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1Formeln und Methoden
Infektionsprävention und Patientensicherheit
Methode
Beginne bei jedem Patienten mit den Standardmaßnahmen: Händehygiene, persönliche Schutzausrüstung für die erwartete Exposition, sicherer Umgang mit scharfen Gegenständen.
Ergänze Maßnahmen je nach Übertragungsweg: Kontakt (Kittel, Handschuhe), Tröpfchen (OP-Maske), luftgetragen (N95, Unterdruckraum).
Halte sterile Gegenstände steril: Im Zweifel ist es nicht steril; ersetzen, nie abwischen.
Verhindere Schäden in der Umgebung: Sturzprophylaxe, Fixierung nur als letztes Mittel, RACE und PASS beim Brand.
Prüfe die Regeln der Medikamentengabe, zwei Identifikationsmerkmale und zusätzliche Sicherungen bei Hochrisiko-Arzneimitteln; melde Fehler und Beinahe-Fehler.
2Übungsaufgaben
1.Infektionsprävention und PatientensicherheitMittel
Ein Patient mit Delir ist sturzgefährdet und gefährdet, sich Zugänge herauszuziehen. Welche Option ist weniger einschränkend als Fixierungen?
AEin Beruhigungsmittel, das alle paar Stunden bei Bedarf gegeben wird
BVier hochgestellte Bettgitter und eine geschlossene Tür, damit der Patient im Bett bleibt
CEine geschulte Sitzwache oder Videoüberwachung mit Personal in der Nähe
DEin Fixierungsgurt in Form einer Weste für die ganze Nacht
2.Infektionsprävention und PatientensicherheitSchwer
Eine Pflegekraft kommt zu einem Brand im Flur, der sich ausbreitet. In den Zimmern in der Nähe liegen Patienten. Was sollte die Pflegekraft nach dem Auslösen des Alarms tun?
APatienten im nächsten Aufzug ins Erdgeschoss bringen
BTüren schließen und gefährdete Patienten waagerecht hinter Brandschutztüren bringen
CAlle Türen und Fenster öffnen, damit der Rauch abziehen kann
DVersuchen, den sich ausbreitenden Brand allein mit einem Feuerlöscher zu löschen
3.Grundlagen der PflegeMittel
Ein Anrufer gibt an, die Tochter einer Patientin zu sein, und fragt nach Einzelheiten zu deren Zustand. Was sollte die Pflegekraft tun?
AZuerst die Wünsche der Patientin und die Identität der Anruferin klären
BDie neuesten Einträge am Telefon vorlesen
CAlle Einzelheiten nennen, da nahe Angehörige ein Recht darauf haben
DWortlos auflegen
4.Grundlagen der PflegeSchwer
Warum werden die Vitalzeichen eines Patienten etwa 15 Minuten nach Beginn einer Bluttransfusion kontrolliert?
AReaktionen treten immer erst nach Ende der Transfusion auf
BSo lange braucht das Blut, um sich zu erwärmen
CEs dient nur der Dokumentation
DSchwere Reaktionen treten oft früh in einer Transfusion auf
5.MikrobiologieMittel
Welche Infektion ist eine typische Komplikation von Breitspektrum-Antibiotika und verursacht schweren Durchfall?
ASalmonellen-Infektion
BClostridioides-difficile-Infektion
CHepatitis A
DHelicobacter-pylori-Infektion
6.MikrobiologieSchwer
Warum werden Betalaktamase-Hemmer wie Clavulansäure mit Amoxicillin kombiniert?
ASie töten Bakterien selbst über die Zellmembran ab
BSie verlangsamen die Ausscheidung von Amoxicillin über die Nieren und erhöhen so dessen Spiegel
CSie schützen Amoxicillin vor bakteriellen Enzymen, die es zerstören
DSie machen Amoxicillin gegen Viren wirksam
3Lösungen
1.Infektionsprävention und Patientensicherheit
Antwort: C · Eine geschulte Sitzwache oder Videoüberwachung mit Personal in der Nähe
Warum das die Antwort ist
Enge Beobachtung durch eine Sitzwache oder Videoüberwachung ermöglicht es dem Personal, schnell einzugreifen, ohne den Patienten einzuschränken. Sie wird oft mit Reorientierung und der Anwesenheit von Angehörigen kombiniert.
Antwort
C · Eine geschulte Sitzwache oder Videoüberwachung mit Personal in der Nähe
2.Infektionsprävention und Patientensicherheit
Antwort: B · Türen schließen und gefährdete Patienten waagerecht hinter Brandschutztüren bringen
Warum das die Antwort ist
Das Schließen von Türen verlangsamt die Ausbreitung von Rauch und Feuer. Patienten in unmittelbarer Gefahr werden waagerecht in einen sicheren Bereich hinter Brandschutztüren gebracht, bei Bedarf folgt eine weitere Evakuierung. Aufzüge werden nicht benutzt, und ein sich ausbreitender Brand wird der Feuerwehr überlassen.
Antwort
B · Türen schließen und gefährdete Patienten waagerecht hinter Brandschutztüren bringen
3.Grundlagen der Pflege
Antwort: A · Zuerst die Wünsche der Patientin und die Identität der Anruferin klären
Warum das die Antwort ist
Informationen werden nur an Personen weitergegeben, denen die Patientin zugestimmt hat, und die Identität der Anruferin wird gemäß Standard geprüft. Oft werden telefonisch nur begrenzte Informationen gegeben.
Antwort
A · Zuerst die Wünsche der Patientin und die Identität der Anruferin klären
4.Grundlagen der Pflege
Antwort: D · Schwere Reaktionen treten oft früh in einer Transfusion auf
Warum das die Antwort ist
Schwere Reaktionen wie eine AB0-Unverträglichkeit und Anaphylaxie zeigen sich oft kurz nach Beginn. Kontrollen vorher, nach etwa 15 Minuten und am Ende sowie eine engmaschige Beobachtung ermöglichen frühes Handeln.
Antwort
D · Schwere Reaktionen treten oft früh in einer Transfusion auf
5.Mikrobiologie
Antwort: B · Clostridioides-difficile-Infektion
Warum das die Antwort ist
Antibiotika töten normale Darmbakterien ab, sodass toxinbildende C. difficile überwuchern können. Ihre Sporen werden durch Alkoholgel nicht abgetötet, daher ist Händewaschen mit Wasser und Seife nötig.
Antwort
B · Clostridioides-difficile-Infektion
6.Mikrobiologie
Antwort: C · Sie schützen Amoxicillin vor bakteriellen Enzymen, die es zerstören
Warum das die Antwort ist
Betalaktamasen hydrolysieren den Betalaktamring. Clavulansäure bindet diese Enzyme, sodass Amoxicillin gegen betalaktamasebildende Bakterien wirksam bleibt.
Antwort
C · Sie schützen Amoxicillin vor bakteriellen Enzymen, die es zerstören