
  2. 2Euler-Weg, kein Kreis
  3. 3keines von beiden
14.GraphentheorieSchwer
42998815143ABCDEFG

Der Dijkstra-Algorithmus läuft von A aus. Klicke den Knoten an, der in Runde 3 abgeschlossen (endgültig gemacht) wird; A selbst ist Runde 1.

Start: ARunde 3
  1. 1A
  2. 2B
  3. 3C
  4. 4D
  5. 5E
  6. 6F
  7. 7G
15.Datenbanken & SQLMittel

Ein LEFT JOIN liefert:

  1. ANur übereinstimmende Zeilen aus beiden Tabellen
  2. BNur alle Zeilen der rechten Tabelle
  3. CAlle Zeilen der linken Tabelle und die passenden Zeilen der rechten, mit NULLs, wo es keine Übereinstimmung gibt
  4. DZeilen, die in keiner der beiden Tabellen übereinstimmen
16.Datenbanken & SQLSchwer

Welche Isolationsstufe verhindert Dirty Reads, erlaubt aber weiterhin Non-Repeatable Reads?

  1. ASerializable
  2. BRepeatable read
  3. CRead committed
  4. DRead uncommitted
17.RechnernetzeMittel

Ein Browser erhält den HTTP-Statuscode 404. Was bedeutet das?

  1. ADie Anfrage war erfolgreich
  2. BDer Client muss sich zuerst anmelden
  3. CDie angeforderte Ressource wurde nicht gefunden
  4. DDer Server hatte einen internen Fehler
18.RechnernetzeSchwer

Eine Remote-Terminal-Anwendung reagiert träge, weil kleine Tastendruck-Pakete zurückgehalten werden. Welcher TCP-Mechanismus ist häufig dafür verantwortlich?

  1. ASlow Start
  2. BDer Drei-Wege-Handshake
  3. CFast Retransmit
  4. DNagle-Algorithmus
19.IPv4-SubnettingMittel
/24 → /2811111111111111111111111111110000NetzbitsHostbits

Das Netz 192.168.10.0/24 soll in mindestens 10 gleich große Subnetze aufgeteilt werden. Wenn du so wenige Bits wie möglich leihst, wie viele nutzbare Hosts H hat jedes Subnetz?

192.168.10.0/2410 subnets
H =
20.IPv4-SubnettingSchwer
letztes Oktett = 112012816413211608040201NetzHost

Ein Host hat die Adresse 10.20.239.112/28. Welches ist das vierte Oktett x der letzten nutzbaren Hostadresse in seinem Subnetz?

10.20.239.112/28
x =

3Lösungen

1.Zahlensysteme

Antwort: N = −88

Stellenwertsysteme: Jede Ziffer ist ihren Wert mal eine Potenz der Basis wert. Im Binärsystem sind die Stellen 1, 2, 4, 8, 16, … wert, im Hexadezimalsystem 1, 16, 256, …, wobei A–F für 10–15 stehen. Im 8-Bit-Zweierkomplement ist das linke Bit −128 statt +128 wert; so werden negative Zahlen gespeichert.

Stellenwerte addieren

Die übrigen Bits behalten ihre normalen positiven Werte.

−128 + 32 + 8 = −88

Antwort

N = −88
2.Zahlensysteme

Antwort: R = 140

Bits setzen: Jedes Bit hat den Wert einer Zweierpotenz (128, 64, …, 1). Eine Hexadezimalziffer entspricht genau vier Bits, und im 8-Bit-Zweierkomplement hat das linke Bit den Wert −128. Bitweise Operationen wirken auf jede Bitposition einzeln.

Bit für Bit

XOR ergibt 1, wo sich die beiden Bits unterscheiden.

1100 0001
XOR 0100 1101
= 1000 1100

Wert des Ergebnisses

1000 1100₂ = 140

Antwort

R = 140
3.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: ¬c → ¬a

Logische Äquivalenz: Zwei Formeln sind äquivalent (≡), wenn sie in jeder Zeile der Wahrheitstafel denselben Wert haben. Eine Tautologie ist in jeder Zeile 1, eine Kontradiktion in jeder Zeile 0, und eine Kontingenz ist keines von beiden. Nützliche Gesetze: De Morgan, ¬(a ∧ b) ≡ ¬a ∨ ¬b und ¬(a ∨ b) ≡ ¬a ∧ ¬b; a → b ≡ ¬a ∨ b ≡ ¬b → ¬a (Kontraposition); ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b; und die Distributivgesetze, a ∨ (b ∧ c) ≡ (a ∨ b) ∧ (a ∨ c).

Teile der Implikation

a = a, b = c

Kontraposition

¬b → ¬a = ¬c → ¬a

Antwort

¬c → ¬a

Die Kontraposition ist äquivalent zur ursprünglichen Aussage, ihr Beweis beweist also die Aussage.

4.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: N = 12

Wahrheitstafeln: Eine Formel mit n verschiedenen Variablen hat 2ⁿ Zeilen, eine für jede Kombination von Wahrheitswerten (1 = wahr, 0 = falsch). Arbeite von innen nach außen und gib jeder Teilformel eine eigene Spalte. ¬a kehrt den Wert um; a ∧ b ist nur 1, wenn beide 1 sind; a ∨ b ist nur 0, wenn beide 0 sind; a → b ist nur 0, wenn a = 1 und b = 0; a ↔ b ist 1, wenn beide Seiten gleich sind.

Spalten

p ↔ q; (p ↔ q) ↔ s; s ↔ p; r ↔ (s ↔ p); ¬(r ↔ (s ↔ p)); ((p ↔ q) ↔ s) ∨ ¬(r ↔ (s ↔ p))

Nach p aufteilen

p = 1: 6
p = 0: 6
N = 6 + 6 = 12

Antwort

N = 12
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: L = 7

Boolesche Algebra: Die Regeln, die Ausdrücke vereinfachen, sind X + X′ = 1 und X·X′ = 0, X + X = X, die Absorption X + X·Y = X, die Zusammenfassungsregel X·Y + X·Y′ = X, X + X′Y = X + Y und das Konsensus-Theorem XY + X′Z + YZ = XY + X′Z. Die De-Morganschen Gesetze machen aus (X·Y)′ den Ausdruck X′ + Y′ und aus (X + Y)′ den Ausdruck X′·Y′. Ein Karnaugh-Diagramm wendet diese Regeln grafisch an: Jede Gruppe aus zwei benachbarten Feldern ist eine Anwendung von XY + XY′ = X.

Minterme des Ausdrucks

AC′ → m(4, 6)
A′B′C → m(1)
ABC → m(7)
ABC00011110010011030214051716

Gruppieren und ablesen

F = AC′ + AB + A′B′C

Die Literale zählen

L = 7

Antwort

L = 7
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: N = 2

Karnaugh-Diagramme: Die Felder sind im Gray-Code (00, 01, 11, 10) angeordnet, benachbarte Felder, auch die über den Rand hinweg, unterscheiden sich also in genau einer Variablen. Fasse die Einsen in Rechtecken aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern zusammen, so groß und so wenige wie möglich, bis jede 1 abgedeckt ist. Jede Gruppe ist ein Produktterm: die Variablen, die in ihr konstant bleiben. Eine Gruppe aus 2ᵏ Feldern verliert k Variablen. Don’t-Cares (X) dürfen genutzt werden, um Gruppen zu vergrößern, müssen aber nie abgedeckt werden. Fasst du stattdessen die Nullen zusammen, erhältst du die minimale POS-Form.

Primimplikanten

Die größten Gruppen, die sich aus Einsen und X bilden lassen.

B′CD, A′C, AC′D
ABCD000111100001111000011312040517X601211301501408X9X11010

Wesentliche Primimplikanten

A′C, AC′D
N = 2

Antwort

N = 2
7.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: x = 21

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Inverses von 40

r = 77, t = 0
r = 40, q = 1, t = 1
r = 37, q = 1, t = −1
r = 3, q = 12, t = 2
r = 1, q = 3, t = −25
40−1 ≡ 52 (mod 77)

Lösen

x ≡ 52·70 = 3640 ≡ 21 (mod 77)
Probe: 40·21 = 840 ≡ 70 (mod 77)

Antwort

x = 21
8.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: m = 930

Modulare Potenzen und RSA: Berechne aᵏ mod n durch wiederholtes Quadrieren: Schreibe k binär, quadriere, reduziere nach jedem Schritt und multipliziere die Potenzen, deren Bit 1 ist. Fermat: aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p) für eine Primzahl p, die a nicht teilt, der Exponent lässt sich also modulo p − 1 reduzieren. RSA: Wähle Primzahlen p und q, n = p·q und φ(n) = (p − 1)(q − 1); der öffentliche Exponent e ist teilerfremd zu φ(n), und der private Exponent ist d = e⁻¹ mod φ(n). Verschlüssele mit c = mᵉ mod n und entschlüssele mit m = cᵈ mod n.

Privater Exponent

n = 1591, φ(n) = 1512
d = 17−1 mod 1512 = 89

Durch wiederholtes Quadrieren entschlüsseln

89 = 64 + 16 + 8 + 1
10211 ≡ 1021 (mod 1591)
10212 ≡ 336 (mod 1591)
10214 ≡ 1526 (mod 1591)
10218 ≡ 1043 (mod 1591)
102116 ≡ 1196 (mod 1591)
102132 ≡ 107 (mod 1591)
102164 ≡ 312 (mod 1591)
102189 ≡ 1021·1043·1196·312 ≡ 930 (mod 1591)

Nachricht

m = 930
Probe: 93017 mod 1591 = 1021

Antwort

m = 930
9.Algorithmen & Komplexität

Antwort: C · Logarithmen zu verschiedenen Basen unterscheiden sich nur um einen konstanten Faktor

Warum das die Antwort ist

Ein Basiswechsel multipliziert den Logarithmus mit einer Konstante, und Groß-O ignoriert konstante Faktoren.

Antwort

C · Logarithmen zu verschiedenen Basen unterscheiden sich nur um einen konstanten Faktor
10.Algorithmen & Komplexität

Antwort: B · Beim fraktionalen Rucksackproblem, bei dem Gegenstände geteilt werden dürfen

Warum das die Antwort ist

Dürfen Gegenstände geteilt werden, ist das beste Verhältnis zuerst optimal; beim 0/1-Rucksack kann ein Gegenstand mit hohem Verhältnis eine bessere Kombination blockieren, sodass dynamische Programmierung nötig ist.

Antwort

B · Beim fraktionalen Rucksackproblem, bei dem Gegenstände geteilt werden dürfen
11.Datenstrukturen

Antwort: C · 2h+1 − 1

Warum das die Antwort ist

Die Summe 1 + 2 + 4 + ... + 2h ergibt 2h+1 − 1; zum Beispiel ergibt Höhe 2 genau 7 Knoten.

Antwort

C · 2h+1 − 1
12.Datenstrukturen

Antwort: C · O(V²)

Warum das die Antwort ist

Jeder der V Knoten durchsucht eine Zeile mit V Einträgen, das ergibt O(V²); mit Adjazenzlisten ist BFS O(V + E).

Antwort

C · O(V²)
13.Graphentheorie

Antwort: Euler-Kreis

Euler, Hamilton und Bäume: Ein zusammenhängender Graph hat einen Euler-Kreis (jede Kante einmal, zurück zum Start), wenn jeder Knoten geraden Grad hat, und einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, wenn genau zwei Knoten ungeraden Grad haben; der Weg verläuft dann von einem ungeraden Knoten zum anderen. Ein Hamilton-Kreis besucht jeden Knoten einmal; Kn hat (n − 1)!/2 davon. Ein Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten, und ein zusammenhängender Graph mit m Kanten behält einen aufspannenden Baum, wenn man m − n + 1 Kanten entfernt.

Grade

deg(A) = 2, deg(B) = 4, deg(C) = 2, deg(D) = 2, deg(E) = 2

Ungerade Knoten

0
Euler-Kreis

Antwort

Euler-Kreis
14.Graphentheorie

Antwort: D

Kürzeste Wege und aufspannende Bäume: Der Dijkstra-Algorithmus schließt in jeder Runde einen Knoten ab: den offenen Knoten mit dem kleinsten vorläufigen Abstand. Sein Abstand ist dann endgültig, und jeder Nachbar v erhält d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v)). Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf, indem er die Kanten von leicht nach schwer nimmt und jede Kante überspringt, die einen Kreis schließen würde; der Prim-Algorithmus lässt einen Baum von einem Startknoten aus wachsen, indem er immer die leichteste Kante hinzufügt, die aus ihm herausführt. Ein aufspannender Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten.

Dijkstra Runde für Runde

1. A (0): B: 4
2. B (4): D: 6, G: 12
3. D (6): E: 15, F: 14
4. G (12): C: 27
5. F (14)
6. E (15): C: 24
7. C (24)

Runde 3

D

Antwort

D
15.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Alle Zeilen der linken Tabelle und die passenden Zeilen der rechten, mit NULLs, wo es keine Übereinstimmung gibt

Warum das die Antwort ist

Ein Left Outer Join behält jede linke Zeile; nicht zugeordnete Spalten der rechten Tabelle werden mit NULL gefüllt.

Antwort

C · Alle Zeilen der linken Tabelle und die passenden Zeilen der rechten, mit NULLs, wo es keine Übereinstimmung gibt
16.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Read committed

Warum das die Antwort ist

Read committed verbirgt nicht festgeschriebene Änderungen; Repeatable read verhindert zusätzlich Non-Repeatable Reads; Serializable verhindert auch Phantome.

Antwort

C · Read committed
17.Rechnernetze

Antwort: C · Die angeforderte Ressource wurde nicht gefunden

Warum das die Antwort ist

404 Not Found bedeutet, dass der Server unter dieser URL keine Ressource hat. 200 ist OK, 401 Unauthorized und 500 Internal Server Error.

Antwort

C · Die angeforderte Ressource wurde nicht gefunden
18.Rechnernetze

Antwort: D · Nagle-Algorithmus

Warum das die Antwort ist

Der Nagle-Algorithmus wartet und bündelt kleine Segmente, solange frühere Daten unbestätigt sind. Das spart Bandbreite, erhöht aber die Verzögerung bei interaktivem Verkehr.

Antwort

D · Nagle-Algorithmus
19.IPv4-Subnetting

Antwort: H = 14

IPv4-Subnetting: Eine Adresse hat 32 Bits. Das Präfix /p gibt an, wie viele führende Bits das Netz bezeichnen; die übrigen 32 − p Bits nummerieren die Hosts. Ein Subnetz hat 2³²⁻ᵖ Adressen, aber die erste (Netzadresse) und die letzte (Broadcast-Adresse) können keinem Host gegeben werden, also passen 2³²⁻ᵖ − 2 Hosts hinein. Ausnahmen: Ein /31 (Punkt-zu-Punkt-Verbindung, RFC 3021) nutzt beide seiner 2 Adressen für Hosts, und ein /32 ist eine einzelne Adresse (ein einzelner Host oder ein Loopback).

Zu leihende Bits

24 = 16 ≥ 10 → b = 4, /28

Hosts pro Subnetz

24 − 2 = 14

Antwort

H = 14
20.IPv4-Subnetting

Antwort: x = 126

IPv4-Subnetting: Eine Adresse hat 32 Bits. Das Präfix /p gibt an, wie viele führende Bits das Netz bezeichnen; die übrigen 32 − p Bits nummerieren die Hosts. Ein Subnetz hat 2³²⁻ᵖ Adressen, aber die erste (Netzadresse) und die letzte (Broadcast-Adresse) können keinem Host gegeben werden, also passen 2³²⁻ᵖ − 2 Hosts hinein. Ausnahmen: Ein /31 (Punkt-zu-Punkt-Verbindung, RFC 3021) nutzt beide seiner 2 Adressen für Hosts, und ein /32 ist eine einzelne Adresse (ein einzelner Host oder ein Loopback).

Blockgröße

24 = 16

Subnetz dieses Hosts

Netz: ⌊112/16⌋·16 = 112
Broadcast: 112 + 16 − 1 = 127
nutzbare Hosts: 113 … 126

Antwort

x = 126

ExamProblems · examproblems.com/courses/computer-science-fundamentals