Grundlagen der Informatik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zahlensysteme

Stellenwerte
binär 2k, oktal 8k, hex 16k
Ins Dezimalsystem
Σ dk·bk
Aus dem Dezimalsystem
durch die Basis teilen, die Reste von unten nach oben lesen
Hex ↔ binär
eine Hex-Ziffer = 4 Bits
Zweierkomplement
die Bits invertieren und 1 addieren

Aussagenlogik & Beweise

Zeilen einer Wahrheitstafel
2ⁿ
Implikation
p → q ≡ ¬p ∨ q ≡ ¬q → ¬p
Negierte Implikation
¬(p → q) ≡ p ∧ ¬q
Äquivalenz (Bikonditional)
p ↔ q ≡ (p → q) ∧ (q → p)
De Morgan
¬(p ∧ q) ≡ ¬p ∨ ¬q, ¬(p ∨ q) ≡ ¬p ∧ ¬q
Distributivgesetze
p ∨ (q ∧ r) ≡ (p ∨ q) ∧ (p ∨ r), p ∧ (q ∨ r) ≡ (p ∧ q) ∨ (p ∧ r)
Negierte Quantoren
¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x), ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)
Modus ponens, Modus tollens
p → q, p ⊢ q; p → q, ¬q ⊢ ¬p

Methode

  1. Zähle die verschiedenen Variablen: Die Wahrheitstafel hat 2ⁿ Zeilen und beginnt mit lauter Einsen.
  2. Gib jeder Teilformel eine eigene Spalte und fülle die Spalten von innen nach außen.
  3. Wende die Regel jedes Junktors an: → ist nur bei 1 → 0 gleich 0, ↔ ist 1, wenn beide Seiten übereinstimmen.
  4. Vergleiche bei Äquivalenzen die letzten Spalten Zeile für Zeile; schau bei einem Argument nur auf die Zeilen, in denen alle Prämissen 1 sind.
  5. Um eine quantifizierte Aussage zu negieren, ziehe ¬ nach innen, vertausche ∀ und ∃ und negiere die innere Formel.

Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Grundgatter
A·B, A + B, A′, (A·B)′, (A + B)′, A ⊕ B
Boolesche Regeln
X + X′ = 1, X·X′ = 0, X + XY = X, XY + XY′ = X
De Morgan
(X·Y)′ = X′ + Y′, (X + Y)′ = X′·Y′
Reihenfolge im Karnaugh-Diagramm
00, 01, 11, 10 (Gray code)
Gruppe aus 2ᵏ Feldern
verliert k Variablen
4-zu-1-Multiplexer
F = A′B′I0 + A′BI1 + AB′I2 + ABI3
Flipflops
D: Q⁺ = D, T: Q⁺ = T ⊕ Q, JK: Q⁺ = JQ′ + K′Q
Zähler
n Bit: 2ⁿ Zustände; Mod-N: kleinstes n mit 2ⁿ ≥ N; fout = fclk/N
Asynchronzähler
fmax = 1/(n·tpd)
Ring- und Johnson-Zähler
n und 2n Zustände

Methode

  1. Gehe bei einer Schaltung von den Eingängen zum Ausgang vor, ein Gatter nach dem anderen, und schreibe den Wert an jede Leitung, oder schreibe ihren Ausdruck auf und fülle die Wahrheitstabelle aus.
  2. Trage zum Vereinfachen die Einsen (und die Don’t-Cares als X) in ein Karnaugh-Diagramm mit Zeilen und Spalten im Gray-Code ein: 00, 01, 11, 10.
  3. Decke die Einsen mit möglichst wenigen und möglichst großen Gruppen aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern ab, auch über den Rand hinweg; jede Gruppe ist ein Produktterm aus den Variablen, die konstant bleiben. Fasse für die POS-Form die Nullen zusammen.
  4. Lies bei Flipflops und Zählern die Eingänge an jeder aktiven Taktflanke ab, schreibe den Zustand nach jeder Flanke auf und denke daran, dass ein n-Bit-Zähler nach 2ⁿ Zuständen überläuft.

Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Division mit Rest
a = q·n + r, 0 ≤ r < n
Euklid
gcd(a, b) = gcd(b, a mod b)
Kleinstes gemeinsames Vielfaches
lcm(a, b) = a·b/gcd(a, b)
Inverse
a·a⁻¹ ≡ 1 (mod n), gcd(a, n) = 1
Lineare Kongruenz
a·x ≡ b → x ≡ a⁻¹·b (mod n)
Eulersche φ-Funktion
φ(n) = n·∏(1 − 1/p), φ(pᵏ) = pᵏ − pᵏ⁻¹
Fermat
aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p)
RSA
n = pq, φ = (p − 1)(q − 1), d = e⁻¹ mod φ, c = mᵉ mod n, m = cᵈ mod n

Methode

  1. Reduziere zuerst jede Zahl modulo n; die Reste liegen zwischen 0 und n − 1.
  2. Teile für einen ggT wiederholt mit dem euklidischen Algorithmus; der letzte Rest ungleich null ist der ggT.
  3. Führe für ein Inverses den erweiterten Algorithmus aus und behalte den Koeffizienten von a; addiere n, falls er negativ ist.
  4. Löse a·x ≡ b, indem du mit a⁻¹ multiplizierst; kombiniere zwei Kongruenzen, indem du x = r₁ + m₁k schreibst.
  5. Schreibe bei Potenzen den Exponenten binär und quadriere wiederholt; bei RSA gilt d = e⁻¹ mod φ(n) mit φ(n) = (p − 1)(q − 1).

Graphentheorie

Handschlaglemma
Σ deg(v) = 2|E|
Vollständige Graphen
|E(Kn)| = n(n − 1)/2, |E(Km,n)| = m·n
Regulärer Graph
|E| = n·k/2
Baum und Wald
|E| = n − 1, |E| = n − c
Blätter eines Baums
L = 2 + Σ (deg(v) − 2) over deg(v) ≥ 3
Euler
Kreis: alle Grade gerade; Weg: genau 2 ungerade Grade
Hamilton-Kreise in Kn
(n − 1)!/2
Dijkstra-Aktualisierung
d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v))
Wege der Länge L
(Mᴸ)ij

Methode

  1. Schreibe den Grad jedes Knotens auf; die Grade summieren sich zum Doppelten der Kantenzahl.
  2. Prüfe bei Euler-Aufgaben, ob der Graph zusammenhängend ist, und zähle die Knoten mit ungeradem Grad.
  3. Verwende bei Bäumen n − 1 Kanten und das Handschlaglemma.
  4. Führe bei Dijkstra eine Tabelle der vorläufigen Abstände und schließe in jeder Runde den kleinsten noch offenen Knoten ab.
  5. Sortiere für einen minimalen aufspannenden Baum die Kanten nach Gewicht und überspringe jede Kante, die einen Kreis schließt (Kruskal), oder lass einen Baum von einem Startknoten aus wachsen (Prim).

IPv4-Subnetting

Hosts pro Subnetz
2(32 − prefix) − 2 (/31: 2, /32: 1)
Blockgröße
256 − (mask octet)
Netzadresse
IP AND Maske
Broadcast-Adresse
IP OR (NOT Maske): alle Host-Bits auf 1
Subnetze aus n geliehenen Bits
2n

2Übungsaufgaben

1.ZahlensystemeMittel
8-Bit-Zweierkomplement0−12806403201608040201

Setze die Bits so, dass sie −9 im 8-Bit-Zweierkomplement speichern. Welchen Wert U hat das Muster, wenn man es als vorzeichenlose Zahl liest?

N = −98 bit
U =
2.ZahlensystemeSchwer
Klicke auf die Bits, um sie zu setzen012806403201608040201

Setze die Bits auf das 8-Bit-Ergebnis von 0110 0110 >> 1. Welchen Wert R hat das Ergebnis dezimal?

0110 0110>> 1
R =
3.Aussagenlogik & BeweiseMittel
abc¬a ∨ ¬bc ∨ (¬a ∨ ¬b)(c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b))111?110?101?100?011?010?001?000?

In wie vielen der 8 Zeilen ihrer Wahrheitstafel ist (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) wahr? Nenne diese Zahl N.

(c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b))
N =
4.Aussagenlogik & BeweiseSchwer
bcc ∧ a¬b

Die Prämissen c ∨ a; c → b; a → b sind gegeben. Welche Konklusion folgt daraus? Klicke sie an.

c ∨ ac → ba → b
  1. 1b
  2. 2c
  3. 3c ∧ a
  4. 4¬b
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsMittel
MUX0I0​1I1​CI2​C′I3​ABS1​S0​F

Ein 4-zu-1-Multiplexer hat die Auswahleingänge S₁ = A und S₀ = B, und seine Dateneingänge liegen auf I₀ = 0, I₁ = 1, I₂ = C, I₃ = C′. Für wie viele der 8 Kombinationen von A, B und C ist der Ausgang F = 1? Bestimme N.

I₀ = 0I₁ = 1I₂ = CI₃ = C′
N =
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsSchwer
TQ0​Q0​TQ1​Q1​TQ2​Q2​CLKUP

Ein 3-Bit-Binär-Aufwärtszähler startet bei 5 (dezimal, Q = 101). Welchen Zählerstand Q (dezimal) zeigt er nach 10 Taktimpulsen?

Q0 = 510n = 3
Q =
7.Zahlentheorie & modulare ArithmetikMittel

Bestimme die Eulersche φ-Funktion φ(21), die Anzahl der ganzen Zahlen von 1 bis 21, die zu 21 teilerfremd sind.

n = 21 = 3·7
φ(21) =
8.Zahlentheorie & modulare ArithmetikSchwer
mc = me​ mod n865m = cd​ mod n?(n, e) = (943, 13)d

Ein RSA-Schlüssel verwendet p = 23, q = 41 und e = 13. Entschlüssele den Geheimtext c = 865: Bestimme die Nachricht m.

p = 23q = 41e = 13c = 865
m =
9.Algorithmen & KomplexitätMittel

Was ist die Lösung der Rekursionsgleichung T(n) = T(n − 1) + O(n)?

  1. AO(n)
  2. BO(2ⁿ)
  3. CO(n²)
  4. DO(n log n)
10.Algorithmen & KomplexitätSchwer

Das Halteproblem zeigt, dass:

  1. ASchleifen vermieden werden sollten
  2. BKein Algorithmus für jedes Programm und jede Eingabe entscheiden kann, ob es anhält
  3. CJedes Programm irgendwann anhält
  4. DManche Programme auf schnelleren Computern schneller laufen, das Anhalten also von der Hardware abhängt
11.DatenstrukturenMittel

Welchen abstrakten Datentyp verwendet Dijkstras Algorithmus, um den nächsten zu verarbeitenden Knoten zu wählen?

  1. AEine Menge ohne Ordnung
  2. BEine FIFO-Queue
  3. CEine Min-Prioritätswarteschlange
  4. DEinen Stack
12.DatenstrukturenSchwer

Welche Garantie geben die Regeln eines Rot-Schwarz-Baums für die Höhe eines Baums mit n Schlüsseln?

  1. ADie Höhe beträgt höchstens log2 n + 1
  2. BDie Höhe beträgt höchstens 2 log2(n + 1)
  3. CDie Höhe beträgt höchstens n / 2
  4. DDie Höhe beträgt genau log2 n
13.GraphentheorieMittel

Wie viele verschiedene Hamilton-Kreise H hat der vollständige Graph K6? Kreise, die sich nur im Startknoten oder in der Richtung unterscheiden, zählen als gleich.

K6
H =
14.GraphentheorieSchwer
31119188417ABCDE

Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf. Klicke die Kante an, die er als Kante Nummer 4 hinzufügt; übersprungene Kanten zählen nicht.

k = 4
  1. 1Kante AB
  2. 2Kante AC
  3. 3Kante BC
  4. 4Kante BD
  5. 5Kante CE
  6. 6Kante DE
  7. 7Kante BE
15.Datenbanken & SQLMittel

Wofür steht das „A“ in ACID?

  1. AAtomicity (Atomarität)
  2. BAggregation (Aggregation)
  3. CAvailability (Verfügbarkeit)
  4. DAccuracy (Genauigkeit)
16.Datenbanken & SQLSchwer

x ist NULL und y = 1. Welchen Wert hat die Bedingung (x > 5 OR y = 1)?

  1. AUNKNOWN
  2. BNULL, daher wird die Zeile immer verworfen
  3. CTRUE
  4. DFALSE
17.RechnernetzeMittel

Was macht ARP?

  1. AEs findet die MAC-Adresse, die zu einer IP-Adresse im lokalen Netzwerk gehört
  2. BEs vergibt IP-Adressen automatisch an Hosts, wenn sie dem lokalen Netzwerk beitreten
  3. CEs löst Domainnamen auf
  4. DEs routet Pakete im Internet
18.RechnernetzeSchwer

DNS-Anfragen nutzen normalerweise UDP. Wann verwendet DNS typischerweise stattdessen TCP?

  1. ANur wenn der Domainname länger als zehn Zeichen ist
  2. BFür Antworten, die zu groß für UDP sind, und für Zonentransfers
  3. CNur für Rückwärtsauflösungen von IP-Adressen
  4. DFür jede Anfrage aus einem Webbrowser
19.IPv4-SubnettingMittel
/24 → /2811111111111111111111111111110000NetzbitsHostbits

Das Netz 192.168.10.0/24 soll in mindestens 12 gleich große Subnetze aufgeteilt werden. Wenn du so wenige Bits wie möglich leihst, wie viele nutzbare Hosts H hat jedes Subnetz?

192.168.10.0/2412 subnets
H =
20.IPv4-SubnettingSchwer
drittes Oktett 251 … 252112816413211618041211gemeinsamverschieden

Ein Router hat Routen zu diesen Netzen: 10.133.251.0/24, 10.133.252.0/24. Wie groß ist die längste Präfixlänge p einer einzigen Summenroute, die alle abdeckt?

10.133.251.0/24 … 10.133.252.0/24
p =

3Lösungen

1.Zahlensysteme

Antwort: U = 247

Bits setzen: Jedes Bit hat den Wert einer Zweierpotenz (128, 64, …, 1). Eine Hexadezimalziffer entspricht genau vier Bits, und im 8-Bit-Zweierkomplement hat das linke Bit den Wert −128. Bitweise Operationen wirken auf jede Bitposition einzeln.

Invertieren und eins addieren

9 = 0000 1001
invertiert: 1111 0110
+1 → 1111 0111

Vorzeichenlos lesen

1111 0111₂ = 256 − 9 = 247

Antwort

U = 247
2.Zahlensysteme

Antwort: R = 51

Bits setzen: Jedes Bit hat den Wert einer Zweierpotenz (128, 64, …, 1). Eine Hexadezimalziffer entspricht genau vier Bits, und im 8-Bit-Zweierkomplement hat das linke Bit den Wert −128. Bitweise Operationen wirken auf jede Bitposition einzeln.

Bit für Bit

Das Rechtsschieben um 1 verschiebt jedes Bit um 1 Stellen nach rechts; Bits, die am rechten Ende herausfallen, gehen verloren, und links kommen Nullen nach.

0110 0110 >> 1
= 0011 0011

Wert des Ergebnisses

0011 0011₂ = 51

Antwort

R = 51
3.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: N = 7

Wahrheitstafeln: Eine Formel mit n verschiedenen Variablen hat 2ⁿ Zeilen, eine für jede Kombination von Wahrheitswerten (1 = wahr, 0 = falsch). Arbeite von innen nach außen und gib jeder Teilformel eine eigene Spalte. ¬a kehrt den Wert um; a ∧ b ist nur 1, wenn beide 1 sind; a ∨ b ist nur 0, wenn beide 0 sind; a → b ist nur 0, wenn a = 1 und b = 0; a ↔ b ist 1, wenn beide Seiten gleich sind.

Wahrheitstafel Zeile für Zeile

a = 1, b = 1, c = 1: c ↔ b = 1, ¬a = 0, ¬b = 0, ¬a ∨ ¬b = 0, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 1, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 1
a = 1, b = 1, c = 0: c ↔ b = 0, ¬a = 0, ¬b = 0, ¬a ∨ ¬b = 0, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 0, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 0
a = 1, b = 0, c = 1: c ↔ b = 0, ¬a = 0, ¬b = 1, ¬a ∨ ¬b = 1, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 1, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 1
a = 1, b = 0, c = 0: c ↔ b = 1, ¬a = 0, ¬b = 1, ¬a ∨ ¬b = 1, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 1, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 1
a = 0, b = 1, c = 1: c ↔ b = 1, ¬a = 1, ¬b = 0, ¬a ∨ ¬b = 1, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 1, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 1
a = 0, b = 1, c = 0: c ↔ b = 0, ¬a = 1, ¬b = 0, ¬a ∨ ¬b = 1, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 1, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 1
a = 0, b = 0, c = 1: c ↔ b = 0, ¬a = 1, ¬b = 1, ¬a ∨ ¬b = 1, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 1, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 1
a = 0, b = 0, c = 0: c ↔ b = 1, ¬a = 1, ¬b = 1, ¬a ∨ ¬b = 1, c ∨ (¬a ∨ ¬b) = 1, (c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)) = 1

Zähle die Zeilen mit dem Wert 1

(c ↔ b) ∨ (c ∨ (¬a ∨ ¬b)): 1, 0, 1, 1, 1, 1, 1, 1
N = 7

Antwort

N = 7
4.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: b

Quantoren und Argumente: ¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x) und ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x). Ziehe eine Negation nach innen, vertausche jeden Quantor, den sie passiert, und negiere die innere Formel mit den aussagenlogischen Gesetzen, etwa ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b. Ein Argument ist gültig, wenn die Konklusion in jeder Zeile 1 ist, in der alle Prämissen 1 sind. Eine einzige Zeile mit wahren Prämissen und falscher Konklusion ist ein Gegenbeispiel und zeigt, dass das Argument ungültig ist.

Zeilen, in denen alle Prämissen wahr sind

a = 1, b = 1, c = 1: b = 1, c = 1, c ∧ a = 1, ¬b = 0
a = 1, b = 1, c = 0: b = 1, c = 0, c ∧ a = 0, ¬b = 0
a = 0, b = 1, c = 1: b = 1, c = 1, c ∧ a = 0, ¬b = 0

Schlussfolgerung

b (Beweis durch Fallunterscheidung)

Antwort

b
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: N = 4

Multiplexer: Ein 2ⁿ-zu-1-Multiplexer schaltet einen seiner Dateneingänge auf den Ausgang durch; die als Binärzahl gelesenen Auswahlleitungen bestimmen, welchen. Bei einem 4-zu-1-MUX mit den Auswahleingängen S₁S₀ = AB gilt F = A′B′·I₀ + A′B·I₁ + AB′·I₂ + AB·I₃. Legt man die Dateneingänge auf 0, 1, C oder C′, erzeugt der MUX jede Funktion von A, B und C, was ein gängiger Weg ist, Logik mit einem Baustein aufzubauen.

Ausgangsausdruck

F = A′B + AB′C + ABC′

Zeilen mit F = 1

ABC = 010, 011, 101, 110
N = 4

Antwort

N = 4
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: Q = 7

Flipflops und Zähler: Ein Flipflop ändert sich nur bei der aktiven Taktflanke. D übernimmt seinen Eingang (Q⁺ = D); T kippt bei T = 1; JK hält bei 00, setzt bei 01 zurück, setzt bei 10 und kippt bei 11. Ein n-Bit-Binärzähler hat 2ⁿ Zustände und zählt modulo 2ⁿ; ein Mod-N-Zähler läuft 0, 1, …, N − 1 und wieder auf 0 und braucht die kleinste Anzahl n von Flipflops mit 2ⁿ ≥ N. Jede Stufe eines Asynchronzählers halbiert die Frequenz, daher läuft der letzte Ausgang eines Mod-N-Zählers mit fclk/N. Ein Johnson-Zähler aus n Flipflops hat 2n Zustände, ein Ringzähler n.

Volle Zyklen

Alle 8 Impulse bringen den Zähler in denselben Zustand zurück.

10 = 1·8 + 2

Zählerstand nach den restlichen Impulsen

Q = (5 + 2) mod 8 = 7
Q = 111₂

Antwort

Q = 7
7.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: φ(21) = 12

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Primfaktoren

21 = 3·7

φ-Wert

φ(21) = φ(7)·φ(3) = 6·2 = 12

Antwort

φ(21) = 12
8.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: m = 66

Modulare Potenzen und RSA: Berechne aᵏ mod n durch wiederholtes Quadrieren: Schreibe k binär, quadriere, reduziere nach jedem Schritt und multipliziere die Potenzen, deren Bit 1 ist. Fermat: aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p) für eine Primzahl p, die a nicht teilt, der Exponent lässt sich also modulo p − 1 reduzieren. RSA: Wähle Primzahlen p und q, n = p·q und φ(n) = (p − 1)(q − 1); der öffentliche Exponent e ist teilerfremd zu φ(n), und der private Exponent ist d = e⁻¹ mod φ(n). Verschlüssele mit c = mᵉ mod n und entschlüssele mit m = cᵈ mod n.

Privater Exponent

n = 943, φ(n) = 880
d = 13−1 mod 880 = 677

Durch wiederholtes Quadrieren entschlüsseln

677 = 512 + 128 + 32 + 4 + 1
8651 ≡ 865 (mod 943)
8652 ≡ 426 (mod 943)
8654 ≡ 420 (mod 943)
8658 ≡ 59 (mod 943)
86516 ≡ 652 (mod 943)
86532 ≡ 754 (mod 943)
86564 ≡ 830 (mod 943)
865128 ≡ 510 (mod 943)
865256 ≡ 775 (mod 943)
865512 ≡ 877 (mod 943)
865677 ≡ 865·420·754·510·877 ≡ 66 (mod 943)

Nachricht

m = 66
Probe: 6613 mod 943 = 865

Antwort

m = 66
9.Algorithmen & Komplexität

Antwort: C · O(n²)

Warum das die Antwort ist

Der Aufwand summiert sich auf etwa n² / 2; das ist die Rekursionsgleichung von Selectionsort oder von Quicksort mit dem schlechtesten Pivot.

Antwort

C · O(n²)
10.Algorithmen & Komplexität

Antwort: B · Kein Algorithmus für jedes Programm und jede Eingabe entscheiden kann, ob es anhält

Warum das die Antwort ist

Turing zeigte, dass das Halteproblem unentscheidbar ist: Die Annahme, ein Entscheider existiere, führt zu einem Widerspruch mit einem Programm, das das Gegenteil tut.

Antwort

B · Kein Algorithmus für jedes Programm und jede Eingabe entscheiden kann, ob es anhält
11.Datenstrukturen

Antwort: C · Eine Min-Prioritätswarteschlange

Warum das die Antwort ist

Eine Min-Prioritätswarteschlange, meist ein binärer Heap, liefert effizient den unbesuchten Knoten mit der kleinsten Distanz.

Antwort

C · Eine Min-Prioritätswarteschlange
12.Datenstrukturen

Antwort: B · Die Höhe beträgt höchstens 2 log2(n + 1)

Warum das die Antwort ist

Jeder Pfad hat gleich viele schwarze Knoten, und rote Knoten dürfen nicht benachbart sein, daher ist der längste Pfad höchstens doppelt so lang wie der kürzeste, was eine Höhe von O(log n) ergibt.

Antwort

B · Die Höhe beträgt höchstens 2 log2(n + 1)
13.Graphentheorie

Antwort: H = 60

Euler, Hamilton und Bäume: Ein zusammenhängender Graph hat einen Euler-Kreis (jede Kante einmal, zurück zum Start), wenn jeder Knoten geraden Grad hat, und einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, wenn genau zwei Knoten ungeraden Grad haben; der Weg verläuft dann von einem ungeraden Knoten zum anderen. Ein Hamilton-Kreis besucht jeden Knoten einmal; Kn hat (n − 1)!/2 davon. Ein Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten, und ein zusammenhängender Graph mit m Kanten behält einen aufspannenden Baum, wenn man m − n + 1 Kanten entfernt.

Zählen

H = (6 − 1)!/2 = 120/2 = 60

Antwort

H = 60
14.Graphentheorie

Antwort: Kante AC

Kürzeste Wege und aufspannende Bäume: Der Dijkstra-Algorithmus schließt in jeder Runde einen Knoten ab: den offenen Knoten mit dem kleinsten vorläufigen Abstand. Sein Abstand ist dann endgültig, und jeder Nachbar v erhält d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v)). Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf, indem er die Kanten von leicht nach schwer nimmt und jede Kante überspringt, die einen Kreis schließen würde; der Prim-Algorithmus lässt einen Baum von einem Startknoten aus wachsen, indem er immer die leichteste Kante hinzufügt, die aus ihm herausführt. Ein aufspannender Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten.

Kruskal-Algorithmus

1. AB (3)
2. DE (4)
3. CE (8)
4. AC (11)

Kantennummer 4

AC

Antwort

Kante AC
15.Datenbanken & SQL

Antwort: A · Atomicity (Atomarität)

Warum das die Antwort ist

ACID: Atomarität, Konsistenz, Isolation, Dauerhaftigkeit. Atomarität bedeutet, dass eine Transaktion vollständig oder gar nicht ausgeführt wird.

Antwort

A · Atomicity (Atomarität)
16.Datenbanken & SQL

Antwort: C · TRUE

Warum das die Antwort ist

x > 5 ist UNKNOWN, aber OR mit TRUE ist in jedem Fall TRUE, daher wird die Zeile behalten; UNKNOWN AND FALSE wäre entsprechend FALSE.

Antwort

C · TRUE
17.Rechnernetze

Antwort: A · Es findet die MAC-Adresse, die zu einer IP-Adresse im lokalen Netzwerk gehört

Warum das die Antwort ist

ARP sendet per Broadcast „Wer hat diese IP?“ und der Besitzer antwortet mit seiner MAC-Adresse, sodass Frames lokal zugestellt werden können.

Antwort

A · Es findet die MAC-Adresse, die zu einer IP-Adresse im lokalen Netzwerk gehört
18.Rechnernetze

Antwort: B · Für Antworten, die zu groß für UDP sind, und für Zonentransfers

Warum das die Antwort ist

Ist eine UDP-Antwort abgeschnitten (truncated), wiederholt der Resolver die Anfrage über TCP. Auch Zonentransfers zwischen Nameservern nutzen TCP, weil sie viele Daten übertragen.

Antwort

B · Für Antworten, die zu groß für UDP sind, und für Zonentransfers
19.IPv4-Subnetting

Antwort: H = 14

IPv4-Subnetting: Eine Adresse hat 32 Bits. Das Präfix /p gibt an, wie viele führende Bits das Netz bezeichnen; die übrigen 32 − p Bits nummerieren die Hosts. Ein Subnetz hat 2³²⁻ᵖ Adressen, aber die erste (Netzadresse) und die letzte (Broadcast-Adresse) können keinem Host gegeben werden, also passen 2³²⁻ᵖ − 2 Hosts hinein. Ausnahmen: Ein /31 (Punkt-zu-Punkt-Verbindung, RFC 3021) nutzt beide seiner 2 Adressen für Hosts, und ein /32 ist eine einzelne Adresse (ein einzelner Host oder ein Loopback).

Zu leihende Bits

24 = 16 ≥ 12 → b = 4, /28

Hosts pro Subnetz

24 − 2 = 14

Antwort

H = 14
20.IPv4-Subnetting

Antwort: p = 21

Routenzusammenfassung: Eine Summenroute a.b.c.0/p deckt alle Netze ab, deren erste p Bits übereinstimmen. Schreibe das abweichende Oktett des ersten und letzten Netzes binär; die Anzahl der gemeinsamen führenden Bits plus die Bits der Oktette davor ist das längste Summenpräfix.

Die Bits vergleichen

251 = 11111011
252 = 11111100
gemeinsame führende Bits: 5

Präfixlänge

p = 16 + 5 = 21

Antwort

p = /21

Summenroute: 10.133.248.0/21 (sie deckt auch 6 Netz(e) ab, die nicht in der Liste stehen).

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