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1Formeln und Methoden
Kinematik
Geschwindigkeit
v = v0 + a·t
Weg
s = v0·t + ½·a·t²
Ohne Zeit
v² = v0² + 2·a·s
Einheiten
1 m/s = 3,6 km/h
Methode
Schreibe auf, was du kennst: v₀, v, a, t und s, mit Einheiten.
Wähle die Gleichung, die deine drei bekannten Größen und die Unbekannte enthält.
Lege eine positive Richtung fest und gib entgegengesetzten Größen ein Minuszeichen.
Löse und prüfe, ob das Ergebnis physikalisch sinnvoll ist.
Newtonsche Gesetze
Zweites Newtonsches Gesetz
ΣF = m·a
Gewichtskraft
W = m·g
Gleitreibung
Ff = μ·N
Auf der schiefen Ebene
hangabwärts: m·g·sin θ, senkrecht: m·g·cos θ
Methode
Zeichne ein Freikörperbild mit allen Kräften, die auf den Körper wirken.
Wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung.
Zerlege die Kräfte in Komponenten entlang und senkrecht zur Bewegung (auf der schiefen Ebene: m·g·sin θ hangabwärts, m·g·cos θ in die Ebene hinein).
Wende ΣF = m·a entlang der Bewegung an; die Reibung ist μ·N entgegen der Bewegung.
Schiefer Wurf
Komponenten
vx = v0cos θ, vy = v0sin θ
Position
x = vxt, y = h + vyt − ½gt²
Maximale Höhe
H = h + vy²/(2g)
Wurfweite (ebener Boden)
R = v0²·sin 2θ/g
Methode
Zerlege die Abwurfgeschwindigkeit in Komponenten: vx = v₀·cos θ und vy = v₀·sin θ.
Die horizontale Bewegung hat konstante Geschwindigkeit; die vertikale Bewegung hat die Beschleunigung −g.
Bestimme die Flugzeit aus der vertikalen Bewegung.
Setze diese Zeit in die horizontale Bewegung ein, um die Wurfweite zu bestimmen.
Kreisbewegung
Zentripetalbeschleunigung
a = v²/r = ω²·r
Zentripetalkraft
F = m·v²/r
Winkelgeschwindigkeit
ω = v/r = 2π/T
Ebene Kurve, Reibung
vmax = √(μ·g·r)
Arbeit und Energie
Kinetische Energie
Ek = ½mv²
Potenzielle Energie
Ep = mgh
Energiebilanz
Ek1 + Ep1 + W = Ek2 + Ep2 + losses
Reibungsarbeit
W = μ·N·d
Leistung
P = W/t
Impuls & Stöße
Impuls
p = m·v
Erhaltung
Σm·v (before) = Σm·v (after)
Vollständig unelastisch
v′ = (m1v1 + m2v2)/(m1 + m2)
Kraftstoß
J = F·Δt = m·Δv
Methode
Wähle eine positive Richtung und gib jeder Geschwindigkeit ihr Vorzeichen.
Schreibe den Gesamtimpuls vorher auf: Σm·v.
Beim vollständig unelastischen Stoß bewegen sich die Körper danach gemeinsam; beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten.
Setze den Impuls vorher gleich dem Impuls nachher und löse.
Rotation starrer Körper
Trägheitsmomente um G
Stab mL²/12, Scheibe ½mR², Ring mR², Vollkugel (2/5)mR², Hohlkugel (2/3)mR²
Satz von Steiner
I = IG + m·d²
Trägheitsradius
I = m·k²
Stab um sein Ende
I = mL²/3
Bewegungsgleichung
ΣM = I·α
Drehzahl in rad/s
ω = 2π·n/60
Kinetische Energie
E = ½·I·ω²
Arbeit und Leistung
W = T·θ, P = T·ω
Rollen ohne Gleiten
v = ω·r, E = ½mv²(1 + I/(mr²)), a = g·sin θ/(1 + I/(mr²))
Drehimpuls
L = I·ω, I1ω1 = I2ω2
Stoß um einen Drehpunkt
m·v·d = I·ω
Methode
Wähle die Achse: einen festen Drehpunkt oder, bei rollenden Körpern, den Schwerpunkt.
Bestimme das Trägheitsmoment um diese Achse aus den Standardergebnissen und verwende bei einer verschobenen Achse I = IG + m·d².
Wähle die Methode: ΣM = I·α für Beschleunigungen und Kräfte, Energie (½·I·ω² + ½·m·v² + m·g·h) für Geschwindigkeiten, Drehimpuls für Stöße und plötzliche Änderungen.
Verknüpfe lineare und Drehbewegung mit v = ω·r und a = α·r und rechne rpm in rad/s um.
Zahnräder & Zahnradgetriebe
Kämmende Zahnräder
n1·N1 = n2·N2
Drehmoment
T2 = T1·(N2/N1)·η
Leistung
P = T·ω, ω = 2π·n/60
Mehrstufiges Getriebe
Gesamtübersetzung = Produkt der Stufenübersetzungen
Federn & Pendel
Federpendel
T = 2π·√(m/k)
Fadenpendel
T = 2π·√(L/g)
Kreisfrequenz
ω = √(k/m) = 2π/T
Maximale Geschwindigkeit und Beschleunigung
vmax = A·ω, amax = A·ω²
Energie
E = ½·k·A²
Mechanische Schwingungen
Eigenfrequenz
ωn = √(k/m), fn = ωn/(2π)
Aus der statischen Durchbiegung
ωn = √(g/δst)
Kritische Dämpfung
cc = 2√(km) = 2mωn
Dämpfungsgrad
ζ = c/cc
Gedämpfte Eigenfrequenz
ωd = ωn√(1 − ζ²)
Logarithmisches Dekrement
δ = (1/n)·ln(x0/xn), ζ = δ/√(4π² + δ²)
Federn parallel
k = k1 + k2
Federn in Reihe
1/k = 1/k1 + 1/k2
2Übungsaufgaben
1.KinematikMittel
Ein Flugzeug braucht zum Abheben eine Geschwindigkeit von 180 km/h, und die nutzbare Startbahn ist 2100 m lang. Welche konstante Beschleunigung a braucht es aus dem Stand?
v₀ = 0v = 180 km/hs = 2100 m
a = m/s²
2.KinematikSchwer
Ein Stein wird aus der Ruhe in einen Brunnen fallen gelassen. Das Aufklatschen ist 4,7 s nach dem Loslassen zu hören. Die Schallgeschwindigkeit beträgt 343 m/s; vernachlässige den Luftwiderstand und verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Tiefe d des Brunnens.
ttotal = 4,7 svsound = 343 m/sg = 9,81 m/s²
d = m
3.Newtonsche GesetzeMittel
Ein Block mit 4 kg gleitet eine reibungsfreie schiefe Ebene mit 25° Neigung hinunter. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung a des Blocks entlang der Ebene.
m = 4 kgθ = 25°μ = 0g = 9,81 m/s²
a = m/s²
4.Newtonsche GesetzeSchwer
Ein Klotz erhält einen Stoß, sodass er mit 5,5 m/s eine Rampe mit 20° Neigung hinaufzugleiten beginnt. Der Gleitreibungskoeffizient beträgt 0,25. Verwende g = 9,81 m/s². Wie weit d gleitet er die Rampe hinauf, bevor er stehen bleibt?
v₀ = 5,5 m/sθ = 20°μ = 0,25g = 9,81 m/s²
d = m
5.Schiefer WurfMittel
Ein Ball wird unter 60° zur Horizontalen vom ebenen Boden abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die Flugzeit t, bis der Ball auf dem Boden aufkommt.
v0 = 12 m/sθ = 60°g = 9,81 m/s²
t = s
6.Schiefer WurfSchwer
Ein Ball wird unter 35° zur Horizontalen von der Kante einer 35 m hohen Klippe abgeworfen. Vernachlässige den Luftwiderstand. Bestimme die horizontale Entfernung x, die der Ball zurücklegt, bevor er auf dem Boden aufkommt.
v0 = 30 m/sθ = 35°h = 35 mg = 9,81 m/s²
x = m
7.KreisbewegungMittel
Eine kleine Kugel an einem Faden der Länge 1,8 m bewegt sich so auf einer waagerechten Kreisbahn, dass der Faden einen konstanten Winkel von 45° mit der Vertikalen bildet (Kegelpendel). Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Geschwindigkeit v der Kugel.
L = 1,8 mθ = 45°g = 9,81 m/s²
v = m/s
8.KreisbewegungSchwer
Ein Ball mit 0,6 kg an einer 0,8 m langen Schnur wird auf einem vertikalen Kreis herumgeschleudert. Am tiefsten Punkt bewegt er sich mit 7 m/s. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Seilkraft T in der Schnur am tiefsten Punkt.
m = 0,6 kgr = 0,8 mv = 7 m/sg = 9,81 m/s²
T = N
9.Arbeit und EnergieMittel
Eine Kugel mit 10 kg hängt an einem leichten Faden der Länge 2 m. Sie wird ausgelenkt, bis der Faden 70° mit der Vertikalen bildet, und aus der Ruhe losgelassen. Bestimme die Fadenkraft T, wenn die Kugel den tiefsten Punkt durchläuft.
m = 10 kgL = 2 mθ = 70°g = 9,81 m/s²
T = N
10.Arbeit und EnergieSchwer
Ein Block mit 8 kg startet aus der Ruhe am Fuß einer Schräge mit 25° Neigung und wird durch eine konstante Kraft von 75 N parallel zur Schräge hinaufgezogen. Der Gleitreibungskoeffizient beträgt 0,15. Bestimme die Geschwindigkeit v des Blocks, nachdem er sich 9 m die Schräge hinaufbewegt hat.
Ein Gleiter mit 0,5 kg und 10 m/s stößt auf einer reibungsfreien Bahn vollkommen elastisch und zentral mit einem ruhenden Gleiter mit 2 kg zusammen. Bestimme die Geschwindigkeit v′2 des zweiten Gleiters nach dem Stoß.
m1 = 0,5 kgm2 = 2 kgv1 = 10 m/sv2 = 0
v′2 = m/s
12.Impuls & StößeSchwer
Ein Ball mit 0,1 kg trifft mit 16 m/s auf eine Wand und prallt mit 10 m/s gerade zurück. Der Kontakt dauert 10 ms. Bestimme den Betrag des Kraftstoßes J, den die Wand auf den Ball ausübt.
m = 0,1 kgvin = 16 m/svout = 10 m/sΔt = 10 ms
J = N·s
13.Rotation starrer KörperMittel
Ein homogener dünner Stab der Masse 6,5 kg und der Länge 0,8 m ist an einem Ende gelagert und waagerecht festgehalten. Er wird aus der Ruhe losgelassen. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme die Beschleunigung atip des freien Endes unmittelbar nach dem Loslassen.
m = 6,5 kgL = 0,8 mg = 9,81 m/s²
atip = m/s²
14.Rotation starrer KörperSchwer
Ein Körper (dünner Reifen) startet aus der Ruhe und rollt ohne Gleiten eine Schräge hinab, die um 10° gegen die Waagerechte geneigt ist. Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme seine Geschwindigkeit v, nachdem es 2,5 m entlang der Schräge gerollt ist.
θ = 10°s = 2,5 mI = m·r²g = 9,81 m/s²
v = m/s
15.Zahnräder & ZahnradgetriebeMittel
Ein Motor mit 1,5 kW und 960 rpm treibt ein Ritzel mit 20 Zähnen und dem Modul 4 mm an. Bestimme die Umfangskraft Ft an den Zähnen des Ritzels.
P = 1,5 kWn = 960 rpmN1 = 20m = 4 mm
Ft = N
16.Zahnräder & ZahnradgetriebeSchwer
In einem Planetengetriebe hat das Sonnenrad 30 Zähne und jedes Planetenrad 18 Zähne. Der Planetenträger wird festgehalten, und das Sonnenrad wird mit 1440 rpm angetrieben. Bestimme die Drehzahl nr des Hohlrads (Betrag).
Ns = 30Np = 18ns = 1440 rpm
nr = rpm
17.Federn & PendelMittel
Wie lang muss ein Fadenpendel sein, damit es eine Periodendauer von 2,8 s hat? Verwende g = 9,81 m/s². Bestimme L.
T = 2,8 sg = 9,81 m/s²
L = m
18.Federn & PendelSchwer
Eine Masse an einer Feder mit k = 260 N/m schwingt auf einer reibungsfreien Fläche mit einer Amplitude von 7 cm. Bestimme die in der Feder gespeicherte Energie U, wenn die Masse 6 cm von der Ruhelage entfernt ist.
k = 260 N/mA = 7 cmx = 6 cm
U = J
19.Mechanische SchwingungenMittel
Eine Masse von 12 kg wird von einer Feder mit einer Steifigkeit von 200 kN/m und einem viskosen Dämpfer mit einer Dämpfungskonstante von 250 N·s/m getragen. Bestimme den Dämpfungsgrad ζ.
m = 12 kgk = 200 kN/mc = 250 N·s/m
ζ =
20.Mechanische SchwingungenSchwer
Eine Masse von 100 kg hängt an zwei hintereinander (in Reihe) geschalteten Federn: Die obere Feder hat k₁ = 30 kN/m, die untere k₂ = 30 kN/m. Vernachlässige die Dämpfung und die Massen der Federn. Bestimme die Eigenfrequenz fn der vertikalen Schwingung in Hz.
m = 100 kgk1 = 30 kN/mk2 = 30 kN/m
fn = Hz
3Lösungen
1.Kinematik
Antwort: a = 0,5952 m/s²
Motion with constant acceleration: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² and v² = v₀² + 2·a·s. Pick the equation that contains the three things you know and the one you want, and keep the signs consistent with one positive direction.
Einheiten
v = 180/3,6 = 50 m/s
Beschleunigung
a = v²/(2s) = 50²/(2·2100) = 0,5952 m/s²
Antwort
a = 0,5952 m/s²
2.Kinematik
Antwort: d = 95,85 m
Motion with constant acceleration: v = v₀ + a·t, s = v₀·t + ½·a·t² and v² = v₀² + 2·a·s. Pick the equation that contains the three things you know and the one you want, and keep the signs consistent with one positive direction.
Zwei Teile der Zeit
½·9,81·t₁² = 343·(4,7 − t₁)
4,905·t₁² + 343·t₁ − 1612 = 0
Fallzeit
Nur die positive Lösung ist physikalisch sinnvoll.
t₁ = (−343 + √(343² + 4·4,905·1612))/(2·4,905) = 4,421 s
Tiefe
d = ½·9,81·4,421² = 95,85 m
Antwort
d = 95,85 m
3.Newtonsche Gesetze
Antwort: a = 4,146 m/s²
Zweites Newtonsches Gesetz: Die resultierende Kraft auf einen Körper ist gleich seiner Masse mal seiner Beschleunigung, ΣF = m·a. Zeichne ein Freikörperbild, wähle eine positive Richtung entlang der Bewegung und addiere alle Kräfte in dieser Richtung: angreifende Kräfte, die Reibung μ·N entgegen der Bewegung und die Komponenten der Gewichtskraft.
Newton’s second law: the net force on a body equals its mass times its acceleration, ΣF = m·a. Draw a free-body diagram, choose a positive direction along the motion, and add every force in that direction: applied forces, friction μ·N against the motion, and the components of gravity.
Verzögerung
Beide Kräfte zeigen hangabwärts; die Masse kürzt sich.
a = 9,81·(sin 20° + 0,25·cos 20°) = 5,66 m/s²
Strecke
d = v₀²/(2a) = 5,5²/(2·5,66) = 2,672 m
Antwort
d = 2,672 m
5.Schiefer Wurf
Antwort: t = 2,119 s
Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.
vx = v0·cos θ = 12·cos 60° = 6 m/s
vy = v0·sin θ = 12·sin 60° = 10,39 m/s
Flugzeit
Abwurf und Landung auf gleicher Höhe: t = 2vy/g.
t = 2·10,39/9,81 = 2,119 s
Antwort
t = 2,119 s
6.Schiefer Wurf
Antwort: x = 121,6 m
Schiefer Wurf: Ohne Luftwiderstand gilt x = vxt und y = h + vyt − ½gt². Die beiden Richtungen sind unabhängig, nur die Zeit ist gemeinsam.
Abwurfgeschwindigkeit zerlegen
Die horizontale Geschwindigkeit bleibt konstant; die vertikale Bewegung hat eine konstante Beschleunigung g = 9,81 m/s² nach unten.
vx = v0·cos θ = 30·cos 35° = 24,57 m/s
vy = v0·sin θ = 30·sin 35° = 17,21 m/s
Flugzeit
Löse y(t) = h + vy·t − ½gt² = 0 nach der positiven Wurzel auf.
0 = 35 + 17,21·t − 4,905·t²
t = (vy + √(vy² + 2gh))/g = (17,21 + √(296,1 + 686,7))/9,81 = 4,95 s
Horizontale Entfernung
x = vx·t = 24,57·4,95 = 121,6 m
Antwort
x = 121,6 m
7.Kreisbewegung
Antwort: v = 3,534 m/s
Uniform circular motion: an object moving at speed v on a circle of radius r accelerates towards the centre with a = v²/r, so it needs a net inward force F = m·v²/r. That force is supplied by something real: friction, tension, gravity or a normal force.
Radius des Kreises
r = L·sin θ = 1,8·sin 45° = 1,273 m
Geschwindigkeit
Fadenkraft und Schwerkraft ergeben zusammen die nach innen gerichtete Kraft: tan θ = v²/(r·g).
v = √(r·g·tan θ) = √(1,273·9,81·tan 45°) = 3,534 m/s
Antwort
v = 3,534 m/s
8.Kreisbewegung
Antwort: T = 42,64 N
Gleichförmige Kreisbewegung: Ein Körper, der sich mit der Geschwindigkeit v auf einem Kreis mit Radius r bewegt, wird mit a = v²/r zum Mittelpunkt hin beschleunigt; er braucht also eine nach innen gerichtete resultierende Kraft F = m·v²/r. Diese Kraft liefert etwas Reales: Reibung, Seilkraft, Gewichtskraft oder eine Normalkraft.
Kräfte am tiefsten Punkt
Zum Mittelpunkt hin (nach oben) ist positiv.
T − m·g = m·v²/r
T = 0,6·9,81 + 0,6·7²/0,8 = 5,886 + 36,75 = 42,64 N
Antwort
T = 42,64 N
9.Arbeit und Energie
Antwort: T = 227,2 N
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d). Auf einer Kreisbahn muss die resultierende Kraft zum Mittelpunkt gleich mv²/r sein.
Geschwindigkeit unten
v² = 2gL(1 − cos θ) = 2·9,81·2·(1 − cos 70°) = 25,82 m²/s²
Kräfte unten
m·g = 10·9,81 = 98,1 N
T = mg + mv²/L = 98,1 + 10·25,82/2 = 227,2 N
Antwort
T = 227,2 N
Probe: T = mg(3 − 2cos θ) = 227,2 N.
10.Arbeit und Energie
Antwort: v = 8,374 m/s
Arbeitssatz: Die Änderung der kinetischen Energie ist gleich der Arbeit aller Kräfte. Schreibt man Schwerkraft und Federn als potenzielle Energie (mgh und ½kx²), wird daraus eine Bilanz: Anfangsenergie = Endenergie + Reibungsverluste (μN·d).
Kräfte entlang der Ebene
m·g = 8·9,81 = 78,48 N
mg·sin θ = 33,17 N
μ·mg·cos θ = 10,67 N
Arbeitssatz
½mv² = (75 − 43,84)·9 = 280,5 J
v = √(2·280,5/8) = 8,374 m/s
Antwort
v = 8,374 m/s
11.Impuls & Stöße
Antwort: v′2 = 4 m/s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Elastischer Stoß mit ruhendem Stoßpartner
Löst man Impuls- und Energieerhaltung gemeinsam, ergeben sich diese beiden Ergebnisse.
v′1 = (0,5 − 2)/(0,5 + 2)·10 = −6 m/s
v′2 = 2·0,5/(0,5 + 2)·10 = 4 m/s
Antwort
v′2 = 4 m/s
12.Impuls & Stöße
Antwort: J = 2,6 N·s
Impulserhaltung: Wirkt während eines Stoßes keine äußere Kraft, ist der Gesamtimpuls Σm·v vorher gleich dem Gesamtimpuls nachher. Geschwindigkeiten haben eine Richtung: Wähle eine positive Richtung und gib Geschwindigkeiten in Gegenrichtung ein Minuszeichen. Beim elastischen Stoß bleibt auch die kinetische Energie erhalten; beim vollständig unelastischen Stoß bleiben die Körper aneinander haften.
Impulsänderung
J = m·Δv = 0,1·(10 + 16) = 2,6 N·s
Antwort
J = 2,6 N·s
13.Rotation starrer Körper
Antwort: atip = 14,71 m/s²
Rotation about a fixed axis: the sum of the moments about the axis equals I·α (ΣM = I·α), just as ΣF = m·a for translation. In energy form, a torque T turning through an angle θ (in radians) does work T·θ, which changes the kinetic energy ½·I·ω²; gravity adds or removes m·g·Δh of the centre of mass. Power is P = T·ω.
Momente um das Lager
Im Moment des Loslassens ist ω = 0, es gibt also keine Zentripetalbeschleunigung, und der Schwerpunkt beschleunigt senkrecht nach unten.
atip = 1,5·g für jede Länge: Das freie Ende fällt schneller als ein fallen gelassener Stein.
14.Rotation starrer Körper
Antwort: v = 2,064 m/s
Rolling and angular momentum: a body rolling without slipping has v = ω·r, so its kinetic energy is ½·m·v² + ½·I·ω² = ½·m·v²·(1 + I/(m·r²)). Down a slope that gives a = g·sin θ/(1 + I/(m·r²)). When no external moment acts about an axis, the angular momentum about that axis stays constant, I₁·ω₁ = I₂·ω₂, even if kinetic energy is lost.
Fallhöhe
h = s·sin θ = 2,5·sin 10° = 0,4341 m
Energiebilanz mit Rollen
Rollen ohne Gleiten: ω = v/r, und die Reibung verrichtet am Berührpunkt keine Arbeit.
m·g·h = ½·m·v²·(1 + 1)
v = √(2·9,81·0,4341/2) = 2,064 m/s
Antwort
v = 2,064 m/s
15.Zahnräder & Zahnradgetriebe
Antwort: Ft = 373 N
Gear geometry: the module m sets the tooth size. A gear with N teeth has a pitch diameter d = m·N, two meshing gears have the same module, and their centre distance is a = (d₁ + d₂)/2 = m·(N₁ + N₂)/2. The pitch-line speed is v = π·d·n/60, and the tangential tooth force follows from the torque: Ft = 2T/d.
Drehmoment am Ritzel
ω = 2π·960/60 = 100,5 rad/s
T = P/ω = 1500/100,5 = 14,92 N·m
Teilkreisdurchmesser
d = m·N = 4·20 = 80 mm
Umfangskraft
Ft = 2T/d = 2·14,92/0,08 = 373 N
Antwort
Ft = 373 N
16.Zahnräder & Zahnradgetriebe
Antwort: nr = 654,5 rpm
Planetengetriebe: Die Drehzahlen von Sonnenrad, Hohlrad und Planetenträger sind über die Willis-Gleichung (ns − nc)/(nr − nc) = −Nr/Ns verknüpft: Vom Planetenträger aus gesehen ist es ein gewöhnliches Rädergetriebe mit den Planeten als Zwischenrädern. Hält man ein Glied fest, wird daraus ein Getriebe mit einer festen Übersetzung.
Zähne des Hohlrads
Nr = Ns + 2·Np = 30 + 2·18 = 66
Willis-Gleichung bei festem Planetenträger
Mit nc = 0 treibt das Sonnenrad das Hohlrad über die Planeten an, die als Zwischenräder wirken.
nr = −ns·Ns/Nr = −1440·30/66 = −654,5 rpm
|nr| = 654,5 rpm
Antwort
nr = 654,5 rpm
Das Hohlrad dreht sich entgegen dem Sonnenrad.
17.Federn & Pendel
Antwort: L = 1,948 m
Harmonische Schwingung: Eine Masse m an einer Feder mit der Federkonstante k schwingt mit der Kreisfrequenz ω = √(k/m) und der Periodendauer T = 2π/ω = 2π·√(m/k). Ein Fadenpendel der Länge L hat T = 2π·√(L/g). Mit der Amplitude A ist die größte Geschwindigkeit A·ω, die größte Beschleunigung A·ω² und die Energie ½·k·A².
Nach der Länge auflösen
L = g·(T/2π)² = 9,81·(2,8/2π)² = 1,948 m
Antwort
L = 1,948 m
18.Federn & Pendel
Antwort: U = 0,468 J
Simple harmonic motion: a mass m on a spring of stiffness k oscillates with angular frequency ω = √(k/m) and period T = 2π/ω = 2π·√(m/k). A simple pendulum of length L has T = 2π·√(L/g). With amplitude A, the largest speed is A·ω, the largest acceleration A·ω² and the energy ½·k·A².
Gesamtenergie
E = ½·k·A² = ½·260·0,07² = 0,637 J
Federenergie bei x
U = ½·k·x² = ½·260·0,06² = 0,468 J
Antwort
U = 0,468 J
19.Mechanische Schwingungen
Antwort: ζ = 0,08069
Freie Schwingung eines Feder-Masse-Systems: Die ungedämpfte Eigenkreisfrequenz ist ωn = √(k/m) in rad/s, und fn = ωn/(2π) in Hz. Ein viskoser Dämpfer c ergibt den Dämpfungsgrad ζ = c/cc, mit der kritischen Dämpfung cc = 2·√(k·m) = 2·m·ωn. Ein unterkritisch gedämpftes System (ζ < 1) schwingt mit ωd = ωn·√(1 − ζ²). Parallele Federn addieren sich, k = k₁ + k₂; bei Federn in Reihe addieren sich die Kehrwerte, 1/k = 1/k₁ + 1/k₂.
Kritische Dämpfung
cc = 2·√(k·m) = 2·√(200000·12) = 3098 N·s/m
Dämpfungsgrad
ζ = c/cc = 250/3098 = 0,08069
Antwort
ζ = 0,08069
ζ < 1, also ist das System unterkritisch gedämpft und schwingt beim Abklingen.
20.Mechanische Schwingungen
Antwort: fn = 1,949 Hz
Freie Schwingung eines Feder-Masse-Systems: Die ungedämpfte Eigenkreisfrequenz ist ωn = √(k/m) in rad/s, und fn = ωn/(2π) in Hz. Ein viskoser Dämpfer c ergibt den Dämpfungsgrad ζ = c/cc, mit der kritischen Dämpfung cc = 2·√(k·m) = 2·m·ωn. Ein unterkritisch gedämpftes System (ζ < 1) schwingt mit ωd = ωn·√(1 − ζ²). Parallele Federn addieren sich, k = k₁ + k₂; bei Federn in Reihe addieren sich die Kehrwerte, 1/k = 1/k₁ + 1/k₂.
Ersatzsteifigkeit
Federn in Reihe übertragen dieselbe Kraft, und ihre Wege addieren sich, daher werden die Kehrwerte addiert: 1/k = 1/k1 + 1/k2.