Rahmen und Maschinen: Übungsaufgaben mit Schritt-für-Schritt-Lösungen

Kostenlose Übungsaufgaben zu Rahmen und Maschinen mit Skizzen, Tipps und vollständigen Musterlösungen. Jedes Mal neue Werte, in drei Stufen: Zweikraftstäbe und einfache Maschinen, Gelenkkräfte und Gestänge, Rahmen mit mehreren Bauteilen.

Kostenlose ÜbungsaufgabeLeicht
15 kN4 m1,2 m0,8 m0,8 mABCDEK

Der gezeigte A-Rahmen ruht auf einem Festlager in A und einem Loslager in B, 4 m voneinander entfernt. Auf den Schenkel AC wirkt im Punkt K, 0,8 m (horizontal) von A entfernt, eine vertikale Last von 15 kN. Bestimme die vertikale Auflagerkraft By am Loslager.

P = 15 kNAB = 4 mhorizontaler Abstand von A zu K = 0,8 m
kN
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Was du übst

  1. LeichtZweikraftstäbe und einfache Maschinen
  2. MittelGelenkkräfte und Gestänge
  3. SchwerRahmen mit mehreren Bauteilen

So löst du Aufgaben zu Rahmen und Maschinen

  1. Zeichne das gesamte Tragwerk und bestimme die Auflagerkräfte, wenn es höchstens drei Unbekannte gibt.
  2. Finde die Zweikraftstäbe: Sie sind nur an zwei Gelenken belastet, ihre Kraft wirkt entlang der Verbindungslinie der Gelenke.
  3. Zerlege den Rahmen und zeichne jedes Bauteil einzeln, mit gleich großen, entgegengesetzten Gelenkkräften dort, wo Bauteile zusammentreffen.
  4. Bilde für jedes Bauteil die Momente um ein Gelenk mit unbekannten Kräften, dann verwende ΣFx = 0 und ΣFy = 0; füge die Komponenten erst am Ende zu einem Betrag zusammen.

Häufige Fehler

  • Einen Stab mit einer Last zwischen seinen Gelenken als Zweikraftstab zu behandeln.
  • Einer Gelenkkraft auf beiden Bauteilen, die sie verbindet, dieselbe Richtung zu geben.
  • In der Momentengleichung die volle schräge Kraft als Vertikalkomponente zu nehmen.
  • Nur eine Komponente anzugeben, wenn der Betrag einer Gelenkkraft gefragt ist.

Wichtige Formeln

Gleichgewicht jedes Stabes
ΣFx = 0, ΣFy = 0, ΣM = 0
Zweikraftstab
Kraft entlang der Geraden durch seine beiden Gelenke
Gelenkkraft
gleich groß und entgegengesetzt auf die beiden verbundenen Bauteile
Betrag einer Gelenkkraft
F = √(Fx² + Fy²)
Hebel, Zange, Winkelhebel
Fin·a = Fout·b
Kniehebel
Flink = F/(2 sin θ), Q = F/(2 tan θ)
Gleichstreckenlast
Resultierende w·L in der Mitte der Last

Rahmen und Maschinen von Grund auf lernen

Davor: Auflagerkräfte am Balken, Fachwerk: Knotenpunktverfahren

1Was Rahmen und Maschinen sind

In einem Fachwerk ist jeder Stab ein gerader Stab mit Gelenken an beiden Enden und Lasten nur an den Knoten, sodass jeder Stab einfach auf Zug oder Druck beansprucht wird. Ein Rahmen ist anders: Mindestens ein Bauteil trägt Kräfte an drei oder mehr Punkten oder eine Last zwischen seinen Gelenken. Ein solches Bauteil wird auch auf Biegung beansprucht.

ABCDE8 kN

In diesem A-Rahmen sind die Schenkel AC und BC Mehrkraftstäbe: Jeder wird am Auflager, an der Zugstange und am Gelenk C belastet. Die Zugstange DE ist an beiden Enden gelenkig gelagert und trägt dazwischen nichts. Ein Rahmen, der sich bewegt und eine Eingangskraft in eine Ausgangskraft umsetzt, wie eine Zange, ein Hebel oder eine Zwinge, heißt Maschine.

Selbsttest Welches Bauteil des A-Rahmens ist ein Zweikraftstab?
  1. Die Zugstange DE
  2. Jedes Bauteil, weil jedes zwei Gelenke an seinen Enden hat
  3. Schenkel AC, weil er die Last trägt
  4. Schenkel BC, weil er auf einem Rollenlager ruht

Antwort: Die Zugstange DE. DE hat nur an seinen beiden Gelenken Kräfte, seine Kraft wirkt also entlang DE. Jeder Schenkel nimmt außer seinem Auflager und dem Gelenk C auch die Zugstangenkraft bei D oder E auf, trägt also drei Kräfte, nicht zwei.

2Zweikraftstäbe und Gelenkkräfte

Ein nur an zwei Gelenken belastetes Bauteil ist ein Zweikraftstab. Seine beiden Kräfte sind gleich groß, entgegengesetzt und liegen auf der Geraden durch die Gelenke. Er bringt also eine Unbekannte, den Betrag dieser Kraft, statt zweier Komponenten.

Wo zwei Bauteile an einem Gelenk zusammentreffen, drückt das Gelenk auf das eine Bauteil mit einer Kraft (Cx, Cy) und auf das andere mit der entgegengesetzten Kraft (−Cx, −Cy). Zeichne sie so, mit denselben Symbolen, in beide Freikörperbilder.

Jedes einzelne Bauteil liefert drei Gleichungen: ΣFx = 0, ΣFy = 0 und ΣM = 0. Bilde die Momente um ein Gelenk, an dem unbekannte Kräfte wirken, damit beide Komponenten wegfallen.

3Das Verfahren Schritt für Schritt

  1. Zeichne den ganzen Rahmen und bestimme die Auflagerkräfte, wenn es höchstens drei Unbekannte gibt.
  2. Markiere die Zweikraftstäbe: Ihre Kräfte wirken entlang der Linie zwischen ihren Gelenken.
  3. Zerlege den Rahmen und zeichne jedes Mehrkraftbauteil einzeln, mit gleich großen, entgegengesetzten Gelenkkräften.
  4. Bilde für jedes Bauteil die Momente um ein Gelenk, dann verwende ΣFx = 0 und ΣFy = 0. Füge die Komponenten erst am Ende zu einem Betrag zusammen: F = √(Fx² + Fy²).

4Ein durchgerechnetes Beispiel

Folge jedem Schritt. Versuche, den nächsten vorherzusagen, bevor du ihn öffnest.

Durchgerechnetes Beispiel

Der A-Rahmen steht auf einem Festlager in A und einem Loslager in B, 3 m voneinander entfernt. Das Gelenk C ist 2,4 m hoch, und die Zugstange DE liegt 0,8 m über dem Boden. In C wirkt eine Last von 8 kN. Bestimme die Zugkraft T in der Zugstange und die Kraft des Gelenks C auf den Schenkel BC.

1

Betrachte den Rahmen

ABCDE8 kN3 m0,8 m1,6 m

Die Zugstange DE ist ein Zweikraftstab und zieht daher horizontal an beiden Schenkeln.

2

Ganzer Rahmen

Die Last liegt in der Mitte, daher trägt jedes Auflager die Hälfte.

Ay = By = 8/2 = 4 kN, Ax = 0
3

Schenkel BC: Momente um C

4 kNTCx​Cy​CEB

B liegt 1,5 m rechts von C, und die Zugstange liegt 2,4 − 0,8 = 1,6 m unter C.

4·1,5 = T·1,6 ⇒ T = 3,75 kN
4

Schenkel BC: Kräftegleichgewicht

Cx = T = 3,75 kN, Cy = −4 kN
C = √(3,75² + 4²) = 5,48 kN
5

Antwort prüfen

Am Schenkel AC ist die Gelenkkraft entgegengesetzt: (−3,75, +4) kN. Mit Ay = 4 kN, der Zugstangenkraft +3,75 kN und der Last −8 kN sind beide Kräftesummen null.

Antwort

T = 3,75 kN (Zug) und C = 5,48 kN auf den Schenkel BC.

5Maschinen: Zangen, Hebel und Kniehebel

Zeichne bei einer Maschine ein Teil und bilde die Momente um seinen Drehpunkt. Die Gelenkkraft fällt heraus, und Eingangs- und Ausgangskraft halten sich das Gleichgewicht:

Fin·a = Fout·b

Eine Zange mit der Hand 100 mm vom Gelenk und den Backen 25 mm davon vervielfacht die Kraft mit 100/25 = 4. Das Gelenk trägt dann beide Kräfte: An einer Hälfte zeigen sie auf gegenüberliegenden Seiten des Gelenks in dieselbe Richtung, also addieren sie sich.

In einem Kniehebel treffen sich zwei Lenker unter einem flachen Winkel θ. Jeder Lenker ist ein Zweikraftstab mit der Kraft F/(2 sin θ), und die Klemmkraft beträgt F/(2 tan θ). Je flacher die Lenker, desto größer die Kraft.

Selbsttest Eine Zange wird mit 50 N im Abstand von 100 mm vom Gelenk zusammengedrückt, und die Backen sind 25 mm vom Gelenk entfernt. Wie groß ist die Greifkraft?
  1. 12,5 N
  2. 200 N
  3. 250 N
  4. 50 N

Antwort: 200 N. Momente um das Gelenk: 50·100 = Q·25, also Q = 200 N. Das Verhältnis umzukehren ergibt 12,5 N, und 250 N ist die Gelenkkraft, Handkraft plus Greifkraft.

6Häufige Fehler

  • Einen Stab mit einer Last zwischen seinen Gelenken als Zweikraftstab zu behandeln.
  • Eine Gelenkkraft auf beiden verbundenen Bauteilen in dieselbe Richtung zu zeichnen.
  • Die ganze Kraft einer schrägen Strebe als ihre Vertikalkomponente zu verwenden.
  • Nur eine Komponente anzugeben, wenn der Betrag einer Gelenkkraft gefragt ist.
Selbsttest Eine Strebe drückt mit 10 kN unter 30° zum Balken auf einen Balken. Wie groß ist die Komponente senkrecht zum Balken?
  1. 10 kN
  2. 20 kN
  3. 5 kN
  4. 8,66 kN

Antwort: 5 kN. Die senkrechte Komponente beträgt 10·sin 30° = 5 kN. 8,66 kN ist die Komponente entlang des Balkens (cos 30°), und 10 kN ist die ganze Kraft.

7So sehen Prüfungsaufgaben aus

  • Leicht: Zweikraftstäbe und einfache Maschinen. Du bestimmst die Greifkraft einer Zange oder die Gelenkkraft, die Strebenkraft einer Wandkonsole, die Zugstangenkraft oder eine Auflagerkraft eines A-Rahmens oder die Ausgangskraft eines Winkelhebels.
  • Mittel: Gelenkkräfte und Gestänge. Du bestimmst die Gelenkreaktion einer Konsole oder eines Winkelhebels, die Zugstangenkraft bei außermittiger Last, die Kraft eines Gelenks auf einen Schenkel, die Kraft in einem Stab eines Dreigelenkrahmens oder die Klemmkraft eines Kniehebels.
  • Schwer: Rahmen mit mehreren Bauteilen. Du fügst einer Konsole eine Streckenlast hinzu, bestimmst die Seilkraft oder Gelenkreaktion eines Auslegers mit Eigengewicht, die Gelenkkraft bei außermittiger Last, eine Auflagerkraft bei horizontaler Last oder die Kraft, die eine Kniehebelpresse braucht.

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Beispielaufgaben

Beispiel 1Leicht
12 kN0,5 m1 m1,2 mABCD

Ein horizontaler Balken AB ist in A gelenkig an einer Wand befestigt und wird von der Strebe CD abgestützt, die in C, 1,2 m unter A, gelenkig an der Wand befestigt ist. Am freien Ende B hängt eine Last von 12 kN. Vernachlässige die Gewichte. Bestimme die Kraft FCD in der Strebe.

P = 12 kNAD = 0,5 mAB = 1,5 mAC = 1,2 m

Gesucht: FCD (kN)

Tipps anzeigen
  1. CD ist nur an seinen beiden Gelenken belastet, also ein Zweikraftstab: Seine Kraft wirkt entlang CD.
  2. Bilde die Momente um A für den Balken: Nur die Strebe und die Last haben ein Moment.
  3. sin α = 1,2/√(0,5² + 1,2²) = 0,9231.
Antwort und Schritt-für-Schritt-Lösung anzeigen

Rahmen und Maschinen: Anders als ein Fachwerk enthält ein Rahmen mindestens ein Bauteil, das Kräfte an mehr als zwei Punkten trägt oder eine Last zwischen seinen Gelenken. Suche zuerst die Zweikraftstäbe: Bei einem nur an zwei Gelenken belasteten Bauteil liegt die Kraft auf der Geraden durch diese, es bringt also eine Unbekannte, nicht zwei. Verwende dann das gesamte Tragwerk für die Auflagerkräfte, wenn es höchstens drei Unbekannte gibt. Zerlege schließlich den Rahmen: Zeichne jedes Bauteil einzeln, mit gleich großen, entgegengesetzten Gelenkkräften auf den beiden Bauteilen, die sie verbinden, und schreibe ΣFx = 0, ΣFy = 0 und ΣM = 0 dafür auf. Bildet man die Momente um ein Gelenk, fallen beide Komponenten der Gelenkkraft aus der Gleichung.

Zweikraftstab

Die Strebe hat an beiden Enden Gelenke und zwischen ihnen keine Last.

tan α = 1,2/0,5, sin α = 0,9231

Momente um A für den Balken

FCD·sin α·0,5 = 12·1,5
FCD = 18/(0,9231·0,5) = 39 kN

Antwort

FCD = 39 kN

Die Strebe drückt den Balken nach oben: Sie steht unter Druck.

Beispiel 2Mittel
8 kN0,75 m1,25 m0,75 mABCD

Ein horizontaler Balken AB ist in A gelenkig an einer Wand befestigt und wird von der Strebe CD abgestützt, die in C, 0,75 m unter A, gelenkig an der Wand befestigt ist. In B hängt eine Last von 8 kN. Vernachlässige die Gewichte. Bestimme den Betrag der Gelenkkraft A auf den Balken in A.

P = 8 kNAD = 0,75 mAB = 2 mAC = 0,75 m

Gesucht: A (kN)

Tipps anzeigen
  1. Bestimme zuerst die Strebenkraft: Momente um A für den Balken.
  2. FCD = 30,17 kN, sin α = 0,7071, cos α = 0,7071.
  3. Dann liefern ΣFx = 0 und ΣFy = 0 für den Balken die Komponenten in A.
Antwort und Schritt-für-Schritt-Lösung anzeigen

Rahmen und Maschinen: Anders als ein Fachwerk enthält ein Rahmen mindestens ein Bauteil, das Kräfte an mehr als zwei Punkten trägt oder eine Last zwischen seinen Gelenken. Suche zuerst die Zweikraftstäbe: Bei einem nur an zwei Gelenken belasteten Bauteil liegt die Kraft auf der Geraden durch diese, es bringt also eine Unbekannte, nicht zwei. Verwende dann das gesamte Tragwerk für die Auflagerkräfte, wenn es höchstens drei Unbekannte gibt. Zerlege schließlich den Rahmen: Zeichne jedes Bauteil einzeln, mit gleich großen, entgegengesetzten Gelenkkräften auf den beiden Bauteilen, die sie verbinden, und schreibe ΣFx = 0, ΣFy = 0 und ΣM = 0 dafür auf. Bildet man die Momente um ein Gelenk, fallen beide Komponenten der Gelenkkraft aus der Gleichung.

Strebenkraft

FCD = 8·2/(0,7071·0,75) = 30,17 kN

Komponenten in A

Ax = FCD·cos α = 21,33 kN (zur Wand hin)
Ay = 8 − FCD·sin α = −13,33 kN

Betrag

A = √(21,33² + −13,33²) = 25,16 kN

Antwort

A = 25,16 kN

Ein negatives Ay bedeutet, dass die Wand den Balken in A nach unten zieht.

Beispiel 3Schwer
8 kN1 kN2 m1 mABC

Ein gleichmäßiger horizontaler Ausleger AB mit dem Gewicht 1 kN ist in A gelenkig an einer Wand befestigt und wird von einem Seil gehalten, das von seinem Ende B zum Punkt C an der Wand, 1 m über A, führt. In B hängt eine Last von 8 kN. Bestimme die Seilkraft T.

W = 8 kNWb = 1 kNAB = 2 mAC = 1 m

Gesucht: T (kN)

Tipps anzeigen
  1. Das Seil zieht entlang BC. Bilde die Momente um A für den Ausleger.
  2. Die vertikale Komponente des Seils T·sin β hat den Hebelarm AB; seine horizontale Komponente geht durch A.
  3. sin β = 1/√(2² + 1²) = 0,4472.
Antwort und Schritt-für-Schritt-Lösung anzeigen

Rahmen und Maschinen: Anders als ein Fachwerk enthält ein Rahmen mindestens ein Bauteil, das Kräfte an mehr als zwei Punkten trägt oder eine Last zwischen seinen Gelenken. Suche zuerst die Zweikraftstäbe: Bei einem nur an zwei Gelenken belasteten Bauteil liegt die Kraft auf der Geraden durch diese, es bringt also eine Unbekannte, nicht zwei. Verwende dann das gesamte Tragwerk für die Auflagerkräfte, wenn es höchstens drei Unbekannte gibt. Zerlege schließlich den Rahmen: Zeichne jedes Bauteil einzeln, mit gleich großen, entgegengesetzten Gelenkkräften auf den beiden Bauteilen, die sie verbinden, und schreibe ΣFx = 0, ΣFy = 0 und ΣM = 0 dafür auf. Bildet man die Momente um ein Gelenk, fallen beide Komponenten der Gelenkkraft aus der Gleichung.

Seilwinkel

BC = √(2² + 1²) = 2,236 m, sin β = 0,4472

Momente um A

T·0,4472·2 = 8·2 + 1·1
T = 19,01 kN

Antwort

T = 19,01 kN

Fragen und Antworten

Rahmen und Maschinen: Worum geht es?

In einem Fachwerk ist jeder Stab ein gerader Stab mit Gelenken an beiden Enden und Lasten nur an den Knoten, sodass jeder Stab einfach auf Zug oder Druck beansprucht wird. Ein Rahmen ist anders: Mindestens ein Bauteil trägt Kräfte an drei oder mehr Punkten oder eine Last zwischen seinen Gelenken. Ein solches Bauteil wird auch auf Biegung beansprucht.

In diesem A-Rahmen sind die Schenkel AC und BC Mehrkraftstäbe: Jeder wird am Auflager, an der Zugstange und am Gelenk C belastet. Die Zugstange DE ist an beiden Enden gelenkig gelagert und trägt dazwischen nichts. Ein Rahmen, der sich bewegt und eine Eingangskraft in eine Ausgangskraft umsetzt, wie eine Zange, ein Hebel oder eine Zwinge, heißt Maschine.

Rahmen und Maschinen: Wie löst man die Aufgaben Schritt für Schritt?
  1. Zeichne das gesamte Tragwerk und bestimme die Auflagerkräfte, wenn es höchstens drei Unbekannte gibt.
  2. Finde die Zweikraftstäbe: Sie sind nur an zwei Gelenken belastet, ihre Kraft wirkt entlang der Verbindungslinie der Gelenke.
  3. Zerlege den Rahmen und zeichne jedes Bauteil einzeln, mit gleich großen, entgegengesetzten Gelenkkräften dort, wo Bauteile zusammentreffen.
  4. Bilde für jedes Bauteil die Momente um ein Gelenk mit unbekannten Kräften, dann verwende ΣFx = 0 und ΣFy = 0; füge die Komponenten erst am Ende zu einem Betrag zusammen.
Rahmen und Maschinen: Welche Fehler passieren am häufigsten?
  • Einen Stab mit einer Last zwischen seinen Gelenken als Zweikraftstab zu behandeln.
  • Einer Gelenkkraft auf beiden Bauteilen, die sie verbindet, dieselbe Richtung zu geben.
  • In der Momentengleichung die volle schräge Kraft als Vertikalkomponente zu nehmen.
  • Nur eine Komponente anzugeben, wenn der Betrag einer Gelenkkraft gefragt ist.
Rahmen und Maschinen: Was wird geübt?
  • Leicht: Zweikraftstäbe und einfache Maschinen
  • Mittel: Gelenkkräfte und Gestänge
  • Schwer: Rahmen mit mehreren Bauteilen

Jede Aufgabe hat neue Werte, so lernst du den Lösungsweg statt einer Antwort. Du hängst fest? Öffne zuerst einen kleinen Tipp und die vollständige Erklärung erst, wenn du sie brauchst.

So funktioniert das Üben

  • Jede Aufgabe hat neue Werte, so lernst du den Lösungsweg statt einer Antwort.
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  • Dein Fortschritt, deine Fehler und gespeicherten Aufgaben bleiben erhalten, damit du vor der Prüfung wiederholen kannst.

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