1.Priorisierung und DelegationMittel
Eine Pflegekraft nimmt eine telefonische Anordnung von einer Ärztin bzw. einem Arzt entgegen. Was muss die Pflegekraft tun?
- ADie Stationssekretärin bzw. den Stationssekretär bitten, die Anordnung stattdessen im Namen der Pflegekraft entgegenzunehmen
- BSich die Anordnung merken und am Ende der Schicht in die Akte schreiben
- CDie Anordnung aufschreiben und der Ärztin bzw. dem Arzt zur Bestätigung vorlesen
- DDie Anordnung zuerst ausführen und die Ärztin bzw. den Arzt später um Bestätigung bitten
2.Priorisierung und DelegationSchwer
Ein Patient hat ein Kalium von 7,0 mEq/L mit spitzen T-Wellen. Mehrere Medikamente sind verordnet. Welches wird üblicherweise zuerst gegeben, um das Herz zu schützen?
- AOraler Kaliumbinder
- Bi. v. Calciumgluconat
- COrales Natriumbikarbonat
- Di. v. Furosemid
3.Infektionsprävention und PatientensicherheitMittel
Ein Patient muss im Bett höher gelagert werden und kann kaum mithelfen. Welches Vorgehen ist am sichersten?
- AEine Pflegekraft den Patienten an den Armen hochziehen lassen
- BEin reibungsarmes Laken mit ausreichend Personal verwenden, das Bett flach, wenn es vertragen wird
- CDen Patienten bitten, sich allein mit den Fersen hochzuschieben
- DDas Kopfteil ganz hochstellen und den Patienten an den Schultern nach oben heben
4.Infektionsprävention und PatientensicherheitSchwer
Welcher Patient mit Verdacht auf eine Infektion erfüllt mindestens zwei SIRS-Kriterien?
- ATemperatur 38,6 °C und Herzfrequenz 112/min
- BAtemfrequenz 16/min und Leukozytenzahl 8,000/mm3
- CTemperatur 36,8 °C und Atemfrequenz 18/min
- DTemperatur 37,2 °C und Herzfrequenz 80/min
5.Laborwerte und ElektrolyteMittel
Welcher Laborwert spiegelt die Ursache der Verwirrtheit bei einem Patienten mit schwerer Lebererkrankung und grobschlägigem Flattertremor am besten wider?
- AEin erhöhtes Serumammoniak
- BNur ein niedriges Serumkalium
- CEin erhöhtes Troponin
- DEine niedrige Serumlipase
6.Laborwerte und ElektrolyteSchwer
Ein Patient, der mit starkem Alkoholkonsum und Mangelernährung aufgenommen wurde, hat eine Glukose von 52 mg/dL (2,9 mmol/L) und ein niedriges Magnesium. Welche verordnete Behandlung sollte vor der i. v. Glukose gegeben werden?
- AI. v. Thiamin
- BI. v. Kalium
- CI. v. Insulin
- DOrales Eisen
7.Klinische PflegeMittel
Der Bauch eines Patienten ist bretthart, und er liegt ganz still, weil Bewegung die Schmerzen verstärkt. Wofür spricht das?
- AVerstopfung
- BPeritonitis
- CHarnwegsinfektion
- DVerdauungsstörung
8.Klinische PflegeSchwer
Ein Patient hat eine zirkuläre, drittgradige Verbrennung rund um den Unterarm. Auf welche Komplikation muss genau geachtet werden?
- AVerzögertes Haarwachstum am Arm
- BHypoglykämie, weil der Körper zur Heilung der Verbrennung Glukose verbraucht
- CVerlust der Durchblutung der Hand, weil sich unter der straffen verbrannten Haut eine Schwellung aufbaut
- DStarke Blutung aus der Brandfläche, die eine dringende Bluttransfusion erfordert
9.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungMittel
Welche Notfallausrüstung sollte am Bett eines Patienten mit Trachealkanüle bereitliegen?
- AEin Blasenkatheterset, ein Blutzuckermessgerät und ein Thermometer
- BEine Magensonde und eine Ernährungspumpe
- CNur eine Ersatz-Sauerstoffmaske, da die Kanüle selten Probleme macht
- DErsatzkanülen (gleiche Größe und eine kleinere), Absaugung und Sauerstoff
10.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungSchwer
Ein Patient mit Asthma hat einen Peak Flow von 40% seines Bestwerts, eine Atemfrequenz von 28/min und kann keine ganzen Sätze sprechen. Die SpO₂ beträgt 94%. Wie ist dieser Anfall einzustufen?
- AMittelschwere Asthma-Exazerbation
- BAkutes schweres Asthma
- CBeinahe tödliches Asthma
- DLebensbedrohliches Asthma
11.Medizinisch-chirurgische Pflege: Neurologie, Endokrinologie und NiereMittel
Welche Aussage über die Gabe von Kalium i.v. ist richtig?
- AEs braucht keinerlei Überwachung mehr, sobald die Infusion läuft
- BEs wird verdünnt über eine Infusionspumpe gegeben, nie als Bolus
- CEs kann schnell als Injektion gegeben werden, um den Spiegel rasch zu korrigieren
- DAm sichersten wird es über eine kleine Handvene mit hoher Geschwindigkeit gegeben
12.Medizinisch-chirurgische Pflege: Neurologie, Endokrinologie und NiereSchwer
Ein Patient mit Insulinpumpe wird mit Übelkeit, einem Blutzucker von 19 mmol/L (342 mg/dL) und Blutketonen von 3,1 mmol/L aufgenommen. Was hat Priorität?
- ADie Pumpe abkoppeln und kein Insulin geben, bis die Ketone verschwunden sind
- BEine ausgefallene Insulinzufuhr vermuten und Insulin auf anderem Weg geben
- CDie Pumpenrate erhöhen und die Ketone in 12 Stunden erneut messen
- DNur ein Antiemetikum geben, weil die Übelkeit den hohen Blutzucker verursacht
13.Medizinisch-chirurgische Pflege: Magen-Darm, perioperativ und OnkologieMittel
Was ist antizipatorische Übelkeit bei einer Chemotherapie?
- AÜbelkeit, die etwa eine Woche nach jedem Zyklus beginnt und tagelang anhält
- BÜbelkeit, die nur durch den Geruch von Essen verursacht wird
- CÜbelkeit, die schon vor der Behandlung durch Erinnerungen an sie ausgelöst wird
- DÜbelkeit durch niedrigen Blutzucker
14.Medizinisch-chirurgische Pflege: Magen-Darm, perioperativ und OnkologieSchwer
Ein Patient unter i.v.-Antibiotika hat drei ungeklärte weiche Stuhlgänge innerhalb von 24 Stunden. Was sollte die Pflegekraft zuerst tun?
- ANach jedem weichen Stuhlgang Loperamid geben und wie gewohnt fortfahren
- BDen Patienten isolieren und eine Stuhlprobe zur Untersuchung einschicken
- CDen Patienten in ein Mehrbettzimmer mit anderen Patienten verlegen, um ihn engmaschig zu beobachten
- DZwei Tage abwarten, ob der Durchfall abklingt