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1Formeln und Methoden
Geburtshilfliche Pflege
Methode
Ordne die Frau zeitlich ein: Schwangerschaftswoche, Geburtsphase oder Tag nach der Geburt, und entscheide, was zu diesem Zeitpunkt normal ist.
Suche den gefährdeten Patienten: die Mutter, den Fetus oder das Neugeborene, oder mehrere von ihnen.
Verknüpfe den Befund mit seiner Ursache: VEAL CHOP für Dezelerationen, die vier T bei Blutungen, BUBBLE-HE nach der Geburt.
Wähle zuerst die Maßnahme, die Durchblutung und Sauerstoffversorgung verbessert (Seitenlage, Oxytocin stoppen, Fundusmassage), und eskaliere dann.
Dosierungsberechnungen
Dosis aus der Konzentration
Volumen = Dosis / Konzentration
Gewichtsbezogene Dosis
Dosis = mg/kg × Körpergewicht
Tabletten
Anzahl = Dosis / Tablettenstärke
Einheiten
1 g = 1000 mg, 1 mg = 1000 mcg
Methode
Bringe verordnete Dosis und vorhandene Stärke auf dieselbe Einheit.
Rechne verordnet durch vorhanden mal Menge: (D/H) × Q.
Bei gewichtsbezogenen Dosen multiplizierst du zuerst mit dem Gewicht in kg und teilst dann die Tagesdosis durch die Anzahl der Gaben.
Schätze zuerst ab und prüfe, ob das Ergebnis plausibel ist.
Infusionsraten
Pumpenrate
mL/h = volume (mL)/time (h)
Tropfrate
drops/min = volume (mL) × drop factor / time (min)
Infusionsdauer
time (h) = volume (mL)/rate (mL/h)
Methode
Pumpenrate in mL/h: Volumen geteilt durch die Zeit in Stunden.
Tropfrate in Tropfen/min: Volumen × Tropffaktor geteilt durch die Zeit in Minuten.
Für die Restlaufzeit: Restvolumen geteilt durch die Rate.
Runde so, wie es die Aufgabe oder das Gerät verlangt.
2Übungsaufgaben
1.Geburtshilfliche PflegeMittel
Welche Befunde sind typisch für eine vorzeitige Plazentalösung?
ASchmerzlose hellrote Blutung mit weichem, entspanntem, nicht druckschmerzhaftem Uterus
BBauchschmerzen, ein fester oder bretthart gespannter Uterus und dunkelrote Blutung
CJuckreiz an Handflächen und Fußsohlen
DAbgang klarer Flüssigkeit ohne Wehen
2.Geburtshilfliche PflegeSchwer
Eine Frau bittet 2 Stunden nach der Geburt um Hilfe auf dem Weg zur Toilette. Sie hatte eine PDA, die inzwischen abgestellt ist. Was ist das wichtigste Sicherheitsrisiko?
AVermehrte Lochien durch das Gehen
BErneutes Öffnen der PDA-Einstichstelle
COhnmacht ausschließlich durch niedrigen Blutzucker
DSchwäche oder Taubheit der Beine, die zu einem Sturz führt
3.DosierungsberechnungenMittel
Ein Patient mit 61 kg Körpergewicht hat eine Körperoberfläche von 1,46 m². Verordnet sind 50 mg/m². Bestimme die Dosis D in mg.
61 kgBSA = 1,46 m²50 mg/m²
D = mg
4.DosierungsberechnungenSchwer
Ein Patient ist 111 cm groß und wiegt 36 kg. Verordnet sind 175 mg/m². Bestimme mit der Mosteller-Formel BSA = √(Größe (cm) × Gewicht (kg)/3600) die Dosis D in mg.
111 cm36 kg175 mg/m²
D = mg
5.InfusionsratenMittel
Eine Infusion ist mit 125 mL/h verordnet, aber es ist keine Pumpe verfügbar. Sie läuft per Schwerkraft über ein Infusionsbesteck mit 60 gtt/mL. Bestimme die Tropfrate R in Tropfen pro Minute.
125 mL/h60 gtt/mL
R = gtt/min
6.InfusionsratenSchwer
1000 mg eines Wirkstoffs werden in 500 mL verdünnt und per Schwerkraft über ein Besteck mit 60 gtt/mL gegeben. Verordnet sind 80 mg pro Stunde. Bestimme die Tropfrate R in Tropfen pro Minute.
1000 mg/500 mL80 mg/h60 gtt/mL
R = gtt/min
3Lösungen
1.Geburtshilfliche Pflege
Antwort: B · Bauchschmerzen, ein fester oder bretthart gespannter Uterus und dunkelrote Blutung
Warum das die Antwort ist
Die Plazentalösung verursacht Schmerzen, Druckschmerzhaftigkeit und Spannung des Uterus sowie dunkle Blutung. Die Blutung kann hinter der Plazenta verborgen bleiben, sodass der Blutverlust viel größer sein kann als sichtbar.
Antwort
B · Bauchschmerzen, ein fester oder bretthart gespannter Uterus und dunkelrote Blutung
2.Geburtshilfliche Pflege
Antwort: D · Schwäche oder Taubheit der Beine, die zu einem Sturz führt
Warum das die Antwort ist
Nach einer PDA prüft die Pflegekraft vor dem Aufstehen, ob Gefühl und Kraft in den Beinen zurückgekehrt sind. Zusammen mit orthostatischer Hypotonie und Blutverlust birgt der erste Gang ein hohes Sturzrisiko.
Antwort
D · Schwäche oder Taubheit der Beine, die zu einem Sturz führt
3.Dosierungsberechnungen
Antwort: D = 73 mg
Body-surface-area dosing: many cytotoxic and some paediatric doses are prescribed per square metre of body surface area: dose (mg) = dose per m² × BSA (m²). The Mosteller formula estimates BSA = √(height (cm) × weight (kg)/3600).
Dosis
D = 50·1,46 = 73 mg
Antwort
D = 73 mg
4.Dosierungsberechnungen
Antwort: D = 184,4 mg
Body-surface-area dosing: many cytotoxic and some paediatric doses are prescribed per square metre of body surface area: dose (mg) = dose per m² × BSA (m²). The Mosteller formula estimates BSA = √(height (cm) × weight (kg)/3600).
Körperoberfläche
BSA = √(111·36/3600) = √1,11 = 1,054 m²
Dosis
D = 175·1,054 = 184,4 mg
Antwort
D = 184,4 mg
5.Infusionsraten
Antwort: R = 125 gtt/min
Infusion rates: a pump is set in mL/h = volume/time in hours. A gravity drip is counted in drops per minute: gtt/min = volume (mL) × drop factor (gtt/mL)/time (min). The drop factor is printed on the tubing package: macrodrip sets deliver 10, 15 or 20 gtt/mL (blood sets often 10 gtt/mL in the US, 15 in the UK) and microdrip sets 60 gtt/mL. Always use the drop factor the question or package gives.
Milliliter pro Minute
125/60 = 2,083 mL/min
Tropfrate
R = 2,083·60 = 125 gtt/min
Antwort
R = 125 gtt/min
Mit einem Mikrotropfbesteck (60 gtt/mL) ist gtt/min gleich mL/h.
6.Infusionsraten
Antwort: R = 40 gtt/min
Dose-based infusions: concentration = amount of drug in the bag/bag volume. Pump rate (mL/h) = dose per hour/concentration, and dose per hour = mL/h × concentration. Convert per-minute doses to per-hour (× 60) and keep the mass units the same (1 g = 1000 mg, 1 mg = 1000 mcg).