Ein Signal f(t) hat die Laplace-Transformierte F(s) = 28/(s(s² + 2s + 23)). Bestimme mit dem Endwertsatz den Wert f(∞), auf den sich f(t) einschwingt.
Gesucht: f(∞)
Tipps anzeigen
- Endwertsatz: f(∞) = lim s·F(s) für s → 0.
- Prüfe zuerst, ob alle Pole von s·F(s) in der linken Halbebene liegen, damit sich f(t) wirklich einschwingt.
- s·F(s) = 28/(s² + 2s + 23).
Antwort und Schritt-für-Schritt-Lösung anzeigen
Laplace-Transformation: F(s) = ∫₀∞ f(t)·e−st dt macht aus Ableitungen Multiplikationen mit s: ℒ{f′} = sF(s) − f(0), ℒ{f″} = s²F(s) − s·f(0) − f′(0). Standardpaare: 1 ↔ 1/s, e−at ↔ 1/(s + a), t·e−at ↔ 1/(s + a)², sin ωt ↔ ω/(s² + ω²), cos ωt ↔ s/(s² + ω²), und eine Verschiebung s → s + σ multipliziert die Zeitfunktion mit e−σt. Um eine rationale Funktion F(s) zurückzutransformieren, zerlege sie in Partialbrüche: Das Residuum eines einfachen Pols p ist A = [(s − p)·F(s)] bei s = p. Endwertsatz: f(∞) = lims→0 s·F(s), gültig nur, wenn alle Pole von s·F(s) in der linken Halbebene liegen. Anfangswertsatz: f(0⁺) = lims→∞ s·F(s).
Prüfe, ob der Satz anwendbar ist
Der Satz gilt nur, wenn sich f(t) einschwingt; ein Pol auf der imaginären Achse oder in der rechten Halbebene würde eine falsche Antwort liefern.