Klinische Ernährung: Übungsaufgaben und Prüfungsfragen

Berechnungen zur enteralen und parenteralen Ernährung: Raten bei Sondenernährung, zugeführte Energie und zugeführtes Protein, Spülungen mit freiem Wasser, Idealgewicht, Energie- und Proteinbedarf, Energie der parenteralen Ernährung und Glukoseinfusionsrate, dazu Erhaltungsinfusionen. Alle Werte sind für die Übung erfunden und keine klinische Anleitung.

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Lernpaket (PDF)Formelsammlungen, Lösungsschritte und Übungsaufgaben mit vollständigen Lösungen, druckfertig.

Themen in diesem Kurs

  1. Berechnungen zur enteralen und parenteralen ErnährungSondennahrung: Raten, Energie und Protein · Bedarf, Idealgewicht und freies Wasser · parenterale Ernährung und Regeln bei AdipositasRechenaufgaben
  2. Infusionslösungen und FlüssigkeitsbilanzErhaltungsbedarf (Holliday–Segar 4-2-1) · Ein- und Ausfuhrbilanz · Laufzeit von InfusionenRechenaufgaben

Prüfungstipps für Klinische Ernährung

  • Rechne Energie mit kcal/(kcal/mL) in Volumen um, bevor du durch Stunden teilst.
  • Nur ein Teil einer Nahrung ist freies Wasser: Verwende den Wasseranteil vom Etikett.
  • Bei der parenteralen Ernährung liefert Dextrose 3,4 kcal/g und liefern Aminosäuren 4 kcal/g.

Beispielaufgaben

Berechnungen zur enteralen und parenteralen ErnährungLeicht
1,5 kcal/mL63 g Protein/L50 mL/h24 h/TagE = ? kcal/Tag

Übungsaufgabe (erfundene Werte, keine klinische Empfehlung). Eine Sondennahrung mit 1,5 kcal/mL läuft mit 50 mL/h über 24 Stunden pro Tag. Wie viele Kilokalorien E erhält der Patient pro Tag?

50 mL/h24 h/Tag1,5 kcal/mL

Gesucht: E (kcal/Tag)

Tipps anzeigen
  1. Tagesvolumen = Rate × Ernährungsstunden.
  2. Energie (kcal) = Volumen in mL × kcal/mL.
  3. 50·24 = 1200 mL.
Antwort und Schritt-für-Schritt-Lösung anzeigen

Sondennahrung: Eine kontinuierliche Gabe läuft mit Rate (mL/h) = Tagesvolumen/Ernährungsstunden, und jeder Bolus ist das Tagesvolumen/Anzahl der Gaben. Das Tagesvolumen für ein Energieziel ist kcal/Nahrungskonzentration (kcal/mL). Zugeführte Energie = mL × kcal/mL, und Protein = Liter × g/L. Die Zahlen dienen nur der Übung; halte dich am Patientenbett immer an die örtlichen Standards und lass Hochrisiko-Dosen doppelt kontrollieren.

Tagesvolumen

V = 50·24 = 1200 mL = 1,2 L

Energie

E = 1200·1,5 = 1800 kcal/Tag

Antwort

E = 1800 kcal/Tag
Infusionslösungen und FlüssigkeitsbilanzMittel
EinfuhrAusfuhr12-Stunden-SchichtSuppe150 mLTee200 mLMilch200 mLInfusion75 mL/h × 12 hi.v. Antibiotikum2 × 100 mLUrin275 mLUrin250 mLUrin300 mLErbrochenes100 mL

Übungsaufgabe (erfundene Werte, keine klinische Empfehlung). Das Protokoll zeigt die Ein- und Ausfuhr eines Patienten in einer 12-Stunden-Schicht. Die Infusion lief die ganze Schicht mit der angegebenen Rate. Bestimme die Flüssigkeitsbilanz B = Einfuhr − Ausfuhr in mL (ein negatives Ergebnis bedeutet einen Nettoverlust).

Suppe: 150 mLTee: 200 mLMilch: 200 mLInfusion: 75 mL/h × 12 hi.v. Antibiotikum: 2 × 100 mLUrin: 275 mLUrin: 250 mLUrin: 300 mLErbrochenes: 100 mL

Gesucht: B (mL)

Tipps anzeigen
  1. Addiere Einfuhr und Ausfuhr getrennt.
  2. Das Infusionsvolumen ist Rate × Anzahl der Stunden.
  3. Gesamteinfuhr = 1650 mL.
Antwort und Schritt-für-Schritt-Lösung anzeigen

Ein- und Ausfuhr: Zur Einfuhr zählt alles, was zugeführt wird (orale Flüssigkeit, Infusionen, intravenöse Medikamente und Spülungen, Sondennahrung); Eiswürfel zählen mit der Hälfte ihres Volumens. Zur Ausfuhr zählen Urin, Drainagen, Erbrochenes und andere Verluste. Bilanz = Gesamteinfuhr − Gesamtausfuhr; eine negative Bilanz ist ein Nettoverlust. Die Zahlen dienen nur der Übung; halte dich am Patientenbett immer an die örtlichen Standards und lass Hochrisiko-Dosen doppelt kontrollieren.

Gesamteinfuhr

oral: 150 + 200 + 200 = 550 mL
Infusion: 75·12 = 900 mL
i.v. Antibiotikum: 2·100 = 200 mL
Gesamteinfuhr = 1650 mL

Gesamtausfuhr

275 + 250 + 300 + 100 = 925 mL

Bilanz

B = 1650 − 925 = 725 mL

Antwort

B = 725 mL

Positiv: Es wurde mehr Flüssigkeit zugeführt als ausgeschieden.

So funktioniert das Üben

  • „Diesen Kurs üben“ mischt Aufgaben aus allen Themen des Kurses, wie in einer echten Prüfung.
  • Jede Aufgabe hat neue Werte, so lernst du den Lösungsweg statt einer Antwort.
  • Du hängst fest? Öffne zuerst einen kleinen Tipp und die vollständige Erklärung erst, wenn du sie brauchst.
  • Probeklausuren haben ein Zeitlimit und keine Tipps, und am Ende bekommst du deine Punktzahl und eine vollständige Auswertung.

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