Grundlagen der Informatik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Zahlensysteme

Stellenwerte
binär 2k, oktal 8k, hex 16k
Ins Dezimalsystem
Σ dk·bk
Aus dem Dezimalsystem
durch die Basis teilen, die Reste von unten nach oben lesen
Hex ↔ binär
eine Hex-Ziffer = 4 Bits
Zweierkomplement
die Bits invertieren und 1 addieren

Aussagenlogik & Beweise

Zeilen einer Wahrheitstafel
2ⁿ
Implikation
p → q ≡ ¬p ∨ q ≡ ¬q → ¬p
Negierte Implikation
¬(p → q) ≡ p ∧ ¬q
Äquivalenz (Bikonditional)
p ↔ q ≡ (p → q) ∧ (q → p)
De Morgan
¬(p ∧ q) ≡ ¬p ∨ ¬q, ¬(p ∨ q) ≡ ¬p ∧ ¬q
Distributivgesetze
p ∨ (q ∧ r) ≡ (p ∨ q) ∧ (p ∨ r), p ∧ (q ∨ r) ≡ (p ∧ q) ∨ (p ∧ r)
Negierte Quantoren
¬∀x P(x) ≡ ∃x ¬P(x), ¬∃x P(x) ≡ ∀x ¬P(x)
Modus ponens, Modus tollens
p → q, p ⊢ q; p → q, ¬q ⊢ ¬p

Methode

  1. Zähle die verschiedenen Variablen: Die Wahrheitstafel hat 2ⁿ Zeilen und beginnt mit lauter Einsen.
  2. Gib jeder Teilformel eine eigene Spalte und fülle die Spalten von innen nach außen.
  3. Wende die Regel jedes Junktors an: → ist nur bei 1 → 0 gleich 0, ↔ ist 1, wenn beide Seiten übereinstimmen.
  4. Vergleiche bei Äquivalenzen die letzten Spalten Zeile für Zeile; schau bei einem Argument nur auf die Zeilen, in denen alle Prämissen 1 sind.
  5. Um eine quantifizierte Aussage zu negieren, ziehe ¬ nach innen, vertausche ∀ und ∃ und negiere die innere Formel.

Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Grundgatter
A·B, A + B, A′, (A·B)′, (A + B)′, A ⊕ B
Boolesche Regeln
X + X′ = 1, X·X′ = 0, X + XY = X, XY + XY′ = X
De Morgan
(X·Y)′ = X′ + Y′, (X + Y)′ = X′·Y′
Reihenfolge im Karnaugh-Diagramm
00, 01, 11, 10 (Gray code)
Gruppe aus 2ᵏ Feldern
verliert k Variablen
4-zu-1-Multiplexer
F = A′B′I0 + A′BI1 + AB′I2 + ABI3
Flipflops
D: Q⁺ = D, T: Q⁺ = T ⊕ Q, JK: Q⁺ = JQ′ + K′Q
Zähler
n Bit: 2ⁿ Zustände; Mod-N: kleinstes n mit 2ⁿ ≥ N; fout = fclk/N
Asynchronzähler
fmax = 1/(n·tpd)
Ring- und Johnson-Zähler
n und 2n Zustände

Methode

  1. Gehe bei einer Schaltung von den Eingängen zum Ausgang vor, ein Gatter nach dem anderen, und schreibe den Wert an jede Leitung, oder schreibe ihren Ausdruck auf und fülle die Wahrheitstabelle aus.
  2. Trage zum Vereinfachen die Einsen (und die Don’t-Cares als X) in ein Karnaugh-Diagramm mit Zeilen und Spalten im Gray-Code ein: 00, 01, 11, 10.
  3. Decke die Einsen mit möglichst wenigen und möglichst großen Gruppen aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern ab, auch über den Rand hinweg; jede Gruppe ist ein Produktterm aus den Variablen, die konstant bleiben. Fasse für die POS-Form die Nullen zusammen.
  4. Lies bei Flipflops und Zählern die Eingänge an jeder aktiven Taktflanke ab, schreibe den Zustand nach jeder Flanke auf und denke daran, dass ein n-Bit-Zähler nach 2ⁿ Zuständen überläuft.

Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Division mit Rest
a = q·n + r, 0 ≤ r < n
Euklid
gcd(a, b) = gcd(b, a mod b)
Kleinstes gemeinsames Vielfaches
lcm(a, b) = a·b/gcd(a, b)
Inverse
a·a⁻¹ ≡ 1 (mod n), gcd(a, n) = 1
Lineare Kongruenz
a·x ≡ b → x ≡ a⁻¹·b (mod n)
Eulersche φ-Funktion
φ(n) = n·∏(1 − 1/p), φ(pᵏ) = pᵏ − pᵏ⁻¹
Fermat
aᵖ⁻¹ ≡ 1 (mod p)
RSA
n = pq, φ = (p − 1)(q − 1), d = e⁻¹ mod φ, c = mᵉ mod n, m = cᵈ mod n

Methode

  1. Reduziere zuerst jede Zahl modulo n; die Reste liegen zwischen 0 und n − 1.
  2. Teile für einen ggT wiederholt mit dem euklidischen Algorithmus; der letzte Rest ungleich null ist der ggT.
  3. Führe für ein Inverses den erweiterten Algorithmus aus und behalte den Koeffizienten von a; addiere n, falls er negativ ist.
  4. Löse a·x ≡ b, indem du mit a⁻¹ multiplizierst; kombiniere zwei Kongruenzen, indem du x = r₁ + m₁k schreibst.
  5. Schreibe bei Potenzen den Exponenten binär und quadriere wiederholt; bei RSA gilt d = e⁻¹ mod φ(n) mit φ(n) = (p − 1)(q − 1).

Graphentheorie

Handschlaglemma
Σ deg(v) = 2|E|
Vollständige Graphen
|E(Kn)| = n(n − 1)/2, |E(Km,n)| = m·n
Regulärer Graph
|E| = n·k/2
Baum und Wald
|E| = n − 1, |E| = n − c
Blätter eines Baums
L = 2 + Σ (deg(v) − 2) over deg(v) ≥ 3
Euler
Kreis: alle Grade gerade; Weg: genau 2 ungerade Grade
Hamilton-Kreise in Kn
(n − 1)!/2
Dijkstra-Aktualisierung
d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v))
Wege der Länge L
(Mᴸ)ij

Methode

  1. Schreibe den Grad jedes Knotens auf; die Grade summieren sich zum Doppelten der Kantenzahl.
  2. Prüfe bei Euler-Aufgaben, ob der Graph zusammenhängend ist, und zähle die Knoten mit ungeradem Grad.
  3. Verwende bei Bäumen n − 1 Kanten und das Handschlaglemma.
  4. Führe bei Dijkstra eine Tabelle der vorläufigen Abstände und schließe in jeder Runde den kleinsten noch offenen Knoten ab.
  5. Sortiere für einen minimalen aufspannenden Baum die Kanten nach Gewicht und überspringe jede Kante, die einen Kreis schließt (Kruskal), oder lass einen Baum von einem Startknoten aus wachsen (Prim).

IPv4-Subnetting

Hosts pro Subnetz
2(32 − prefix) − 2 (/31: 2, /32: 1)
Blockgröße
256 − (mask octet)
Netzadresse
IP AND Maske
Broadcast-Adresse
IP OR (NOT Maske): alle Host-Bits auf 1
Subnetze aus n geliehenen Bits
2n

2Übungsaufgaben

1.ZahlensystemeMittel
8-Bit-Zweierkomplement0−12806403201608040201

Setze die Bits so, dass sie −52 im 8-Bit-Zweierkomplement speichern. Welchen Wert U hat das Muster, wenn man es als vorzeichenlose Zahl liest?

N = −528 bit
U =
2.ZahlensystemeSchwer
4462 Codes, b = ? Bit?2ᵇ⁻¹…?4?2?1

Ein System muss jedem von 4462 Elementen einen eigenen Binärcode gleicher Länge geben. Wie viele Bits b braucht es mindestens?

4462
b = bit
3.Aussagenlogik & BeweiseMittel
abc¬(a ∨ ¬c)c ↔ ¬(a ∨ ¬c)(¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c))111?110?101?100?011?010?001?000?

In wie vielen der 8 Zeilen ihrer Wahrheitstafel ist (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) wahr? Nenne diese Zahl N.

(¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c))
N =
4.Aussagenlogik & BeweiseSchwer

Wie viele der 16 Zeilen der Wahrheitstafel machen ¬((¬(c → ¬d) → b) ∧ ((¬b ∧ c) → a)) wahr? Nenne diese Zahl N.

¬((¬(c → ¬d) → b) ∧ ((¬b ∧ c) → a))
N =
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsMittel
ABCD00011110000111101111111

In diesem Karnaugh-Diagramm hat genau eine 1 keine benachbarte 1, bleibt also in der minimalen SOP-Form eine Gruppe aus einem Feld (ein voller Minterm mit vier Literalen). Nachbarn über den Rand des Diagramms zählen mit. Klicke dieses Feld an.

F = Σm(2, 4, 5, 11, 12, 14, 15)
  1. 1AB = 00, CD = 00
  2. 2AB = 00, CD = 01
  3. 3AB = 00, CD = 11
  4. 4AB = 00, CD = 10
  5. 5AB = 01, CD = 00
  6. 6AB = 01, CD = 01
  7. 7AB = 01, CD = 11
  8. 8AB = 01, CD = 10
  9. 9AB = 11, CD = 00
  10. 10AB = 11, CD = 01
  11. 11AB = 11, CD = 11
  12. 12AB = 11, CD = 10
  13. 13AB = 10, CD = 00
  14. 14AB = 10, CD = 01
  15. 15AB = 10, CD = 11
  16. 16AB = 10, CD = 10
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & FlipflopsSchwer
ABCD0001111000011110X0X103020415X716112113015X140819111010

Bestimme die minimale SOP-Form von F(A, B, C, D) = Σm(5, 6, 9, 11, 12, 13) + d(0, 1, 7, 14), wobei d die Don’t-Care-Bedingungen kennzeichnet. Wie viele Literale L enthält sie?

F(A, B, C, D) = Σm(5, 6, 9, 11, 12, 13) + d(0, 1, 7, 14)
L =
7.Zahlentheorie & modulare ArithmetikMittel

Löse 4x ≡ 13 (mod 67). Gib die Lösung x mit 0 < x < 67 an.

4x ≡ 13 (mod 67)
x =
8.Zahlentheorie & modulare ArithmetikSchwer

Wie viele Lösungen N hat 18x ≡ 22 (mod 38) in {0, 1, …, 37}?

18x ≡ 22 (mod 38)
N =
9.Algorithmen & KomplexitätMittel

Was berechnet der Floyd-Warshall-Algorithmus, und wie schnell?

  1. AEine topologische Sortierung in O(V²)
  2. BKürzeste Wege von einem Startknoten zu allen anderen in O(V + E)
  3. CEinen minimalen Spannbaum in O(E log V)
  4. DKürzeste Wege zwischen allen Knotenpaaren in O(V³)
10.Algorithmen & KomplexitätSchwer

Liegt 22n in O(2ⁿ)?

  1. AJa, denn beide sind exponentiell
  2. BNein, denn 22n = 4ⁿ und 4ⁿ / 2ⁿ = 2ⁿ wächst unbeschränkt
  3. CJa, denn konstante Faktoren im Exponenten werden in der Groß-O-Notation immer ignoriert
  4. DNein, denn 22n wächst langsamer als 2ⁿ
11.DatenstrukturenMittel

Welchen abstrakten Datentyp verwendet Dijkstras Algorithmus, um den nächsten zu verarbeitenden Knoten zu wählen?

  1. AEine Min-Prioritätswarteschlange
  2. BEinen Stack
  3. CEine FIFO-Queue
  4. DEine Menge ohne Ordnung
12.DatenstrukturenSchwer

Wie hoch sind ohne Union by Rank und Pfadkompression die Kosten eines einzelnen find im schlechtesten Fall in einer Union-Find-Struktur mit n Elementen?

  1. AO(1)
  2. BO(log n)
  3. CO(n)
  4. DO(α(n))
13.GraphentheorieMittel
ABCDEEuler-KreisEuler-Weg, kein Kreiskeines von beiden

Hat der zusammenhängende Graph einen Euler-Kreis, einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, oder keines von beiden? Klicke deine Antwort an.

|V| = 5|E| = 7
  1. 1Euler-Kreis
  2. 2Euler-Weg, kein Kreis
  3. 3keines von beiden
14.GraphentheorieSchwer
9410101091543158ABCDEFG

Bestimme mit dem Dijkstra-Algorithmus die Länge d(F) des kürzesten Weges von A nach F im gewichteten Graphen.

Start: AZiel: F
d(F) =
15.Datenbanken & SQLMittel

Studierende können viele Kurse belegen, und Kurse haben viele Studierende. Wie wird das in Tabellen modelliert?

  1. AMit einer Liste von Kurs-IDs in einer Spalte
  2. BDurch Zusammenlegen von Studierenden und Kursen in eine Tabelle
  3. CMit einer Verknüpfungstabelle, die Fremdschlüssel auf Studierende und Kurse enthält
  4. DMit einer Fremdschlüsselspalte course_id in der Studierendentabelle, die auf courses verweist
16.Datenbanken & SQLSchwer

Zwei Ärzte im Bereitschaftsdienst prüfen jeweils, dass der andere noch Dienst hat, und melden sich dann beide gleichzeitig ab. Welche Anomalie kann Snapshot Isolation hier noch zulassen?

  1. ADirty Write
  2. BDirty Read
  3. CWrite Skew
  4. DNon-Repeatable Read innerhalb einer Transaktion
17.RechnernetzeMittel

Wie unterscheidet sich eine zustandsbehaftete (stateful) Firewall von einem einfachen Paketfilter?

  1. ASie blockiert ausnahmslos den gesamten eingehenden Verkehr, auch Antworten auf ausgehende Anfragen
  2. BSie verfolgt Verbindungen und lässt Antworten zu, die zu bestehenden Sitzungen gehören
  3. CSie verschlüsselt jedes weitergeleitete Paket
  4. DSie prüft nur die MAC-Adresse jedes Rahmens
18.RechnernetzeSchwer

Wie unterscheidet sich bei Sliding-Window-Protokollen Go-Back-N von Selective Repeat, wenn ein Rahmen verloren geht?

  1. ABeide senden das ganze Fenster von vorn erneut
  2. BGo-Back-N sendet den verlorenen Rahmen und alle späteren erneut; Selective Repeat nur den verlorenen
  3. CKeines sendet verlorene Rahmen jemals erneut
  4. DGo-Back-N sendet nur den verlorenen Rahmen erneut; Selective Repeat diesen Rahmen und alle späteren
19.IPv4-SubnettingMittel
/?11111111111111111111100000000000NetzbitsHostbits

Eine Abteilung braucht 1447 Hostadressen in einem einzigen Subnetz. Welche ist die längste Präfixlänge p (kleinstes Subnetz), die groß genug ist?

1447 hosts
p =
20.IPv4-SubnettingSchwer

Das Netz 192.168.34.0/24 wird mit VLSM für diese LANs aufgeteilt: A: 25 Hosts, B: 100 Hosts, C: 21 Hosts, D: 5 Hosts. Die Subnetze werden ab .0 aufwärts vergeben, das LAN mit den meisten Hosts zuerst, jedes mit dem kleinsten passenden Subnetz. Wie lautet das vierte Oktett x der Netzadresse von LAN D?

A: 25B: 100C: 21D: 5
x =

3Lösungen

1.Zahlensysteme

Antwort: U = 204

Bits setzen: Jedes Bit hat den Wert einer Zweierpotenz (128, 64, …, 1). Eine Hexadezimalziffer entspricht genau vier Bits, und im 8-Bit-Zweierkomplement hat das linke Bit den Wert −128. Bitweise Operationen wirken auf jede Bitposition einzeln.

Invertieren und eins addieren

52 = 0011 0100
invertiert: 1100 1011
+1 → 1100 1100

Vorzeichenlos lesen

1100 1100₂ = 256 − 52 = 204

Antwort

U = 204
2.Zahlensysteme

Antwort: b = 13 bit

Stellenwertsysteme: Jede Ziffer ist ihren Wert mal eine Potenz der Basis wert. Im Binärsystem sind die Stellen 1, 2, 4, 8, 16, … wert, im Hexadezimalsystem 1, 16, 256, …, wobei A–F für 10–15 stehen. Im 8-Bit-Zweierkomplement ist das linke Bit −128 statt +128 wert; so werden negative Zahlen gespeichert.

Zweierpotenzen

212 = 4096 < 4462
213 = 8192 ≥ 4462

Antwort

b = 13
3.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: N = 6

Wahrheitstafeln: Eine Formel mit n verschiedenen Variablen hat 2ⁿ Zeilen, eine für jede Kombination von Wahrheitswerten (1 = wahr, 0 = falsch). Arbeite von innen nach außen und gib jeder Teilformel eine eigene Spalte. ¬a kehrt den Wert um; a ∧ b ist nur 1, wenn beide 1 sind; a ∨ b ist nur 0, wenn beide 0 sind; a → b ist nur 0, wenn a = 1 und b = 0; a ↔ b ist 1, wenn beide Seiten gleich sind.

Wahrheitstafel Zeile für Zeile

a = 1, b = 1, c = 1: ¬b = 0, ¬b ∨ a = 1, ¬c = 0, a ∨ ¬c = 1, ¬(a ∨ ¬c) = 0, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 0, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 0
a = 1, b = 1, c = 0: ¬b = 0, ¬b ∨ a = 1, ¬c = 1, a ∨ ¬c = 1, ¬(a ∨ ¬c) = 0, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 1, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 1
a = 1, b = 0, c = 1: ¬b = 1, ¬b ∨ a = 1, ¬c = 0, a ∨ ¬c = 1, ¬(a ∨ ¬c) = 0, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 0, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 0
a = 1, b = 0, c = 0: ¬b = 1, ¬b ∨ a = 1, ¬c = 1, a ∨ ¬c = 1, ¬(a ∨ ¬c) = 0, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 1, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 1
a = 0, b = 1, c = 1: ¬b = 0, ¬b ∨ a = 0, ¬c = 0, a ∨ ¬c = 0, ¬(a ∨ ¬c) = 1, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 1, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 1
a = 0, b = 1, c = 0: ¬b = 0, ¬b ∨ a = 0, ¬c = 1, a ∨ ¬c = 1, ¬(a ∨ ¬c) = 0, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 1, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 1
a = 0, b = 0, c = 1: ¬b = 1, ¬b ∨ a = 1, ¬c = 0, a ∨ ¬c = 0, ¬(a ∨ ¬c) = 1, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 1, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 1
a = 0, b = 0, c = 0: ¬b = 1, ¬b ∨ a = 1, ¬c = 1, a ∨ ¬c = 1, ¬(a ∨ ¬c) = 0, c ↔ ¬(a ∨ ¬c) = 1, (¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)) = 1

Zähle die Zeilen mit dem Wert 1

(¬b ∨ a) → (c ↔ ¬(a ∨ ¬c)): 0, 1, 0, 1, 1, 1, 1, 1
N = 6

Antwort

N = 6
4.Aussagenlogik & Beweise

Antwort: N = 3

Wahrheitstafeln: Eine Formel mit n verschiedenen Variablen hat 2ⁿ Zeilen, eine für jede Kombination von Wahrheitswerten (1 = wahr, 0 = falsch). Arbeite von innen nach außen und gib jeder Teilformel eine eigene Spalte. ¬a kehrt den Wert um; a ∧ b ist nur 1, wenn beide 1 sind; a ∨ b ist nur 0, wenn beide 0 sind; a → b ist nur 0, wenn a = 1 und b = 0; a ↔ b ist 1, wenn beide Seiten gleich sind.

Spalten

¬d; c → ¬d; ¬(c → ¬d); ¬(c → ¬d) → b; ¬b; ¬b ∧ c; (¬b ∧ c) → a; (¬(c → ¬d) → b) ∧ ((¬b ∧ c) → a); ¬((¬(c → ¬d) → b) ∧ ((¬b ∧ c) → a))

Nach a aufteilen

a = 1: 1
a = 0: 2
N = 1 + 2 = 3

Antwort

N = 3
5.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: AB = 00, CD = 10

Karnaugh-Diagramme: Die Felder sind im Gray-Code (00, 01, 11, 10) angeordnet, benachbarte Felder, auch die über den Rand hinweg, unterscheiden sich also in genau einer Variablen. Fasse die Einsen in Rechtecken aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern zusammen, so groß und so wenige wie möglich, bis jede 1 abgedeckt ist. Jede Gruppe ist ein Produktterm: die Variablen, die in ihr konstant bleiben. Eine Gruppe aus 2ᵏ Feldern verliert k Variablen. Don’t-Cares (X) dürfen genutzt werden, um Gruppen zu vergrößern, müssen aber nie abgedeckt werden. Fasst du stattdessen die Nullen zusammen, erhältst du die minimale POS-Form.

Nachbarn jeder 1

Eine 1 mit einer benachbarten 1 kann einer Gruppe aus zwei oder mehr Feldern angehören.

m2: m3, m0, m6, m10 → 0
ABCD00011110000111101111111

Die isolierte 1

m2 = A′B′CD′ → AB = 00, CD = 10

Antwort

AB = 00, CD = 10
6.Digitaltechnik: Gatter, Karnaugh-Diagramme & Flipflops

Antwort: L = 11

Karnaugh-Diagramme: Die Felder sind im Gray-Code (00, 01, 11, 10) angeordnet, benachbarte Felder, auch die über den Rand hinweg, unterscheiden sich also in genau einer Variablen. Fasse die Einsen in Rechtecken aus 1, 2, 4, 8 oder 16 Feldern zusammen, so groß und so wenige wie möglich, bis jede 1 abgedeckt ist. Jede Gruppe ist ein Produktterm: die Variablen, die in ihr konstant bleiben. Eine Gruppe aus 2ᵏ Feldern verliert k Variablen. Don’t-Cares (X) dürfen genutzt werden, um Gruppen zu vergrößern, müssen aber nie abgedeckt werden. Fasst du stattdessen die Nullen zusammen, erhältst du die minimale POS-Form.

Primimplikanten

Die größten Gruppen, die sich aus Einsen und X bilden lassen.

C′D, BCD′, A′BD, AB′D, ABD′, A′BC, ABC′
ABCD0001111000011110X0X103020415X716112113015X140819111010

Minimale Überdeckung

F = C′D + BCD′ + AB′D + ABD′
L = 11

Antwort

L = 11

Es gibt eine weitere Gruppierung derselben Größe; sie hat dieselbe Anzahl von Termen und Literalen.

7.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: x = 20

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Inverses von 4

r = 67, t = 0
r = 4, q = 16, t = 1
r = 3, q = 1, t = −16
r = 1, q = 3, t = 17
4−1 ≡ 17 (mod 67)

Lösen

x ≡ 17·13 = 221 ≡ 20 (mod 67)
Probe: 4·20 = 80 ≡ 13 (mod 67)

Antwort

x = 20
8.Zahlentheorie & modulare Arithmetik

Antwort: N = 2

Inverse und Kongruenzen: a hat genau dann ein Inverses modulo n, wenn ggT(a, n) = 1. Der erweiterte euklidische Algorithmus schreibt 1 = s·n + t·a, und dann ist a⁻¹ ≡ t (mod n). Eine Kongruenz a·x ≡ b (mod n) mit ggT(a, n) = 1 hat die Lösung x ≡ a⁻¹·b. Zwei Kongruenzen x ≡ r₁ (mod m₁) und x ≡ r₂ (mod m₂) mit teilerfremden Moduln haben eine Lösung modulo m₁·m₂ (chinesischer Restsatz). Eulers φ(n) zählt die Zahlen von 1 bis n, die zu n teilerfremd sind: φ(n) = n·∏(1 − 1/p).

Durch den ggT teilen

gcd(18, 38) = 2
9x ≡ 11 (mod 19)

Die reduzierte Kongruenz lösen

9−1 ≡ 17 (mod 19) → x ≡ 16 (mod 19)

Lösungen modulo 38

x ∈ {16, 35}
N = 2

Antwort

N = 2
9.Algorithmen & Komplexität

Antwort: D · Kürzeste Wege zwischen allen Knotenpaaren in O(V³)

Warum das die Antwort ist

Floyd-Warshall ist ein Algorithmus der dynamischen Programmierung, der nacheinander jeden Knoten als Zwischenknoten zulässt und O(V³) Zeit braucht.

Antwort

D · Kürzeste Wege zwischen allen Knotenpaaren in O(V³)
10.Algorithmen & Komplexität

Antwort: B · Nein, denn 22n = 4ⁿ und 4ⁿ / 2ⁿ = 2ⁿ wächst unbeschränkt

Warum das die Antwort ist

Eine zum Exponenten addierte Konstante ergibt einen konstanten Faktor, aber eine Konstante, die den Exponenten multipliziert, ändert die Basis und die Wachstumsrate.

Antwort

B · Nein, denn 22n = 4ⁿ und 4ⁿ / 2ⁿ = 2ⁿ wächst unbeschränkt
11.Datenstrukturen

Antwort: A · Eine Min-Prioritätswarteschlange

Warum das die Antwort ist

Eine Min-Prioritätswarteschlange, meist ein binärer Heap, liefert effizient den unbesuchten Knoten mit der kleinsten Distanz.

Antwort

A · Eine Min-Prioritätswarteschlange
12.Datenstrukturen

Antwort: C · O(n)

Warum das die Antwort ist

Naive Vereinigungen können Bäume zu einer langen Kette verbinden, sodass find n − 1 Elternzeigern folgen muss; die beiden Heuristiken bringen es nahe an konstante Kosten.

Antwort

C · O(n)
13.Graphentheorie

Antwort: Euler-Weg, kein Kreis

Euler, Hamilton und Bäume: Ein zusammenhängender Graph hat einen Euler-Kreis (jede Kante einmal, zurück zum Start), wenn jeder Knoten geraden Grad hat, und einen Euler-Weg, der kein Kreis ist, wenn genau zwei Knoten ungeraden Grad haben; der Weg verläuft dann von einem ungeraden Knoten zum anderen. Ein Hamilton-Kreis besucht jeden Knoten einmal; Kn hat (n − 1)!/2 davon. Ein Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten, und ein zusammenhängender Graph mit m Kanten behält einen aufspannenden Baum, wenn man m − n + 1 Kanten entfernt.

Grade

deg(A) = 2, deg(B) = 4, deg(C) = 3, deg(D) = 2, deg(E) = 3

Ungerade Knoten

C, E → 2
Euler-Weg, kein Kreis

Antwort

Euler-Weg, kein Kreis

Der Euler-Weg beginnt an einem ungeraden Knoten und endet am anderen.

14.Graphentheorie

Antwort: d(F) = 34

Kürzeste Wege und aufspannende Bäume: Der Dijkstra-Algorithmus schließt in jeder Runde einen Knoten ab: den offenen Knoten mit dem kleinsten vorläufigen Abstand. Sein Abstand ist dann endgültig, und jeder Nachbar v erhält d(v) = min(d(v), d(u) + w(u, v)). Der Kruskal-Algorithmus baut einen minimalen aufspannenden Baum auf, indem er die Kanten von leicht nach schwer nimmt und jede Kante überspringt, die einen Kreis schließen würde; der Prim-Algorithmus lässt einen Baum von einem Startknoten aus wachsen, indem er immer die leichteste Kante hinzufügt, die aus ihm herausführt. Ein aufspannender Baum mit n Knoten hat n − 1 Kanten.

Dijkstra Runde für Runde

Jede Zeile: der abgeschlossene Knoten, sein endgültiger Abstand und die Nachbarn, deren Abstand sich verbessert.

A (0): B: 9, C: 4
C (4): E: 14, G: 7
G (7): D: 22
B (9): D: 19
E (14)
D (19): F: 34
F (34)

Kürzester Weg

A → B → D → F
d(F) = 34

Antwort

d(F) = 34
15.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Mit einer Verknüpfungstabelle, die Fremdschlüssel auf Studierende und Kurse enthält

Warum das die Antwort ist

Eine Viele-zu-viele-Beziehung braucht eine Zuordnungstabelle (Verknüpfungstabelle), zum Beispiel enrolment(student_id, course_id), oft mit einem zusammengesetzten Primärschlüssel.

Antwort

C · Mit einer Verknüpfungstabelle, die Fremdschlüssel auf Studierende und Kurse enthält
16.Datenbanken & SQL

Antwort: C · Write Skew

Warum das die Antwort ist

Unter Snapshot Isolation sehen beide Transaktionen den alten Zustand und ändern verschiedene Zeilen, sodass kein Schreibkonflikt erkannt wird; die Isolationsstufe Serializable verhindert das.

Antwort

C · Write Skew
17.Rechnernetze

Antwort: B · Sie verfolgt Verbindungen und lässt Antworten zu, die zu bestehenden Sitzungen gehören

Warum das die Antwort ist

Eine Stateful Firewall führt eine Tabelle aktiver Verbindungen, sodass Rückverkehr automatisch zugelassen wird. Ein zustandsloser Filter beurteilt jedes Paket isoliert.

Antwort

B · Sie verfolgt Verbindungen und lässt Antworten zu, die zu bestehenden Sitzungen gehören
18.Rechnernetze

Antwort: B · Go-Back-N sendet den verlorenen Rahmen und alle späteren erneut; Selective Repeat nur den verlorenen

Warum das die Antwort ist

Ein Go-Back-N-Empfänger verwirft Rahmen außer der Reihe, daher muss der Sender alles nach dem Verlust wiederholen. Selective Repeat puffert sie und fordert nur den fehlenden an.

Antwort

B · Go-Back-N sendet den verlorenen Rahmen und alle späteren erneut; Selective Repeat nur den verlorenen
19.IPv4-Subnetting

Antwort: p = 21

IPv4-Subnetting: Eine Adresse hat 32 Bits. Das Präfix /p gibt an, wie viele führende Bits das Netz bezeichnen; die übrigen 32 − p Bits nummerieren die Hosts. Ein Subnetz hat 2³²⁻ᵖ Adressen, aber die erste (Netzadresse) und die letzte (Broadcast-Adresse) können keinem Host gegeben werden, also passen 2³²⁻ᵖ − 2 Hosts hinein. Ausnahmen: Ein /31 (Punkt-zu-Punkt-Verbindung, RFC 3021) nutzt beide seiner 2 Adressen für Hosts, und ein /32 ist eine einzelne Adresse (ein einzelner Host oder ein Loopback).

Benötigte Hostbits

210 − 2 = 1022 < 1447
211 − 2 = 2046 ≥ 1447 → h = 11

Präfixlänge

p = 32 − 11 = 21

Antwort

p = /21
20.IPv4-Subnetting

Antwort: x = 192

VLSM: Jedes LAN erhält das kleinste Subnetz mit 2ʰ − 2 ≥ seiner Hostzahl, also das Präfix 32 − h. Vergibt man die größten Subnetze zuerst, liegt jeder Block auf einem Vielfachen seiner eigenen Größe, und die Netzadressen ergeben sich durch Addieren der Blockgrößen.

Blockgröße pro LAN

B: 100 Hosts → 27 = 128 (/25)
A: 25 Hosts → 25 = 32 (/27)
C: 21 Hosts → 25 = 32 (/27)
D: 5 Hosts → 23 = 8 (/29)

Vergabe, größte zuerst

B: .0 – .127
A: .128 – .159
C: .160 – .191
D: .192 – .199

Antwort

x = 192

LAN D: 192.168.34.192/29.

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