Grundlagen der Informatik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zahlensysteme

Stellenwerte
binär 2k, oktal 8k, hex 16k
Ins Dezimalsystem
Σ dk·bk
Aus dem Dezimalsystem
durch die Basis teilen, die Reste von unten nach oben lesen
Hex ↔ binär
eine Hex-Ziffer = 4 Bits
Zweierkomplement
die Bits invertieren und 1 addieren

Aussagenlogik & Beweise

Zeilen einer Wahrheitstafel
2ⁿ
Implikation
p → q ≡ ¬p ∨ q ≡ ¬q → ¬p
Negierte Implikation
¬(p → q) ≡ p ∧ ¬q
Äquivalenz (Bikonditional)
p ↔ q ≡ (p → q) ∧ (q → p)
De Morgan
¬(p ∧ q) ≡ ¬p ∨ ¬q, ¬(p ∨ q) ≡ ¬p ∧ ¬q
Distributivgesetze
p ∨ (q ∧ r) ≡ (p ∨ q) ∧ (p ∨ r), p ∧ (q ∨ r) ≡ (p ∧ q) ∨ (p ∧ r)
Negierte Quantoren
¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x), ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)
Modus ponens, Modus tollens
p → q, p ⊢ q; p → q, ¬q ⊢ ¬p

Methode

  1. Zähle die verschiedenen Variablen: Die Wahrheitstafel hat 2ⁿ Zeilen und beginnt mit lauter Einsen.
  2. Gib jeder Teilformel eine eigene Spalte und fülle die Spalten von innen nach außen.
  3. Wende die Regel jedes Junktors an: → ist nur bei 1 → 0 gleich 0, ↔ ist 1, wenn beide Seiten übereinstimmen.
  4. Vergleiche bei Äquivalenzen die letzten Spalten Zeile für Zeile; schau bei einem Argument nur auf die Zeilen, in denen alle Prämissen 1 sind.
  5. Um eine quantifizierte Aussage zu negieren, ziehe ¬ nach innen, vertausche ∀ und ∃ und negiere die innere Formel.

Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Grundgatter
A·B, A + B, A′, (A·B)′, (A + B)′, A ⊕ B
Boolesche Regeln
X + X′ = 1, X·X′ = 0, X + XY = X, XY + XY′ = X
De Morgan
(X·Y)′ = X′ + Y′, (X + Y)′ = X′·Y′
Reihenfolge im Karnaugh-Diagramm
00, 01, 11, 10 (Gray code)
Gruppe aus 2ᵏ Feldern
verliert k Variablen
4-zu-1-Multiplexer
F = A′B′I0 + A′BI1 + AB′I2 + ABI3
Flipflops
D: Q⁺ = D, T: Q⁺ = T ⊕ Q, JK: Q⁺ = JQ′ + K′Q
Zähler
n Bit: 2ⁿ Zustände; Mod-N: kleinstes n mit 2ⁿ ≥ N; fout = fclk/N
Asynchronzähler
fmax = 1/(n·tpd)
Ring- und Johnson-Zähler
n und 2n Zustände

Methode

  1. Gehe bei einer Schaltung von den Eingängen zum Ausgang vor, ein Gatter nach dem anderen, und schreibe den Wert an jede Leitung, oder schreibe ihren Ausdruck auf und fülle die Wahrheitstabelle aus.
  2. Trage zum Vereinfachen die Einsen (und die Don’t-Cares als X) in ein Karnaugh-Diagramm mit Zeilen und Spalten im Gray-Code ein: 00, 01, 11, 10.
  3. Decke die Einsen mit möglichst wenigen und möglichst großen Gruppen aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern ab, auch über den Rand hinweg; jede Gruppe ist ein Produktterm aus den Variablen, die konstant bleiben. Fasse für die POS-Form die Nullen zusammen.
  4. Lies bei Flipflops und Zählern die Eingänge an jeder aktiven Taktflanke ab, schreibe den Zustand nach jeder Flanke auf und denke daran, dass ein n-Bit-Zähler nach 2ⁿ Zuständen überläuft.

Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Division mit Rest
a = q·n + r, 0 ≤ r < n
Euklid
gcd(a, b) = gcd(b, a mod b)
Kleinstes gemeinsames Vielfaches
lcm(a, b) = a·b/gcd(a, b)
Inverse
a·a⁻¹ ≡ 1 (mod n), gcd(a, n) = 1
Lineare Kongruenz
a·x ≡ b → x ≡ a⁻¹·b (mod n)
Eulersche φ-Funktion
φ(n) = n·∏(1 − 1/p), φ(pᵏ) = pᵏ − pᵏ⁻¹
Fermat
aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p)
RSA
n = pq, φ = (p − 1)(q − 1), d = e⁻¹ mod φ, c = mᵉ mod n, m = cᵈ mod n

Methode

  1. Reduziere zuerst jede Zahl modulo n; die Reste liegen zwischen 0 und n − 1.
  2. Teile für einen ggT wiederholt mit dem euklidischen Algorithmus; der letzte Rest ungleich null ist der ggT.
  3. Führe für ein Inverses den erweiterten Algorithmus aus und behalte den Koeffizienten von a; addiere n, falls er negativ ist.
  4. Löse a·x ≡ b, indem du mit a⁻¹ multiplizierst; kombiniere zwei Kongruenzen, indem du x = r₁ + m₁k schreibst.
  5. Schreibe bei Potenzen den Exponenten binär und quadriere wiederholt; bei RSA gilt d = e⁻¹ mod φ(n) mit φ(n) = (p − 1)(q − 1).

Graphentheorie

Handschlaglemma
Σ deg(v) = 2|E|
Vollständige Graphen
|E(Kn)| = n(n − 1)/2, |E(Km,n)| = m·n
Regulärer Graph
|E| = n·k/2
Baum und Wald
|E| = n − 1, |E| = n − c
Blätter eines Baums
L = 2 + Σ (deg(v) − 2) over deg(v) ≥ 3
Euler
Kreis: alle Grade gerade; Weg: genau 2 ungerade Grade
Hamilton-Kreise in Kn
(n − 1)!/2
Dijkstra-Aktualisierung
d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v))
Wege der Länge L
(Mᴸ)ij

Methode

  1. Schreibe den Grad jedes Knotens auf; die Grade summieren sich zum Doppelten der Kantenzahl.
  2. Prüfe bei Euler-Aufgaben, ob der Graph zusammenhängend ist, und zähle die Knoten mit ungeradem Grad.
  3. Verwende bei Bäumen n − 1 Kanten und das Handschlaglemma.
  4. Führe bei Dijkstra eine Tabelle der vorläufigen Abstände und schließe in jeder Runde den kleinsten noch offenen Knoten ab.
  5. Sortiere für einen minimalen aufspannenden Baum die Kanten nach Gewicht und überspringe jede Kante, die einen Kreis schließt (Kruskal), oder lass einen Baum von einem Startknoten aus wachsen (Prim).

IPv4-Subnetting

Hosts pro Subnetz
2(32 − prefix) − 2 (/31: 2, /32: 1)
Blockgröße
256 − (mask octet)
Netzadresse
IP AND Maske
Broadcast-Adresse
IP OR (NOT Maske): alle Host-Bits auf 1
Subnetze aus n geliehenen Bits
2n

2Übungsaufgaben

1.ZahlensystemeMittel
Stellenwerte im Zweierkomplement0−12806413211618140201

Das 8-Bit-Muster 0011 1100 speichert eine vorzeichenbehaftete Ganzzahl im Zweierkomplement. Welchen Wert N hat sie im Dezimalsystem?

0011 11008 bit
N =
2.ZahlensystemeSchwer
24 bit1 px640 px480 pxM = ? KiB

Ein unkomprimiertes Bild hat 640 × 480 Pixel mit 24 Bits pro Pixel. Wie viel Speicher M braucht es in KiB (1 KiB = 1024 Bytes)?

640 × 480 px24 bit/px1 KiB = 1024 B
M = KiB
3.Aussagenlogik & BeweiseMittel
TautologieKontradiktionKontingenz

Ist ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) eine Tautologie, eine Kontradiktion oder eine Kontingenz? Klicke deine Antwort an.

((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p)
  1. 1Tautologie
  2. 2Kontradiktion
  3. 3Kontingenz
4.Aussagenlogik & BeweiseSchwer
∀x ∀y ¬R(x, y)∀x ∃y ¬R(x, y)∃y ∀x ¬R(x, y)∃x ∀y ¬R(x, y)

Welche Aussage ist äquivalent zu ¬∀x ∃y R(x, y), wenn die Negation ganz nach innen gezogen ist? Klicke sie an.

¬∀x ∃y R(x, y)
  1. 1∀x ∀y ¬R(x, y)
  2. 2∀x ∃y ¬R(x, y)
  3. 3∃y ∀x ¬R(x, y)
  4. 4∃x ∀y ¬R(x, y)
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsMittel
ABC000111100101324576

Vereinfache F = A′BC + A′B′C + B′C + AB′C′ zur minimalen Summe von Produkten. Wie viele Literale L enthält der vereinfachte Ausdruck?

F = A′BC + A′B′C + B′C + AB′C′
L =
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsSchwer
TQ0​Q0​TQ1​Q1​TQ2​Q2​TQ3​Q3​TQ4​Q4​TQ5​Q5​TQ6​Q6​TQ7​Q7​CLK

Ein 8-Bit-Asynchronzähler wird aus Flipflops mit einer Signallaufzeit von je 15 ns aufgebaut. Alle Ausgänge müssen sich vor der nächsten Taktflanke eingestellt haben. Bestimme die maximale Taktfrequenz fmax.

n = 8tpd = 15 ns
fmax = MHz
7.Zahlentheorie & modulare ArithmetikMittel

Löse 63x ≡ 43 (mod 71). Gib die Lösung x mit 0 < x < 71 an.

63x ≡ 43 (mod 71)
x =
8.Zahlentheorie & modulare ArithmetikSchwer

Bestimme 29199 mod 78 durch wiederholtes Quadrieren.

a = 29k = 199n = 78
29199 mod 78 =
9.Algorithmen & KomplexitätMittel

Dynamische Programmierung ist nützlich, wenn ein Problem Folgendes aufweist:

  1. ANur zufällige Eingaben
  2. BÜberhaupt keine Teilprobleme, sodass es in einem Schritt lösbar ist
  3. CEine einzige Schleife
  4. DÜberlappende Teilprobleme und optimale Teilstruktur
10.Algorithmen & KomplexitätSchwer

Welche Aussage über die Klein-o-Notation ist richtig?

  1. An = o(n²), aber n ist nicht o(n)
  2. B2n = o(n), weil 2n langsam wächst
  3. Cn = o(n), da jede Funktion Klein-o von sich selbst ist
  4. Dn² = o(n)
11.DatenstrukturenMittel

Mit welcher Datenstruktur prüft man, ob die Klammern in "{[()]}" ausgeglichen sind?

  1. AMit einem Stack
  2. BMit einem binären Suchbaum
  3. CMit einer Hashtabelle
  4. DMit einer Queue
12.DatenstrukturenSchwer

Ein dynamisches Array verdoppelt sich, wenn es voll ist. Warum verkleinern es viele Implementierungen erst, wenn es zu einem Viertel gefüllt ist, und nicht schon bei halber Füllung?

  1. AWeil der Speicherverwalter Speicher nur in Vierteln eines Blocks freigeben kann
  2. BUm das Array sortiert zu halten
  3. CUm wiederholtes Umdimensionieren zu vermeiden, wenn sich push und pop nahe der Grenze abwechseln
  4. DWeil Halbieren bei halber Füllung Elemente verlieren würde
13.GraphentheorieMittel
ABCDEEuler-KreisEuler-Weg, kein Kreiskeines von beiden

Hat der zusammenhängende Graph einen Euler-Kreis, einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, oder keines von beiden? Klicke deine Antwort an.

|V| = 5|E| = 6
  1. 1Euler-Kreis
  2. 2Euler-Weg, kein Kreis
  3. 3keines von beiden
14.GraphentheorieSchwer
171172165ABCDE

Bestimme das Gesamtgewicht W eines minimalen aufspannenden Baums des gewichteten Graphen.

|V| = 5|E| = 7
W =
15.Datenbanken & SQLMittel

Eine Tabelle employees hat eine Spalte manager_id, die auf einen anderen Mitarbeiter verweist. Wie listest du jeden Mitarbeiter neben dem Namen seines Vorgesetzten auf?

  1. ANur GROUP BY manager_id verwenden
  2. BEine zweite Kopie der Tabelle auf der Festplatte anlegen
  3. CDie Tabelle mit sich selbst über UNION ALL und einen WHERE-Filter kombinieren
  4. DDie Tabelle employees mit sich selbst über zwei Aliase verbinden
16.Datenbanken & SQLSchwer

Warum gilt NATURAL JOIN in Produktionsabfragen als riskant?

  1. AEr ignoriert Primär- und Fremdschlüssel und behält nur NULL-Zeilen
  2. BEr liefert immer ein kartesisches Produkt
  3. CEr verbindet über jede gleichnamige Spalte, sodass eine neue Spalte das Ergebnis unbemerkt verändern kann
  4. DEr wird von keiner Datenbank unterstützt
17.RechnernetzeMittel

In welcher Reihenfolge laufen die Nachrichten üblicherweise ab, wenn ein Client eine Adresse per DHCP erhält?

  1. ARequest, Offer, Discover, Acknowledge
  2. BDiscover, Request, Offer, Acknowledge
  3. CDiscover, Offer, Request, Acknowledge
  4. DOffer, Discover, Acknowledge, Request
18.RechnernetzeSchwer

Welche Schicht im TCP/IP-Modell fügt Portnummern hinzu?

  1. ATransportschicht
  2. BAnwendungsschicht
  3. CNetzzugangsschicht
  4. DInternetschicht
19.IPv4-SubnettingMittel
255.255.252.011111111111111111111110000000000NetzbitsHostbits

Ein Subnetz verwendet die Maske 255.255.252.0. Wie viele nutzbare Hostadressen H hat es?

255.255.252.0
H =
20.IPv4-SubnettingSchwer
letztes Oktett = 113012816413211608040211NetzHost

Ein Host hat die Adresse 10.20.189.113/28. Welche ist die letzte Zahl (viertes Oktett) x der Broadcast-Adresse seines Subnetzes?

10.20.189.113/28
x =

3Lösungen

1.Zahlensysteme

Antwort: N = 60

Stellenwertsysteme: Jede Ziffer ist ihren Wert mal eine Potenz der Basis wert. Im Binärsystem sind die Stellen 1, 2, 4, 8, 16, … wert, im Hexadezimalsystem 1, 16, 256, …, wobei A–F für 10–15 stehen. Im 8-Bit-Zweierkomplement ist das linke Bit −128 statt +128 wert; so werden negative Zahlen gespeichert.

Stellenwerte addieren

Die übrigen Bits behalten ihre normalen positiven Werte.

32 + 16 + 8 + 4 = 60

Antwort

N = 60
2.Zahlensysteme

Antwort: M = 900 KiB

Stellenwertsysteme: Jede Ziffer ist ihren Wert mal eine Potenz der Basis wert. Im Binärsystem sind die Stellen 1, 2, 4, 8, 16, … wert, im Hexadezimalsystem 1, 16, 256, …, wobei A–F für 10–15 stehen. Im 8-Bit-Zweierkomplement ist das linke Bit −128 statt +128 wert; so werden negative Zahlen gespeichert.

Bits und Bytes

640·480·24 = 7372800 bit = 921600 B

In KiB umrechnen

921600/1024 = 900 KiB

Antwort

M = 900 KiB
3.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: Kontingenz

Logische Äquivalenz: Zwei Formeln sind äquivalent (≡), wenn sie in jeder Zeile der Wahrheitstafel denselben Wert haben. Eine Tautologie ist in jeder Zeile 1, eine Kontradiktion in jeder Zeile 0, und eine Kontingenz ist keines von beiden. Nützliche Gesetze: De Morgan, ¬(a ∧ b) ≡ ¬a ∨ ¬b und ¬(a ∨ b) ≡ ¬a ∧ ¬b; a → b ≡ ¬a ∨ b ≡ ¬b → ¬a (Kontraposition); ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b; und die Distributivgesetze, a ∨ (b ∧ c) ≡ (a ∨ b) ∧ (a ∨ c).

Wahrheitstafel Zeile für Zeile

p = 1, q = 1, r = 1: q → r = 1, q → p = 1, (q → r) ∧ (q → p) = 1, r → p = 1, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 1
p = 1, q = 1, r = 0: q → r = 0, q → p = 1, (q → r) ∧ (q → p) = 0, r → p = 1, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 1
p = 1, q = 0, r = 1: q → r = 1, q → p = 1, (q → r) ∧ (q → p) = 1, r → p = 1, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 1
p = 1, q = 0, r = 0: q → r = 1, q → p = 1, (q → r) ∧ (q → p) = 1, r → p = 1, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 1
p = 0, q = 1, r = 1: q → r = 1, q → p = 0, (q → r) ∧ (q → p) = 0, r → p = 0, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 1
p = 0, q = 1, r = 0: q → r = 0, q → p = 0, (q → r) ∧ (q → p) = 0, r → p = 1, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 1
p = 0, q = 0, r = 1: q → r = 1, q → p = 1, (q → r) ∧ (q → p) = 1, r → p = 0, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 0
p = 0, q = 0, r = 0: q → r = 1, q → p = 1, (q → r) ∧ (q → p) = 1, r → p = 1, ((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p) = 1

Einordnen

((q → r) ∧ (q → p)) → (r → p): 1, 1, 1, 1, 1, 1, 0, 1
1 in 7 der 8 Zeilen, 0 in den anderen: eine Kontingenz.

Antwort

Kontingenz
4.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: ∃x ∀y ¬R(x, y)

Quantoren und Argumente: ¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x) und ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x). Ziehe eine Negation nach innen, vertausche jeden Quantor, den sie passiert, und negiere die innere Formel mit den aussagenlogischen Gesetzen, etwa ¬(a → b) ≡ a ∧ ¬b. Ein Argument ist gültig, wenn die Konklusion in jeder Zeile 1 ist, in der alle Prämissen 1 sind. Eine einzige Zeile mit wahren Prämissen und falscher Konklusion ist ein Gegenbeispiel und zeigt, dass das Argument ungültig ist.

Die Negation nach innen ziehen

¬∀x ∃y R(x, y) ≡ ∃x ∀y ¬R(x, y)

Antwort

∃x ∀y ¬R(x, y)

Die anderen Optionen lassen entweder einen Quantor unverändert, ändern die Reihenfolge der Quantoren oder negieren die innere Formel falsch.

5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: L = 4

Boolesche Algebra: Die Regeln, die Ausdrücke vereinfachen, sind X + X′ = 1 und X·X′ = 0, X + X = X, die Absorption X + X·Y = X, die Zusammenfassungsregel X·Y + X·Y′ = X, X + X′Y = X + Y und das Konsensus-Theorem XY + X′Z + YZ = XY + X′Z. Die De-Morganschen Gesetze machen aus (X·Y)′ den Ausdruck X′ + Y′ und aus (X + Y)′ den Ausdruck X′·Y′. Ein Karnaugh-Diagramm wendet diese Regeln grafisch an: Jede Gruppe aus zwei benachbarten Feldern ist eine Anwendung von XY + XY′ = X.

Minterme des Ausdrucks

A′BC → m(3)
A′B′C → m(1)
B′C → m(1, 5)
AB′C′ → m(4)
ABC00011110010011130214150706

Gruppieren und ablesen

F = A′C + AB′

Die Literale zählen

L = 4

Antwort

L = 4
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: fmax = 8,333 MHz

Flipflops und Zähler: Ein Flipflop ändert sich nur bei der aktiven Taktflanke. D übernimmt seinen Eingang (Q⁺ = D); T kippt bei T = 1; JK hält bei 00, setzt bei 01 zurück, setzt bei 10 und kippt bei 11. Ein n-Bit-Binärzähler hat 2ⁿ Zustände und zählt modulo 2ⁿ; ein Mod-N-Zähler läuft 0, 1, …, N − 1 und wieder auf 0 und braucht die kleinste Anzahl n von Flipflops mit 2ⁿ ≥ N. Jede Stufe eines Asynchronzählers halbiert die Frequenz, daher läuft der letzte Ausgang eines Mod-N-Zählers mit fclk/N. Ein Johnson-Zähler aus n Flipflops hat 2n Zustände, ein Ringzähler n.

Einschwingzeit im ungünstigsten Fall

T = 8·15 ns = 120 ns

Maximale Frequenz

fmax = 1/120 ns = 8,333 MHz

Antwort

fmax = 8,333 MHz
7.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: x = 39

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Inverses von 63

r = 71, t = 0
r = 63, q = 1, t = 1
r = 8, q = 7, t = −1
r = 7, q = 1, t = 8
r = 1, q = 7, t = −9
63−1 ≡ 62 (mod 71)

Lösen

x ≡ 62·43 = 2666 ≡ 39 (mod 71)
Probe: 63·39 = 2457 ≡ 43 (mod 71)

Antwort

x = 39
8.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: 29199 mod 78 = 29

Modulare Potenzen und RSA: Berechne aᵏ mod n durch wiederholtes Quadrieren: Schreibe k binär, quadriere, reduziere nach jedem Schritt und multipliziere die Potenzen, deren Bit 1 ist. Fermat: aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p) für eine Primzahl p, die a nicht teilt, der Exponent lässt sich also modulo p − 1 reduzieren. RSA: Wähle Primzahlen p und q, n = p·q und φ(n) = (p − 1)(q − 1); der öffentliche Exponent e ist teilerfremd zu φ(n), und der private Exponent ist d = e⁻¹ mod φ(n). Verschlüssele mit c = mᵉ mod n und entschlüssele mit m = cᵈ mod n.

Binärer Exponent

199 = 110001112 = 128 + 64 + 4 + 2 + 1

Wiederholtes Quadrieren

291 ≡ 29 (mod 78)
292 ≡ 61 (mod 78)
294 ≡ 55 (mod 78)
298 ≡ 61 (mod 78)
2916 ≡ 55 (mod 78)
2932 ≡ 61 (mod 78)
2964 ≡ 55 (mod 78)
29128 ≡ 61 (mod 78)

Die nötigen Potenzen multiplizieren

29199 ≡ 29·61·55·55·61 ≡ 29 (mod 78)

Antwort

29199 mod 78 = 29
9.Algorithmen & Komplexität

Antwort: D · Überlappende Teilprobleme und optimale Teilstruktur

Warum das die Antwort ist

Das Speichern der Ergebnisse überlappender Teilprobleme (Memoisation oder Tabellierung) vermeidet doppelte Arbeit und macht aus exponentiellen Algorithmen polynomielle.

Antwort

D · Überlappende Teilprobleme und optimale Teilstruktur
10.Algorithmen & Komplexität

Antwort: A · n = o(n²), aber n ist nicht o(n)

Warum das die Antwort ist

f = o(g) bedeutet, dass f(n) / g(n) gegen 0 strebt; n / n² strebt gegen 0, aber n / n = 1 nicht.

Antwort

A · n = o(n²), aber n ist nicht o(n)
11.Datenstrukturen

Antwort: A · Mit einem Stack

Warum das die Antwort ist

Lege jede öffnende Klammer mit push ab und hole bei einer schließenden Klammer mit pop eine heraus; sie muss zur entnommenen Klammer passen, und am Ende muss der Stack leer sein.

Antwort

A · Mit einem Stack
12.Datenstrukturen

Antwort: C · Um wiederholtes Umdimensionieren zu vermeiden, wenn sich push und pop nahe der Grenze abwechseln

Warum das die Antwort ist

Verkleinern bei halber Füllung könnte in einer solchen Folge bei jeder Operation ein Umdimensionieren auslösen; der Abstand zwischen 1/4 und voll hält die amortisierten Kosten bei O(1).

Antwort

C · Um wiederholtes Umdimensionieren zu vermeiden, wenn sich push und pop nahe der Grenze abwechseln
13.Graphentheorie

Antwort: Euler-Kreis

Euler, Hamilton und Bäume: Ein zusammenhängender Graph hat einen Euler-Kreis (jede Kante einmal, zurück zum Start), wenn jeder Knoten geraden Grad hat, und einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, wenn genau zwei Knoten ungeraden Grad haben; der Weg verläuft dann von einem ungeraden Knoten zum anderen. Ein Hamilton-Kreis besucht jeden Knoten einmal; Kn hat (n − 1)!/2 davon. Ein Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten, und ein zusammenhängender Graph mit m Kanten behält einen aufspannenden Baum, wenn man m − n + 1 Kanten entfernt.

Grade

deg(A) = 2, deg(B) = 4, deg(C) = 2, deg(D) = 2, deg(E) = 2

Ungerade Knoten

0
Euler-Kreis

Antwort

Euler-Kreis
14.Graphentheorie

Antwort: W = 19

Kürzeste Wege und aufspannende Bäume: Der Dijkstra-Algorithmus schließt in jeder Runde einen Knoten ab: den offenen Knoten mit dem kleinsten vorläufigen Abstand. Sein Abstand ist dann endgültig, und jeder Nachbar v erhält d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v)). Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf, indem er die Kanten von leicht nach schwer nimmt und jede Kante überspringt, die einen Kreis schließen würde; der Prim-Algorithmus lässt einen Baum von einem Startknoten aus wachsen, indem er immer die leichteste Kante hinzufügt, die aus ihm herausführt. Ein aufspannender Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten.

Kruskal-Algorithmus

CE (1): nehmen
BD (2): nehmen
BE (5): nehmen
DE (6): überspringen, schließt einen Kreis
BC (7): überspringen, schließt einen Kreis
AC (11): nehmen

Gesamtgewicht

W = 1 + 2 + 5 + 11 = 19

Antwort

W = 19
15.Datenbanken & SQL

Antwort: D · Die Tabelle employees mit sich selbst über zwei Aliase verbinden

Warum das die Antwort ist

Ein Self-Join wie FROM employees e JOIN employees m ON e.manager_id = m.id lässt einen Alias den Mitarbeiter und den anderen den Vorgesetzten darstellen.

Antwort

D · Die Tabelle employees mit sich selbst über zwei Aliase verbinden
16.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Er verbindet über jede gleichnamige Spalte, sodass eine neue Spalte das Ergebnis unbemerkt verändern kann

Warum das die Antwort ist

Ein Natural Join verbindet alle gleichnamigen Spalten, zum Beispiel ein nicht zusammengehöriges "name" oder "created_at"; eine explizite ON- oder USING-Klausel ist sicherer.

Antwort

C · Er verbindet über jede gleichnamige Spalte, sodass eine neue Spalte das Ergebnis unbemerkt verändern kann
17.Rechnernetze

Antwort: C · Discover, Offer, Request, Acknowledge

Warum das die Antwort ist

Der Client sendet Discover als Broadcast, Server antworten mit Offers, der Client fordert mit Request ein Angebot an, und der gewählte Server bestätigt mit Acknowledge.

Antwort

C · Discover, Offer, Request, Acknowledge
18.Rechnernetze

Antwort: A · Transportschicht

Warum das die Antwort ist

TCP- und UDP-Header enthalten Quell- und Zielports; die Internetschicht (IP) fügt die Adressen hinzu.

Antwort

A · Transportschicht
19.IPv4-Subnetting

Antwort: H = 1022

IPv4 subnetting: an address has 32 bits. The prefix /p says how many leading bits identify the network; the remaining 32 − p bits number the hosts. A subnet has 2³²⁻ᵖ addresses, but the first (network address) and last (broadcast address) cannot be given to hosts, so 2³²⁻ᵖ − 2 hosts fit. Exceptions: a /31 (point-to-point link, RFC 3021) uses both of its 2 addresses for hosts, and a /32 is one single address (a single host or a loopback).

Präfixlänge

255.255.252.0 = /22

Nutzbare Hosts

210 − 2 = 1022

Antwort

H = 1022
20.IPv4-Subnetting

Antwort: x = 127

IPv4-Subnetting: Eine Adresse hat 32 Bits. Das Präfix /p gibt an, wie viele führende Bits das Netz bezeichnen; die übrigen 32 − p Bits nummerieren die Hosts. Ein Subnetz hat 2³²⁻ᵖ Adressen, aber die erste (Netzadresse) und die letzte (Broadcast-Adresse) können keinem Host gegeben werden, also passen 2³²⁻ᵖ − 2 Hosts hinein. Ausnahmen: Ein /31 (Punkt-zu-Punkt-Verbindung, RFC 3021) nutzt beide seiner 2 Adressen für Hosts, und ein /32 ist eine einzelne Adresse (ein einzelner Host oder ein Loopback).

Blockgröße

24 = 16

Subnetz dieses Hosts

Netz: ⌊113/16⌋·16 = 112
Broadcast: 112 + 16 − 1 = 127
nutzbare Hosts: 113 … 126

Antwort

x = 127

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