Festigkeitslehre: Lernpaket

Formelsammlungen, die wichtigsten Lösungsschritte zu jedem Thema und 14 Übungsaufgaben, mit vollständigen Lösungen am Ende.

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1Formeln und Methoden

Normalspannung und Dehnung

Normalspannung
σ = F/A
Dehnung
ε = ΔL/L
Hookesches Gesetz
σ = E·ε
Verlängerung
ΔL = FL/(EA)
Wärmedehnung
εT = α·ΔT

Torsion von Wellen

Schubspannung
τ = T·r/J
Vollwelle
J = πd⁴/32
Hohlwelle
J = π(D⁴ − d⁴)/32
Verdrehwinkel
φ = TL/(GJ)
Leistung
P = T·ω = 2πnT/60

Methode

  1. Bestimme das polare Flächenträgheitsmoment: J = πd⁴/32 für eine Vollwelle.
  2. Schubspannung am Rand: τ = T·r/J, mit dem Außenradius r.
  3. Verdrehwinkel: φ = TL/(GJ) im Bogenmaß.
  4. Ist die Leistung gegeben, bestimme zuerst das Drehmoment mit P = T·ω, ω = 2πn/60.

Querkraft und Biegemoment

Querkraft und Moment
V = ΣF auf einer Seite, M = ΣF·d auf einer Seite
Biegespannung
σ = M·y/I
Rechteck
I = bh³/12
Widerstandsmoment
W = I/ymax
Einfeldträger, Gleichstreckenlast
Mmax = wL²/8

Methode

  1. Bestimme die Lagerreaktionen aus dem Gleichgewicht des ganzen Balkens.
  2. Schneide den Balken an der gesuchten Stelle und behalte eine Seite.
  3. Querkraft: Summe der vertikalen Kräfte auf dieser Seite. Biegemoment: Summe ihrer Momente um die Schnittstelle.
  4. Für das maximale Moment suchst du die Stelle, an der die Querkraft null ist.

Schwerpunkt und Flächenträgheitsmoment

Schwerpunkt
ȳ = ΣAiyi/ΣAi
Rechteck
I = bh³/12
Satz von Steiner
I = Ic + A·d²
Zusammengesetzter Querschnitt
I = Σ(Ic,i + Aidi²)

Mohrscher Spannungskreis & Spannungstransformation

Mittelpunkt
C = (σx + σy)/2
Radius
R = √(((σx − σy)/2)² + τxy²)
Hauptspannungen
σ1,2 = C ± R
Hauptrichtung
tan 2θp = 2τxy/(σx − σy)
Geneigter Schnitt
σθ = C + (σx − σy)/2·cos 2θ + τxy·sin 2θ

Methode

  1. Berechne den Mittelpunkt des Mohrschen Kreises: C = (σx + σy)/2.
  2. Berechne den Radius: R = √(((σx − σy)/2)² + τxy²).
  3. Die Hauptspannungen sind C ± R, und die größte Schubspannung in der Ebene ist R.
  4. Winkel im Kreis sind doppelt so groß wie die Winkel am Element: tan 2θp = 2τxy/(σx − σy).

Durchbiegung

Einzellast in Feldmitte
δ = PL³/(48EI)
Gleichstreckenlast, Einfeldträger
δ = 5wL⁴/(384EI)
Kragarm, Endlast
δ = PL³/(3EI)
Kragarm, Gleichstreckenlast
δ = wL⁴/(8EI)
Überlagerungssatz
δ = δ1 + δ2

Knicken von Stützen

Eulersche Knicklast
Pcr = π²EI/(KL)²
Knicklängenbeiwert
K = 1 gelenkig–gelenkig, 0,5 eingespannt–eingespannt, 0,7 eingespannt–gelenkig, 2 eingespannt–frei
Kritische Spannung
σcr = Pcr/A
Schlankheit
λ = KL/r, r = √(I/A)

2Übungsaufgaben

1.Normalspannung und DehnungMittel
80 kNØ25100 GPaØ120/70600 mmδ = ?

Ein Stab aus Stahl (Durchmesser 25 mm, E = 200 GPa) steckt in einem Rohr aus Messing (Außendurchmesser 120 mm, Innendurchmesser 70 mm, E = 100 GPa). Beide sind 600 mm lang und werden zwischen starren Platten mit 80 kN zusammengedrückt. Bestimme die Verkürzung δ.

P = 80 kNStab: Ø25 mm, E = 200 GPaRohr: Ø120/Ø70 mm, E = 100 GPaL = 600 mm
δ = mm
2.Normalspannung und DehnungSchwer
Ø 25 mmStahl2 mØ 16 mmMessing0,5 mP = 110 kN

Der abgesetzte Stab ist an der Wand eingespannt und an seinem freien Ende belastet. Bestimme die gesamte Verlängerung δ.

P = 110 kNAbschnitt 1: Ø25 mm, 2 m, Stahl (E = 200 GPa)Abschnitt 2: Ø16 mm, 0,5 m, Messing (E = 100 GPa)
δ = mm
3.Torsion von WellenMittel
T = 100 N·md = 50 mmL = 1,5 mφ = ?

Eine Vollwelle aus Aluminium ist an der Wand eingespannt und wird an ihrem freien Ende durch ein Drehmoment T verdreht. Bestimme den Verdrehwinkel φ des freien Endes in Grad.

T = 100 N·md = 50 mmL = 1,5 mG = 26 GPa
φ = °
4.Torsion von WellenSchwer
Tdo​ = 60 mm, di​ = 30 mm

Eine Hohlwelle überträgt 100 kW bei 1500 U/min. Bestimme die maximale Schubspannung τmax in der Welle.

P = 100 kWN = 1500 rpmdo = 60 mmdi = 30 mm
τmax = MPa
5.Querkraft und BiegemomentMittel
P1​ = 60 kNP2​ = 75 kNABC2 m6 m2 m

Der Balken liegt in A auf einem Festlager und in B auf einem Loslager und kragt über B um 2 m bis zum freien Ende C aus. Er trägt eine Einzellast P1 zwischen den Auflagern und eine Einzellast P2 in C. Bestimme die Querkraft Vx unmittelbar links vom Auflager B. Ein Moment, das den Balken nach unten durchbiegt, ist positiv, ebenso eine Querkraft nach oben am linken Schnittufer.

L = 10 mP1 = 60 kN bei 2 mP2 = 75 kN bei 10 mAuflager bei x = 0 und x = 8 m
Vx = kN
6.Querkraft und BiegemomentSchwer
w = 2 kN/mP = 15 kNABSchnitt1 m4,5 m2,5 m

Bestimme das Biegemoment Mx im Schnitt x = 5,5 m vom Auflager A. Ein Moment, das den Balken nach unten durchbiegt, ist positiv, ebenso eine Querkraft nach oben am linken Schnittufer.

L = 8 mP = 15 kN bei 1 mw = 2 kN/m von 0 bis 8 mx = 5,5 m
Mx = kN·m
7.Schwerpunkt und FlächenträgheitsmomentMittel
140500106xMaße in mm

Ein symmetrischer I-Querschnitt hat Flansche mit 140 mm Breite und 10 mm Dicke, eine Gesamthöhe von 500 mm und einen Steg mit 6 mm Dicke. Bestimme sein elastisches Widerstandsmoment Sx für Biegung um die horizontale Schwerachse x.

B = 140 mmH = 500 mmtf = 10 mmtw = 6 mm
Sx = × 10³ mm³
8.Schwerpunkt und FlächenträgheitsmomentSchwer
100170141901814xMaße in mm

Ein geschweißter I-Querschnitt hat einen Obergurt 100 × 14 mm, einen Steg mit 190 mm Höhe und 14 mm Dicke sowie einen Untergurt 170 × 18 mm (Breite × Dicke). Bestimme sein Flächenträgheitsmoment Ix um die horizontale Achse x durch seinen Schwerpunkt.

Obergurt: 100 × 14 mmSteg: 14 × 190 mmUntergurt: 170 × 18 mm
Ix = × 10⁶ mm⁴
9.Mohrscher Spannungskreis & SpannungstransformationMittel
σx​ = 80σy​ = 110τxy​ = −20MPa

In einem Punkt gilt σₓ = 80 MPa, σᵧ = 110 MPa und τₓᵧ = −20 MPa (Zug positiv). Bestimme den Winkel θs zwischen −90° und 90° von der x-Achse zur Normalen der Ebene, in der die Schubspannung ihren größten positiven Wert +R hat (Schub positiv im gleichen Sinn wie τₓᵧ).

σx = 80 MPaσy = 110 MPaτxy = −20 MPa
θs = °
10.Mohrscher Spannungskreis & SpannungstransformationSchwer
σx​ = 70σy​ = −40τxy​ = −10MPa

An einem Punkt eines belasteten Bauteils gilt σₓ = 70 MPa, σᵧ = −40 MPa und τₓᵧ = −10 MPa (Zug positiv). Bestimme die Normalspannung σθ in einem Schnitt, dessen Normale um 15° gegen den Uhrzeigersinn aus der x-Achse gedreht ist.

σx = 70 MPaσy = −40 MPaτxy = −10 MPaθ = 15°
σθ = MPa
11.DurchbiegungMittel
P = 4 kNABδ5,5 m0,5 m

Ein Kragarm der Länge L ist in A eingespannt und trägt eine Einzellast P im Abstand a = 5,5 m von A. Bestimme die Durchbiegung δB am freien Ende B.

P = 4 kNa = 5,5 mL = 6 mE = 70 GPa (Aluminium)I = 57 × 10⁶ mm⁴
δB = mm
12.DurchbiegungSchwer
w = 6 kN/mδL = 4 m

Ein Einfeldträger trägt eine Gleichstreckenlast w. Seine Durchbiegung darf Spannweite/360 nicht überschreiten. Bestimme das kleinste Flächenträgheitsmoment Ireq, das diese Grenze einhält.

w = 6 kN/mL = 4 mE = 11 GPa (Holz)
Ireq = × 10⁶ mm⁴
13.Knicken von StützenMittel
PL = 2,5 md = 30 mmQuerschnitt

Eine Stütze der Länge L aus Aluminium ist unten eingespannt und oben gelenkig gelagert. Bestimme mit der Euler-Formel ihre kritische Knicklast Pcr.

L = 2,5 mE = 70 GPa (Aluminium)d = 30 mm
Pcr = kN
14.Knicken von StützenSchwer
P = 65 kNL = 2 md = ?Querschnitt

Eine runde Vollstütze der Länge L aus Stahl ist an beiden Enden gelenkig gelagert. Sie muss 65 kN mit einer Sicherheit von 2,5 gegen Knicken tragen. Bestimme den kleinsten Durchmesser d.

P = 65 kNn = 2,5L = 2 mE = 200 GPa (Stahl)
d = mm

3Lösungen

1.Normalspannung und Dehnung

Antwort: δ = 0,05685 mm

Zwei Werkstoffe: In Reihe (hintereinander) trägt jedes Segment dieselbe Kraft, und die Längenänderungen addieren sich: δ = P·Σ L/(E·A). Parallel (nebeneinander zwischen starren Platten) verkürzen sich beide Teile um denselben Betrag, ihre Dehnungen sind also gleich: Das steifere Teil übernimmt den größeren Anteil, Pi = P·EiAi/ΣEA, und σi = Ei·ε. Ein Stab, der zwischen zwei starren Wänden eingespannt ist und am Übergang belastet wird, ist statisch unbestimmt: Die beiden Segmente teilen sich die Last im Verhältnis ihrer Steifigkeit k = EA/L.

Flächen

Ar = π·25²/4 = 490,9 mm²
At = π(120² − 70²)/4 = 7461 mm²

Gemeinsame axiale Steifigkeit

ΣEA = 200·10³·490,9 + 100·10³·7461 = 8,443 × 10⁸ N

Verkürzung

δ = 80000·600/8,443 × 10⁸ = 0,05685 mm

Antwort

δ = 0,05685 mm
2.Normalspannung und Dehnung

Antwort: δ = 4,976 mm

Axial belastete Bauteile: Jeder prismatische Abschnitt folgt δ = PL/(AE). Bei hintereinanderliegenden Abschnitten addieren sich die Verlängerungen.

Gleiche Kraft in beiden Abschnitten

Am freien Ende greift P an, daher überträgt jeder Querschnitt des Stabs dieselbe Normalkraft P. Nur Flächen und Werkstoffe ändern sich.

A1 = π·25²/4 = 490,9 mm², A2 = π·16²/4 = 201,1 mm²
σ1 = 224,1 MPa
σ2 = 547,1 MPa

Verlängerungen der Abschnitte addieren

δ1 = σ1L1/E1 = 224,1·2000/200000 = 2,241 mm
δ2 = σ2L2/E2 = 547,1·500/100000 = 2,735 mm
δ = δ1 + δ2 = 4,976 mm

Antwort

δ = 4,976 mm
3.Torsion von Wellen

Antwort: φ = 0,5387 °

Torsion kreisförmiger Wellen: Die Schubspannung wächst linear von null in der Mitte bis τmax = T·r/J an der Oberfläche, mit J = πd⁴/32 für eine Vollwelle und J = π(do⁴ − di⁴)/32 für eine Hohlwelle. Der Verdrehwinkel ist φ = TL/(GJ) im Bogenmaß. Leistung und Drehmoment hängen über P = T·ω zusammen.

Polares Flächenträgheitsmoment

J = π·50⁴/32 = 613592 mm⁴

Verdrehwinkel

φ = TL/(GJ) = 100·1000·1500/(26000·613592) = 0,009402 rad
φ = 0,009402·180/π = 0,5387°

Antwort

φ = 0,5387°
4.Torsion von Wellen

Antwort: τmax = 16,01 MPa

Torsion kreisförmiger Wellen: Die Schubspannung wächst linear von null in der Mitte bis τmax = T·r/J an der Oberfläche, mit J = πd⁴/32 für eine Vollwelle und J = π(do⁴ − di⁴)/32 für eine Hohlwelle. Der Verdrehwinkel ist φ = TL/(GJ) im Bogenmaß. Leistung und Drehmoment hängen über P = T·ω zusammen.

Drehmoment

ω = 2πN/60 = 2π·1500/60 = 157,1 rad/s
T = P/ω = 100000/157,1 = 636,6 N·m

Polares Flächenträgheitsmoment

J = π(60⁴ − 30⁴)/32 = 1,193 × 10⁶ mm⁴

Maximale Schubspannung

τmax = T·(do/2)/J = 636620·30/1,193 × 10⁶ = 16,01 MPa

Antwort

τmax = 16,01 MPa
5.Querkraft und Biegemoment

Antwort: Vx = −33,75 kN

Schnittverfahren: Schneide den Balken dort, wo du die Schnittgrößen brauchst, und behalte eine Seite. Die Querkraft V hält den vertikalen Kräften dieser Seite das Gleichgewicht, das Biegemoment M ihren Momenten um den Schnitt.

Auflagerkräfte

Gleichgewicht am ganzen Balken. Auch die Last am Kragende wirkt um A.

ΣMA = 0: RB·8 = 60·2 + 75·10
RB = 870/8 = 108,8 kN
ΣFy = 0: RA = 135 − 108,8 = 26,25 kN

Schnitt unmittelbar links von B, linken Teil behalten

Vx = RA − P1 = 26,25 − 60 = −33,75 kN

Antwort

Vx = −33,75 kN
6.Querkraft und Biegemoment

Antwort: Mx = 18,44 kN·m

Schnittverfahren: Schneide den Balken dort, wo du die Schnittgrößen brauchst, und behalte eine Seite. Die Querkraft V hält den vertikalen Kräften dieser Seite das Gleichgewicht, das Biegemoment M ihren Momenten um den Schnitt.

Auflagerkräfte

Gleichgewicht des ganzen Balkens.

Resultierende der Streckenlast: W = w·ℓ = 2·8 = 16 kN, angreifend bei x̄ = 4 m
ΣMA = 0: RB·8 = 15·1 + 2·8·4
RB = 79/8 = 9,875 kN
ΣFy = 0: RA = 31 − 9,875 = 21,13 kN
w = 2 kN/mP = 15 kNABRA​ = 21,13RB​ = 9,875Schnitt1 m4,5 m2,5 m

Schnitt bei x = 5,5 m, linken Teil behalten

Nur Kräfte links vom Schnitt erscheinen. Ein Abschnitt der Streckenlast wirkt als eine Kraft in der Mitte dieses Abschnitts.

M = RA·x − (jede Last links vom Schnitt × ihr Abstand zum Schnitt)
Mx = 21,13·5,5 − 15·(5,5 − 1) − 2·5,5·2,75 = 18,44 kN·m

Antwort

Mx = 18,44 kN·m
7.Schwerpunkt und Flächenträgheitsmoment

Antwort: Sx = 893,6 × 10³ mm³

Flächenträgheitsmoment: Für ein Rechteck gilt um seine eigene Schwerachse I = bh³/12 und um seine Grundlinie bh³/3 (Satz von Steiner I = Ic + A·d²). Ein Loch wird berücksichtigt, indem man sein I abzieht, solange beide Teile dieselbe Achse haben. Das elastische Widerstandsmoment ist S = I/c, wobei c der Abstand zur Randfaser ist.

Außenrechteck minus die beiden seitlichen Aussparungen

Beide Aussparungen zusammen sind (B − tw) breit und hw = H − 2tf hoch und haben die Achse x gemeinsam.

hw = 500 − 2·10 = 480 mm
Ix = (B·H³ − (B − tw)·hw³)/12 = (140·500³ − 134·480³)/12
Ix = 2,234 × 10⁸ mm⁴

Widerstandsmoment

c = H/2 = 250 mm
Sx = I/c = 2,234 × 10⁸/250
Sx = 893557 mm³ = 893,6 × 10³ mm³

Antwort

Sx = 893,6 × 10³ mm³
8.Schwerpunkt und Flächenträgheitsmoment

Antwort: Ix = 51,45 × 10⁶ mm⁴

Zusammengesetzte Flächen: Teile den Querschnitt in Rechtecke. Der Schwerpunkt ist der flächengewichtete Mittelwert ȳ = ΣAᵢyᵢ/ΣAᵢ. Das Flächenträgheitsmoment um die Schwerachse addiert für jeden Teil sein eigenes bh³/12 und seinen Steiner-Anteil A·d², wobei d der Abstand vom Teilschwerpunkt zum Gesamtschwerpunkt ist. Die Biegespannung ist σ = M·y/I.

In drei Rechtecke aufteilen

Miss jedes y von der Unterkante aus.

Obergurt: A = 1400 mm², y = 215 mm
Steg: A = 2660 mm², y = 113 mm
Untergurt: A = 3060 mm², y = 9 mm

Schwerpunkt

ȳ = (1400·215 + 2660·113 + 3060·9)/7120 = 88,36 mm

Satz von Steiner

Obergurt: 100·14³/12 + 1400·126,6² = 2,248 × 10⁷ mm⁴
Steg: 14·190³/12 + 2660·24,64² = 9,617 × 10⁶ mm⁴
Untergurt: 170·18³/12 + 3060·79,36² = 1,935 × 10⁷ mm⁴
Ix = 2,248 × 10⁷ + 9,617 × 10⁶ + 1,935 × 10⁷
Ix = 5,145 × 10⁷ mm⁴ = 51,45 × 10⁶ mm⁴

Antwort

Ix = 51,45 × 10⁶ mm⁴
9.Mohrscher Spannungskreis & Spannungstransformation

Antwort: θs = 71,57 °

Spannungstransformation im ebenen Spannungszustand: In einem um θ gedrehten Schnitt gilt σ = (σₓ + σᵧ)/2 + (σₓ − σᵧ)/2·cos 2θ + τₓᵧ·sin 2θ. Der Mohrsche Spannungskreis zeigt alle Schnitte auf einmal: Sein Mittelpunkt liegt bei C = (σₓ + σᵧ)/2, und sein Radius ist R = √(((σₓ − σᵧ)/2)² + τₓᵧ²). Die Hauptspannungen sind C ± R, und die größte Schubspannung in der Ebene ist R.

σxyCτmax​

Winkel am Kreis

Im Mohrschen Kreis liegt der höchste Punkt (+R) 90° vom Hauptspannungspunkt σ₁ entfernt; am Element sind das 45°.

cos 2θs = −20/25 = −0,8, sin 2θs = −(−15)/25 = 0,6
2θs = atan2(15, −20) = 143,1°

Winkel am Element

θs = 71,57°
Probe: θs − θp = 71,57 − (−63,43) = 135°

Antwort

θs = 71,57°

Positive Winkel zählen gegen den Uhrzeigersinn.

10.Mohrscher Spannungskreis & Spannungstransformation

Antwort: σθ = 57,63 MPa

Spannungstransformation im ebenen Spannungszustand: In einem um θ gedrehten Schnitt gilt σ = (σₓ + σᵧ)/2 + (σₓ − σᵧ)/2·cos 2θ + τₓᵧ·sin 2θ. Der Mohrsche Spannungskreis zeigt alle Schnitte auf einmal: Sein Mittelpunkt liegt bei C = (σₓ + σᵧ)/2, und sein Radius ist R = √(((σₓ − σᵧ)/2)² + τₓᵧ²). Die Hauptspannungen sind C ± R, und die größte Schubspannung in der Ebene ist R.

Transformationsgleichung

σθ = 15 + 55·0,866 + −10·0,5 = 57,63 MPa

Antwort

σθ = 57,63 MPa
11.Durchbiegung

Antwort: δB = 63,18 mm

Durchbiegung von Balken: Durchbiegungen erhält man durch zweimaliges Integrieren der Krümmung M/(EI). Standardfälle sind tabelliert, zum Beispiel PL³/(3EI) für einen Kragarm mit Endlast und 5wL⁴/(384EI) für einen Einfeldträger unter voller Gleichstreckenlast. Durchbiegungen aus verschiedenen Lasten addieren sich (Superposition).

Konsistente Einheiten

Rechne in N und mm: P in N, w in N/mm (kN/m = N/mm), L in mm, E in N/mm² (GPa × 1000), I in mm⁴.

P = 4000 N, a = 5500 mm, L = 6000 mm
EI = 3,99 × 10¹² N·mm²

Durchbiegung am freien Ende

Durchbiegung an der Last plus Neigung an der Last mal Restlänge.

δP = Pa³/(3EI) = 55,6 mm
θP = Pa²/(2EI) = 0,01516 rad
δB = δP + θP·(L − a) = Pa²(3L − a)/(6EI) = 63,18 mm

Antwort

δB = 63,18 mm
12.Durchbiegung

Antwort: Ireq = 163,6 × 10⁶ mm⁴

Durchbiegung von Balken: Durchbiegungen erhält man durch zweimaliges Integrieren der Krümmung M/(EI). Standardfälle sind tabelliert, zum Beispiel PL³/(3EI) für einen Kragarm mit Endlast und 5wL⁴/(384EI) für einen Einfeldträger unter voller Gleichstreckenlast. Durchbiegungen aus verschiedenen Lasten addieren sich (Superposition).

Grenzwert der Durchbiegung

δallow = L/360 = 4000/360 = 11,11 mm

Erforderliches Flächenträgheitsmoment

I = 5wL⁴/(384·E·δallow) = 5·6·4000⁴/(384·11000·11,11) = 1,636 × 10⁸ mm⁴
Ireq = 163,6 × 10⁶ mm⁴

Antwort

Ireq = 163,6 × 10⁶ mm⁴
13.Knicken von Stützen

Antwort: Pcr = 8,97 kN

Knicken nach Euler: Eine schlanke Stütze wird bei Pcr = π²EI/(KL)² instabil, wobei KL die Knicklänge ist: K = 1 für gelenkig–gelenkig, 2 für eingespannt–frei, 0,7 für eingespannt–gelenkig und 0,5 für eingespannt–eingespannt. Sie knickt um die Achse mit dem kleinsten I aus. Die Formel gilt für schlanke Stützen, deren kritische Spannung unter der Streckgrenze bleibt.

Kleinstes Flächenträgheitsmoment

Ein runder Querschnitt hat um jede Achse dasselbe I.

I = πd⁴/64 = π·30⁴/64 = 39761 mm⁴

Knicklänge

KL = 0,7·2500 = 1750 mm

Kritische Last

Pcr = π²EI/(KL)² = π²·70000·39761/1750² = 8970 N = 8,97 kN

Antwort

Pcr = 8,97 kN
14.Knicken von Stützen

Antwort: d = 50,89 mm

Knicken nach Euler: Eine schlanke Stütze wird bei Pcr = π²EI/(KL)² instabil, wobei KL die Knicklänge ist: K = 1 für gelenkig–gelenkig, 2 für eingespannt–frei, 0,7 für eingespannt–gelenkig und 0,5 für eingespannt–eingespannt. Sie knickt um die Achse mit dem kleinsten I aus. Die Formel gilt für schlanke Stützen, deren kritische Spannung unter der Streckgrenze bleibt.

Erforderliche kritische Last

Pcr = n·P = 2,5·65000 = 162500 N
KL = 1·2000 = 2000 mm

Nach dem Durchmesser auflösen

d = (64·n·P·(KL)²/(π³E))^(1/4) = (64·162500·2000²/(π³·200000))^(1/4) = 50,89 mm

Antwort

d = 50,89 mm

Kontrolle: Die Schlankheit KL/r beträgt 157,2, die Stütze ist also schlank, und Euler gilt.

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