Dynamik: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Kinematik

Geschwindigkeit
v = v0 + a·t
Weg
s = v0·t + ½·a·t²
Ohne Zeit
v² = v0² + 2·a·s
Einheiten
1 m/s = 3,6 km/h

Methode

  1. Schreibe auf, was du kennst: v₀, v, a, t und s, mit Einheiten.
  2. Wähle die Gleichung, die deine drei bekannten Größen und die Unbekannte enthält.
  3. Lege eine positive Richtung fest und gib entgegengesetzten Größen ein Minuszeichen.
  4. Löse und prüfe, ob das Ergebnis physikalisch sinnvoll ist.

Newtonsche Gesetze

Zweites Newtonsches Gesetz
ΣF = m·a
Gewichtskraft
W = m·g
Gleitreibung
Ff = μ·N
Auf der schiefen Ebene
hangabwärts: m·g·sin θ, senkrecht: m·g·cos θ

Methode

  1. Zeichne ein Freikörperbild mit allen Kräften, die auf den Körper wirken.
  2. Wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung.
  3. Zerlege die Kräfte in Komponenten entlang und senkrecht zur Bewegung (auf der schiefen Ebene: m·g·sin θ hangabwärts, m·g·cos θ in die Ebene hinein).
  4. Wende ΣF = m·a entlang der Bewegung an; die Reibung ist μ·N entgegen der Bewegung.

Schiefer Wurf

Komponenten
vx = v0cos θ, vy = v0sin θ
Position
x = vxt, y = h + vyt − ½gt²
Maximale Höhe
H = h + vy²/(2g)
Wurfweite (ebener Boden)
R = v0²·sin 2θ/g

Methode

  1. Zerlege die Abwurfgeschwindigkeit in Komponenten: vx = v₀·cos θ und vy = v₀·sin θ.
  2. Die horizontale Bewegung hat konstante Geschwindigkeit; die vertikale Bewegung hat die Beschleunigung −g.
  3. Bestimme die Flugzeit aus der vertikalen Bewegung.
  4. Setze diese Zeit in die horizontale Bewegung ein, um die Wurfweite zu bestimmen.

Kreisbewegung

Zentripetalbeschleunigung
a = v²/r = ω²·r
Zentripetalkraft
F = m·v²/r
Winkelgeschwindigkeit
ω = v/r = 2π/T
Ebene Kurve, Reibung
vmax = √(μ·g·r)

Arbeit und Energie

Kinetische Energie
Ek = ½mv²
Potenzielle Energie
Ep = mgh
Energiebilanz
Ek1 + Ep1 + W = Ek2 + Ep2 + losses
Reibungsarbeit
W = μ·N·d
Leistung
P = W/t

Impuls & Stöße

Impuls
p = m·v
Erhaltung
Σm·v (before) = Σm·v (after)
Vollständig unelastisch
v′ = (m1v1 + m2v2)/(m1 + m2)
Kraftstoß
J = F·Δt = m·Δv

Methode

  1. Wähle eine positive Richtung und gib jeder Geschwindigkeit ihr Vorzeichen.
  2. Schreibe den Gesamtimpuls vorher auf: Σm·v.
  3. Beim vollständig unelastischen Stoß bewegen sich die Körper danach gemeinsam; beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten.
  4. Setze den Impuls vorher gleich dem Impuls nachher und löse.

Rotation starrer Körper

Trägheitsmomente um G
Stab mL²/12, Scheibe ½mR², Ring mR², Vollkugel (2/5)mR², Hohlkugel (2/3)mR²
Satz von Steiner
I = IG + m·d²
Trägheitsradius
I = m·k²
Stab um sein Ende
I = mL²/3
Bewegungsgleichung
ΣM = I·α
Drehzahl in rad/s
ω = 2π·n/60
Kinetische Energie
E = ½·I·ω²
Arbeit und Leistung
W = T·θ, P = T·ω
Rollen ohne Gleiten
v = ω·r, E = ½mv²(1 + I/(mr²)), a = g·sin θ/(1 + I/(mr²))
Drehimpuls
L = I·ω, I1ω1 = I2ω2
Stoß um einen Drehpunkt
m·v·d = I·ω

Methode

  1. Wähle die Achse: einen festen Drehpunkt oder, bei rollenden Körpern, den Schwerpunkt.
  2. Bestimme das Trägheitsmoment um diese Achse aus den Standardergebnissen und verwende bei einer verschobenen Achse I = IG + m·d².
  3. Wähle die Methode: ΣM = I·α für Beschleunigungen und Kräfte, Energie (½·I·ω² + ½·m·v² + m·g·h) für Geschwindigkeiten, Drehimpuls für Stöße und plötzliche Änderungen.
  4. Verknüpfe lineare und Drehbewegung mit v = ω·r und a = α·r und rechne rpm in rad/s um.

Zahnräder & Zahnradgetriebe

Kämmende Zahnräder
n1·N1 = n2·N2
Drehmoment
T2 = T1·(N2/N1)·η
Leistung
P = T·ω, ω = 2π·n/60
Mehrstufiges Getriebe
Gesamtübersetzung = Produkt der Stufenübersetzungen

Federn & Pendel

Federpendel
T = 2π·√(m/k)
Fadenpendel
T = 2π·√(L/g)
Kreisfrequenz
ω = √(k/m) = 2π/T
Maximale Geschwindigkeit und Beschleunigung
vmax = A·ω, amax = A·ω²
Energie
E = ½·k·A²

Mechanische Schwingungen

Eigenfrequenz
ωn = √(k/m), fn = ωn/(2π)
Aus der statischen Durchbiegung
ωn = √(g/δst)
Kritische Dämpfung
cc = 2√(km) = 2mωn
Dämpfungsgrad
ζ = c/cc
Gedämpfte Eigenfrequenz
ωd = ωn√(1 − ζ²)
Logarithmisches Dekrement
δ = (1/n)·ln(x0/xn), ζ = δ/√(4π² + δ²)
Federn parallel
k = k1 + k2
Federn in Reihe
1/k = 1/k1 + 1/k2

2Übungsaufgaben

1.KinematikMittel
a = ?s = 800 m

Ein Flugzeug braucht zum Abheben eine Geschwindigkeit von 180 km/h, und die nutzbare Startbahn ist 800 m lang. Welche konstante Beschleunigung a braucht es aus dem Stand?

v₀ = 0v = 180 km/hs = 800 m
a = m/s²
2.KinematikSchwer
v₀ = 5 m/s10 m

Ein Ball wird von der Kante eines Dachs 10 m über dem Boden mit 5 m/s senkrecht nach oben geworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Wie lange nach dem Abwurf trifft er auf den Boden? Bestimme t.

v₀ = 5 m/sh₀ = 10 mg = 9,81 m/s²
t = s
3.Newtonsche GesetzeMittel
Kistev₀ = 6,5 m/sμ = ?

Eine Kiste gleitet mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 6,5 m/s über einen ebenen Boden und kommt nach 14 m zur Ruhe. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme den Gleitreibungskoeffizienten μ.

v₀ = 6,5 m/sd = 14 mg = 9,81 m/s²
μ =
4.Newtonsche GesetzeSchwer
m1​ = 6 kg3,5 kgμ = 0,1

Ein Block mit 6 kg auf einem waagerechten Tisch ist über eine leichte Schnur, die über eine reibungsfreie Rolle läuft, mit einer hängenden Masse von 3,5 kg verbunden. Der Gleitreibungskoeffizient zwischen Block und Tisch ist 0,1. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung a des Systems.

m1 = 6 kgm2 = 3,5 kgμ = 0,1g = 9,81 m/s²
a = m/s²
5.Schiefer WurfMittel
v0​ = 24 m/s30°x = ?

Ein Ball wird unter 30° zur Horizontalen vom ebenen Boden abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die horizontale Entfernung x, die der Ball zurücklegt, bevor er auf dem Boden aufkommt.

v0 = 24 m/sθ = 30°g = 9,81 m/s²
x = m
6.Schiefer WurfSchwer
h = 40 mv0​ = 19 m/s35°x = ?

Ein Ball wird unter 35° zur Horizontalen von der Kante einer 40 m hohen Klippe abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die horizontale Entfernung x, die der Ball zurücklegt, bevor er auf dem Boden aufkommt.

v0 = 19 m/sθ = 35°h = 40 mg = 9,81 m/s²
x = m
7.KreisbewegungMittel
r = 140 mvmax​ = ?

Ein Auto fährt durch eine ebene Kurve mit dem Radius 140 m. Der Haftreibungskoeffizient zwischen Reifen und Straße ist 0,6. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die größte Geschwindigkeit vmax, mit der das Auto die Kurve durchfahren kann, ohne zu rutschen.

r = 140 mμs = 0,6g = 9,81 m/s²
vmax = m/s
8.KreisbewegungSchwer
R = 5,5 mh = 18,15 m

Ein Wagen mit 2,5 kg wird in 18,15 m Höhe auf einer reibungsfreien Bahn aus der Ruhe losgelassen und durchfährt einen senkrechten Looping mit dem Radius 5,5 m. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Normalkraft Ntop der Bahn auf den Wagen am höchsten Punkt des Loopings.

m = 2,5 kgh = 18,15 mR = 5,5 mg = 9,81 m/s²
Ntop = N
9.Arbeit und EnergieMittel
35°d = 6 mμ = 0,2

Ein Block mit 2,5 kg rutscht 6 m eine Schräge mit 35° Neigung hinunter, bei einem Gleitreibungskoeffizienten von 0,2. Bestimme die gegen die Reibung verrichtete Arbeit Wf.

m = 2,5 kgθ = 35°μ = 0,2d = 6 mg = 9,81 m/s²
Wf = J
10.Arbeit und EnergieSchwer
h = 3,5 mL = 3 mμ = 0,25k = 4000 N/m

Ein Block mit 10 kg wird auf einer glatten Rampe in 3,5 m Höhe aus der Ruhe losgelassen. Unten überquert er einen rauen, waagerechten Streifen von 3 m Länge (μ = 0,25) und läuft dann auf einer glatten Fläche gegen eine Feder (k = 4000 N/m). Bestimme die maximale Zusammendrückung x der Feder.

m = 10 kgh = 3,5 mL = 3 mμ = 0,25k = 4000 N/mg = 9,81 m/s²
x = cm
11.Impuls & StößeMittel
1 kg3 m/s0,5 kg

Ein Gleiter mit 1 kg und 3 m/s stößt auf einer reibungsfreien Bahn vollkommen elastisch und zentral mit einem ruhenden Gleiter mit 0,5 kg zusammen. Bestimme die Geschwindigkeit v′1 des ersten Gleiters nach dem Stoß (positiv in seiner ursprünglichen Richtung).

m1 = 1 kgm2 = 0,5 kgv1 = 3 m/sv2 = 0
v′1 = m/s
12.Impuls & StößeSchwer
2,5 kgv = ?8 g15°L = 0,9 m

Ein Geschoss mit 8 g wird waagerecht in einen Klotz mit 2,5 kg geschossen, der an leichten Schnüren von 0,9 m Länge hängt, und bleibt darin stecken. Die Schnüre schwingen bis zu einem größten Winkel von 15° gegen die Vertikale aus. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Geschwindigkeit v des Geschosses vor dem Aufprall.

m = 8 gM = 2,5 kgL = 0,9 mθ = 15°g = 9,81 m/s²
v = m/s
13.Rotation starrer KörperMittel
ω = ?5 kgL = 1,4 mm = 4 kg

Ein homogener dünner Stab der Masse 4 kg und der Länge 1,4 m ist an einem Ende gelagert und wird aus der Ruhe in waagerechter Lage losgelassen. Am freien Ende ist eine kleine Kugel der Masse 5 kg befestigt. Vernachlässige die Reibung und verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Winkelgeschwindigkeit ω des Stabes, wenn er durch die senkrechte Lage schwingt.

m = 4 kgL = 1,4 mmball = 5 kgg = 9,81 m/s²
ω = rad/s
14.Rotation starrer KörperSchwer
θ = 25°a

Ein Körper (Vollkugel) rollt ohne Gleiten eine Schräge hinab, die um 25° gegen die Waagerechte geneigt ist. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung a seines Schwerpunkts.

θ = 25°I = (2/5)·m·r²g = 9,81 m/s²
a = m/s²
15.Zahnräder & ZahnradgetriebeMittel
d1​ = 100 mmd2​ = 300 mm1440 rpmn2​ = ?

Eine Scheibe mit 100 mm bei 1440 rpm treibt über einen Riemen mit 4 % Schlupf eine Scheibe mit 300 mm an. Bestimme die Drehzahl n2 der getriebenen Scheibe.

n1 = 1440 rpmd1 = 100 mmd2 = 300 mms = 4 %
n2 = rpm
16.Zahnräder & ZahnradgetriebeSchwer
A = 15B = 32C = 48D = 60

In einem mehrstufigen Zahnradgetriebe treibt Rad A (15 Zähne) auf der Antriebswelle mit 3000 rpm das Rad B (32 Zähne) an. Rad C (48 Zähne) sitzt fest auf derselben Welle wie B und treibt Rad D (60 Zähne) auf der Abtriebswelle an. Bestimme die Abtriebsdrehzahl nout.

nin = 3000 rpmA = 15B = 32C = 48D = 60
nout = rpm
17.Federn & PendelMittel
L = 0,6 mT = 0,98 s

Eine Astronautin stellt auf einem anderen Planeten fest, dass ein Fadenpendel von 0,6 m Länge bei kleinen Auslenkungen eine Periodendauer von 0,98 s hat. Bestimme die Fallbeschleunigung g auf diesem Planeten.

L = 0,6 mT = 0,98 s
g = m/s²
18.Federn & PendelSchwer
2,9 kgk = 260 N/mA = 16 cm

Eine Masse von 2,9 kg an einer Feder mit k = 260 N/m wird um 16 cm aus der Gleichgewichtslage ausgelenkt und losgelassen. Bestimme ihre maximale Geschwindigkeit vmax.

m = 2,9 kgk = 260 N/mA = 16 cm
vmax = m/s
19.Mechanische SchwingungenMittel
k = 40 kN/mζ = 0,5m = 100 kg

Eine Masse von 100 kg an einer Feder mit einer Steifigkeit von 40 kN/m hat einen viskosen Dämpfer, der einen Dämpfungsgrad von 0,5 ergibt. Bestimme die gedämpfte Eigenfrequenz fd ihrer freien Schwingung in Hz.

m = 100 kgk = 40 kN/mζ = 0,5
fd = Hz
20.Mechanische SchwingungenSchwer
k1​ = 25k2​ = 5m = 40 kg

Eine Masse von 40 kg hängt an zwei hintereinander (in Reihe) geschalteten Federn: Die obere Feder hat k₁ = 25 kN/m, die untere k₂ = 5 kN/m. Vernachlässige die Dämpfung und die Massen der Federn. Bestimme die Eigenfrequenz fn der vertikalen Schwingung in Hz.

m = 40 kgk1 = 25 kN/mk2 = 5 kN/m
fn = Hz

3Lösungen

1.Kinematik

Antwort: a = 1,563 m/s²

Motion with constant acceleration: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² and v² = v₀² + 2·a·s. Pick the equation that contains the three things you know and the one you want, and keep the signs consistent with one positive direction.

Einheiten

v = 180/3,6 = 50 m/s

Beschleunigung

a = v²/(2s) = 50²/(2·800) = 1,563 m/s²

Antwort

a = 1,563 m/s²
2.Kinematik

Antwort: t = 2,026 s

Gleichmäßig beschleunigte Bewegung: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² und v² = v₀² + 2·a·s. Wähle die Gleichung, die die drei bekannten Größen und die gesuchte enthält, und halte die Vorzeichen mit einer einzigen positiven Richtung konsistent.

Bewegungsgleichung

Nach oben ist positiv, und der Boden liegt h₀ unter dem Startpunkt.

−10 = 5·t − ½·9,81·t²
4,905·t² − 5·t − 10 = 0

Quadratische Gleichung lösen

Nur die positive Lösung ist physikalisch sinnvoll.

t = (5 + √(5² + 2·9,81·10))/9,81 = 2,026 s

Antwort

t = 2,026 s
3.Newtonsche Gesetze

Antwort: μ = 0,1538

Newton’s second law: the net force on a body equals its mass times its acceleration, ΣF = m·a. Draw a free-body diagram, choose a positive direction along the motion, and add every force in that direction: applied forces, friction μ·N against the motion, and the components of gravity.

Verzögerung

a = v₀²/(2d) = 6,5²/(2·14) = 1,509 m/s²

Reibungskoeffizient

μ·m·g = m·a → μ = a/g = 1,509/9,81 = 0,1538

Antwort

μ = 0,1538
4.Newtonsche Gesetze

Antwort: a = 2,995 m/s²

Zweites Newtonsches Gesetz: Die resultierende Kraft auf einen Körper ist gleich seiner Masse mal seiner Beschleunigung, ΣF = m·a. Zeichne ein Freikörperbild, wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung und addiere alle Kräfte in dieser Richtung: angreifende Kräfte, die Reibung μ·N entgegen der Bewegung und die Komponenten der Gewichtskraft.

Beschleunigung des Systems

a = (m2·g − μ·m1·g)/(m1 + m2) = (34,34 − 5,886)/9,5 = 2,995 m/s²

Antwort

a = 2,995 m/s²
5.Schiefer Wurf

Antwort: x = 50,85 m

Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.

Abwurfgeschwindigkeit zerlegen

Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.

vx = v0·cos θ = 24·cos 30° = 20,78 m/s
vy = v0·sin θ = 24·sin 30° = 12 m/s

Flugzeit

Abwurf und Landung auf gleicher Höhe: t = 2vy/g.

t = 2·12/9,81 = 2,446 s

Horizontale Entfernung

x = vx·t = 20,78·2,446 = 50,85 m

Antwort

x = 50,85 m
6.Schiefer Wurf

Antwort: x = 64,98 m

Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.

Abwurfgeschwindigkeit zerlegen

Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.

vx = v0·cos θ = 19·cos 35° = 15,56 m/s
vy = v0·sin θ = 19·sin 35° = 10,9 m/s

Flugzeit

Löse y(t) = h + vy·t − ½gt² = 0 nach der positiven Wurzel auf.

0 = 40 + 10,9·t − 4,905·t²
t = (vy + √(vy² + 2gh))/g = (10,9 + √(118,8 + 784,8))/9,81 = 4,175 s

Horizontale Entfernung

x = vx·t = 15,56·4,175 = 64,98 m

Antwort

x = 64,98 m
7.Kreisbewegung

Antwort: vmax = 28,71 m/s

Gleichförmige Kreisbewegung: Ein Körper, der sich mit der Geschwindigkeit v auf einem Kreis mit Radius r bewegt, wird mit a = v²/r zum Mittelpunkt hin beschleunigt; er braucht also eine nach innen gerichtete resultierende Kraft F = m·v²/r. Diese Kraft liefert etwas Reales: Reibung, Seilkraft, Gewichtskraft oder eine Normalkraft.

Die Reibung liefert die Zentripetalkraft

m·v²/r = μ·m·g
v = √(μ·g·r) = √(0,6·9,81·140) = 28,71 m/s

Antwort

vmax = 28,71 m/s (103,3 km/h)
8.Kreisbewegung

Antwort: Ntop = 39,24 N

Uniform circular motion: an object moving at speed v on a circle of radius r accelerates towards the centre with a = v²/r, so it needs a net inward force F = m·v²/r. That force is supplied by something real: friction, tension, gravity or a normal force.

Geschwindigkeit aus dem Energieerhaltungssatz

v² = 2·9,81·(18,15 − 2·5,5) = 140,3 m²/s²

Kräfte

Zum Mittelpunkt ist positiv.

N = m·v²/R − m·g = 2,5·140,3/5,5 − 24,53 = 39,24 N

Antwort

Ntop = 39,24 N
9.Arbeit und Energie

Antwort: Wf = 24,11 J

Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).

Reibungskraft

N = mg·cos θ = 24,53·0,8192 = 20,09 N
F = μN = 0,2·20,09 = 4,018 N

Arbeit gegen Reibung

Wf = F·d = 4,018·6 = 24,11 J

Antwort

Wf = 24,11 J
10.Arbeit und Energie

Antwort: x = 36,73 cm

Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).

Energie nach dem rauen Streifen

Die Rampe ist glatt, also nimmt nur der Streifen Energie weg.

mgh − μmgL = 98,1·(3,5 − 0,25·3) = 269,8 J

Maximale Zusammendrückung

½kx² = 269,8 → x = √(2·269,8/4000) = 0,3673 m = 36,73 cm

Antwort

x = 36,73 cm
11.Impuls & Stöße

Antwort: v′1 = 1 m/s

Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.

Elastischer Stoß mit ruhendem Stoßpartner

Löst man Impuls- und Energieerhaltung gemeinsam, ergeben sich diese beiden Ergebnisse.

v′1 = (1 − 0,5)/(1 + 0,5)·3 = 1 m/s
v′2 = 2·1/(1 + 0,5)·3 = 4 m/s

Antwort

v′1 = 1 m/s
12.Impuls & Stöße

Antwort: v = 243,2 m/s

Conservation of momentum: when no external force acts during a collision, the total momentum Σm·v before equals the total after. Velocities have a direction, so pick a positive direction and give velocities the other way a minus sign. In an elastic collision kinetic energy is conserved too; in a perfectly inelastic one the bodies stick together.

Anstieg des Klotzes

h = L·(1 − cos θ) = 0,9·(1 − cos 15°) = 0,03067 m

Geschwindigkeit nach dem Aufprall

V = √(2·9,81·0,03067) = 0,7757 m/s

Stoß

v = (m + M)·V/m = 2,508·0,7757/0,008 = 243,2 m/s

Antwort

v = 243,2 m/s
13.Rotation starrer Körper

Antwort: ω = 3,936 rad/s

Rotation about a fixed axis: the sum of the moments about the axis equals I·α (ΣM = I·α), just as ΣF = m·a for translation. In energy form, a torque T turning through an angle θ (in radians) does work T·θ, which changes the kinetic energy ½·I·ω²; gravity adds or removes m·g·Δh of the centre of mass. Power is P = T·ω.

Verlust an potenzieller Energie

m·g·L/2 + mball·g·L = 4·9,81·0,7 + 5·9,81·1,4 = 96,14 J

Trägheitsmoment um das Lager

IO = m·L²/3 + mball·L² = 2,613 + 9,8 = 12,41 kg·m²

Energiebilanz

½·IO·ω² = 96,14 → ω = √(2·96,14/12,41) = 3,936 rad/s

Antwort

ω = 3,936 rad/s
14.Rotation starrer Körper

Antwort: a = 2,961 m/s²

Rolling and angular momentum: a body rolling without slipping has v = ω·r, so its kinetic energy is ½·m·v² + ½·I·ω² = ½·m·v²·(1 + I/(m·r²)). Down a slope that gives a = g·sin θ/(1 + I/(m·r²)). When no external moment acts about an axis, the angular momentum about that axis stays constant, I₁·ω₁ = I₂·ω₂, even if kinetic energy is lost.

Bewegungsgleichungen

m·g·sin θ − f = m·a
f·r = I·α = 0,4·m·r²·(a/r) → f = 0,4·m·a

Beschleunigung

a = g·sin θ/(1 + c) = 9,81·sin 25°/1,4 = 2,961 m/s²

Antwort

a = 2,961 m/s²
15.Zahnräder & Zahnradgetriebe

Antwort: n2 = 460,8 rpm

Riemenantriebe: Ohne Schlupf haben beide Scheiben dieselbe Umfangsgeschwindigkeit v = π·d·n/60, also n₁·d₁ = n₂·d₂, und das Übersetzungsverhältnis ist d₂/d₁. Schlupf s macht die getriebene Scheibe etwas langsamer: n₂ = n₁·(d₁/d₂)·(1 − s). Die übertragene Leistung ist P = (T₁ − T₂)·v, mit der Zugkraft T₁ im Lasttrum und T₂ im Leertrum. Die Reibung begrenzt das Verhältnis der Zugkräfte: T₁/T₂ = eμθ, wobei θ der Umschlingungswinkel im Bogenmaß an der kleineren Scheibe ist; für einen offenen Riemen gilt θ = π − 2·asin((d₂ − d₁)/(2C)) mit dem Achsabstand C.

Drehzahl ohne Schlupf

1440·100/300 = 480 rpm

Mit Schlupf

n2 = 480·0,96 = 460,8 rpm

Antwort

n2 = 460,8 rpm
16.Zahnräder & Zahnradgetriebe

Antwort: nout = 1125 rpm

Zahnradgetriebe: Kämmende Zahnräder haben an den Zähnen dieselbe Geschwindigkeit, also n₁·N₁ = n₂·N₂: Das Rad mit weniger Zähnen dreht schneller. Räder auf derselben Welle drehen gleich schnell. Die Leistung wird (abzüglich der Verluste) weitergegeben, daher steigt das Drehmoment, wenn die Drehzahl sinkt: T₂ = T₁·(N₂/N₁)·η, und P = T·ω mit ω = 2π·n/60.

Erste Stufe

nB = 3000·15/32 = 1406 rpm = nC

Zweite Stufe

nout = 1406·48/60 = 1125 rpm

Antwort

nout = 1125 rpm

Gesamtübersetzung = 2,667 : 1

17.Federn & Pendel

Antwort: g = 24,66 m/s²

Simple harmonic motion: a mass m on a spring of stiffness k oscillates with angular frequency ω = √(k/m) and period T = 2π/ω = 2π·√(m/k). A simple pendulum of length L has T = 2π·√(L/g). With amplitude A, the largest speed is A·ω, the largest acceleration A·ω² and the energy ½·k·A².

Nach g auflösen

g = 4π²·L/T² = 4π²·0,6/0,98² = 24,66 m/s²

Antwort

g = 24,66 m/s²
18.Federn & Pendel

Antwort: vmax = 1,515 m/s

Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².

Kreisfrequenz

ω = √(260/2,9) = 9,469 rad/s

Maximale Geschwindigkeit

vmax = A·ω = 0,16·9,469 = 1,515 m/s

Antwort

vmax = 1,515 m/s
19.Mechanische Schwingungen

Antwort: fd = 2,757 Hz

Freie Schwingung eines Feder-Masse-Systems: Die ungedämpfte Eigenkreisfrequenz ist ωn = √(k/m) in rad/s, und fn = ωn/(2π) in Hz. Ein viskoser Dämpfer c ergibt den Dämpfungsgrad ζ = c/cc, mit der kritischen Dämpfung cc = 2·√(k·m) = 2·m·ωn. Ein unterkritisch gedämpftes System (ζ < 1) schwingt mit ωd = ωn·√(1 − ζ²). Parallele Federn addieren sich, k = k₁ + k₂; bei Federn in Reihe addieren sich die Kehrwerte, 1/k = 1/k₁ + 1/k₂.

Ungedämpfte Eigenfrequenz

ωn = √(40000/100) = 20 rad/s
fn = 20/(2π) = 3,183 Hz

Gedämpfte Eigenfrequenz

fd = fn·√(1 − ζ²) = 3,183·√(1 − 0,5²) = 2,757 Hz

Antwort

fd = 2,757 Hz
20.Mechanische Schwingungen

Antwort: fn = 1,624 Hz

Freie Schwingung eines Feder-Masse-Systems: Die ungedämpfte Eigenkreisfrequenz ist ωn = √(k/m) in rad/s, und fn = ωn/(2π) in Hz. Ein viskoser Dämpfer c ergibt den Dämpfungsgrad ζ = c/cc, mit der kritischen Dämpfung cc = 2·√(k·m) = 2·m·ωn. Ein unterkritisch gedämpftes System (ζ < 1) schwingt mit ωd = ωn·√(1 − ζ²). Parallele Federn addieren sich, k = k₁ + k₂; bei Federn in Reihe addieren sich die Kehrwerte, 1/k = 1/k₁ + 1/k₂.

Ersatzsteifigkeit

Federn in Reihe übertragen dieselbe Kraft, und ihre Wege addieren sich, daher werden die Kehrwerte addiert: 1/k = 1/k1 + 1/k2.

1/keq = 1/25 + 1/5 → keq = 25·5/(25 + 5) = 4,167 kN/m

Eigenfrequenz

ωn = √(4167/40) = 10,21 rad/s
fn = 10,21/(2π) = 1,624 Hz

Antwort

fn = 1,624 Hz

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