1.Priorisierung und DelegationMittel
Ein ängstlicher Patient atmet sehr schnell und hat kribbelnde Finger. Die Blutgasanalyse zeigt pH 7,51 und PaCO₂ 29 mmHg (3,9 kPa). Was sollte die Pflegekraft zuerst tun?
- ADen Patienten ermutigen, noch schneller zu atmen
- Bi. v. Natriumbikarbonat geben, sobald es aufzutreiben ist
- CSauerstoff mit dem höchsten Fluss geben und den Raum verlassen
- DBeim Patienten bleiben und ihn zu langsamem, ruhigem Atmen anleiten
2.Priorisierung und DelegationSchwer
Welchen Patienten sollte die Pflegekraft zuerst an das Rapid-Response-Team eskalieren?
- AEinen Patienten mit bekannter Hypertonie, dessen Blutdruck 152/94 mmHg beträgt und der sich wohlfühlt
- BEinen Patienten mit Phlegmone, dessen Temperatur 38,1 °C beträgt, bei sonst normalen Vitalzeichen
- CEinen Patienten mit Harnwegsinfekt, der neu verwirrt ist, eine Atemfrequenz von 26/min und einen systolischen Blutdruck von 94 mmHg hat
- DEinen Patienten nach einer Knieoperation mit Schmerzen von 6/10 und normalen Vitalzeichen
3.Infektionsprävention und PatientensicherheitMittel
Ein Patient mit aktiver Lungentuberkulose muss in die Radiologie. Wie sollte der Patient transportiert werden?
- AMit chirurgischem Mundschutz, mit vorheriger Information der Radiologie
- BOhne Mundschutz, weil der Flur gut belüftet und der Weg kurz ist
- CMit Handschuhen und Kittel, ohne Mundschutz
- DMit einer N95-Atemschutzmaske ohne Dichtsitztest
4.Infektionsprävention und PatientensicherheitSchwer
Ein Patient mit Schutzmaßnahmen gegen Luftübertragung braucht dringend eine CT. Welcher Plan ist richtig?
- APatient ohne Mundschutz, und der CT-Raum wird am nächsten Tag gereinigt
- BDer Patient trägt eine N95-Atemschutzmaske, sodass das Personal keinen Schutz braucht
- CPatient mit Mundschutz, CT vorab informiert, Personal mit Atemschutzmasken
- DDie Untersuchung wird verschoben, bis der Patient nicht mehr infektiös ist
5.Laborwerte und ElektrolyteMittel
Ein gesunder Patient hat nach einem gestrigen Marathonlauf eine leicht erhöhte CK, ohne dunklen Urin oder Symptome. Was ist die wahrscheinlichste Erklärung?
- AEs ist ein akuter Myokardinfarkt aufgetreten
- BDer Patient hat eine akute Pankreatitis entwickelt
- CDer Patient hat eine akute Hepatitis entwickelt
- DDie anstrengende Belastung hat die CK aus der Skelettmuskulatur erhöht
6.Laborwerte und ElektrolyteSchwer
Ein Lithiumspiegel von 1,0 mEq/L wurde 2 Stunden nach der Morgendosis des Patienten abgenommen, und die verordnende Person plant, die Dosis zu erhöhen. Worauf sollte die Pflegefachperson hinweisen?
- ADer Spiegel ist zu niedrig, daher ist eine starke Erhöhung eindeutig sicher
- BDer Spiegel ist toxisch, daher sollte Lithium dauerhaft abgesetzt werden
- CDie Probe wurde zu früh nach der Dosis entnommen, daher ist es kein gültiger Spiegel
- DLithiumspiegel können zu jeder Tageszeit abgenommen werden, ohne das Ergebnis zu beeinflussen
7.Klinische PflegeMittel
Welche Symptomgruppe spricht für eine Hyperkalzämie?
- AKribbeln um die Lippen, Muskelkrämpfe und Spasmen von Händen und Füßen
- BSchwitzen, Zittern und plötzlicher Hunger
- CDurst, Verstopfung, Verwirrtheit und Bauchschmerzen
- DGewichtszunahme, Kältegefühl und langsamer Puls
8.Klinische PflegeSchwer
Welcher Applikationsweg und welche Stelle werden für die erste Dosis Adrenalin (Epinephrin) bei einer Anaphylaxie auf Station empfohlen?
- AIntravenöser Bolus durch die Pflegekraft ohne Überwachung
- BEine unter der Zunge aufgelöste Tablette
- CSubkutane Injektion in den Oberarm
- DIntramuskuläre Injektion in den anterolateralen Oberschenkel
9.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungMittel
Eine Pflegekraft misst den Blutdruck an einem kräftigen Oberarm mit einer zu kleinen Manschette. Welche Auswirkung hat das?
- ADer Messwert ist falsch hoch
- BNur die Pulsfrequenz ist betroffen
- CDer Messwert ist falsch niedrig
- DDer Messwert ist genau, aber langsamer
10.Medizinisch-chirurgische Pflege: Herz-Kreislauf und AtmungSchwer
Ein Patient mit Asthma hat in der Vorgeschichte Giemen nach Einnahme von Acetylsalicylsäure. Für postoperative Schmerzen wird Ibuprofen verordnet. Was sollte die Pflegekraft tun?
- AEs nur geben, wenn der Schmerzwert über 8/10 liegt
- BEs zurückhalten und um eine Alternative bitten
- CEs geben, weil Ibuprofen nicht mit Acetylsalicylsäure verwandt ist
- DEs zusammen mit dem Bedarfsspray geben
11.Medizinisch-chirurgische Pflege: Neurologie, Endokrinologie und NiereMittel
Warum wird im ersten Schwangerschaftsdrittel bei Hyperthyreose oft Propylthiouracil statt Carbimazol bevorzugt?
- APropylthiouracil hat überhaupt keine Nebenwirkungen
- BPropylthiouracil wirkt schneller als jedes andere Medikament
- CCarbimazol hat in der Frühschwangerschaft ein höheres Risiko für Fehlbildungen
- DCarbimazol kann nicht in das Blut der Mutter übertreten
12.Medizinisch-chirurgische Pflege: Neurologie, Endokrinologie und NiereSchwer
Ein Patient kommt fünf Stunden nach Beginn eines Schlaganfalls. Eine CT-Angiografie zeigt einen Verschluss einer großen Hirnarterie. Was ist der angemessenste nächste Schritt?
- ASofort Alteplase intravenös ohne weitere Bildgebung geben
- BAcetylsalicylsäure geben und für morgen eine Visite auf Station planen
- CDringende Überweisung zur Prüfung einer mechanischen Thrombektomie
- DKeine Behandlung, weil das Zeitfenster für jede Reperfusion vorbei ist
13.Medizinisch-chirurgische Pflege: Magen-Darm, perioperativ und OnkologieMittel
Welcher Rat ist für einen Patienten mit sehr niedriger Thrombozytenzahl angemessen?
- AJeden Tag kräftig Zahnseide benutzen, um Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen
- BRegelmäßig Acetylsalicylsäure gegen Kopfschmerzen einnehmen
- CSich jeden Tag mit einer Rasierklinge rasieren
- DEine weiche Zahnbürste und einen Elektrorasierer verwenden
14.Medizinisch-chirurgische Pflege: Magen-Darm, perioperativ und OnkologieSchwer
Welche Sicherheitsregel gilt für Vincristin?
- AEs wird üblicherweise zusammen mit anderen Rückenmarkmedikamenten intrathekal gegeben
- BEs wird am besten als schnelle i.v.-Injektion in eine kleine Vene gegeben
- CEs kann über jeden Weg gegeben werden, den die verordnende Person bevorzugt
- DNiemals intrathekal; wird in einem Minibeutel nur zur i.v.-Anwendung geliefert