Höhere Mathematik für Ingenieure: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 20 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Grenzwerte

Direktes Einsetzen
setze zuerst x = a ein; 0/0 bedeutet: vereinfachen
Faktorisieren und kürzen
xⁿ − aⁿ = (x − a)(xⁿ⁻¹ + a·xⁿ⁻² + … + aⁿ⁻¹)
Konjugierte
(√x − √a)(√x + √a) = x − a
Grenzwerte im Unendlichen
teile durch die höchste Potenz von x; bei gleichem Grad ergibt sich das Verhältnis der Leitkoeffizienten
Spezieller Grenzwert
limx→∞ (1 + a/x)bx = eab
Regel von L'Hôpital
lim f/g = lim f′/g′ (0/0 or ∞/∞)

Ableitungen

Potenzregel
(xⁿ)′ = n·xⁿ⁻¹
Produktregel
(uv)′ = u′v + uv′
Quotientenregel
(u/v)′ = (u′v − uv′)/v²
Kettenregel
f(g(x))′ = f′(g(x))·g′(x)
Wichtige Ableitungen
(eˣ)′ = eˣ, (ln x)′ = 1/x, (sin x)′ = cos x, (cos x)′ = −sin x

Methode

  1. Erkenne die Struktur: Summe, Produkt, Quotient oder Verkettung.
  2. Wende die Potenzregel auf jede Potenz von x an.
  3. Verwende bei Bedarf Produkt-, Quotienten- oder Kettenregel.
  4. Vereinfache und werte an der Stelle aus, falls verlangt.

Integrale

Potenzregel
∫xⁿ dx = xⁿ⁺¹/(n + 1) + C
Bestimmtes Integral
∫ab f dx = F(b) − F(a)
Wichtige Integrale
∫eˣ dx = eˣ, ∫1/x dx = ln|x|, ∫sin x dx = −cos x
Fläche zwischen Kurven
∫ab (f − g) dx

Methode

  1. Schreibe den Integranden, wenn möglich, als Summe einfacher Terme.
  2. Wende die Potenzregel an: ∫xⁿ dx = xⁿ⁺¹/(n + 1), und die Grundintegrale für ex, 1/x, sin und cos.
  3. Verwende Substitution, wenn du eine Funktion zusammen mit ihrer Ableitung siehst.
  4. Für ein bestimmtes Integral berechnest du F(b) − F(a).

Komplexe Zahlen

Kartesische Form
z = a + jb, j² = −1, z̄ = a − jb
Betrag und Argument
|z| = √(a² + b²), tan θ = b/a (check the quadrant)
Polar- und Exponentialform
z = r∠θ = r(cos θ + j sin θ) = r·ejθ
Division
z₁/z₂ = z₁z̄₂/|z₂|²
Produkt und Quotient
r₁∠θ₁ · r₂∠θ₂ = r₁r₂∠(θ₁ + θ₂), r₁∠θ₁ / r₂∠θ₂ = (r₁/r₂)∠(θ₁ − θ₂)
De Moivre
(r∠θ)ⁿ = rⁿ∠nθ
n-te Wurzeln
zk = R1/n∠((φ + 360°·k)/n), k = 0 … n − 1
Quadratische Gleichung mit p² < 4q
z = −p/2 ± j√(q − p²/4)

Methode

  1. Entscheide, welche Form zur Operation passt: kartesisch a + jb zum Addieren und Subtrahieren, polar r∠θ zum Multiplizieren, Dividieren, Potenzieren und Wurzelziehen.
  2. Multipliziere mit j² = −1 aus; dividiere, indem du Zähler und Nenner mit der konjugiert komplexen Zahl des Nenners multiplizierst.
  3. Wandle mit r = √(a² + b²) um und bestimme θ anhand einer Skizze des Punktes (Quadrant prüfen), und zurück mit a = r cos θ, b = r sin θ.
  4. Verwende für Potenzen De Moivre, (r∠θ)ⁿ = rⁿ∠nθ; liste für zⁿ = R∠φ alle n Wurzeln R1/n∠((φ + 360°k)/n) auf.

Differentialgleichungen

Exponentielles Wachstum/exponentieller Zerfall
dy/dt = ky → y = y0ekt
Halbwertszeit
k = ln 2 / t½
Newtonsches Abkühlungsgesetz
T(t) = Ta + (T0 − Ta)e−kt
Integrierender Faktor
y′ + p(x)y = q(x): μ = e∫p dx, (μy)′ = μq
Mischbehälter
dm/dt = r·c − (r/V)·m

Matrizen & Determinanten

2×2-Determinante
det = ad − bc
Inverse einer 2×2-Matrix
A⁻¹ = (1/det)·[d −b; −c a]
Produkt
(AB)ij = Σk AikBkj
Eigenwerte
det(A − λI) = 0
Cramersche Regel
xi = det(Ai)/det(A)

Vektoren: Skalar- und Kreuzprodukt

Betrag
|a| = √(ax² + ay² + az²)
Einheitsvektor
û = a/|a|
Komponenten aus einem Winkel
Fx = F·cos θ, Fy = F·sin θ
Skalarprodukt
a·b = axbx + ayby + azbz = |a||b|cos θ
Skalare Projektion von a auf b
a·b/|b|
Arbeit
W = F·d
Kreuzprodukt
a × b = (aybz − azby, azbx − axbz, axby − aybx)
Flächen
Parallelogramm |a × b|, Dreieck ½|a × b|
Moment um O
MO = r × F, r = A − O
Volumen eines Spats (Parallelepipeds)
V = |a·(b × c)|

Methode

  1. Schreibe jeden Vektor in Komponenten; bei einer Kraft, die mit Betrag und Winkel gegeben ist, verwende F·cos θ und F·sin θ.
  2. Für Längen und Richtungen verwende den Betrag √(x² + y² + z²) und den Einheitsvektor a/|a|.
  3. Verwende das Skalarprodukt für Winkel, Projektionen, Orthogonalität und Arbeit: a·b = |a||b|cos θ.
  4. Verwende das Kreuzprodukt für senkrechte Vektoren, Flächen und Momente: Schreibe die drei Komponenten sorgfältig auf und behalte die Reihenfolge a × b bei.

Wahrscheinlichkeit

Gegenereignis
P(not A) = 1 − P(A)
Additionssatz
P(A ∪ B) = P(A) + P(B) − P(A ∩ B)
Unabhängige Ereignisse
P(A ∩ B) = P(A)·P(B)
Bedingte Wahrscheinlichkeit
P(A|B) = P(A ∩ B)/P(B)
Binomialverteilung
P(X = k) = C(n,k)·pk(1 − p)n−k

Beschreibende Statistik

Mittelwert
x̄ = Σx/n
Stichproben-Standardabweichung
s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1))
Median
mittlerer Wert der sortierten Daten
z-Wert
z = (x − μ)/σ
Normalverteilung
68% innerhalb ±1σ, 95% innerhalb ±2σ

Normalverteilung

z-Wert
z = (x − μ)/σ
Unterhalb von x
P(X < x) = Φ(z)
Oberhalb von x
P(X > x) = 1 − Φ(z)
Dazwischen
Φ(z2) − Φ(z1)
Perzentil
x = μ + z·σ

Methode

  1. Rechne den Wert in einen z-Wert um: z = (x − μ)/σ.
  2. Lies Φ(z) ab, die Fläche links von z.
  3. Für die Fläche rechts verwende 1 − Φ(z); für ein Intervall subtrahiere die beiden linken Flächen.
  4. Für ein Perzentil rechnest du rückwärts: Bestimme z zur Fläche, dann x = μ + z·σ.

2Übungsaufgaben

1.GrenzwerteMittel
xyy = L

Bestimme den Grenzwert L = limx→∞ (3x3 + 6x + 2)/(4x3 + 6x + 2).

f(x) = (3x3 + 6x + 2)/(4x3 + 6x + 2)x → ∞
L =
2.GrenzwerteSchwer
xyx = 0

Bestimme den Grenzwert L = limx→0 ln(1 + 5x)/sin(3x), mit x im Bogenmaß.

f(x) = ln(1 + 5x)/sin(3x)x → 0
L =
3.AbleitungenMittel
xyx = 2

Gegeben ist f(x) = x·sin(3x), mit x im Bogenmaß. Bestimme f′(2).

f(x) = x·sin(3x)x = 2 rad
f′(2) =
4.AbleitungenSchwer
xy

Gegeben ist f(x) = x3 − 3x2 − 9x − 4. Bestimme die x-Koordinate x des lokalen Minimums.

f(x) = x3 − 3x2 − 9x − 4
x =
5.IntegraleMittel
xy1y = 3x

Das Gebiet unter y = 3x von x = 0 bis x = 1 wird um die x-Achse gedreht. Bestimme das Volumen V des entstehenden Körpers (ein Kegel).

y = 3x0 ≤ x ≤ 1
V =
6.IntegraleSchwer
xy1,5y = x²eˣ

Berechne I = ∫₀1,5 x²·eˣ dx.

∫₀1,5 x²eˣ dx
I =
7.Komplexe ZahlenMittel
ReIm55−5−5θz

Schreibe z = 5 + j7 in Exponentialform r·ejθ. Gib θ im Bogenmaß an, zwischen −π und π.

z = 5 + j7
θ = rad
8.Komplexe ZahlenSchwer
ReIm11−1−122−2−2θz

Bestimme den Imaginärteil von (1 − j2)⁵.

z = 1 − j2n = 5
Im(z⁵) =
9.DifferentialgleichungenMittel
t (min)T (°C)59Ta​178 °C

Ein geschmiedetes Stahlteil mit 300 °C kühlt in einer Werkstatt mit 26 °C ab. Nach 59 min beträgt die Temperatur 178 °C. Sie folgt dem Newtonschen Abkühlungsgesetz dT/dt = −k·(T − Tₐ). Bestimme die Konstante k in min⁻¹.

T0 = 300 °CTa = 26 °CT(59) = 178 °C
k = min⁻¹
10.DifferentialgleichungenSchwer
ty1y(1) = ?

Löse y′ + 2y = 10e−0,5t mit y(0) = 3. Bestimme y(1).

y′ + 2y = 10e−0,5ty(0) = 3
y(1) =
11.Matrizen & DeterminantenMittel
A =5−4−130−50−54

Bestimme die Determinante det A der gezeigten 3×3-Matrix A.

A = [5 −4 −1; 3 0 −5; 0 −5 4]
det A =
12.Matrizen & DeterminantenSchwer
A =−3−435b =13

Löse das Gleichungssystem −3x − 4y = 1 und 3x + 5y = 3. Bestimme x.

−3x − 4y = 13x + 5y = 3
x =
13.Vektoren: Skalar- und KreuzproduktMittel
xyzab

Bestimme den Winkel θ zwischen den Vektoren a = (4, −2, −1) und b = (−1, 4, 1) in Grad.

a = (4, −2, −1)b = (−1, 4, 1)
θ = °
14.Vektoren: Skalar- und KreuzproduktSchwer
xyzABC

Bestimme die Fläche A des Dreiecks mit den Eckpunkten A(3, 2, 1), B(−1, −1, 4) und C(−4, 1, 3). Die Koordinaten sind in Metern angegeben.

A(3, 2, 1)B(−1, −1, 4)C(−4, 1, 3)
A = m²
15.WahrscheinlichkeitMittel
xp(x)00,320,240,2560,25μ = 2,9

Bestimme für die gezeigte Verteilung die Standardabweichung σ von X.

x: 0, 2, 4, 6p(x): 0,3, 0,2, 0,25, 0,25
σ =
16.WahrscheinlichkeitSchwer
€p(x)−100,8400,151900,05

Ein Spiel kostet €10 Einsatz. Du gewinnst €50 mit der Wahrscheinlichkeit 0,15 und €200 mit der Wahrscheinlichkeit 0,05; sonst gewinnst du nichts. Der Einsatz wird nicht zurückgegeben. Bestimme den erwarteten Nettogewinn E(G) pro Spiel.

Einsatz = €10€50: p = 0,15€200: p = 0,05
E(G) = €
17.Beschreibende StatistikMittel
152025303540455055

Bestimme die Stichproben-Standardabweichung s der Daten: 17, 13, 15, 33, 53, 58.

n = 6
s =
18.Beschreibende StatistikSchwer
z −2−1012

Prüfungsergebnisse sind normalverteilt mit Mittelwert 500 und Standardabweichung 40. Bestimme den z-Wert z eines Ergebnisses von 440.

μ = 500σ = 40x = 440
z =
19.NormalverteilungMittel
32 min35,8 minX + Y?

X ist normalverteilt mit dem Mittelwert 12 min und der Standardabweichung 1,5 min; Y ist unabhängig und normalverteilt mit dem Mittelwert 20 min und der Standardabweichung 2 min. Bestimme die Wahrscheinlichkeit P, dass X + Y größer als 35,8 min ist. Runde z auf zwei Dezimalstellen.

μX = 12, σX = 1,5μY = 20, σY = 2X + Y > 35,8 min
P =
20.NormalverteilungSchwer
μ = 100x = ?20%

Die IQ-Werte sind normalverteilt mit dem Mittelwert 100 Punkte und der Standardabweichung 15 Punkte. Bestimme den Wert x, unter dem 20 % von ihnen liegen (das 20. Perzentil).

μ = 100σ = 15P = 20%
x = Punkte

3Lösungen

1.Grenzwerte

Antwort: L = 0,75

Grenzwerte: Versuche zuerst direktes Einsetzen. Ergibt sich 0/0, vereinfache zuerst: faktorisiere und kürze den gemeinsamen Faktor oder erweitere mit der Konjugierten. Für x → ∞ teilst du Zähler und Nenner durch die höchste Potenz von x. Regel von L'Hôpital: Ergibt f/g die Form 0/0 oder ∞/∞, dann ist lim f/g = lim f′/g′, wobei Zähler und Nenner getrennt abgeleitet werden (nicht mit der Quotientenregel).

Durch die höchste Potenz teilen

(3 + 6/x2 + 2/x3)/(4 + 6/x2 + 2/x3)

x → ∞ laufen lassen

L = 3/4 = 0,75

Antwort

L = 0,75

Bei gleichem Grad ist der Grenzwert das Verhältnis der Leitkoeffizienten.

2.Grenzwerte

Antwort: L = 1,667

Grenzwerte: Versuche zuerst direktes Einsetzen. Ergibt sich 0/0, vereinfache zuerst: faktorisiere und kürze den gemeinsamen Faktor oder erweitere mit der Konjugierten. Für x → ∞ teilst du Zähler und Nenner durch die höchste Potenz von x. Regel von L'Hôpital: Ergibt f/g die Form 0/0 oder ∞/∞, dann ist lim f/g = lim f′/g′, wobei Zähler und Nenner getrennt abgeleitet werden (nicht mit der Quotientenregel).

Regel von L'Hôpital

L = limx→0 [5/(1 + 5x)]/[3·cos 3x]

x = 0 einsetzen

L = 5/3 = 1,667

Antwort

L = 1,667
3.Ableitungen

Antwort: f′(2) = 5,482

Differenzieren: Die Ableitung f′(x) ist die Steigung des Graphen bei x. Potenzregel: (xⁿ)′ = n·xⁿ⁻¹. Produktregel: (uv)′ = u′v + uv′. Kettenregel: (f(g(x)))′ = f′(g(x))·g′(x). Wo f′(x) = 0 ist, hat der Graph eine waagerechte Tangente: ein Maximum, Minimum oder einen Sattelpunkt.

Produkt- und Kettenregel

f′(x) = sin(3x) + 3x·cos(3x)

Einsetzen

f′(2) = −0,2794 + 6·0,9602 = 5,482

Antwort

f′(2) = 5,482
4.Ableitungen

Antwort: x = 3

Differenzieren: Die Ableitung f′(x) ist die Steigung des Graphen bei x. Potenzregel: (xⁿ)′ = n·xⁿ⁻¹. Produktregel: (uv)′ = u′v + uv′. Kettenregel: (f(g(x)))′ = f′(g(x))·g′(x). Wo f′(x) = 0 ist, hat der Graph eine waagerechte Tangente: ein Maximum, Minimum oder einen Sattelpunkt.

Ableitung

f′(x) = 3x2 − 6x − 9 = 3·(x2 − 2x − 3)

f′(x) = 0 lösen

x = −1 oder x = 3

Welches ist welches

f″(x) = 6x − 6: negativ an einem Maximum, positiv an einem Minimum.

f″(−1) = −12, f″(3) = 12
x = 3

Antwort

x = 3
5.Integrale

Antwort: V = 9,425

Rotationsvolumen: Dreht man das Gebiet unter y = f(x) von x = a bis x = b um die x-Achse, entsteht ein Körper, dessen Querschnitt bei x eine Kreisscheibe mit Radius f(x) ist. Die Summe der Scheiben ergibt V = π∫ₐᵇ f(x)² dx. Liegt das Gebiet zwischen einer äußeren Kurve R(x) und einer inneren Kurve r(x), ist jede Scheibe ein Ring: V = π∫ₐᵇ (R(x)² − r(x)²) dx. Quadriere die Radien, bevor du sie subtrahierst.

Scheibenmethode

V = π∫₀1 9x² dx

Integrieren

V = π·9·1³/3 = 9,425

Antwort

V = 9,425

Kontrolle: Ein Kegel mit dem Radius 3 und der Höhe 1 hat (1/3)πr²h = 9,425.

6.Integrale

Antwort: I = 3,602

Partielle Integration: ∫u·dv = u·v − ∫v·du, aus der Produktregel. Wähle u als den Faktor, der beim Ableiten einfacher wird (eine Potenz von x oder ln x), und dv als den Faktor, den du integrieren kannst (eˣ, sin x, cos x oder x, wenn u = ln x). Werte bei einem bestimmten Integral u·v an beiden Grenzen aus: ∫ₐᵇ u dv = [u·v]ₐᵇ − ∫ₐᵇ v du. Ein Faktor x² braucht zwei Runden.

Erste Runde

∫x²eˣ dx = x²eˣ − ∫2x eˣ dx

Zweite Runde

∫2x eˣ dx = 2x eˣ − 2eˣ
∫x²eˣ dx = eˣ(x² − 2x + 2)

Grenzwerte

4,482·(1,25) − 1·2 = 3,602

Antwort

I = 3,602
7.Komplexe Zahlen

Antwort: θ = 0,9505 rad

Polarform: z = r∠θ = r(cos θ + j sin θ) = r·ejθ, mit r = |z| und θ = arg z. Zurück zur kartesischen Form: a = r cos θ, b = r sin θ. Für das Argument braucht man den Quadranten: θ = atan(b/a) gilt nur für a > 0; für a < 0 addiere oder subtrahiere 180°. In der Polarform ist die Multiplikation einfach: Multipliziere die Beträge und addiere die Argumente; bei der Division teile die Beträge und subtrahiere die Argumente.

Betrag

r = √(25 + 49) = 8,602

Argument im Bogenmaß

θ = 54,46° = 54,46·π/180 = 0,9505 rad

Exponentialform

z = 8,602·ej0,9505

Antwort

θ = 0,9505 rad
8.Komplexe Zahlen

Antwort: Im(z⁵) = 38

De Moivre und Wurzeln: (r∠θ)ⁿ = rⁿ∠nθ. Die Gleichung zⁿ = R∠φ hat genau n Lösungen, alle mit dem Betrag R1/n, bei den Argumenten (φ + 360°·k)/n für k = 0, 1, …, n − 1: Sie liegen gleichmäßig verteilt auf einem Kreis, jeweils 360°/n auseinander. Eine quadratische Gleichung z² + pz + q = 0 mit p² < 4q hat die komplexen Lösungen z = −p/2 ± j√(q − p²/4); ein Polynom mit reellen Koeffizienten hat seine komplexen Nullstellen immer in konjugierten Paaren a ± jb.

Potenzen Schritt für Schritt

z² = (1 − j2)(1 − j2) = −3 − j4
z³ = (−3 − j4)(1 − j2) = −11 + j2
z⁴ = (−11 + j2)(1 − j2) = −7 + j24
z⁵ = (−7 + j24)(1 − j2) = 41 + j38

Mit De Moivre kontrollieren

z = 2,236∠−63,43° → z⁵ = 55,9∠42,83°
Im(z⁵) = 38

Antwort

Im(z⁵) = 38
9.Differentialgleichungen

Antwort: k = 0,009987 min⁻¹

Differentialgleichungen erster Ordnung: dy/dt = k·y hat die Lösung y = y₀·ekt (Wachstum für k > 0, Zerfall für k < 0); eine Halbwertszeit T ergibt k = ln 2/T. Das Newtonsche Abkühlungsgesetz dT/dt = −k·(T − Tₐ) ergibt T(t) = Tₐ + (T₀ − Tₐ)·e−kt. Eine lineare Gleichung y′ + p(x)·y = q(x) löst man mit dem integrierenden Faktor μ = e∫p dx: (μy)′ = μq, also μy = ∫μq dx + C.

Verhältnis der Temperaturdifferenzen

e−59k = 152/274

Nach k auflösen

k = ln(274/152)/59 = 0,009987 min⁻¹

Antwort

k = 0,009987 min⁻¹
10.Differentialgleichungen

Antwort: y(1) = 3,547

Differentialgleichungen erster Ordnung: dy/dt = k·y hat die Lösung y = y₀·ekt (Wachstum für k > 0, Zerfall für k < 0); eine Halbwertszeit T ergibt k = ln 2/T. Das Newtonsche Abkühlungsgesetz dT/dt = −k·(T − Tₐ) ergibt T(t) = Tₐ + (T₀ − Tₐ)·e−kt. Eine lineare Gleichung y′ + p(x)·y = q(x) löst man mit dem integrierenden Faktor μ = e∫p dx: (μy)′ = μq, also μy = ∫μq dx + C.

Integrierender Faktor

μ = e2t
(e2ty)′ = 10e1,5t

Allgemeine Lösung

y = 10/1,5·e−0,5t + C·e−2t = 6,667·e−0,5t + C·e−2t

Anfangsbedingung

3 = 6,667 + C → C = −3,667

Auswerten

y(1) = 6,667·0,6065 + (−3,667)·0,1353 = 3,547

Antwort

y(1) = 3,547
11.Matrizen & Determinanten

Antwort: det A = −62

Matrizen: Die Determinante einer 2×2-Matrix ist ad − bc. Bei 3×3 entwickelst du nach einer Zeile: jeder Eintrag mal die Determinante der 2×2-Matrix, die nach Streichen seiner Zeile und Spalte übrig bleibt, mit abwechselnden Vorzeichen + − +. Eigenwerte λ lösen det(A − λI) = 0; für 2×2 ist das λ² − (Spur)·λ + det = 0.

2×2-Minoren der ersten Zeile

M₁₁ = −25, M₁₂ = 12, M₁₃ = −15

Laplace-Entwicklung

det A = 5·(−25) − (−4)·12 + (−1)·(−15) = −62

Antwort

det A = −62
12.Matrizen & Determinanten

Antwort: x = −5,667

Matrizen: Die Determinante einer 2×2-Matrix ist ad − bc. Bei 3×3 entwickelst du nach einer Zeile: jeder Eintrag mal die Determinante der 2×2-Matrix, die nach Streichen seiner Zeile und Spalte übrig bleibt, mit abwechselnden Vorzeichen + − +. Eigenwerte λ lösen det(A − λI) = 0; für 2×2 ist das λ² − (Spur)·λ + det = 0.

Determinante der Koeffizientenmatrix

det A = (−3)·5 − (−4)·3 = −3

Die x-Spalte ersetzen

det Aₓ = 1·5 − (−4)·3 = 17
x = 17/(−3) = −5,667

Antwort

x = −5,667
y = 4
13.Vektoren: Skalar- und Kreuzprodukt

Antwort: θ = 132 °

Dot product: a·b = axbx + ayby + azbz = |a|·|b|·cos θ, a scalar. It gives the angle between two vectors, cos θ = a·b/(|a|·|b|), and it is zero when they are perpendicular. The scalar projection of a onto b is a·b/|b|, and a constant force F moving through a displacement d does work W = F·d.

Skalarprodukt

a·b = 4·(−1) + (−2)·4 + (−1)·1 = −13

Beträge

|a| = √(4² + (−2)² + (−1)²) = 4,583
|b| = √((−1)² + 4² + 1²) = 4,243

Winkel

cos θ = −13/(4,583·4,243) = −0,6686
θ = arccos(−0,6686) = 132°

Antwort

θ = 132°
14.Vektoren: Skalar- und Kreuzprodukt

Antwort: A = 10,81 m²

Cross product: a × b = (aybz − azby, azbx − axbz, axby − aybx) is perpendicular to both vectors, and |a × b| = |a|·|b|·sin θ is the area of the parallelogram they span (the triangle has half of it). Order matters: b × a = −(a × b). The moment of a force F applied at point A about point O is MO = r × F, with r = A − O.

Kantenvektoren

AB = B − A = (−4, −3, 3)
AC = C − A = (−7, −1, 2)

Kreuzprodukt

(AB × AC)x = AByACz − ABzACy = (−3)·2 − 3·(−1) = −3
(AB × AC)y = ABzACx − ABxACz = 3·(−7) − (−4)·2 = −13
(AB × AC)z = ABxACy − AByACx = (−4)·(−1) − (−3)·(−7) = −17
|AB × AC| = √((−3)² + (−13)² + (−17)²) = 21,61

Fläche des Dreiecks

A = ½·21,61 = 10,81 m²

Antwort

A = 10,81 m²
15.Wahrscheinlichkeit

Antwort: σ = 2,322

Diskrete Zufallsvariablen: Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung listet jeden Wert x, den eine Variable annehmen kann, mit seiner Wahrscheinlichkeit p(x) auf; die Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 und 1 und summieren sich zu 1. Der Erwartungswert (Mittelwert) ist E(X) = Σx·p(x), der Durchschnitt auf lange Sicht. Die Varianz ist Var(X) = Σ(x − μ)²·p(x) = E(X²) − μ², und die Standardabweichung ist σ = √Var(X). Für eine lineare Änderung Y = aX + b gilt: E(Y) = a·E(X) + b, Var(Y) = a²·Var(X) und σY = |a|·σX; das Addieren einer Konstanten ändert die Streuung nicht.

Mittelwert

μ = 0·0,3 + 2·0,2 + 4·0,25 + 6·0,25 = 2,9

Mittelwert der Quadrate

E(X²) = 0·0,3 + 4·0,2 + 16·0,25 + 36·0,25 = 13,8

Varianz

Var(X) = 13,8 − 2,9² = 5,39
σ = √5,39 = 2,322

Antwort

σ = 2,322
16.Wahrscheinlichkeit

Antwort: E(G) = 7,5 €

Diskrete Zufallsvariablen: Eine Wahrscheinlichkeitsverteilung listet jeden Wert x, den eine Variable annehmen kann, mit seiner Wahrscheinlichkeit p(x) auf; die Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0 und 1 und summieren sich zu 1. Der Erwartungswert (Mittelwert) ist E(X) = Σx·p(x), der Durchschnitt auf lange Sicht. Die Varianz ist Var(X) = Σ(x − μ)²·p(x) = E(X²) − μ², und die Standardabweichung ist σ = √Var(X). Für eine lineare Änderung Y = aX + b gilt: E(Y) = a·E(X) + b, Var(Y) = a²·Var(X) und σY = |a|·σX; das Addieren einer Konstanten ändert die Streuung nicht.

Nettoergebnisse

G: 40 (p = 0,15), 190 (p = 0,05), −10 (p = 0,8)

Erwartungswert

E(G) = 40·0,15 + 190·0,05 − 10·0,8 = 7,5 €

Antwort

E(G) = 7,5 €

Ein positiver Wert bedeutet, dass du im Durchschnitt Geld gewinnst.

17.Beschreibende Statistik

Antwort: s = 19,96

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Mittelwert

x̄ = 189/6 = 31,5

Quadrierte Abweichungen

Σ(x − x̄)² = (−14,5)² + (−18,5)² + (−16,5)² + 1,5² + 21,5² + 26,5² = 1992

Standardabweichung

s = √(1992/5) = 19,96

Antwort

s = 19,96
18.Beschreibende Statistik

Antwort: z = −1,5

Beschreibende Statistik: Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch n; der Median ist der mittlere Wert der sortierten Daten (bei geradem n der Mittelwert der beiden mittleren Werte). Die Stichproben-Standardabweichung ist s = √(Σ(x − x̄)²/(n − 1)). Ein z-Wert z = (x − μ)/σ gibt an, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt liegt.

Standardisieren

z = (440 − 500)/40 = −1,5

Antwort

z = −1,5
19.Normalverteilung

Antwort: P = 0,06426

Summen und Differenzen normalverteilter Variablen: Sind X und Y unabhängig und normalverteilt, sind auch X + Y und X − Y normalverteilt. Die Mittelwerte werden addiert oder subtrahiert: E(X ± Y) = μX ± μY. Die Varianzen addieren sich immer, auch bei einer Differenz: Var(X ± Y) = σX² + σY², also σ = √(σX² + σY²). Standardabweichungen werden nie direkt addiert. Die Summe von n unabhängigen Objekten mit derselben Verteilung hat den Mittelwert n·μ und die Standardabweichung σ·√n. Standardisiere dann wie gewohnt: z = (x − Mittelwert)/σ und lies Φ(z) ab.

Verteilung der Summe

μ = 32 min, σ = √(1,5² + 2²) = 2,5 min

Standardisieren

z = (35,8 − 32)/2,5 = 1,52

Oberer Rand

P = 1 − Φ(1,52) = 1 − 0,9357 = 0,06426

Antwort

P = 0,06426
20.Normalverteilung

Antwort: x = 87,38 Punkte

Normalverteilung: Rechne einen Wert x in einen z-Wert um, z = (x − μ)/σ; er gibt an, wie viele Standardabweichungen x vom Mittelwert entfernt liegt. Eine z-Tabelle (oder Φ(z)) liefert die Fläche links von z, also P(X < x). Die Fläche rechts ist 1 − Φ(z), und die Fläche zwischen zwei Werten ist die Differenz ihrer beiden Flächen.

z für das Perzentil

Φ(z) = 0,2 → z = −0,8416

Zurück zu x

x = 100 + −0,8416·15 = 87,38 Punkte

Antwort

x = 87,38 Punkte

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