Rechner für Sensitivität, Spezifität, PPV und NPV (Vierfeldertafel)
Gib deine Werte ein. Ergebnis und vollständiger Lösungsweg aktualisieren sich während der Eingabe.
Ergebnis
| Erkrankung vorhanden | Erkrankung nicht vorhanden | Summe | |
|---|---|---|---|
| Test positiv | 90 | 30 | 120 |
| Test negativ | 10 | 870 | 880 |
| Summe | 100 | 900 | 1000 |
Nur für die Prüfungsvorbereitung. Dies ist eine Lernhilfe und niemals eine klinische Entscheidung: Halte dich immer an die Verordnung, die örtlichen Protokolle und die Produktinformation.
Beurteile einen diagnostischen Test oder Screeningtest. Gib die vier Anzahlen einer Vierfeldertafel (richtig und falsch Positive und Negative) ein, um Sensitivität, Spezifität, positive und negative prädiktive Werte, Likelihood-Ratios, Prävalenz und Genauigkeit zu erhalten. Oder gehe von Sensitivität, Spezifität und Prävalenz aus, um zu sehen, wie sich die prädiktiven Werte in einer Population ändern, durchgerechnet für 1000 Personen.
Schritt-für-Schritt-Lösung
Sensitivität und Spezifität
Prädiktive Werte
Prävalenz und Genauigkeit
Likelihood-Ratios
Wichtige Formeln
- Sensitivität und Spezifität
- Se = a/(a + c), Sp = d/(b + d)
- Prädiktive Werte
- PPV = a/(a + b), NPV = d/(c + d)
- Genauigkeit
- (a + d)/n
- Likelihood-Ratios
- LR+ = Se/(1 − Sp), LR− = (1 − Se)/Sp
- PPV bei Prävalenz p
- Se·p / (Se·p + (1 − Sp)(1 − p))
So berechnest du Sensitivität, Spezifität, PPV und NPV
- Stelle die Vierfeldertafel auf: a = richtig positiv, b = falsch positiv, c = falsch negativ, d = richtig negativ.
- Sensitivität = a/(a + c): der Anteil der Erkrankten, die positiv testen. Spezifität = d/(b + d): der Anteil der Nichterkrankten, die negativ testen.
- PPV = a/(a + b): die Wahrscheinlichkeit, dass ein positives Ergebnis richtig positiv ist. NPV = d/(c + d): die Wahrscheinlichkeit, dass ein negatives Ergebnis richtig negativ ist.
- LR+ = Sensitivität/(1 − Spezifität) und LR− = (1 − Sensitivität)/Spezifität.
- Fülle mit nur Sensitivität, Spezifität und Prävalenz die Tafel für 1000 Personen aus und lies die prädiktiven Werte daraus ab.
Fragen und Antworten
Warum hängen PPV und NPV von der Prävalenz ab?
Sensitivität und Spezifität sind Eigenschaften des Tests, aber prädiktive Werte hängen auch davon ab, wie häufig die Erkrankung ist. In einer Population mit niedriger Prävalenz liefert selbst ein guter Test viele falsch Positive, sodass der PPV sinkt.
Was bedeuten SnNout und SpPin?
Ein sehr sensitiver Test (Sensitive), wenn negativ (Negative), schließt eine Erkrankung aus (SnNout). Ein sehr spezifischer Test (Specific), wenn positiv (Positive), bestätigt sie (SpPin).
Was sagt mir eine Likelihood-Ratio?
Wie stark ein Ergebnis die Odds für die Erkrankung verändert. Eine LR+ über 10 oder eine LR− unter 0,1 verändert sie stark; Werte nahe 1 verändern kaum etwas.
Warum wird ein Wert als nicht definiert angezeigt?
Wenn ein Nenner null ist, zum Beispiel wenn es überhaupt keine positiven Ergebnisse gibt, lässt sich der PPV nicht berechnen.
Übe es selbst
Statistik der evidenzbasierten Praxis üben
Ein Rechner liefert das Ergebnis. In der Prüfung brauchst du die Methode: Übe sie mit neuen Aufgaben, Tipps und Musterlösungen.