Arbeitsblatt Strafrecht mit Lösungen

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Name: ____________________   Datum: ____________

1.Leicht

Die Unschuldsvermutung bedeutet:

  1. ADer Beschuldigte gilt als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist
  2. BRichter dürfen niemanden verurteilen
  3. CJeder Festgenommene ist schuldig
  4. DDer Beschuldigte muss seine Unschuld jenseits vernünftiger Zweifel beweisen
2.Leicht

Welches Gesetz schuf die Delikte des Betrugs durch falsche Darstellung, durch Verschweigen von Informationen und durch Missbrauch einer Stellung?

  1. ADer Theft Act 1978
  2. BDer Criminal Justice Act 1988
  3. CDer Serious Crime Act 2007
  4. DDer Fraud Act 2006
3.Leicht

Wer einem anderen hilft oder ihn ermutigt, eine Straftat zu begehen, ohne die Tat selbst auszuführen, heißt:

  1. ATeilnehmer (accessory, secondary party)
  2. BHaupttäter (principal offender)
  3. CMitangeklagter Zeuge
  4. DGutgläubiges Werkzeug (innocent agent)
4.Mittel

Die "thin skull"-Regel im Strafrecht bedeutet:

  1. ADer Täter muss das Opfer so nehmen, wie er es vorfindet
  2. BNur gesunde Opfer sind geschützt
  3. CEin gebrechliches Opfer unterbricht den Kausalzusammenhang
  4. DDas Ausmaß der Verletzungen muss vorhersehbar sein
5.Mittel

Unfreiwillige Berauschung kann eine Verteidigung sein, wenn:

  1. AEs sich um ein strict-liability-Delikt handelt
  2. BDem Angeklagten dadurch die erforderliche mens rea fehlte
  3. CDer Angeklagte enthemmter war, aber dennoch Vorsatz bildete
  4. DDer Angeklagte bewusst viel getrunken hat
6.Mittel

D vertauscht in einem Supermarkt die Preisschilder zweier Artikel, um den niedrigeren Preis zu zahlen. Nach R v Morris erfolgte die Aneignung (appropriation), als D:

  1. ADie Schilder vertauschte und damit eines der Eigentümerrechte anmaßte
  2. BDas Geschäft verließ, ohne zu zahlen
  3. CDen Artikel in den Einkaufswagen legte
  4. DAn der Kasse bezahlte
7.Schwer

Wenn A nach der Lehre der "transferred malice" einen Schlag auf B richtet, aber C trifft:

  1. AKann A nicht für den Schaden an C haften, weil A in Bezug auf C überhaupt keine mens rea hatte
  2. BHaftet B für den Schaden an C
  3. CHaftet A nur wegen versuchter Verletzung von C
  4. DWird A's Vorsatz gegenüber B übertragen, sodass A für den Schaden an C haften kann
8.Schwer

In R v Cheshire entschied das Gericht, dass eine fahrlässige ärztliche Behandlung eines Schussopfers:

  1. ADie Kausalkette immer unterbrach, wenn sie so fahrlässig war, dass sie die unmittelbare medizinische Todesursache war, auch wenn die Wunde noch fortwirkte
  2. BDen Kausalzusammenhang immer unterbricht
  3. CDen Kausalzusammenhang nicht unterbrach, außer sie war so unabhängig und gewichtig, dass die ursprüngliche Wunde bedeutungslos wurde
  4. DDie Ärzte des murder schuldig macht

Lösungsschlüssel

  1. 1. A · Der Beschuldigte gilt als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist
  2. 2. D · Der Fraud Act 2006
  3. 3. A · Teilnehmer (accessory, secondary party)
  4. 4. A · Der Täter muss das Opfer so nehmen, wie er es vorfindet
  5. 5. B · Dem Angeklagten dadurch die erforderliche mens rea fehlte
  6. 6. A · Die Schilder vertauschte und damit eines der Eigentümerrechte anmaßte
  7. 7. D · Wird A's Vorsatz gegenüber B übertragen, sodass A für den Schaden an C haften kann
  8. 8. C · Den Kausalzusammenhang nicht unterbrach, außer sie war so unabhängig und gewichtig, dass die ursprüngliche Wunde bedeutungslos wurde

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