Infektionsprävention und Patientensicherheit: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 6 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Infektionsprävention und Patientensicherheit

Methode

  1. Beginne bei jedem Patienten mit den Standardmaßnahmen: Händehygiene, persönliche Schutzausrüstung für die erwartete Exposition, sicherer Umgang mit scharfen Gegenständen.
  2. Ergänze Maßnahmen je nach Übertragungsweg: Kontakt (Kittel, Handschuhe), Tröpfchen (OP-Maske), luftgetragen (N95, Unterdruckraum).
  3. Halte sterile Gegenstände steril: Im Zweifel ist es nicht steril; ersetzen, nie abwischen.
  4. Verhindere Schäden in der Umgebung: Sturzprophylaxe, Fixierung nur als letztes Mittel, RACE und PASS beim Brand.
  5. Prüfe die Regeln der Medikamentengabe, zwei Identifikationsmerkmale und zusätzliche Sicherungen bei Hochrisiko-Arzneimitteln; melde Fehler und Beinahe-Fehler.

2Übungsaufgaben

1.Infektionsprävention und PatientensicherheitMittel

Ein Patient hat eine sehr niedrige Thrombozytenzahl. Welche Sicherheitsmaßnahme ist angemessen?

  1. AFür genaue Werte die Temperatur rektal messen
  2. BEine harte Zahnbürste und einen Nassrasierer verwenden
  3. CTäglich kräftig Zahnseide verwenden, um das Zahnfleisch gesund zu halten
  4. DEine weiche Zahnbürste und einen elektrischen Rasierer verwenden
2.Infektionsprävention und PatientensicherheitSchwer

Ein Patient mit Demenz wird oft an den Ausgangstüren angetroffen, wenn er die Station verlassen will. Welche Maßnahme ist am angemessensten?

  1. AEin elektronisches Weglaufschutzsystem nutzen, engmaschig beaufsichtigen und sinnvolle Beschäftigung anbieten
  2. BDen Patienten mit einer Westenfixierung im Stuhl halten
  3. CJedes Mal ein Beruhigungsmittel geben, wenn der Patient zur Tür geht
  4. DDen Patienten allein in ein Einzelzimmer einschließen, damit er die Ausgangstüren nicht erreichen kann
3.Grundlagen der PflegeMittel

Wann sollte die Entlassungsplanung beginnen?

  1. AAm Morgen der Entlassung
  2. BBei der Aufnahme oder so früh wie möglich
  3. CErst nachdem der Arzt der Entlassung zugestimmt hat
  4. DNachdem der Patient nach Hause gegangen ist
4.Grundlagen der PflegeSchwer

Ein Patient möchte im Krankenhaus weiter Johanniskraut, ein pflanzliches Mittel, einnehmen. Warum sollte die Pflegekraft den Verordnenden informieren?

  1. AEs muss sofort gegen ein verordnetes Antidepressivum ausgetauscht werden
  2. BPflanzliche Mittel sind im Krankenhaus immer verboten
  3. CEs hat Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten und kann deren Wirkung abschwächen
  4. DEs hat keine Wirkung, daher ist es Zeitverschwendung
5.MikrobiologieMittel

Welcher Organismus verursacht Tuberkulose, und was erschwert seine Gramfärbung?

  1. AMycoplasma pneumoniae, das keine Zellwand hat, die den Farbstoff aufnehmen könnte
  2. BStreptococcus pneumoniae mit einer Kapsel
  3. CLegionella pneumophila, die in Amöben lebt
  4. DMycobacterium tuberculosis mit einer wachsartigen Zellwand aus Mykolsäuren
6.MikrobiologieSchwer

Ein Jugendlicher hat Fieber, Nackensteifigkeit und einen nicht wegdrückbaren violetten Ausschlag. Im Liquor finden sich gramnegative Diplokokken. Welcher Organismus ist am wahrscheinlichsten?

  1. AStreptococcus pneumoniae
  2. BEscherichia coli
  3. CListeria monocytogenes
  4. DNeisseria meningitidis

3Lösungen

1.Infektionsprävention und Patientensicherheit

Antwort: D · Eine weiche Zahnbürste und einen elektrischen Rasierer verwenden

Warum das die Antwort ist

Bei einer Thrombozytopenie können kleine Verletzungen schwere Blutungen verursachen. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehören weiche Zahnbürsten, elektrische Rasierer, das möglichst weitgehende Vermeiden rektaler Maßnahmen und i.m.-Injektionen sowie die Sturzprävention.

Antwort

D · Eine weiche Zahnbürste und einen elektrischen Rasierer verwenden
2.Infektionsprävention und Patientensicherheit

Antwort: A · Ein elektronisches Weglaufschutzsystem nutzen, engmaschig beaufsichtigen und sinnvolle Beschäftigung anbieten

Warum das die Antwort ist

Weglaufschutzsysteme, engmaschige Beaufsichtigung, Orientierungshilfen und Beschäftigung verringern das Risiko des Weglaufens, ohne den Patienten einzuschränken. Absonderung, Fixierungen und Sedierung aus Bequemlichkeit sind nicht angemessen.

Antwort

A · Ein elektronisches Weglaufschutzsystem nutzen, engmaschig beaufsichtigen und sinnvolle Beschäftigung anbieten
3.Grundlagen der Pflege

Antwort: B · Bei der Aufnahme oder so früh wie möglich

Warum das die Antwort ist

Eine früh begonnene Entlassungsplanung lässt Zeit für Anleitung, Hilfsmittel, Überweisungen und Unterstützung zu Hause und verringert Verzögerungen und Wiederaufnahmen.

Antwort

B · Bei der Aufnahme oder so früh wie möglich
4.Grundlagen der Pflege

Antwort: C · Es hat Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten und kann deren Wirkung abschwächen

Warum das die Antwort ist

Johanniskraut induziert Leberenzyme und kann die Spiegel von Medikamenten wie Warfarin und der Pille senken. Alle pflanzlichen und rezeptfreien Präparate werden erfasst und überprüft.

Antwort

C · Es hat Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten und kann deren Wirkung abschwächen
5.Mikrobiologie

Antwort: D · Mycobacterium tuberculosis mit einer wachsartigen Zellwand aus Mykolsäuren

Warum das die Antwort ist

M. tuberculosis hat eine an Mykolsäuren reiche Zellwand, widersteht daher der Gramfärbung und wird mit säurefesten Färbungen nachgewiesen.

Antwort

D · Mycobacterium tuberculosis mit einer wachsartigen Zellwand aus Mykolsäuren
6.Mikrobiologie

Antwort: D · Neisseria meningitidis

Warum das die Antwort ist

Neisseria meningitidis ist ein gramnegativer Diplokokkus, der Meningitis und Sepsis mit petechialem oder purpurischem Ausschlag verursacht. Es sind dringend Antibiotika nötig, und Kontaktpersonen brauchen eventuell eine Prophylaxe.

Antwort

D · Neisseria meningitidis

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